{"id":185740,"date":"2025-06-12T23:35:28","date_gmt":"2025-06-12T23:35:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/185740\/"},"modified":"2025-06-12T23:35:28","modified_gmt":"2025-06-12T23:35:28","slug":"busse-mit-frittenfett-sollen-hamburg-klimaneutral-machen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/185740\/","title":{"rendered":"Busse mit &#8222;Frittenfett&#8220; sollen Hamburg klimaneutral machen"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-sc113=\"\"> 12. Juni 2025 \u2013 Isabell W\u00fcppenhorst <\/p>\n<p _ngcontent-sc113=\"\">Eigentlich wollte Hamburg seine \u00f6ffentliche Busflotte bis 2030 elektrifizieren. Jetzt stellt der Verkehrssenator fest: Klimaneutralit\u00e4t kann auch auf einem g\u00fcnstigeren Weg erreicht werden.<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Die Hamburger Hochbahn will die Elektrifizierung ihrer Flotte wegen der auslaufenden Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr Elektrobusse verlangsamen. Das st\u00e4dtische Verkehrsunternehmen plant, seine mehr als 1.000 Dieselbusse zwei bis drei Jahre l\u00e4nger als geplant zu nutzen, wie Finanzvorst\u00e4ndin Merle Schmidt-Brunn sagte. Allerdings sollen sie von 2026 bis 2029 auf den als weniger klimasch\u00e4dlich geltenden Kraftstoff HVO umgestellt werden. <\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">HVO steht f\u00fcr Hydrotreated Vegetable Oils, also mit Wasserstoff behandelte Pflanzen\u00f6le. Verkehrssenator Anjes Tjarks (Gr\u00fcne) nannte den Kraftstoff mit Blick auf das Recycling von Altfetten \u00abFrittenfett\u00bb. Schmidt-Brunn sprach von \u00d6len aus der Industrie, die man sonst wegschmei\u00dfen w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Festhalten am Ziel Klimaneutralit\u00e4t<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Tjarks betonte: &#8222;Wir wollen weiterhin nur noch emissionsfreie Fahrzeuge anschaffen, und wir wollen unsere Busflotte bis 2029 klimaneutral machen, aber eben auf einem anderen Wege.&#8220; Nach einem Beschluss der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft aus dem Jahr 2019 soll die gesamte st\u00e4dtische Busflotte bis 2030 auf emissionsfreie Antriebe umgestellt werden. Dieses Ziel hatte die Hochbahn bereits im vergangenen Jahr offiziell auf 2032 verschoben. <\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Die Zahl der E-Busse bei der Hochbahn soll bis Ende 2025 auf 425 steigen. Im vergangenen Mai waren 363 in Betrieb, Ende vergangenen Jahres waren es 280. Alle Neuanschaffungen werden noch mit Hilfe der auslaufenden Bundesf\u00f6rderung finanziert, wie Schmidt-Brunn sagte.<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">E-Busse sind nach ihren Angaben zweieinhalb- bis dreimal so teuer wie Dieselfahrzeuge. Der Bund \u00fcbernehme 50 Prozent der Mehrkosten. Im n\u00e4chsten Jahr sollen deutlich weniger Elektrobusse gekauft werden. Die F\u00f6rderung endet in diesem Sommer.<\/p>\n<p>Dieselbusse halten l\u00e4nger<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Wirtschaftlich schwierig wird die Elektrifizierung auch, weil die Preise f\u00fcr die Fahrzeuge anders als erwartet nicht gesunken sind. Auf europ\u00e4ischer Ebene sei nur jeder zweite neu bestellte Bus ein Elektrobus, in Deutschland liege die Zahl noch darunter, sagte der Vorstandsvorsitzende der Hochbahn Robert Henrich.<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Die Realit\u00e4t sei, dass in vielen deutschen St\u00e4dten neue Dieselbusse bestellt w\u00fcrden. Henrich f\u00fcgte hinzu: &#8222;Wenn wir sehen, dass Dieselbusse l\u00e4nger halten, was tats\u00e4chlich heute der Fall ist, (&#8230;) dann w\u00e4re es t\u00f6richt, aus dieser Haltbarkeit der Fahrzeuge nicht auch wirtschaftlich den Nutzen zu ziehen.&#8220;<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Tjarks machte auf ein weiteres praktisches Problem aufmerksam: F\u00fcr die besonders gro\u00dfen XL-Busse der Hochbahn mit einer L\u00e4nge von 21 Metern gebe es noch gar keine Elektroversion. Doch die Hochbahn brauche diese Fahrzeuge bis zur Inbetriebnahme der neuen U-Bahnlinie U5 im Jahr 2040, danach aber nicht mehr. Eine Entwicklung besonders gro\u00dfer E-Busse w\u00e4re sehr teuer. <\/p>\n<p>Hochbahn erkennt Blackout-Gefahr<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Mit Blick auf den Ukraine-Krieg sagte der Senator f\u00fcr Mobilit\u00e4tswende: &#8222;Wir m\u00fcssen uns \u00fcberlegen, ob wir als Staat aufgrund der Kriegsereignisse in Europa eine strategische Busreserve brauchen, die nicht auf Elektro l\u00e4uft.&#8220;<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Schmidt-Brunn sagte: &#8222;Wenn Sie sich vorstellen, dass wir in Hamburg einen Stromausfall von 24 bis 48 Stunden haben, dann sind unsere E-Busse nicht mehr einsatzf\u00e4hig.&#8220; Ende April hatte ein gro\u00dffl\u00e4chiger Blackout das Leben in Spanien und Portugal mehr als zehn Stunden lang lahmgelegt. Ende des Jahres sollen 35 Prozent der Hochbahn-Busse einen Elektroantrieb haben.<\/p>\n<p>Wachstum dank \u00f6ffentlicher F\u00f6rderung<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Angesichts wachsender Fahrgastzahlen erweitert die Hochbahn auch ihr U-Bahnnetz, vor allem mit den neuen Linien U4 und U5. Die Investitionen erreichten 2024 ein Rekordniveau: 658,4 Millionen Euro wurden ausgegeben. Das seien knapp 70 Prozent der geplanten Investitionen, hie\u00df es. Schmidt-Brunn sprach von einer hohen Quote. Grund f\u00fcr die geringeren Investitionen als geplant seien Verz\u00f6gerungen bei der Anschaffung neuer U-Bahnen vom Typ DT6 und neuer Technik f\u00fcr den halbautomatischen Betrieb der Z\u00fcge. In diesem Jahr soll erstmals mehr als eine Milliarde Euro investiert werden. <\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Die Zahl der Fahrg\u00e4ste stieg im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent auf 551 Millionen. Das sei ein Rekord, sagte Henrich. Der Umsatz erh\u00f6hte sich dank der staatlichen Kompensationszahlungen f\u00fcr das Deutschlandticket um 14 Prozent auf 669,6 Millionen Euro. Zugleich sank die Kostendeckung deutlich. Finanzierte sich das st\u00e4dtische Unternehmen nach Angaben von Schmidt-Brunn im Jahr 2019 noch zu 93 Prozent aus den Zahlungen seiner Kunden, so lag dieser Wert im vergangenen Jahr nur noch bei knapp 73 Prozent.<\/p>\n<p>Weitere News On Air<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Weitere Nachrichten aus Hamburg, Deutschland und der Welt h\u00f6rt ihr immer zur vollen Stunde bei uns im Programm. 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