{"id":187409,"date":"2025-06-13T15:11:15","date_gmt":"2025-06-13T15:11:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/187409\/"},"modified":"2025-06-13T15:11:15","modified_gmt":"2025-06-13T15:11:15","slug":"koennen-kei-cars-wirklich-eine-option-fuer-europa-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/187409\/","title":{"rendered":"K\u00f6nnen Kei-Cars wirklich eine Option f\u00fcr Europa sein?"},"content":{"rendered":"<p>Kennen Sie die Kei Cars (oder K-Cars)? Das sind Autos mit extrem kleinen Abmessungen, die in Japan produziert und vermarktet werden, wo sie sehr beliebt sind. Kleine, f\u00fcr die Stadt geeignete Autos mit erschwinglichen Preisen (und Steuervorteilen in Japan), die bei uns in Europa \u2013 aus Gr\u00fcnden, die wir unten darlegen werden \u2013 nicht verkauft werden.<\/p>\n<p>Doch laut John Elkann, dem Pr\u00e4sidenten von Stellantis, w\u00fcrde der Alte Kontinent sie dringend ben\u00f6tigen, um den Automarkt wiederzubeleben.<\/p>\n<p>Klein ist besser<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eEuropa sollte sicherlich E-Cars haben. Wenn Japan K-Cars hat, die 40 % des Marktes ausmachen, gibt es keinen Grund, warum Europa keine E-Cars haben sollte\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>sagte Elkann anl\u00e4sslich des Automotive News Europe Kongresses, der in Turin stattfindet. Der Pr\u00e4sident von Stellantis hat somit erneut betont, was er bereits vor einigen Wochen in einem Gespr\u00e4ch mit Luca de Meo, dem Chef des <a href=\"https:\/\/de.motor1.com\/renault\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"2\" data-params=\"%7B%22alias%22%3A%22renault%22%7D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Renault<\/a>-Konzerns, gesagt hatte.\u00a0\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eEs ist wichtig, dass die Europ\u00e4ische Union und die wichtigsten Autoherstellerl\u00e4nder wie Italien, Deutschland, Frankreich und Spanien wirklich verstehen, wie sie die Regulierung auf intelligente Weise nutzen k\u00f6nnen. Und wie sie eine neue Kategorie von Fahrzeugen schaffen k\u00f6nnten, die E-Cars, die auch der Umwelt zugutekommen w\u00fcrden,\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Kei Cars: Die Eckpunkte<\/p>\n<p>Der Begriff <a href=\"https:\/\/de.motor1.com\/reviews\/742281\/honda-kei-car-japan-test\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"0\" data-params=\"%7B%22article_edition_id%22%3A%22742281%22%2C%22section%22%3A%222%22%2C%22alias%22%3A%22honda-kei-car-japan-test%22%7D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kei Car<\/a> bezieht sich auf eine Kategorie von Autos, die in Japan produziert werden und seit 1949 bestimmte Regeln einhalten m\u00fcssen, sowohl was die Gr\u00f6\u00dfe als auch die Leistung betrifft. Die aktuell gesetzlich vorgeschriebenen Eckdaten datieren auf das Jahr 1998: Ein Kei Car darf n\u00e4mlich nicht l\u00e4nger als 3,40 Meter und nicht breiter als 1,48 Meter sein. Daf\u00fcr aber bis zu 2 Meter hoch, was die meist kastige Formgebung erkl\u00e4rt. Dazu ein Motor, der nicht mehr als 64 PS Leistung und einen maximalen Hubraum von 660 ccm hat. Oft werden diese Aggregate mit einem Turbo versehen.<\/p>\n<p> <a class=\"lightzoom\" href=\"https:\/\/cdn.motor1.com\/images\/custom\/dahiatsu-tanto.JPG\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> <img decoding=\"async\" class=\"custom-image\" draggable=\"false\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/dahiatsu-tanto.JPG\" alt=\"dahiatsu-tanto\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"lazy\"\/> <\/a> <\/p>\n<p>Daihatsu Tanto<\/p>\n<p>Bild von: Daihatsu<\/p>\n<p>Also Stadtfahrzeuge, perfekt, um Platz zu sparen und bequem bis zu 4 Insassen (Fahrer eingeschlossen) zu bef\u00f6rdern. In l\u00e4ndlichen Pr\u00e4fekturen Japans sind Kei-Cars in vielen Gemeinden von der Nachweispflicht f\u00fcr einen eigenen Stellplatz befreit. Und sie sind perfekt f\u00fcr schmale Stra\u00dfen in Japan. Und Europa.<\/p>\n<p>In Japan machen sie im Durchschnitt 40 % der Zulassungen aus, die im Jahr 2024 etwa 4,4 Millionen betrugen. Das bedeutet 1,76 Millionen verkaufte Kei Cars. Abgesehen von den extrem kompakten Abmessungen, warum sind sie so erfolgreich?<\/p>\n<p>Der Grund ist steuerlich: Die japanische Regierung gew\u00e4hrt Rabatte f\u00fcr den Kauf eines Kei Cars, sowohl in Bezug auf die registration tax (Steuer, die beim Autokauf zu zahlen ist) als auch f\u00fcr das \u00c4quivalent unserer Kfz-Steuer. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie von jedem gekauft werden: In Japan muss man, um ein neues Auto zu kaufen, nachweisen, dass man eine Garage oder einen Parkplatz besitzt, was beim Kauf eines Kei Cars jedoch auf dem Land nicht erforderlich ist.<\/p>\n<p> <a class=\"lightzoom\" href=\"https:\/\/cdn.motor1.com\/images\/custom\/honda-n-box.JPG\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> <img decoding=\"async\" class=\"custom-image\" draggable=\"false\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/honda-n-box.JPG\" alt=\"honda-n-box\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"lazy\"\/> <\/a> <\/p>\n<p>Honda N Box<\/p>\n<p>Bild von: Honda<\/p>\n<p>Warum kommen Kei Cars nicht nach Europa?\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Die Gleichung w\u00e4re ganz einfach: kleine Autos, mit unterschiedlichen Motorisierungsarten (Benzin, Hybrid oder elektrisch) und zu g\u00fcnstigen Preisen. Was hindert also die japanischen Hersteller \u2013 die Top 3 der Verk\u00e4ufe im Heimatland wird von\u00a0Daihatsu, <a href=\"https:\/\/de.motor1.com\/suzuki\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"2\" data-params=\"%7B%22alias%22%3A%22suzuki%22%7D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Suzuki<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.motor1.com\/honda\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"2\" data-params=\"%7B%22alias%22%3A%22honda%22%7D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Honda<\/a> angef\u00fchrt \u2013 daran, die Kei Cars nach Europa zu exportieren?<\/p>\n<p>Antwort: Die Zulassungsvorschriften in Japan unterscheiden sich von den in Europa g\u00fcltigen, und die Umr\u00fcstung w\u00e4re zu teuer, wodurch die Preise steigen w\u00fcrden. Einzelf\u00e4lle wie der erste Daihatsu <a href=\"https:\/\/de.motor1.com\/reviews\/171727\/daihatsu-copen-kleiner-aufsehen-erreger-mit-kult-potential\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"0\" data-params=\"%7B%22article_edition_id%22%3A%22171727%22%2C%22section%22%3A%222%22%2C%22alias%22%3A%22daihatsu-copen-kleiner-aufsehen-erreger-mit-kult-potential%22%7D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Copen<\/a> haben das bewiesen.<\/p>\n<p>L\u00f6sung: Kei Cars auf europ\u00e4ische Art\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eDie E-Cars k\u00f6nnen preiswert und wirklich zug\u00e4nglich sein. Sie k\u00f6nnen europ\u00e4isch sein, sie k\u00f6nnen in Europa gebaut werden. Denn letztendlich, wenn wir die richtige Regulierung haben, kann man nicht nur in Europa bauen, sondern auch in Europa kaufen,\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Elkanns Worte unterstreichen also die Notwendigkeit, eine Wertsch\u00f6pfungskette zu schaffen, die es den europ\u00e4ischen Herstellern erm\u00f6glicht, ihre eigenen Kei Cars zu bauen, wobei der Schwerpunkt nat\u00fcrlich auf der Elektromobilit\u00e4t liegt. Auch weil es sich um Autos handelt, die haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Stadt gedacht sind, w\u00e4re es nicht erforderlich, besonders gro\u00dfe Batterien einzubauen, was den Endpreis schont.<\/p>\n<p>Es w\u00e4ren dann echte Autos und keine <a href=\"https:\/\/de.motor1.com\/news\/762237\/ligier-js50-2025-diesel\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"0\" data-params=\"%7B%22article_edition_id%22%3A%22762237%22%2C%22section%22%3A%221%22%2C%22alias%22%3A%22ligier-js50-2025-diesel%22%7D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Microcars<\/a>, Fahrzeuge, die in Italien einen kommerziellen Erfolg verzeichnen, jedoch durch Platz- und Leistungsgrenzen eingeschr\u00e4nkt sind.\u00a0<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/16x9-tr.png\" alt=\"&lt;p&gt;Mitsubishi Delica Mini&lt;\/p&gt;\" width=\"16\" height=\"9\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Haben wir also das Ei des Kolumbus gefunden? Mehr oder weniger. Denn die Gr\u00f6\u00dfe z\u00e4hlt und ein besonders niedriger Preis allein reicht nicht aus, um Autofahrer davon zu \u00fcberzeugen, besonders kleine Modelle wie die europ\u00e4ischen Kei Cars zu kaufen. Zudem m\u00fcsste eine Gesetzgebung verabschiedet werden, die deren Verbreitung beg\u00fcnstigt, aber bei den Zeiten der Europ\u00e4ischen Union, wer wei\u00df, wie lange das dauern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Vorteile w\u00e4ren dennoch zahlreich: Man k\u00f6nnte stillgelegte Fabriken oder solche mit halb ausgelasteten Produktionslinien umstellen, Arbeitspl\u00e4tze schaffen und einer lange leidenden Branche neues Leben einhauchen. Den Herstellern helfen, die CO2-Emissionsvorschriften einzuhalten.\u00a0<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Kei Cars k\u00f6nnten also vielleicht nicht die gesamte Automobilwelt des Alten Kontinents retten, aber sie k\u00f6nnten helfen, aus dem Sumpf herauszukommen, in dem sie sich befindet. Die notwendige Bedingung w\u00e4re jedoch, ein System zwischen Herstellern und Politik zu schaffen. Werden wir das schaffen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kennen Sie die Kei Cars (oder K-Cars)? 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