{"id":184141,"date":"2025-06-12T08:54:09","date_gmt":"2025-06-12T08:54:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/184141\/"},"modified":"2025-06-12T08:54:09","modified_gmt":"2025-06-12T08:54:09","slug":"trotz-massiver-kritik-bahn-bleibt-bei-familienreservierung-hart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/184141\/","title":{"rendered":"Trotz massiver Kritik: Bahn bleibt bei Familienreservierung hart"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 12.06.2025 09:44 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Deutsche Bahn bleibt dabei: Ab dem 15. Juni 2025 wird es keine Familienreservierung mehr geben. Die neue Preispolitik sorgt f\u00fcr breite Emp\u00f6rung bei Politikern und Fahrgast- und Sozialverb\u00e4nden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUngeachtet gro\u00dfer Kritik an der geplanten Abschaffung der Familienreservierung h\u00e4lt die Deutsche Bahn an ihrem Vorhaben fest. &#8222;Die Familienreservierung werden wir ab dem 15. Juni nicht mehr anbieten&#8220;, teilte eine Konzernsprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Es bleibe jedoch dabei, dass Kinder und Jugendliche bis einschlie\u00dflich 14 Jahren in Begleitung kostenfrei reisen.<\/p>\n<p>    Familienreservierung f\u00e4llt ab Sonntag weg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Familienreservierung bedeutete bislang f\u00fcr viele Eltern eine gro\u00dfe finanzielle Erleichterung: Mit ihr konnten sich bislang bis zu f\u00fcnf Personen f\u00fcr 10,40 Euro einen festen Sitzplatz sichern. Am Dienstag hatte die Bahn mitgeteilt, dass sie die Familienreservierung <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/deutsche-bahn-familienreservierung-100.html\" title=\"Deutsche Bahn schafft die Familienreservierung ab\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">von diesem Sonntag an ersatzlos streichen wird<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nK\u00fcnftig m\u00fcssen somit auch Kinder f\u00fcr eine Sitzplatzreservierung zahlen &#8211; und das auch noch zu erh\u00f6hten Preisen. In der zweiten Klasse steigt der Preis pro Person von 5,20 Euro auf 5,50 Euro. In der ersten Klasse werden k\u00fcnftig 6,90 Euro f\u00e4llig.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr eine vierk\u00f6pfige Familie bedeutet das: Statt 10,40 Euro kostet eine einfache Fahrt mit Reservierungen nun 22 Euro; bei Hin- und R\u00fcckfahrt summieren sich die Kosten damit auf 44 Euro. F\u00fcr viele Familien k\u00f6nnte das eine sp\u00fcrbare H\u00fcrde darstellen &#8211; und sie im Zweifel wieder ins Auto treiben, bef\u00fcrchten Kritiker.<\/p>\n<p>    Kritik aus allen politischen Lagern<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Entscheidung der Bahn st\u00f6\u00dft partei\u00fcbergreifend auf Ablehnung. Politikerinnen und Politiker von CDU, SPD, Gr\u00fcnen und Linken fordern ein Umdenken. &#8222;Gerade f\u00fcr Familien mit Kindern wird der Sommerurlaub in Zeiten hoher Preise zunehmend zum Luxus&#8220;, betont Katharina Dr\u00f6ge, Fraktionsvorsitzende der Gr\u00fcne. Die Entscheidung sei ein &#8222;schwerer Fehler&#8220; und widerspreche dem Ziel, mehr Menschen auf die Schiene zu bringen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch au\u00dferhalb des Parlaments regt sich Widerstand. Greenpeace, der Sozialverband Deutschland und der Fahrgastverband Pro Bahn \u00e4u\u00dferten sich kritisch. Sie warnen vor negativen sozialen und \u00f6kologischen Folgen &#8211; und erinnern an fr\u00fchere Entscheidungen der Bahn, die nach Protesten wieder revidiert wurden.<\/p>\n<p>    R\u00fcckzieher bei Aushang-Abschaffung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass die Bahn nach Kritik an unliebsamen \u00c4nderungen durchaus zu Korrekturen f\u00e4hig ist, zeigte sich etwa im Dezember 2024: Damals hatte der Konzern angek\u00fcndigt, auf Aush\u00e4nge der Ankunftspl\u00e4ne in Bahnh\u00f6fen zu verzichten &#8211; und lenkte nach Protesten innerhalb von zwei Tagen ein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMan nehme &#8222;die Kritik von \u00d6ffentlichkeit und Verb\u00e4nden ernst&#8220;, hie\u00df es damals. Ob auch im Fall der Familienreservierung eine Kehrtwende bei der Bahn m\u00f6glich ist, bleibt offen.<\/p>\n<p>    Bahn verweist auf Finanzlage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Bahn verteidigt ihren Schritt derweil mit wirtschaftlichen Argumenten. &#8222;Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage, in der wir uns aktuell befinden, m\u00fcssen wir unsere Angebote wirtschaftlich tragbar gestalten&#8220;, erkl\u00e4rte eine Konzernsprecherin.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDennoch wirft die Ma\u00dfnahme Fragen auf: Die wirtschaftliche Wirkung des Wegfalls der Familienreservierung d\u00fcrfte angesichts der erwarteten Mehreinnahmen gering bleiben &#8211; das Defizit der Bahn lag 2024 bei rund 1,8 Milliarden Euro. Es bleibt abzuwarten, ob der finanzielle Nutzen durch die Abschaffung der Familienreservierung in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zum \u00f6ffentlichen \u00c4rger und dem Imageverlust des Staatskonzerns stehen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.06.2025 09:44 Uhr Die Deutsche Bahn bleibt dabei: Ab dem 15. 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