{"id":186742,"date":"2025-06-13T08:58:15","date_gmt":"2025-06-13T08:58:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/186742\/"},"modified":"2025-06-13T08:58:15","modified_gmt":"2025-06-13T08:58:15","slug":"hamburgs-buergerschaftspraesidentin-in-israel-fuer-verzweiflung-ist-hier-reichlich-anlass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/186742\/","title":{"rendered":"Hamburgs B\u00fcrgerschaftspr\u00e4sidentin in Israel: \u201eF\u00fcr Verzweiflung ist hier reichlich Anlass\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Hamburgs B\u00fcrgerschaftspr\u00e4sidentin Carola Veit bringt bei einem Besuch in Israel Hamburg als m\u00f6glichen Standort eines Bildungszentrums der internationalen Holocaust-Gedenkst\u00e4tte Yad Vashem ins Spiel \u2013 und nimmt Stellung zur aktuellen politischen Eskalation in der Region.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Angesichts des auch in Deutschland zunehmend kritisierten israelischen Vorgehens im Gazastreifen hat Hamburgs B\u00fcrgerschaftspr\u00e4sidentin Carola Veit vor \u00fcbereilten Reaktionen gewarnt. \u201eWir tun gut daran, besonnen zu bleiben\u201c, sagte sie w\u00e4hrend eines viert\u00e4gigen Besuchs in Israel. Mit keinem anderen Land weltweit habe Deutschland eine \u201esolch spezielle Beziehung.\u201c Veit hatte zuvor in Jerusalem auch die Holocaust-Gedenkst\u00e4tte Yad Vashem besucht. <\/p>\n<p>Deutschland habe au\u00dferdem \u201eein hohes Interesse an einer stabilen Demokratie in dieser Region\u201c, sagte sie. \u201eWegducken gilt deshalb nicht. Kein Weg f\u00fchrt daran vorbei, jetzt an der Frage mitzuarbeiten, wie Frieden und Sicherheit f\u00fcr alle im Land hergestellt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Veit: F\u00fcr Verzweiflung ist hier reichlich Anlass <\/p>\n<p>Dass das Vorgehen der israelischen Regierung vor dem Hintergrund der humanit\u00e4ren Katastrophe in Gaza auch in Berlin zunehmend kritisch gesehen werde, nehme man in Israel wahr und ernst. \u201eViel wichtiger ist aber, dass hier ganz offenbar auch die Zustimmung zum eigenen Vorgehen im Gazastreifen sinkt\u201c, sagte Veit. <\/p>\n<p>Bei einem Besuch in der Knesset habe sie die Anspannung sp\u00fcren k\u00f6nnen. \u201eEs geht um den Fortbestand der Regierungskoalition und damit auch die Frage, ob der Konflikt eine konstruktive Wendung nehmen kann.\u201c<\/p>\n<p>Das Trauma auf beiden Seiten sei gr\u00f6\u00dfer, als man es sich vorstellen k\u00f6nne. \u201eJede blickt auf die eigenen Opfer und Verluste. Das gegenseitige Misstrauen und der Hass sitzen tief\u201c, sagte sie. \u201eIn den gespaltenen Bev\u00f6lkerungen gibt es viel Hilflosigkeit.\u201c Zwar sei nie etwas hoffnungslos, \u201eaber f\u00fcr Verzweiflung ist hier reichlich Anlass\u201c.<\/p>\n<p>Veit wirbt f\u00fcr geplantes Yad Vashem Education Center in Hamburg <\/p>\n<p>Bei ihrem Besuch in Yad Vashem habe sie mit dem Vorstandsvorsitzenden der Gedenkst\u00e4tte, Dani Dayan, auch \u00fcber Hamburgs Interesse gesprochen, Standort f\u00fcr das geplante deutsche Yad Vashem Education Center zu werden. Die Idee f\u00fcr eine solche Bildungseinrichtung geht auf ein Treffen Dayans mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz im Januar 2023 zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Die neue Bundesregierung hatte sich in ihrem Koalitionsvertrag zur Unterst\u00fctzung der Einrichtung eines solchen Zentrums bekannt. Im Koalitionsvertrag der rot-gr\u00fcnen Hamburger Regierung wird ebenfalls das Interesse bekundet, das Education Center zu beherbergen.<\/p>\n<p>In der Hansestadt seien die Beziehungen zur j\u00fcdischen Gemeinde eng, sagte Veit. \u201eDas zeigt sich nicht nur in der lebendigen Gedenkarbeit unserer Stadt, sondern auch in unserer Unterst\u00fctzung f\u00fcr j\u00fcdisches Leben und nicht zuletzt f\u00fcr den geplanten Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge.\u201c<\/p>\n<p>80 Jahre nach Ende des Krieges und der Verbrechen der NS-Zeit m\u00fcsse \u201eaus der Erinnerung etwas Neues, nach vorne gerichtetes entstehen\u201c, sagte sie. \u201eDeswegen w\u00e4re Hamburg auch ein geeigneter Ort ist f\u00fcr das geplante Education Center der internationalen Gedenkst\u00e4tte Yad Vashem.\u201c<\/p>\n<p>Hamburg will Beziehungen zu israelische St\u00e4dten st\u00e4rken <\/p>\n<p>Ihr Besuch in Israel sei nach einer Einladung des israelischen Botschafters in Deutschland, Ron Prosor, vor zwei Jahren lange geplant gewesen. Daran habe auch der Krieg nach dem Terrorangriff der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 nichts ge\u00e4ndert. \u201eWir stehen zu unseren Freunden, auch wenn sie bedroht werden. Wir tauchen in schwierigen, gef\u00e4hrlichen Zeiten nicht ab und warten nicht auf bessere, einfachere Zeiten\u201c, sagte Veit. <\/p>\n<p>Zudem gebe es in Hamburg schon l\u00e4nger den Plan, Kontakte zu israelischen St\u00e4dten zu erkunden und Hamburgs bestehende Verbindungen zu st\u00e4rken. \u201eZur Region um Haifa gibt es beispielsweise ausgesprochen gute Kontakte, vor allem im Wissenschaftsbereich\u201c, sagte die Parlamentspr\u00e4sidentin. Diese k\u00f6nnten um weitere Themen wie Wirtschaft und Jugendaustausch erweitert werden. \u201eUnd um weitere Regionen \u2013 deshalb habe ich aktuell Aschdod und Be\u2018er Scheva besucht.\u201c An diesem Freitag wird sie in Hamburg zur\u00fcckerwartet.<\/p>\n<p>lno\/jlau<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburgs B\u00fcrgerschaftspr\u00e4sidentin Carola Veit bringt bei einem Besuch in Israel Hamburg als m\u00f6glichen Standort eines Bildungszentrums der internationalen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":186743,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[16758,29,30,692,62330,411,7255,62328,1381,62331,62329],"class_list":{"0":"post-186742","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-carola","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hamburg","12":"tag-international-werbeagentur","13":"tag-israel","14":"tag-joern","15":"tag-konflikte-ks","16":"tag-lauterbach","17":"tag-veit","18":"tag-yad-vashem"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114675233786734816","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186742","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=186742"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186742\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/186743"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=186742"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=186742"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=186742"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}