{"id":18319,"date":"2025-04-09T13:15:07","date_gmt":"2025-04-09T13:15:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/18319\/"},"modified":"2025-04-09T13:15:07","modified_gmt":"2025-04-09T13:15:07","slug":"blick-in-die-zukunft-moerdertool-soll-in-grossbritannien-moegliche-taeter-vorhersagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/18319\/","title":{"rendered":"Blick in die Zukunft: &#8222;M\u00f6rdertool&#8220; soll in Gro\u00dfbritannien m\u00f6gliche T\u00e4ter vorhersagen"},"content":{"rendered":"<p>                    Blick in die Zukunft<br \/>\n                &#8222;M\u00f6rdertool&#8220; soll in Gro\u00dfbritannien m\u00f6gliche T\u00e4ter vorhersagen <\/p>\n<p>\t\t\t\t              09.04.2025, 13:45 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Wer wird zum Gewaltt\u00e4ter? Ein Tool zur Mordvorhersage soll diese Frage der britischen Regierung k\u00fcnftig beantworten. Das klingt innovativ, doch es gibt auch Kritik. <\/strong><\/p>\n<p>Das britische Justizministerium entwickelt zurzeit ein Programm, das anhand von Personendaten m\u00f6gliche M\u00f6rder identifizieren soll. Genutzt werden sollen daf\u00fcr Daten von Personen, die Polizei und Beh\u00f6rden bereits bekannt sind, berichtet der &#8222;Guardian&#8220;. <\/p>\n<p>Das Projekt, das mittlerweile von &#8222;homicide prediction project&#8220; (Projekt zur Vorhersage von T\u00f6tungsf\u00e4llen) in &#8222;sharing data to improve risk assessment&#8220; (Datenaustausch zur Verbesserung der Risikobewertung) umbenannt wurde, soll zur Verbesserung der \u00f6ffentlichen Sicherheit beitragen. Untersucht werden T\u00e4termerkmale, die das Risiko eines Mordes erh\u00f6hen, hei\u00dft es vom britischen Justizministerium. Quellen daf\u00fcr seien Daten der Bew\u00e4hrungshilfe und der Polizei. <\/p>\n<p>Die britische B\u00fcrgerrechtsbewegung Statewatch kritisiert allerdings, dass neben Daten von Straft\u00e4tern angeblich auch die von Opfern, Zeugen und Vermissten ausgewertet werden sollen. &#8222;Die Daten enthalten auch Informationen \u00fcber Menschen in prek\u00e4ren Lebenssituationen. Dazu geh\u00f6ren Daten zur psychischen Gesundheit, zu Sucht, Selbstverletzung, Suizid, Verletzlichkeit und Behinderung&#8220;, hei\u00dft es in einer Mitteilung von Statewatch. <\/p>\n<p>Vorverurteilung und Diskriminierung?<\/p>\n<p>Statewatch h\u00e4lt das Projekt f\u00fcr &#8222;erschreckend&#8220; und kritisiert: &#8222;Studien zeigen immer wieder, dass algorithmische Systeme zur Kriminalit\u00e4tsvorhersage grunds\u00e4tzlich fehlerhaft sind. Dennoch treibt die Regierung KI-Systeme voran, die Menschen als Kriminelle profilieren, bevor sie \u00fcberhaupt etwas getan haben.&#8220; Die B\u00fcrgerrechtsbewegung bef\u00fcrchtet zudem, das Projekt k\u00f6nnte strukturelle Diskriminierung verst\u00e4rken und zulasten ethnischer Minderheiten gehen. Statewatch fordert stattdessen eine Investition der Gelder in unterst\u00fctzende Sozialleistungen. <\/p>\n<p>Die britischen Beh\u00f6rden betonen, dass sie keine Daten von unschuldigen Personen verwenden w\u00fcrden. Untersucht w\u00fcrden nur Daten von Personen mit mindestens einer Vorstrafe. Zudem w\u00fcrde das Projekt in der aktuellen Phase ausschlie\u00dflich der Forschung dienen. Ziel sei es, das Risiko schwerer Straftaten bei Straft\u00e4tern auf Bew\u00e4hrung besser zu verstehen und zu pr\u00fcfen, ob die Einbeziehung solcher Daten die Risikobewertung k\u00fcnftig optimieren k\u00f6nne. <\/p>\n<p>Die Zahl der T\u00f6tungsdelikte stieg in den vergangenen Jahren in Gro\u00dfbritannien deutlich an, insbesondere im Bereich der Messergewalt und Jugendkriminalit\u00e4t. Allein im Jahr 2021\/22 stieg die Zahl der durch Messerattacken Get\u00f6teten einer Analyse des britischen Statistikamtes zufolge um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit auf den h\u00f6chsten Wert seit 1946. Auch die hohe R\u00fcckfallquote bei verurteilten Straft\u00e4tern steht in der Kritik. Die Mordrate in Gro\u00dfbritannien lag im Jahr 2021 bei 1,15 vors\u00e4tzlichen T\u00f6tungen pro 100.000 Einwohner. In Deutschland lag sie zuletzt bei 0,8 F\u00e4llen pro 100.000 Einwohner. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Blick in die Zukunft &#8222;M\u00f6rdertool&#8220; soll in Gro\u00dfbritannien m\u00f6gliche T\u00e4ter vorhersagen 09.04.2025, 13:45 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18320,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,551,13,984,1584,11752,14,15,121,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-18319","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-grossbritannien","11":"tag-headlines","12":"tag-international","13":"tag-kriminalitaet","14":"tag-mord-und-totschlag","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-polizei","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-uk","20":"tag-united-kingdom","21":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","22":"tag-vereinigtes-koenigreich","23":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","24":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114308194226671095","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18319"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18319\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18320"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}