{"id":186539,"date":"2025-06-13T06:59:15","date_gmt":"2025-06-13T06:59:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/186539\/"},"modified":"2025-06-13T06:59:15","modified_gmt":"2025-06-13T06:59:15","slug":"russland-heuert-afrikaner-fuer-shampoo-fabrik-an-und-schickt-sie-an-die-front-suedtirol-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/186539\/","title":{"rendered":"Russland heuert Afrikaner f\u00fcr Shampoo-Fabrik an und schickt sie an die Front \u2013 S\u00fcdtirol News"},"content":{"rendered":"<p>Von: mk<\/p>\n<p>Moskau \u2013 Russland rekrutiert offenbar afrikanische Staatsb\u00fcrger unter dem Vorwand, ihnen zivile Arbeitspl\u00e4tze anzubieten, nur um sie dann gegen die Ukraine in die Schlacht zu schicken. Wie die britische Zeitung The Telegraph berichtet, kommen einige dieser Rekruten dabei ums Leben, w\u00e4hrend andere in Gefangenschaft geraten.<\/p>\n<p>Einer dieser Betroffenen ist Jean Onana. Eine Stellenanzeige f\u00fcr eine russische Shampoo-Fabrik schien die perfekte Gelegenheit f\u00fcr den 36-J\u00e4hrigen aus Kamerun zu sein, der arbeitslos war und drei Kinder zu ern\u00e4hren hatte. Im M\u00e4rz 2025 machte er sich auf den Weg nach Moskau. Doch gleich nachdem er in Russland gelandet war, wurden Onana und zehn weitere M\u00e4nner aus Bangladesch, Kamerun, Simbabwe und Ghana festgenommen.<\/p>\n<p>Die Russen erkl\u00e4rten ihnen, es gebe keine Arbeit. Stattdessen sollten die M\u00e4nner einen Einjahresvertrag mit der russischen Armee unterzeichnen und gegen die Ukraine k\u00e4mpfen. Nach einer kurzen Kampfausbildung wurden ihre Handys konfisziert \u2013 kurz, bevor sie an die Front geschickt wurden.<\/p>\n<p>Nach dem Training sei er sofort zu einem umk\u00e4mpften Unterschlupf geschickt worden, wo K\u00e4mpfer der Russen Zuflucht gesucht hatten, erkl\u00e4rt Onana. Er habe als einziger von neun Soldaten \u00fcberlebte. Nachdem er sechs Tage lang in den Tr\u00fcmmern gelegen habe, sei er von den ukrainischen Streitkr\u00e4ften gefangen genommen worden.<\/p>\n<p>Der 25-j\u00e4hrige Malik Diop aus dem Senegal erz\u00e4hlte unterdessen, er sei als Geschirrsp\u00fcler in Luhansk mit einem Gehalt von 5.700 US-Dollar angeworben worden. Eine Woche sp\u00e4ter befand er sich jedoch mit einem Sturmgewehr an der Front. Als er die Toten im Wald sah, desertierte er und wurde zwei Tage sp\u00e4ter in Donetsk von Ukrainern gefangen genommen.<\/p>\n<p>In den letzten Monaten sind in sozialen Medien in Kamerun Dutzende Berichte \u00fcber Vermisste aufgetaucht. Angeh\u00f6rige posteten Fotos der M\u00e4nner in Milit\u00e4runiform und baten um Hilfe. Einige der Beitr\u00e4ge wurden in der Folge aktualisiert. Darin hie\u00df es, die Betroffenen seien in der Zwischenzeit tot aufgefunden worden. Auf einem popul\u00e4ren Social-Media-Account wurden bereits 67 Todesanzeigen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Afrikaner, die sich nach h\u00f6heren L\u00f6hnen umschauen, zieht es oft nach Russland. Das monatliche Grundgehalt f\u00fcr einen einfachen Soldaten in Kamerun betr\u00e4gt etwa 90 US-Dollar, w\u00e4hrend Russland Rekruten aus Afrika angeblich \u00fcber 2.000 US-Dollar pro Monat bietet. Die Regierung in Kamerum verfolgt die Entwicklung offenbar und hat im M\u00e4rz die Ausreise von Armeeangeh\u00f6rigen aus dem Land eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Bereits im Herbst 2024 berichtete die Associated Press, dass Frauen aus Afrika mit falschen Versprechungen nach Russland gelockt wurden. Anzeigen in sozialen Medien stellten den jungen Frauen kostenlose Flugtickets, Geld und die M\u00f6glichkeit in Aussicht, in Europa Erfahrungen zu sammeln. Stattdessen fanden sich die Frauen in Tatarstan wieder, wo sie Drohnen f\u00fcr den Krieg gegen die Ukraine zusammenbauen mussten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von: mk Moskau \u2013 Russland rekrutiert offenbar afrikanische Staatsb\u00fcrger unter dem Vorwand, ihnen zivile Arbeitspl\u00e4tze anzubieten, nur um&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":186540,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-186539","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114674765900400735","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186539","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=186539"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186539\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/186540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=186539"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=186539"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=186539"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}