{"id":183220,"date":"2025-06-12T00:10:11","date_gmt":"2025-06-12T00:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/183220\/"},"modified":"2025-06-12T00:10:11","modified_gmt":"2025-06-12T00:10:11","slug":"bauarbeiten-zwischen-hilden-und-duesseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/183220\/","title":{"rendered":"Bauarbeiten zwischen Hilden und D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Ein stillgelegtes Gleisbett, kein Zug in der N\u00e4he, Brombeerstr\u00e4ucher suchen sich ihren Weg zwischen Ger\u00f6ll und Metall \u2013 dieses beinahe pittoreske Bild kennen viele Passagiere der Linie S1 seit einigen Wochen. Seit dem 2. Mai ist der Abschnitt zwischen D\u00fcsseldorf Hauptbahnhof und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/solingen-hauptbahnhof\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Solingen Hauptbahnhof<\/a> gesperrt \u2013 und das f\u00fcr einige Monate. Der Grund: die Deutsche Bahn f\u00fchrt umfassende Bauarbeiten im Bereich durch, die die P\u00fcnktlichkeit verbessern sollen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eGeplant ist ein modernes elektronisches Stellwerk in D\u00fcsseldorf-Rath ab 2028, das Personal dort steuert dann weitere Technikstellwerke in D\u00fcsseldorf-Eller, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hilden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hilden<\/a> und Immigrath\u201c, erkl\u00e4rt Christian Walge, Projektmanager bei DB InfraGo. Aktuell arbeitet das Stellwerk in Rath noch mechanisch, also mit Muskelkraft \u2013 zukunftstr\u00e4chtig ist das nicht, das neue Werk wird elektronisch laufen. Damit der Plan aufgeht, m\u00fcssen aber unter anderem jede Menge Kabel verlegt werden, von mehr als 480.000 Metern spricht man bei der Deutschen Bahn. Dazu kommen 470 neue Signale, vier zus\u00e4tzliche Weichenverbindungen und mehr als 55 Kilometer neue Kabelkan\u00e4le. Weil diese Arbeiten nur schwer w\u00e4hrend des laufenden Betriebs zu bewerkstelligen sind, steht der Personenverkehr still. \u201eDas tut dann einmal richtig weh, das wissen wir, in Zukunft erhoffen wir uns davon aber weniger und k\u00fcrzere Sperrpausen\u201c, sagt Ulrich Konopka, Leiter der Bauausf\u00fchrung. Der G\u00fcter- und Fernverkehr rollt w\u00e4hrenddessen noch \u2013 allerdings nur bis zum 14. Juni, bis September fahren dann dort auch keine Z\u00fcge.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Vorteile dieser umfassenden Bauarbeiten: ein deutlich flexibleres System mit weniger Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr St\u00f6rungen und Versp\u00e4tungen. \u201eDie Strecke ist ein sehr viel befahrenes Gebiet\u201c, sagt Christian Walge. \u201eIn Hinblick auf weitere Bauprojekte wie den Rhein-Ruhr-Express ist es daher f\u00fcr uns wichtig, eine zuverl\u00e4ssige Ausweich- und Umleitungsm\u00f6glichkeit zu haben.\u201c Und auch der G\u00fcterverkehr k\u00f6nnte von einer neuen Strecke profitieren \u2013 Stichwort Umspannung. Aktuell muss bei jedem Grenzwechsel eine neue Lok vor die Waggons gespannt werden \u2013 bei einer so wichtigen Transportachse, von Genua bis Rotterdam, ein immenser Zeit- und Geldverlust. Mit dem neuen Zugbeeinflussungssystem European Train Control System (ETCS) soll die Digitalisierung der Schiene vorangehen, das Stellwerk in Rath ist daf\u00fcr ein erster Schritt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Sprung von der Theorie in die Praxis wird in D\u00fcsseldorf &#8211; Eller deutlich, in Form eines gro\u00dfen Materiallagers. Kabelkan\u00e4le werden dort abgeliefert, Aushub abgeholt \u2013 erst hier werden die Dimensionen der Arbeiten deutlich. W\u00e4hrend des Pressetermins f\u00e4hrt ein Lastwagen auf das Gel\u00e4nde unweit der Bahnhaltestelle D\u00fcsseldorf-Eller, beladen ist er mit Kabelkan\u00e4len, f\u00fcr Laien sehen sie aus wie Betonplatten. Eine Ladung entspricht ungef\u00e4hr 180 Metern \u2013 angesichts der Distanz, \u00fcber die sich die Baustelle erstreckt, ist das ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Bis zum 14. November um 21 Uhr ist die Strecke noch gesperrt, bis dahin muss der Gro\u00dfteil der Bauarbeiten abgeschlossen sein.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDer aktuelle Plan sieht vor, dass wir bis dahin mit den Arbeiten abschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Alles, was wir bis dahin nicht abschlie\u00dfen konnten, werden wir in k\u00fcrzeren Sperrpausen umsetzen\u201c, sagt Christian Walge. Sperrungen, die mehr als vier Wochen dauern, sind aktuell auszuschlie\u00dfen, rund um die Er\u00f6ffnung der Stellwerke 2028 wird es aber noch einmal zu Behinderungen kommen. Ein Risiko f\u00fcr die Baustelle bleibt der immer auftretende Diebstahl von Kupferkabeln, bis jetzt wurde die Baustelle davon verschont. \u201eAktuell haben wir sehr hohe Lieferzeiten f\u00fcr diese Art von Kabeln, weswegen ein Diebstahl ein gro\u00dfer R\u00fcckschlag w\u00e4re\u201c, erkl\u00e4rt Christian Walge. Man setze daher auf Vorlagerung in Hallen, Bewachung durch Streifen und einen Anschluss an die Oberleitung direkt nach dem Verlegen der Kabel.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und auch in Hilden werden die Fortschritte der Bauarbeiten bemerkbar \u2013 wenn auch am Bahnhof statt am Bahngleis. Die Bahnsteige der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/s-bahn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S-Bahn<\/a> erhalten ein neues Dach, das in den n\u00e4chsten Tagen montiert werden soll. Bis es zum Einsatz kommen wird, dauert es noch ein paar Wochen \u2013 in der Zwischenzeit werden die Brombeerstr\u00e4ucher auf Hildener Gleisen noch einige Zentimeter wachsen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein stillgelegtes Gleisbett, kein Zug in der N\u00e4he, Brombeerstr\u00e4ucher suchen sich ihren Weg zwischen Ger\u00f6ll und Metall \u2013&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":183221,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[1739,34066,2226,3364,29,3405,6043,3490,30,5783,3601,13313,61397,1209,13713,7223,16127,6191,61396,10421],"class_list":{"0":"post-183220","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-bahn","9":"tag-bahnhaltestelle","10":"tag-bahnstrecke","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-duesseldorf","14":"tag-eller","15":"tag-fahrt","16":"tag-germany","17":"tag-gesperrt","18":"tag-hauptbahnhof","19":"tag-hilden","20":"tag-immigrath","21":"tag-nordrhein-westfalen","22":"tag-rath","23":"tag-solingen","24":"tag-stellwerk","25":"tag-strecke","26":"tag-technikstellwerke","27":"tag-werk"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114667495471630900","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/183220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=183220"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/183220\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/183221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=183220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=183220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=183220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}