{"id":18524,"date":"2025-04-09T15:04:12","date_gmt":"2025-04-09T15:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/18524\/"},"modified":"2025-04-09T15:04:12","modified_gmt":"2025-04-09T15:04:12","slug":"vitamin-d-kann-ausbruch-der-nervenkrankheit-verzoegern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/18524\/","title":{"rendered":"Vitamin D kann Ausbruch der Nervenkrankheit verz\u00f6gern"},"content":{"rendered":"<p>Vorlesen<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-black bg-whitelilac rounded-8 grid items-center group py-[6px] px-8 text-12 hover:bg-magenta hover:text-whitelilac gap-8 grid-cols-[min-content_34px] hover:dark:text-salemsfur\" href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEIJQzYzeY7hM4UzfQTU6gT8qFAgKIhCCUM2M3mO4TOFM30E1OoE_\/sections\/CAQqKggAIhCCUM2M3mO4TOFM30E1OoE_KhQICiIQglDNjN5juEzhTN9BNTqBPzCOrrwL?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" aria-label=\"Auf Google News folgen\">News folgen<\/a><img style=\"--width:16;--height:16\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg.svg+xml\" alt=\"Teilen Menu auf machen\" title=\"Teilen Menu auf machen\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        group-hover:invert group-hover:grayscale group-hover:contrast-200 dark:group-hover:invert dark:contrast-200 dark:grayscale dark:invert\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Kann ein Vitamin eine Krankheit wie Multiple Sklerose in ihrer Entwicklung bremsen? Eine neue Studie aus Frankreich liefert Hinweise \u2013 und l\u00f6st Diskussionen unter Experten aus.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">In Deutschland leben laut Sch\u00e4tzungen rund 280.000 Menschen mit Multipler Sklerose (MS). Die Erkrankung z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten neurologischen Krankheiten im jungen Erwachsenenalter. Dabei handelt es sich um eine chronisch-entz\u00fcndliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das Immunsystem k\u00f6rpereigene Nervenstrukturen angreift, wodurch es zu L\u00e4hmungen, steifen Gliedma\u00dfen oder Sehst\u00f6rungen kommen kann.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Nun zeigt eine aktuelle franz\u00f6sische Studie, dass eine hochdosierte Gabe von <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/krankheiten-symptome\/id_90892468\/vitamin-d-tagesbedarf-mangel-ueberdosierung-lebensmittel.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vitamin D<\/a> Menschen mit MS helfen k\u00f6nnte, den Krankheitsverlauf zu verz\u00f6gern. Dabei waren die Ergebnisse mit einer klassischen Immuntherapie vergleichbar. Doch deutsche Fach\u00e4rzte mahnen zur Vorsicht.<\/p>\n<p class=\"pt-8 text-14 md:pt-8 leading-17\">Multiple Sklerose ist eine chronisch entz\u00fcndliche Erkrankung, geh\u00f6rt aber auch zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen, bei der Abwehrzellen des eigenen Immunsystems unter anderem Nervenzellen angreifen. <br \/>Obwohl die Autoimmunerkrankung bis heute nicht heilbar ist, gibt es verschiedene Behandlungsm\u00f6glichkeiten: Neben der Therapie zur Linderung der Symptome und Vorbeugung m\u00f6glicher Komplikationen gibt es verschiedene Formen der Immuntherapie. Damit sind Methoden gemeint, die das k\u00f6rpereigene Immunsystem nutzen, um die akute Entz\u00fcndung eines Schubs zu hemmen und\/oder die beschwerdefreie Zeit zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Untersuchung betraf Patientinnen und Patienten mit dem sogenannten klinisch isolierten Syndrom. Dieses gilt als das erste Anzeichen einer Multiplen Sklerose (MS), bevor eine gesicherte Diagnose gestellt wird. Die Studienteilnehmenden erhielten \u00fcber zwei Jahre hinweg alle zwei Wochen 100.000 Internationale Einheiten (IU) Vitamin D3 (Cholecalciferol). Die Forschenden verglichen anschlie\u00dfend die Ergebnisse mit einer Kontrollgruppe, die ein Placebo bekam. Insgesamt nahmen 316 erwachsene Personen an der Studie teil.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das Ergebnis: In der Vitamin-D-Gruppe kam es bei rund 60 Prozent der Probanden zu MS-Sch\u00fcben und\/oder neuen L\u00e4sionen im Gehirn, in der Placebo-Gruppe bei 74 Prozent. Damit war das Risiko in der Vitamin-D-Gruppe um etwa 20 Prozent geringer. Auch die Zeit bis zum Auftreten eines neuen Schubs oder auff\u00e4lliger Befunde im Gehirn war in der Vitamin-D-Gruppe signifikant l\u00e4nger \u2013 432 Tage im Vergleich zu 224 Tagen. Die beschwerdefreie Zeit konnte bei ihnen also deutlich verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">In einer Untergruppe wurden zudem knapp 250 Personen untersucht, bei denen bereits eine schubf\u00f6rmige Multiple Sklerose diagnostiziert wurde, die aber noch keine Immuntherapien erhalten hatten. Auch bei ihnen konnten vergleichbare positive Effekte der Vitamin-D-Gabe beobachtet werden.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Dieser Befund k\u00f6nnte bedeuten, dass Vitamin D die Krankheitsprogression nicht nur beim klinisch isolierten Syndrom, sondern auch in der Fr\u00fchphase der MS signifikant verlangsamen kann&#8220;, sagt Prof. Dr. Peter Berlit, Generalsekret\u00e4r der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Neurologie. Die Wirkung sei vergleichbar mit der einer Immuntherapie. Deshalb m\u00fcsse man diesen Ansatz weiterverfolgen \u2013 m\u00f6glicherweise auch in Kombination mit bestehenden Therapieans\u00e4tzen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Trotz der vielversprechenden Ergebnisse warnen Experten der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Neurologie ausdr\u00fccklich vor einer eigenm\u00e4chtigen Einnahme hoher Dosen Vitamin D. Denn ohne \u00e4rztliche Kontrolle k\u00f6nne eine hochdosierte Gabe schnell gef\u00e4hrlich werden und zu Nierensch\u00e4den oder Herzrhythmusst\u00f6rungen f\u00fchren. Das Problem ist: Viele Menschen kennen ihren eigenen Vitamin-D-Spiegel nicht und wissen auch nicht immer, ob sie unter einer Vorerkrankung der Niere leiden. Und gerade diese Faktoren sind bei der Einnahme von hohen Vitamin-D-Dosen enorm wichtig.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Prof. Dr. Achim Berthele, Neurologe an der TU <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/muenchen.t-online.de\/region\/muenchen\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\">M\u00fcnchen<\/a>, erkl\u00e4rt: &#8222;Die Patientinnen und Patienten wurden vorab sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlt, Menschen mit Vitamin-D-Spiegeln \u00fcber 100 nmol\/l durften nicht teilnehmen, ebenso wie jene, bei denen eine Hyperkalz\u00e4mie bekannt war.&#8220;<\/p>\n<p class=\"pt-8 text-14 md:pt-8 leading-17\">Bei der Hyperkalz\u00e4mie ist der Kalziumspiegel im Blut zu hoch. Das kann zu Verdauungsproblemen, starkem Durstgef\u00fchl und h\u00e4ufigem Wasserlassen f\u00fchren. Ein schwerer Kalzium\u00fcberschuss f\u00fchrt zudem zu Organsch\u00e4den (etwa an der Niere), zu Verwirrung und schlie\u00dflich zum Koma. Der Zusammenhang zwischen Kalzium und Vitamin D ist folgender: Vitamin D steigert die Aufnahme von Kalzium im Darm. Dadurch steigt auch die Menge des Kalziums im Blut.<\/p>\n<ul class=\"text-18 leading-17 block pl-24 *:pb-16 *:before:inline-block *:before:size-8 *:before:mt-0 *:before:mr-12 *:before:mb-2 *:before:-ml-[20px] *:before:bg-magenta\">\n<li class=\"\"><strong class=\"font-bold\">Lesen Sie auch<\/strong>: <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/krankheiten-symptome\/osteoporose\/id_72215648\/vitamin-d-ueberdosierung-so-schaedlich-kann-eine-ueberdosis-sein.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vitamin D \u2013 diese Folgen kann eine \u00dcberdosierung haben<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch wenn die Resultate vielversprechend klingen: F\u00fcr eine generelle Umstellung in der Therapie von MS-Patienten reichen sie nicht aus. Berthele betont: &#8222;Zum jetzigen Zeitpunkt w\u00fcrde ich niemandem, der auf eine Immuntherapie eingestellt ist, dazu raten, diese wirksame Therapie abzubrechen und auf Vitamin D umzustellen. Eine Vitamin-D-Substitution darf auch nicht den Beginn einer Immuntherapie verz\u00f6gern.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Vitamin D k\u00f6nne sinnvoll erg\u00e4nzen \u2013 aber eben nur, wenn ein Mangel vorliegt. &#8222;Die Studie unterstreicht aber klar die Bedeutung einer Vitamin-D-Bestimmung zum Krankheitsbeginn, denn Personen mit erniedrigten Vitamin-D-Spiegeln profitierten am deutlichsten. Ein Vitamin-D-Mangel sollte also ganz unabh\u00e4ngig von anderen therapeutischen Entscheidungen immer ausgeglichen werden&#8220;, so Berthele.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die aktuelle Leitlinie zur Behandlung von MS empfiehlt daher eine Supplementierung nur bei erniedrigten Blutwerten. Werte zwischen 50 und 125 nmol\/l gelten als normal. Eine t\u00e4gliche Zufuhr von bis zu 4.000 IU sei sicher \u2013 aber nur unter \u00e4rztlicher Kontrolle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"VorlesenNews folgenArtikel teilen Kann ein Vitamin eine Krankheit wie Multiple Sklerose in ihrer Entwicklung bremsen? 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