{"id":186916,"date":"2025-06-13T10:36:10","date_gmt":"2025-06-13T10:36:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/186916\/"},"modified":"2025-06-13T10:36:10","modified_gmt":"2025-06-13T10:36:10","slug":"die-25-000-euro-frage-neue-realitaeten-an-den-finanzmaerkten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/186916\/","title":{"rendered":"Die 25.000-Euro-Frage: Neue Realit\u00e4ten an den Finanzm\u00e4rkten"},"content":{"rendered":"<p>                    Die 25.000-Euro-Frage<br \/>\n                Neue Realit\u00e4ten an den Finanzm\u00e4rkten<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tEin Gastbeitrag von Marco Herrmann<br \/>\n\t\t\t\t              13.06.2025, 11:33 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Welt steht vor einer geopolitischen Neuordnung. Das zeichnet sich schon l\u00e4nger ab, nicht erst seit Beginn der zweiten Amtszeit von US-Pr\u00e4sident Donald Trump. Das betrifft auch die Finanzm\u00e4rkte.<\/strong><\/p>\n<p>Um ihre Weltmachtstellung nicht zu verlieren, versuchen die USA, China mit Handelsbeschr\u00e4nkungen und Z\u00f6llen auf Distanz zu halten &#8211; bislang jedoch ohne erkennbaren Erfolg. Im Gegenteil: Die L\u00e4nder der fast schon in Vergessenheit geratenen BRICS-Plus-Vereinigung haben wieder zueinandergefunden. Parallel dazu nutzt Russland die Gunst der Stunde, um Land- und Machtgewinne zu erzielen.<\/p>\n<p>   <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/35c02b52-e755-4522-a9df-5898e0488944.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Marco Herrmann ist seit 1992 f\u00fcr renommierte Banken und Fondsgesellschaften t\u00e4tig. Seit 2010 verantwortet er als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer die Anlagestrategie der FIDUKA.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/35c02b52-e755-4522-a9df-5898e0488944.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Marco Herrmann ist seit 1992 f\u00fcr renommierte Banken und Fondsgesellschaften t\u00e4tig. Seit 2010 verantwortet er als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer die Anlagestrategie der FIDUKA.<\/p>\n<p> Das Einfrieren russischer Auslandsverm\u00f6gen in H\u00f6he von rund 300 Milliarden US-Dollar nach dem Angriff auf die Ukraine hat die L\u00e4nder, die nicht zum &#8222;Freundeskreis der USA&#8220; z\u00e4hlen, aufgeschreckt. Seitdem investieren vor allem die Notenbanken der Schwellenl\u00e4nder ihre W\u00e4hrungsreserven lieber in Gold als im US-Dollar beziehungsweise in US-Staatsanleihen. Auch die Schweiz profitiert, wo die Renditen der f\u00fcnfj\u00e4hrigen Staatsanleihen durch deren Kursanstieg zuletzt sogar wieder in den negativen Bereich gerutscht sind.<\/p>\n<p>Misstrauen gegen\u00fcber den USA nimmt zu<\/p>\n<p>Die Abkehr vom US-Dollar und von US-Assets insgesamt hat sich seit dem von Trump verursachten Zoll-Chaos im Fr\u00fchjahr dieses Jahres verst\u00e4rkt. In der Folge schw\u00e4chte sich der US-Dollar gegen\u00fcber dem Euro um rund zehn Prozent ab &#8211; obwohl amerikanische Staatsanleihen rund zwei Prozentpunkte h\u00f6her notieren als deutsche Bundesanleihen. An den Aktienm\u00e4rkten zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild: Nach vielen Jahren der Outperformance sind US-Aktien pl\u00f6tzlich nicht mehr so stark gefragt und hinken in den Performance-Tabellen hinterher.<\/p>\n<p>US-Aktien waren seit der Finanzmarktkrise 2008 die klaren Favoriten: Der S&amp;P 500 legte in dieser Zeit in Euro und inklusive der Dividenden um sagenhafte 650 Prozent zu. Der Dax und der Stoxx 600 schafften in derselben Zeit nur ein vergleichsweise bescheidenes Plus von 200 Prozent. Die Aktienm\u00e4rkte der Schwellenl\u00e4nder stiegen seit 2008 sogar nur um 90 Prozent.<\/p>\n<p>Die Outperformance der US-Aktien hatte ihre Gr\u00fcnde in der globalen Marktf\u00fchrerschaft des Landes in vielen wichtigen Wirtschaftssektoren, beispielsweise in den Bereichen Technologie und Finanzen. Hinzu kam ein stark wachsender gro\u00dfer Heimatmarkt, der den US-Konzernen ein h\u00f6heres Gewinnwachstum bescherte. Die KI-Entwicklung des chinesischen Unternehmens DeepSeek l\u00e4sst jedoch Zweifel an der F\u00fchrerschaft der US-Technologiegiganten aufkommen und hat schlagartig zu einem Bewertungsabschlag gef\u00fchrt. Ein erstes Warnzeichen.<\/p>\n<p>Dollar-Abwertung angepeilt<\/p>\n<p>Trump sieht die W\u00e4hrungsmanipulationen und die unfaire Besteuerungspraxis vieler L\u00e4nder als wesentliche Gr\u00fcnde f\u00fcr das gro\u00dfe Handelsdefizit der USA. Als Reaktion darauf strebt er einen schw\u00e4cheren US-Dollar (bevorzugt durch deutlich niedrigere Zinsen) sowie eine h\u00f6here Besteuerung ausl\u00e4ndischer Investoren und Unternehmen an. Letzteres soll im Rahmen seines aktuellen gro\u00dfen Gesetzesvorhabens umgesetzt werden und sieht f\u00fcr die betroffenen Ausl\u00e4nder j\u00e4hrlich steigende Steuers\u00e4tze bis auf 20 Prozent nach vier Jahren vor.<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich um ein heikles Unterfangen, denn die USA ben\u00f6tigen zur Refinanzierung ihrer hohen Staatsschulden ausl\u00e4ndische Investoren. Finanzwirtschaftlich ist das Wahnsinn, denn eigentlich m\u00fcsste Trump Anreize f\u00fcr den Kauf von US-Staatsanleihen schaffen.<\/p>\n<p> In den zur\u00fcckliegenden zehn bis 15 Jahren waren Investments in den MSCI-Welt-ETF f\u00fcr Anleger sehr lukrativ. Aufgrund der guten Entwicklung von US-Aktien ist deren Anteil im Weltindex jedoch auf mehr als 70 Prozent gestiegen. Allein die Gewichtung der Magnificent-7-Aktien ist h\u00f6her als die von China, Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Japan zusammen. Die erhoffte Diversifikation im Portfolio ist somit nur noch eingeschr\u00e4nkt gegeben. Daher bauen immer mehr Investoren ihre Depots um.<\/p>\n<p>Anlagegelder, die nicht mehr \u00fcberwiegend in den US-Markt flie\u00dfen, werden nun in Europa und in Schwellenl\u00e4ndern investiert. Aufgrund der geringeren Marktgr\u00f6\u00dfe haben sie dort einen sp\u00fcrbar positiven Einfluss auf die Kurse. In Bezug auf die Emerging Markets kommt hinzu, dass diese M\u00e4rkte in Phasen eines schwachen US-Dollars in der Regel gut laufen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sind dort und in Europa die Bewertungen bei weitem nicht so ausgereizt wie in den USA. Deshalb d\u00fcrfte sich auch die Outperformance der Aktienm\u00e4rkte au\u00dferhalb der USA noch l\u00e4nger fortsetzen. Ganz sollte man der Wall Street den R\u00fccken aber nicht kehren. Die Vielzahl der Unternehmen mit besonders starken Marktpositionen ist dort einfach zu gro\u00df. Nicht zu untersch\u00e4tzen ist auch die Bedeutung der schieren Marktgr\u00f6\u00dfe, denn Gro\u00dfanleger, die t\u00e4glich mehrere Milliarden bewegen m\u00fcssen, bevorzugen hochliquide M\u00e4rkte. Es ist nicht verwunderlich, dass gerade die gro\u00dfen US-Tech-Konzerne die Erholung am US-Markt in den vergangenen Wochen angef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Die 25.000 Euro-Frage<\/p>\n<p>Anleger, die einen langfristigen realen Werterhalt anstreben, kommen um eine Gewichtung von Aktien von mindestens 50 Prozent kaum herum. Der MSCI-Welt-ETF mit seiner hohen US-Gewichtung ist hierf\u00fcr jedoch nicht mehr ideal. Besser ist eine direkte Verteilung auf die einzelnen Regionen, sodass vor allem Europa und die Schwellenl\u00e4nder neben US-Aktien einen gr\u00f6\u00dferen Platz im Depot einnehmen. Ein f\u00fcnf- bis zehnprozentiger Anteil Gold bleibt ein Muss, auch wenn das Edelmetall kurzfristig wahrscheinlich etwas zu schnell gestiegen ist.<\/p>\n<p> Bei Anleihen sollte man auf W\u00e4hrungswetten verzichten und stattdessen in Euro-Bonds mit mittleren Laufzeiten investieren. Lange Laufzeiten von mehr als zehn Jahren bieten bei 2,5 Prozent Zinsen kein faires Chance-Risiko-Verh\u00e4ltnis, wenn man bedenkt, dass die Inflation ein m\u00f6glicher Ausweg aus dem Staatsschuldenproblem sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Marco Herrmann ist seit 1992 f\u00fcr renommierte Banken und Fondsgesellschaften t\u00e4tig. Seit 2010 verantwortet er als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer die Anlagestrategie der <a href=\"https:\/\/www.fiduka.com\/home.html\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">FIDUKA<\/a>.<\/p>\n<p>Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und zur Nutzung durch den Empf\u00e4nger. Sie stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung seitens oder im Auftrag der FIDUKA zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Investmentfonds dar. Die in der vorliegenden Publikation enthaltenen Informationen wurden aus Quellen zusammengetragen, die als zuverl\u00e4ssig gelten. Die FIDUKA gibt jedoch keine Gew\u00e4hr hinsichtlich deren Zuverl\u00e4ssigkeit und Vollst\u00e4ndigkeit und lehnt jede Haftung f\u00fcr Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Information ergeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die 25.000-Euro-Frage Neue Realit\u00e4ten an den Finanzm\u00e4rkten Ein Gastbeitrag von Marco Herrmann 13.06.2025, 11:33 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":186917,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[53838,46821,12210,175,170,169,29,6891,27611,30,668,871,171,174,624,1375,173,172,24323,625,14538,41463],"class_list":{"0":"post-186916","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-aktienfonds","9":"tag-aktientipps","10":"tag-anleihen","11":"tag-business","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-deutschland","15":"tag-etf","16":"tag-geldanlage","17":"tag-germany","18":"tag-gold","19":"tag-inflation","20":"tag-markets","21":"tag-maerkte","22":"tag-ratgeber","23":"tag-staatsanleihen","24":"tag-unternehmen","25":"tag-unternehmen-maerkte","26":"tag-us-dollar","27":"tag-verbraucher","28":"tag-vermoegen","29":"tag-wertpapiere"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114675619211930633","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186916","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=186916"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186916\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/186917"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=186916"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=186916"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=186916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}