{"id":182890,"date":"2025-06-11T21:09:10","date_gmt":"2025-06-11T21:09:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/182890\/"},"modified":"2025-06-11T21:09:10","modified_gmt":"2025-06-11T21:09:10","slug":"weinstein-in-neuem-prozess-teils-wieder-schuldig-befunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/182890\/","title":{"rendered":"Weinstein in neuem Prozess teils wieder schuldig befunden"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.06.2025 21:17 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>2024 war ein Schuldspruch gegen Ex-Hollywoodmogul Weinstein kassiert worden. Nun wurde er in einem Fall erneut des sexuellen \u00dcbergriffs f\u00fcr schuldig befunden. In einem zweiten wurde er freigesprochen, ein dritter wird noch beraten.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer fr\u00fchere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist in einem wieder aufgerollten Strafprozess erneut f\u00fcr schuldig befunden worden &#8211; allerdings nur teilweise. Die Geschworenen sahen es nach mehrt\u00e4gigen Beratungen als erwiesen an, dass der heute 73-J\u00e4hrige im Jahr 2006 schwere Sexualverbrechen an einer Frau begangen habe, teilte das Gericht in New York \u00fcbereinstimmenden US-Medienberichten zufolge mit.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einem weiteren Anklagepunkt der schweren Sexualverbrechen gegen eine zweite Frau befand ihn die Jury f\u00fcr nicht schuldig. In einem dritten Anklagepunkt konnten sich die zw\u00f6lf Geschworenen nicht einigen. Sie beraten nun weiter \u00fcber die Anschuldigung, wonach Weinstein 2013 eine Frau vergewaltigt haben soll.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Berichte \u00fcber Unstimmigkeiten und Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Jury gegeben.\u00a0<\/p>\n<p>    Schuldspruch im vergangenen Jahr kassiert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Berufungsgericht im Bundesstaat New York hatte den urspr\u00fcnglichen Schuldspruch gegen Weinstein von 2020 wegen Vergewaltigung und kriminellen sexuellen Handlungen und die Haftstrafe von 23 Jahren im vergangenen Jahr \u00fcberraschend kassiert &#8211; wegen erheblicher Verfahrensfehler.\u00a0Zentraler Kritikpunkt war die Zulassung mehrerer Zeugenaussagen, die nicht Gegenstand der formellen Anklage waren und damit das Urteil der Geschworenen unrechtm\u00e4\u00dfig beeinflusst h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Prozess wurde daraufhin neu aufgerollt und griff erneut die zentralen Anklagepunkte auf. Die Anklage st\u00fctzte sich in dem etwa sechs Wochen laufenden Verfahren auf die Aussagen von drei Frauen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSie schilderten, wie sie Weinstein in jungen Jahren in der Filmbranche kennengelernt und sich Hoffnungen auf eine Karriere gemacht hatten &#8211; und dieser dann seine Macht als f\u00fchrender Filmproduzent als Druckmittel f\u00fcr sexuelle \u00dcbergriffe nutzte. Zwei der Frauen hatten auch schon im ersten Prozess ausgesagt, zudem kam diesmal eine dritte Hauptzeugin hinzu.<\/p>\n<p>    In anderem Verfahren bereits zu 16 Jahren Haft verurteilt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Frauen schilderten in teils emotionalen Aussagen, wie der oscarpr\u00e4mierte Produzent seine Machtposition in der Filmbranche genutzt habe, um sie zu bedr\u00e4ngen. Weinstein selbst entschied sich gegen eine Aussage.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnabh\u00e4ngig vom Ausgang des Verfahrens in New York bleibt Weinstein in Haft. 2023 war er in Kalifornien in einem separaten Strafverfahren zu 16 weiteren Jahren Haft verurteilt worden. Die Anklage warf ihm auch dort sexuelle \u00dcbergriffe vor. Seine Verteidigung hat auch gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWeinsteins Gesundheitszustand war w\u00e4hrend des gesamten Prozesses Gegenstand \u00f6ffentlicher Diskussionen. Nach Angaben seiner Anw\u00e4lte leidet der 73-J\u00e4hrige unter mehreren chronischen Erkrankungen, darunter Bluthochdruck, Diabetes und Herzprobleme. Medienberichten zufolge wurde zuletzt auch eine Leuk\u00e4mie-Diagnose best\u00e4tigt. Richter Curtis Farber erlaubte ihm, die Zeit w\u00e4hrend des Prozesses im Krankenhaus zu verbringen.<\/p>\n<p>    Ausl\u00f6ser f\u00fcr MeToo-Bewegung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Vorw\u00fcrfe gegen Weinstein kamen 2017 auf und galten als Ausl\u00f6ser der globalen MeToo-Bewegung gegen m\u00e4nnlichen Machtmissbrauch und sexuelle \u00dcbergriffe. Seitdem hatten mehr als 80 Frauen \u00f6ffentlich erkl\u00e4rt, der einst m\u00e4chtige Filmproduzent (&#8222;Pulp Fiction&#8220;, &#8222;Gangs of New York&#8220;) habe seine Position f\u00fcr sexuelle \u00dcbergriffe ausgenutzt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer erste Schuldspruch wurde in vielen Kreisen als gesellschaftlicher Fortschritt und juristischer Meilenstein gefeiert, weil die Aussagen der Zeuginnen auch ohne klare materielle Beweise ausreichend waren, um die Jury von Weinsteins Schuld zu \u00fcberzeugen. Die Aufhebung der Verurteilung schockierte viele MeToo-Unterst\u00fctzende. Sie mediale Aufmerksamkeit f\u00fcr die Neuauflage des Prozesses blieb weit hinter der des ersten Verfahrens zur\u00fcck.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.06.2025 21:17 Uhr 2024 war ein Schuldspruch gegen Ex-Hollywoodmogul Weinstein kassiert worden. Nun wurde er in einem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":182891,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,14,15,12,17986],"class_list":{"0":"post-182890","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-weinstein"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114666783609866961","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/182890","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=182890"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/182890\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/182891"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=182890"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=182890"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=182890"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}