{"id":185918,"date":"2025-06-13T01:15:15","date_gmt":"2025-06-13T01:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/185918\/"},"modified":"2025-06-13T01:15:15","modified_gmt":"2025-06-13T01:15:15","slug":"neue-akku-typen-gefragt-schon-2030-koennte-das-lithium-fuer-e-autos-knapp-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/185918\/","title":{"rendered":"Neue Akku-Typen gefragt: Schon 2030 k\u00f6nnte das Lithium f\u00fcr E-Autos knapp werden"},"content":{"rendered":"<p>                    Neue Akku-Typen gefragt<br \/>\n                Schon 2030 k\u00f6nnte das Lithium f\u00fcr E-Autos knapp werden<\/p>\n<p>\t\t\t\t              12.06.2025, 19:50 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Weltweit wird Lithium gef\u00f6rdert und anschlie\u00dfend f\u00fcr Akkus gebraucht. Vor allem die E-Auto-Industrie setzt auf den Rohstoff. Doch schon in wenigen Jahren reichen die Vorkommen einer Studie zufolge nicht mehr aus. Gerade Europa wird dann auf Importe oder Alternativen angewiesen sein.<\/strong><\/p>\n<p>Die wachsende Nachfrage nach Elektroautos k\u00f6nnte in einigen Jahren zu einem weltweiten Mangel an Lithium f\u00fchren. Trotz ehrgeiziger Ausbaupl\u00e4ne zur Gewinnung des wichtigen Batterierohstoffs werde das Angebot 2030 nicht ausreichen, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen &#8211; weder in Europa noch in den USA oder China. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der East China Normal University in Schanghai und der schwedischen Universit\u00e4t Lund.<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Engpass sagen die Wissenschaftler dabei f\u00fcr Europa voraus. Zwar rechnen die Experten damit, dass die F\u00f6rderung des Rohstoffs in der EU in den kommenden Jahren deutlich Fahrt aufnimmt. 2030 k\u00f6nnte sie bei 325.000 Tonnen Lithiumcarbonat\u00e4quivalent pro Jahr liegen. Die Nachfrage werde das aber nicht einmal zur H\u00e4lfte decken, sie werde dann bei 792.000 Tonnen liegen.<\/p>\n<p>&#8222;Lithium ist heute so wichtig wie Benzin in der industriellen Revolution&#8220;, sagt Studien-Mitautor Qifan Xia von der East China Normal University in Schanghai. &#8222;Die Lithiumreserven sind zwar weltweit betr\u00e4chtlich, aber ungleichm\u00e4\u00dfig auf die verschiedenen L\u00e4nder verteilt.&#8220; Entsprechend gro\u00df seien die Herausforderungen, den wachsenden Bedarf zu decken. Die Studie zeige deutlich, dass die Welt ohne sofortige Ma\u00dfnahmen Gefahr laufe, die Klima- und Energiewendeziele zu verfehlen, warnt Xia.<\/p>\n<p>Europa von Importen abh\u00e4ngig<\/p>\n<p>Lithium kommt vor allem in Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz, wie sie etwa in Smartphones, Laptops und Elektroautos verbaut werden. Bisher ist Europa fast komplett von Importen abh\u00e4ngig. Wichtigste Lieferl\u00e4nder sind Chile, Australien und China, wo der Stoff im Bergbau oder in gro\u00dfen Salzseen gewonnen wird.<\/p>\n<p>In Deutschland laufen derzeit mehrere Projekte, um selbst Lithium zu gewinnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Am Oberrheingraben wird eine Gewinnung aus Tiefenwasser untersucht. In Landau (Pfalz) ging Ende 2023 eine erste Pilotanlage in Betrieb.<\/li>\n<li>Auch in der L\u00fcneburger Heide wurde 2024 bereits versuchsweise Lithium aus Tiefenwasser gewonnen.<\/li>\n<li>Im s\u00e4chsischen Erzgebirge gibt es Pl\u00e4ne, den Rohstoff im klassischen Bergbau direkt aus dem Gestein zu f\u00f6rdern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch China kann eigenen Bedarf nicht decken<\/p>\n<p>Doch auch die USA und China werden der Studie zufolge ihren Bedarf nicht selbst decken k\u00f6nnen. Die L\u00fccke d\u00fcrfte dort aber deutlich kleiner ausfallen als in Europa: In den Vereinigten Staaten k\u00f6nnte die F\u00f6rderung bis 2030 auf bis zu 610.000 Tonnen steigen, was knapp 90 Prozent des dann erwarteten Bedarfs abdecke. China, schon bisher einer der wichtigsten Lithium-Lieferant weltweit, k\u00f6nnte dann sogar bis zu 1,1 Millionen Tonnen f\u00f6rdern. Das werde aber auch dort nicht reichen, um den Bedarf von dann voraussichtlich 1,3 Millionen Tonnen zu decken.<\/p>\n<p>Ganz ohne Importe werden daher keine der drei Regionen auskommen, so die Wissenschaftler. Alle drei w\u00fcrden daher um die Importe aus anderen L\u00e4ndern konkurrieren. Das k\u00f6nnte die Versorgungsengp\u00e4sse weiter versch\u00e4rfen und die weltweiten Handelsbeziehungen belasten.<\/p>\n<p>Neuer Akku-Typ k\u00f6nnte Abhilfe schaffen<\/p>\n<p>Um den Mangel zu lindern, empfehlen die Wissenschaftler neben einem deutlichen Ausbau der F\u00f6rderung, auch den Lithium-Einsatz zu reduzieren. Helfen k\u00f6nnten etwa neue Batterietechnologien, die mit weniger oder gar keinem Lithium auskommen. <\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren etwa Natrium-Ionen-Akkus, wie sie in China bereits in ersten Fahrzeugen verbaut werden. Auch europ\u00e4ische Hersteller arbeiten am Einsatz solcher Akkus. Allerdings weisen die Batterien eine geringere Energiedichte auf als solche mit Lithium-Ionen und k\u00f6nnen daher weniger Strom speichern. In Betracht kommen sie daher vor allem f\u00fcr Kleinwagen mit geringer Reichweite.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue Akku-Typen gefragt Schon 2030 k\u00f6nnte das Lithium f\u00fcr E-Autos knapp werden 12.06.2025, 19:50 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":185919,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[371,26334,175,227,170,169,29,1728,1519,1520,663,30,952,171,174,9861,13413,173,172,55],"class_list":{"0":"post-185918","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-autoindustrie","9":"tag-batteriezellen","10":"tag-business","11":"tag-china","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-deutschland","15":"tag-elektroautos","16":"tag-elektromobilitaet","17":"tag-energiewende","18":"tag-europa","19":"tag-germany","20":"tag-klimawandel","21":"tag-markets","22":"tag-maerkte","23":"tag-rohstoffhandel","24":"tag-studien","25":"tag-unternehmen","26":"tag-unternehmen-maerkte","27":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114673413327855101","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/185918","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=185918"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/185918\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/185919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=185918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=185918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=185918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}