{"id":18327,"date":"2025-04-09T13:19:08","date_gmt":"2025-04-09T13:19:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/18327\/"},"modified":"2025-04-09T13:19:08","modified_gmt":"2025-04-09T13:19:08","slug":"eu-kommission-ki-gigafabriken-sollen-standort-europa-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/18327\/","title":{"rendered":"EU-Kommission: &#8222;KI-Gigafabriken&#8220; sollen Standort Europa st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Mit ihrem Plan f\u00fcr einen &#8222;Europ\u00e4ischen KI-Kontinent&#8220; will die EU-Kommission gegen\u00fcber anderen KI-Standorten auf der Welt aufholen: Bei der Cloudinfrastruktur sei Europa heute mit dreimal weniger Rechenzentren ausgestattet als die USA, hei\u00dft es aus Kommissionskreisen. Daher sollten \u00fcberall in Europa entsprechende Kapazit\u00e4ten entstehen.<\/p>\n<p>Mit bis zu <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-plant-KI-Gigafactories-200-Milliarden-Euro-fuer-Aufholjagd-10278212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">200 Milliarden Euro will die Kommission die Entwicklung von KI in der Union anschieben<\/a>. Davon sollen 20 Milliarden Euro f\u00fcr bis zu f\u00fcnf neue &#8222;KI Gigafactories&#8220; zur Verf\u00fcgung stehen. Wie viel davon am Ende aber tats\u00e4chlich aus EU-Mitteln bereitgestellt wird, ist jedoch unklar: Wie so oft strebt die Kommission eine Mischung aus \u00f6ffentlicher und privater Finanzierung an.<\/p>\n<p>KI-Kapazit\u00e4ten verdreifachen<\/p>\n<p>Die Kommission will damit in den kommenden f\u00fcnf bis sieben Jahre die KI-Kapazit\u00e4ten in Rechenzentren verdreifachen. Dabei soll insbesondere auf Energieeffizienz geachtet werden. Auch der Zugang zu hochqualitativen Daten etwa <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Europaeischer-Gesundheitsdatenraum-tritt-in-Kraft-10327781.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aus den europ\u00e4ischen Datenr\u00e4umen<\/a> soll erleichtert werden.<\/p>\n<p>&#8222;K\u00fcnstliche Intelligenz ist der Kern, um Europa wettbewerbsf\u00e4higer, sicherer und technologisch souver\u00e4ner zu machen&#8220;, meint Henna Virkkunen, zust\u00e4ndige Vizepr\u00e4sidentin der EU-Kommission. &#8222;Das globale Rennen um KI ist noch nicht vorbei.&#8220; Deshalb wolle die EU-Kommission nun handeln.<\/p>\n<p>Ein Ziel: Dass in Europa konkurrenzf\u00e4hige gro\u00dfe Sprachmodelle entwickelt werden. Die KI-Gigafactories sollen dennoch grunds\u00e4tzlich allen Nutzern zu fairen Bedingungen offenstehen, was die EU-Kommission als einen gro\u00dfen Unterschied zu den Gro\u00dfprojekten in anderen Staaten der Welt wie den USA oder China verstanden wissen will.<\/p>\n<p>Vorerst handelt es sich jedoch noch um eine Absichtserkl\u00e4rung, erst Ende des Jahres sollen mit dem &#8222;Cloud and AI Development Act&#8220; die weiteren Modalit\u00e4ten gekl\u00e4rt werden. Bis dahin will die EU-Kommission mittels Konsultationen herausfinden, wie m\u00f6gliche Interessenten auf die Ideen der Kommission schauen.<\/p>\n<p>Als weiteren Baustein auf dem Weg zum KI-Kontinent will die Kommission die Umsetzung des AI Act vereinfachen. Was das genau bedeuten soll, ist vorerst unklar. Dies k\u00f6nne auch in einfacheren Genehmigungsprozessen f\u00fcr Rechenzentren oder Hilfestellungen bei der Interpretation des AI Acts bestehen, so Kommissionsbeamte \u2013 hier komme es auch auf die Eingaben im Rahmen der anstehenden Konsultationen an.<\/p>\n<p>Ein weiteres, aus ihrer Sicht gewichtiges Problem hat die Kommission darin identifiziert, dass relevante Wirtschaftssektoren in der EU bislang bei der Adaption von KI-Entwicklungen hinterherhinken w\u00fcrden. Hier soll eine Anwendungsstrategie f\u00fcr KI Hilfestellung leisten. Erg\u00e4nzend sollen zudem Trainings f\u00fcr Mitarbeiter sowie R\u00fcckkehrhilfen f\u00fcr KI-Spezialisten aus Nicht-EU-Staaten und erg\u00e4nzend Zuwanderungserleichterungen f\u00fcr hochspezialisierte Drittstaatler angegangen werden.<\/p>\n<p>&#8222;Notwendige Investition&#8220;<\/p>\n<p>Seitens der Wirtschaft wird das Vorhaben grunds\u00e4tzlich begr\u00fc\u00dft. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) sieht vor allem in einem verbesserten Datenzugang den Weg zu mehr KI-Entwicklung und -Anwendung: &#8222;Nur so kann K\u00fcnstliche Intelligenz mit qualitativ hochwertigen Daten trainieren werden&#8220;, hei\u00dft es in einer Stellungnahme. Zudem m\u00fcsse der AI Act als risikobasierte Regulierung konsequent weiterverfolgt und implementiert werden und d\u00fcrfe keine Ver\u00e4nderung erfahren.<\/p>\n<p>F\u00fcr den IT-Verband Bitkom bem\u00e4ngelte Susanne Dehmel zwar die an vielen Stellen noch fehlende Konkretisierung der Absichten, begr\u00fc\u00dfte aber den Plan insgesamt. &#8222;Die geplanten 20 Milliarden Euro sind eine notwendige Investition, um den europ\u00e4ischen R\u00fcckstand bei der f\u00fcr KI entscheidenden Rechenleistung zumindest zu verringern, sie werden mit Blick auf die Investitionssummen in anderen L\u00e4ndern aber nicht ausreichen.&#8220; Neben der Infrastruktur sei insbesondere die Regelvereinfachung ma\u00dfgeblich f\u00fcr den KI-Erfolg in der EU.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vbr@heise.de\" title=\"Volker Briegleb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vbr<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit ihrem Plan f\u00fcr einen &#8222;Europ\u00e4ischen KI-Kontinent&#8220; will die EU-Kommission gegen\u00fcber anderen KI-Standorten auf der Welt aufholen: Bei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18328,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[11754,331,332,548,663,158,3934,3935,11755,13,1256,14,11756,15,11757,12,55],"class_list":{"0":"post-18327","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-ai-act","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-gigafactory","17":"tag-headlines","18":"tag-kuenstliche-intelligenz","19":"tag-nachrichten","20":"tag-netzpolitik","21":"tag-news","22":"tag-rechenzentrum","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114308209862526732","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18327"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18327\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}