{"id":187652,"date":"2025-06-13T17:27:12","date_gmt":"2025-06-13T17:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/187652\/"},"modified":"2025-06-13T17:27:12","modified_gmt":"2025-06-13T17:27:12","slug":"newsblog-zur-eskalation-in-nahost-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/187652\/","title":{"rendered":"Newsblog zur Eskalation in Nahost"},"content":{"rendered":"<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Blick aus gro\u00dfer Ferne in der Nacht: Rauch steigt aus einem bewohnten Gebiet auf. \" alt=\"Blick aus gro\u00dfer Ferne in der Nacht: Rauch steigt aus einem bewohnten Gebiet auf. \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/angriff-israel-iran-100-1920x1080.jpg\" \/><\/p>\n<p>                  Bild vom Angriff der vergangenen Nacht &#8211; zu den neuesten Attacken liegt noch kein Bildmaterial vor. (picture alliance \/ Middle East Images \/ SAN)<\/p>\n<p>                +++ Die wichtigsten Entwicklungen nach dem israelischen Angriff: Ein \u00dcberblick am Abend +++ <\/p>\n<p>&#8211; Israel hat seine Angriffe auf den Iran am Abend fortgesetzt<br \/>&#8211; Iranische Medien berichten von bislang fast 100 Todesopfern<br \/>&#8211; Der UNO-Sicherheitsrat befasst sich noch heute (21.00 MEZ) mit dem israelischen Angriff<br \/>&#8211; Die USA waren vorab \u00fcber die Luftangriffe informiert<br \/>&#8211; US-Pr\u00e4sident Trump lobt die Attacken als &#8222;ausgezeichnet&#8220;<br \/>&#8211; Das Ausw\u00e4rtige Amt warnt vor Reisen nach Israel<br \/>&#8211; Bundesau\u00dfenminister Wadephul \u00e4ndert die Ziele seine Nahost-Reise und besucht unter anderem Saudi-Arabien<br \/>&#8211; Der Luftverkehr in Nahost ist stark beeintr\u00e4chtigt &#8211; auch die Lufthansa streicht Fl\u00fcge<br \/>&#8211; Bundeskanzler Merz, Frankreichs Pr\u00e4sident Macron und der britische Premierminister Starmer warnen bei einem gemeinsamen Telefonat vor einer weiteren Eskalation<\/p>\n<p>                +++ Israels Sicherheitsberater: Iranisches Atomprogramm kann nicht vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt werden +++<\/p>\n<p>Das iranische Atomprogramm kann nach Einsch\u00e4tzung von Israels Nationalem Sicherheitsberater Hanegbi durch einen Milit\u00e4reinsatz nicht vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt werden. Es k\u00f6nnten jedoch durch die Angriffe die Konditionen f\u00fcr ein langfristiges Abkommen unter F\u00fchrung der USA erm\u00f6glicht werden, mit denen das Atomprogramm vollst\u00e4ndig vereitelt werde, sagt Hanegbi dem israelischen Fernsehsender Channel 13.<\/p>\n<p>                ++ Israel hat seine Angriffe auf den Iran nach eigenen Angaben fortgesetzt +++ <\/p>\n<p>Ziele seien Raketenwerfer sowie Infrastruktur zum Start von unbemannten Luftfahrzeugen gewesen, hie\u00df es. Iranische Medien melden Explosionen in Teheran und Umgebung. Unbest\u00e4tigten Berichten zufolge wurde auch der schiitische Wallfahrtsort Ghom bombardiert. Zudem meldeten iranische Medien eine enorme Explosion in Isfahan im Zentrum des Landes. Dort befindet sich eine der wichtigsten Atomanlagen des Landes.<\/p>\n<p>Auch bei der iranischen Atomanlage Fordo gab es mindestens zwei Explosionen. Wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, wurde die Luftabwehr bei der Anlage aktiviert. Berichte \u00fcber Sch\u00e4den gab es zun\u00e4chst nicht. Bilder zeigten aufsteigende schwarze Rauchschwaden in der Ferne.\u00a0Fordo liegt rund 100 Kilometer s\u00fcdwestlich von Teheran. Auch dort sind Zentrifugen zur Urananreicherung installiert. Sie befinden sich allerdings tief unter einem Berg und wird durch Flugabwehrgesch\u00fctze gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>                +++ Iran: Bislang fast 100 Tote bei israelischen Angriffen +++ <\/p>\n<p>Im Zuge des israelischen Gro\u00dfangriffs auf den Iran sind Berichten zufolge fast 100 Menschen get\u00f6tet worden. Allein in der Provinz Teheran kamen laut \u00fcbereinstimmenden Medienberichten mindestens 78 Menschen ums Leben. Dort wurden 329 Personen verletzt. Ziel der israelischen Angriffe auf die Hauptstadt waren neben Milit\u00e4reinrichtungen vor allem hochrangige Offiziere. Diese wurden auch in dicht besiedelten Vierteln der Millionenmetropole getroffen. Die Nachrichtenagentur Isna berichtet zudem von 18 Toten in der Provinz Ost-Aserbaidschan im Nordwesten des Landes.<\/p>\n<p>                +++ Israelische Armee stationiert Reservisten +++<\/p>\n<p>Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben begonnen, Reservisten in allen Teilen Israels zu stationieren. Die Armee erkl\u00e4rte, dies geschehe als Teil der Vorbereitung f\u00fcr Verteidigung und Angriffe in allen Bereichen.<\/p>\n<p>                +++ Noch heute Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats +++<\/p>\n<p>Nach den schweren israelischen Luftangriffen auf zahlreiche Ziele im Iran ber\u00e4t der UNO-Sicherheitsrat noch im Laufe des Tages in einer Dringlichkeitssitzung \u00fcber die Lage. Das Treffen findet um 21.00 Uhr Mitteleurop\u00e4ischer Zeit statt, wie der Vorsitz des Sicherheitsrats in New York mitteilte. Nach Diplomatenangaben wurde die Sitzung vom Iran beantragt und wird von Russland und China unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>                +++ Trump: War \u00fcber Israels Angriffe vorab informiert +++<\/p>\n<p>Der US-Pr\u00e4sident und seine Regierung sind vorab \u00fcber Israels Pl\u00e4ne f\u00fcr einen Angriff auf den Iran informiert worden. Auf die Frage, welche Art von Vorwarnung die USA vor dem Angriff erhalten h\u00e4tten, sagte Trump dem &#8218;Wall Street Journal&#8216;: &#8222;Vorwarnung? Es war keine Vorwarnung. Die USA wussten, was vor sich geht.&#8220;<br \/>Trump erkl\u00e4rte dem Bericht zufolge au\u00dferdem, dass er am Donnerstag mit Israels Ministerpr\u00e4sident Netanjahu gesprochen habe und plane, heute erneut mit ihm zu sprechen. Netanjahu selbst best\u00e4tigte sp\u00e4ter, dass die USA vorab informiert gewesen seien.<\/p>\n<p>                +++ Hamas und Hisbollah erkl\u00e4ren Solidarit\u00e4t mit Iran +++<\/p>\n<p>Die militant-islamistischen Terrorgruppen Hamas und Hisbollah haben dem Iran ihre Solidarit\u00e4t versichert. Die Hamas sprach in einer Mitteilung von einer &#8222;brutalen zionistischen Aggression&#8220;. Die Hisbollah aus dem Libanon warnte, wegen der israelischen &#8222;brutalen Aggression&#8220; k\u00f6nnte die gesamte Region brennen. Hisbollah-Chef Kassem versicherte dem Iran seine Unterst\u00fctzung &#8222;in all den Schritten und Ma\u00dfnahmen, die er ergreift, um sich selbst zu verteidigen&#8220;. Beide Milizen werden ma\u00dfgeblich von Teheran finanziert.<\/p>\n<p>                +++ Ausw\u00e4rtiges Amt warnt vor Reisen nach Israel +++<\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt hat nach den israelischen Angriffen auf den Iran und Gegenangriffen eine Reisewarnung f\u00fcr ganz Israel ausgesprochen. Das Ministerium \u00e4nderte seine Reisehinweise im Internet entsprechend und verwies darauf, dass in Israel &#8222;jederzeit mit weiteren Angriffen durch Drohnen und mit Raketenbeschuss gerechnet werden&#8220; m\u00fcsse.<\/p>\n<p>                +++ USA verlegen Kriegsschiffe +++<\/p>\n<p>Die US-Armee verlegt angesichts einer m\u00f6glichen Vergeltung durch Teheran den Standort von Kriegsschiffen im Nahen Osten. Die US-Marine habe den Zerst\u00f6rer &#8222;USS Thomas Hudner&#8220; angewiesen, in Richtung \u00f6stliches Mittelmeer zu fahren, verlautete am Freitag aus US-Regierungskreisen. Zudem sei ein weiterer\u00a0Zerst\u00f6rer aufgefordert worden, sich in Bewegung zu setzen, um bei Bedarf verf\u00fcgbar zu sein.<\/p>\n<p>                +++ Trump nennt israelischen Angriff &#8222;ausgezeichnet&#8220; +++<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Trump hat sich gegen\u00fcber dem Sender ABC News positiv \u00fcber den israelischen Angriff auf den Iran ge\u00e4u\u00dfert. &#8222;Ich denke, es war ausgezeichnet&#8220;, sagte Trump in einem Telefongespr\u00e4ch mit dem Sender. &#8222;Wir haben Teheran eine Chance gegeben, und sie haben sie nicht genutzt.&#8220; Der Iran sei so hart getroffen worden, wie man nur getroffen werden k\u00f6nne. &#8222;Und es wird noch mehr kommen. Sehr viel mehr.&#8220;<br \/>Zur Frage, ob die USA in irgendeiner Weise an dem Angriff beteiligt gewesen seien, wollte der Pr\u00e4sident sich nicht \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>                +++ Bundesau\u00dfenminister Wadephul \u00e4ndert Reisepl\u00e4ne in Nahostregion +++<\/p>\n<p>Wadephul hatte zuvor bereits geplante Stationen in Jordanien und Israel nach dem Vergeltungsschlag Teherans abgesagt. Nun k\u00fcndigte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem \u00e4gyptischen Kollegen Badr Abdel-Atti in der Hauptstadt Kairo an, er werde nach Saudi-Arabien weiterreisen und dort am Samstag Gespr\u00e4che f\u00fchren.<\/p>\n<p>                +++ Die Linke wirft Israel Bruch des V\u00f6lkerrechts vor +++<\/p>\n<p>Die Linkspartei hat den Angriff Israels auf den Iran als eine &#8222;schwere Verletzung des V\u00f6lkerrechts&#8220; verurteilt. Ihr Parteivorsitzender van Aken erkl\u00e4rte in Berlin, das israelische Vorgehen sei eine &#8222;gef\u00e4hrliche Eskalation&#8220; und auch &#8222;nicht mit Selbstverteidigung zu rechtfertigen&#8220;. Alle Seiten m\u00fcssen sofort deeskalieren, auch um die betroffene Zivilbev\u00f6lkerung in Iran und Israel zu sch\u00fctzen. (Hinweis: In einer fr\u00fcheren Version hie\u00df es f\u00e4lschlicherweise, die Linke habe dem Iran einen V\u00f6lkerrechtsbruch vorgeworfen. Wir haben dies korrigiert)<\/p>\n<p>                +++ Frankreich betont Israels Recht auf Sicherheit +++<\/p>\n<p>Frankreichs Pr\u00e4sident Macron hat nach dem israelischen Gro\u00dfangriff auf den Iran das Recht Israels auf Schutz und Sicherheit bekr\u00e4ftigt. &#8222;Frankreich hat das laufende iranische Programm mehrfach verurteilt und alle diplomatischen Ma\u00dfnahmen in diesem Sinne ergriffen&#8220;, sagte Macron. Er rief zugleich die Konfliktparteien im Nahen Osten zu &#8222;\u00e4u\u00dferster Zur\u00fcckhaltung und Deeskalation&#8220; auf, um die Stabilit\u00e4t der gesamten Region nicht weiter zu gef\u00e4hrden. Macron hatte die Entwicklung zuvor mit Bundeskanzler Merz und dem britischen Premier Starmer in einem Telefonat er\u00f6rtert.<\/p>\n<p>                +++ Israel schlie\u00dft weltweit Botschaften und Konsulate +++<\/p>\n<p>Israel schlie\u00dft vor dem Hintergrund des Gro\u00dfangriffs gegen den Iran weltweit alle Botschaften und Konsulate. Das teilte das israelische Au\u00dfenministerium in Jerusalem mit.<\/p>\n<p>                +++ Irans Pr\u00e4sident k\u00fcndigt Antwort an +++<\/p>\n<p>Der iranische Pr\u00e4sident Massud Peseschkian hat eine Reaktion angek\u00fcndigt, die -Zitat &#8211; &#8222;Israel seine t\u00f6richte Aktion bedauern lassen wird&#8220;. Zugleich wirbt Peseschkian f\u00fcr die iranische Regierung. Die Bev\u00f6lkerung des Landes k\u00f6nne ihrer F\u00fchrung vertrauen, sie m\u00fcsse zu ihr stehen, sagt er in einer Ansprache zur Nation.<\/p>\n<p>                +++ Iran meldet neue israelische Angriffe +++<\/p>\n<p>Israel hat weitere Angriffe auf den Iran geflogen. Iranische Medien berichten von Explosionen unter anderem in den Gro\u00dfst\u00e4dten Tabris und Schiras sowie erneut bei der Atomanlage Natans. Von israelischer Seite hie\u00df es, man habe den Kommandeur und fast die gesamte F\u00fchrung der Luftstreitkr\u00e4fte der Revolutionsgarde get\u00f6tet. Die Rede ist von mindestens 20 Todesopfern. Der Iran best\u00e4tigte, dass auch der Chef des iranischen Raktenprogramms get\u00f6tet wurde.<\/p>\n<p>                +++ Israel: Unterirdischer Bereich der Atomanlage Natans getroffen +++ <\/p>\n<p>Das israelische Milit\u00e4r hat eigenen Angaben zufolge in der Atomanlage Natans auch unterirdische Anlagen f\u00fcr die Urananreicherung getroffen. Verteidigungsminister Katz teilte zudem mit, die in der Revolutionsgarde f\u00fcr die Luftwaffe zust\u00e4ndige F\u00fchrungsebene sei get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p>                +++ Bem\u00fchungen um Deeskalation +++<\/p>\n<p>Die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Gro\u00dfbritanniens haben \u00fcber die Entwicklungen im Nahen Osten beraten. Der Sprecher der Bundesregierung, Kornelius, teilte in Berlin mit, Kanzler Merz, Frankreichs Pr\u00e4sident Macron und der britische Premierminister Starmer h\u00e4tten dazu miteinander telefoniert. Merz hatte zuvor Israel und den Iran aufgerufen, keine Schritte zu unternehmen, die die gesamte Region destabilisieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>NATO-Generalsekret\u00e4r Rutte betonte, bei den Angriffen habe es sich um eine einseitige Handlung Israels gehandelt. F\u00fcr die Verb\u00fcndeten sei es von entscheidender Bedeutung, an einer Deeskalation zu arbeiten. US-Pr\u00e4sident Trump nahm einseitig den Iran in die Pflicht. Er erkl\u00e4rte, der Iran m\u00fcsse einen Deal eingehen, bevor nichts mehr \u00fcbrig sei.<\/p>\n<p>Russland und zahlreiche arabische Staaten verurteilten das Vorgehen Israels. Der Kreml sprach von &#8222;Gr\u00e4ueltaten&#8220; und einem Versto\u00df gegen die UNO-Charta. Israel habe bewusst den Weg einer gef\u00e4hrlichen Eskalation gew\u00e4hlt. Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Erdogan nannte Israels Angriffe eine eindeutige Provokation, die gestoppt werden m\u00fcsse. Die chinesische F\u00fchrung zeigte sich tief besorgt und bot an, zwischen den verfeindeten L\u00e4ndern zu vermitteln. Auch die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kallas erkl\u00e4rte, sie werde alle diplomatischen Bem\u00fchungen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>                +++ Bundesau\u00dfenminister Wadephul \u00e4u\u00dfert Solidarit\u00e4t mit Israel +++<\/p>\n<p>Wadephul sagte bei einem Besuch in Kairo, die Bundesregierung werde Israel in seinem Recht auf Selbstverteidigung weiter &#8222;solidarisch begleiten&#8220;. Dabei werde aber auch mit Israel dar\u00fcber gesprochen, &#8222;in welchem v\u00f6lkerrechtlichen Rahmen es sich bewegt&#8220;. Zugleich warnte der CDU-Politiker vor einer weiteren Eskalation und mahnte eine R\u00fcckkehr zur Diplomatie an. Deutschland setze sich zusammen mit seinen Partnern weiter diplomatisch daf\u00fcr ein, dass &#8222;der Iran nicht in den Besitz der Atomwaffe kommen darf&#8220;, k\u00fcndigte Wadephul an. Das iranische Nuklearprogramm sei &#8222;eine Bedrohung f\u00fcr die ganze Region und insbesondere f\u00fcr Israel&#8220;.<\/p>\n<p>                +++ Iran wertet Angriff als &#8222;Kriegserkl\u00e4rung&#8220; +++<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Araghtschi sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge, Israel habe damit alle roten Linien \u00fcberschritten. Er forderte den UNO-Sicherheitsrat auf, sich sofort mit dem Thema zu befassen.<\/p>\n<p>                +++ Massive Einschr\u00e4nkungen des Luftverkehrs +++<\/p>\n<p>Nach den Angriffen Israels auf den Iran haben zahlreiche Fluggesellschaften Verbindungen von und nach Teheran ausgesetzt, darunter auch die Lufthansa. Zudem teilte das deutsche Unternehmen mit, dass bis auf weiteres der iranische, der irakische und der israelische Luftraum nicht \u00fcberflogen werde. Turkish Airlines gab bekannt, dass die Tochtergesellschaft Ajet alle Fl\u00fcge in den Iran, den Irak und nach Jordanien bis zum kommenden Montag gestrichen habe. Auch Emirates Airlines nahm diese Ziele vorerst aus dem Flugplan.<\/p>\n<p>Israelische Fluggesellschaften begannen, ihre Flugzeuge au\u00dfer Landes zu bringen. Maschinen der Fluggesellschaften El Al, Israir und Arkia flogen vom Tel Aviver Flughafen Ben Gurion ohne Passagiere ins Ausland, erkl\u00e4rte ein Sprecher des Flughafens. Der Flughafen wurde bis auf Weiteres geschlossen. Wo die Maschinen unterkommen sollten, teilten die Fluggesellschaften zun\u00e4chst nicht konkret mit. Den Daten von Flightradar24 zufolge flogen einige Israir-Maschinen nach Zypern, mehrere El-Al-Flugzeuge wurden zu europ\u00e4ischen Flugh\u00e4fen gebracht.<\/p>\n<p>                +++ Israel informierte Deutschland vorab +++<\/p>\n<p>Bundeskanzler Merz best\u00e4tigte in einer Mitteilung, dass er in der Nacht vorab vom israelischen Premierminister Netanjahu telefonisch \u00fcber die geplanten Angriffe Israels gegen den Iran informiert worden war. Er habe im Anschluss daran das Sicherheitskabinett einberufen und \u00fcber die Entwicklungen beraten. Man werde die erforderlichen Ma\u00dfnahmen zum Schutz deutscher Staatsb\u00fcrgerinnen und -b\u00fcrger in Israel, im Iran sowie in der Region ergreifen, so Merz. Weiter hei\u00dft es in dem Statement: &#8222;Wir bekr\u00e4ftigen, dass Israel das Recht hat, seine Existenz und die Sicherheit seiner B\u00fcrger zu verteidigen.&#8220; Zugleich ruft Merz &#8222;beide Seiten auf, von Schritten abzusehen, die zu einer weiteren Eskalation f\u00fchren und die gesamte Region destabilisieren k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p>                +++ Israelische Botschaft in Berlin geschlossen +++<\/p>\n<p>Die israelische Botschaft in Berlin bleibt vorerst geschlossen. Wie die Botschaft auf X mitteilte, gilt dies &#8222;bis auf Weiteres&#8220;. Die diplomatische Vertretung in der deutschen Hauptstadt ist nach eigenen Angaben die zweitgr\u00f6\u00dfte des Staates Israel in der Welt. Zudem wird der Schutz israelischer und j\u00fcdischer Einrichtungen in Deutschland verst\u00e4rkt, wie das Kanzeramt mitteilte.<\/p>\n<p>                +++ Historiker Zimmermann: Israels Angriff ist &#8222;Flucht nach vorn&#8220; +++<\/p>\n<p>Laut dem israelischen Historiker Moshe Zimmermann handelt es sich bei dem Angriff aus israelischer Sicht um eine Flucht nach vorn. Zimmermann sagte im Dlf, Israel tue alles, um den Konflikt zu versch\u00e4rfen. Er kritisierte, dass man vielleicht kurzfristig das Regime im Iran verunsichern k\u00f6nne, aber langfristig ohne Verhandlungen nichts erreiche. Seine Familie sitze aktuell im Luftschutzbunker und warte auf die Drohnen des Irans. Er selbst befand sich zum Zeitpunkt des Gespr\u00e4chs in Berlin.<\/p>\n<p>                +++ Zypern aktiviert Notfallplan +++<\/p>\n<p>Die Inselrepublik Zypern bereitet sich darauf vor, im Falle einer weiteren milit\u00e4rischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran Evakuierungen zu unterst\u00fctzen. Wie Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis mitteilte, richtet sich der Plan an B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus der EU aber auch aus anderen Staaten. Ankommende Gefl\u00fcchtete sollen demnach vor\u00fcbergehend in Zelten, Schulen oder Hotels untergebracht werden, bis ihre Weiterreise in die jeweiligen Heimatl\u00e4nder organisiert werden kann. Medienberichten zufolge wurden bereits mehr als 30 Fl\u00fcge nach Zypern umgeleitet, die Israel oder andere Nahost-Flugh\u00e4fen als Ziel hatten.<\/p>\n<p>Zypern liegt nur rund 250 Kilometer nordwestlich von Israel und ist damit das EU-Land mit der k\u00fcrzesten Distanz zur Krisenregion. Aufgrund dieser geostrategisch wichtigen Lage spielt die Insel eine zentrale Rolle bei der Koordination humanit\u00e4rer Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>                +++ Saudi-Arabien und Oman verurteilen Israels Angriffe +++<\/p>\n<p>Die israelischen Angriffe auf iranische Atomanlagen stellten eine klare Verletzung internationalen Rechts dar, hie\u00df es in einer Mitteilung der saudischen Regierung. Die omanische Regierung bezeichnete die Angriffe laut der Nachrichtenagentur des Landes als &#8222;gef\u00e4hrliche und r\u00fccksichtslose Eskalation&#8220;, die eine eklatante Verletzung der UNO-Charta und des V\u00f6lkerrechts darstelle. Zudem drohe das israelische Vorgehen, diplomatische Bem\u00fchungen zunichtezumachen. Erst am Donnerstag hatte Omans Regierung eine sechste Runde von Gespr\u00e4chen zwischen dem Iran und den USA \u00fcber das Atomprogramm des Landes in der omanischen Hauptstadt Muskat f\u00fcr Sonntag angek\u00fcndigt. Bislang hatten die Gespr\u00e4che keinen Durchbruch gebracht.<\/p>\n<p>                +++ Goldpreis n\u00e4hert sich Rekordwert +++<\/p>\n<p>Der Goldpreis hat sich seit dem Angriff Israels auf den Iran um 1,8 Prozent verteuert und n\u00e4hert sich wieder seinem Rekordhoch von Ende April. Das Edelmetall, das in Krisenzeiten gern als sicherer Hafen angesteuert wird, stieg auf 3444 Dollar je Feinunze. Vor knapp zwei Monaten hatte Gold mit 3500,05 Dollar je Feinunze sein j\u00fcngstes Allzeithoch markiert.<\/p>\n<p>                +++ Iran startet offenbar Gegenangriff +++<\/p>\n<p>Der Iran hat nach Angaben der israelischen Armee rund 100 Drohnen auf israelisches Staatsgebiet abgefeuert. Die Armee bereite sich darauf vor, die Drohnen abzufangen, erkl\u00e4rte der Armeesprecher Defrin am Freitag. Zuvor hatte der Oberste F\u00fchrer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, den Angriff Israels scharf verurteilt und Vergeltung angek\u00fcndigt. Chamenei erkl\u00e4rte laut Staatsmedien, Israel habe ein Verbrechen gegen den Iran begangen und seine &#8222;abscheuliche Natur&#8220; gezeigt. Es werde deswegen eine harte Strafe erhalten.<\/p>\n<p>                +++ Internationale Besorgnis und Rufe zur M\u00e4\u00dfigung +++<br \/>\n                Es m\u00fcsse um jeden Preis verhindert werden, dass die Lage in der Region in einen noch heftigeren Konflikt abgleite, erkl\u00e4rte Guterres laut einem Sprecher. Dies k\u00f6nne sich der Nahe Osten nicht leisten. Guterres verurteile jedwede Eskalation. Der britische Premierminister Starmer forderte alle Parteien zur Zur\u00fcckhaltung auf und eine R\u00fcckkehr zur Diplomatie. <a title=\"Link auf: Der SPD-Au\u00dfenpolitiker M\u00fctzenich sagte im Deutschlandfunk\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/israel-greift-iran-an-interview-mit-rolf-muetzenich-spd-mdb-100.html\" class=\"click-tracking-paragraph\" data-tracking=\"{&quot;name&quot;:&quot;Link in Beitrag&quot;,&quot;chapter1&quot;:&quot;https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/israel-greift-iran-an-interview-mit-rolf-muetzenich-spd-mdb-100.html&quot;,&quot;chapter2&quot;:&quot;Der SPD-Au\u00dfenpolitiker M\u00fctzenich sagte im Deutschlandfunk&quot;,&quot;chapter3&quot;:&quot;Newsblog zur Eskalation in Nahost - Israel setzt Angriffe auf Iran fort&quot;,&quot;level2&quot;:2}\" rel=\"nofollow noopener\">Der SPD-Au\u00dfenpolitiker M\u00fctzenich sagte im Deutschlandfunk<\/a> (Audiolink), es m\u00fcsse nun darum gehen, einen m\u00f6glichen Fl\u00e4chenbrand im Nahen und Mittleren Osten noch einzugrenzen.<br \/>\n                +++ IAEA: Keine erh\u00f6hte Strahlung +++<\/p>\n<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) hat best\u00e4tigt, dass die Uran-Anreicherungsanlage in Natans zu den Zielen der israelischen Angriffe geh\u00f6rte. Nach IAEA-Angaben wurden dort bislang keine erh\u00f6hten Strahlenwerte gemessen. IAEA-Chef Grossi schrieb auf der Plattform X, derzeit seien Atominspektoren seiner Beh\u00f6rde im Iran. In Natans im Zentraliran wird unter anderem Uran mit einem Reinheitsgrad von bis zu 60 Prozent produziert. Dieses Material ist nach Angaben der IAEA beinahe waffentauglich, denn es k\u00f6nnte mit relativ wenig Aufwand auf ein Niveau von 90 Prozent gebracht werden, das f\u00fcr Atomwaffen n\u00f6tig ist. Teheran hat bislang stets beteuert, keine Atomwaffen bauen zu wollen.<\/p>\n<p>                +++ Ziel war offenbar auch Nuklearprogramm +++<\/p>\n<p>Israels Milit\u00e4r teilte mit, die Attacke habe milit\u00e4rischen Zielen gegolten, zu denen neben ballistischen Raketen auch das iranische Nuklearprogramm geh\u00f6rt habe. Teheran habe zuletzt \u00fcber gen\u00fcgend Material zur Herstellung von 15 Atombomben verf\u00fcgt. Israels Verteidigungsminister Katz sprach von einem &#8222;Pr\u00e4ventivschlag&#8220; und rief den Ausnahmezustand f\u00fcr sein Land aus. Man rechne in naher Zukunft mit Gegenangriffen mit Raketen und Drohnen. Ministerpr\u00e4sident Netanjahu bezeichnete den Angriff als &#8222;entscheidenden Moment in der Geschichte&#8220; seines Landes.<\/p>\n<p>                +++ Generalstabschef im Iran get\u00f6tet +++<\/p>\n<p>Der Iran hat nun auch den Tod seines Generalstabschefs best\u00e4tigt. Generalmajor Mohammed Bagheri sei bei dem n\u00e4chtlichen israelischen Angriff get\u00f6tet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Revolutionsgarden drohten nach der T\u00f6tung ihres Oberbefehlshabers auch den USA Konsequenzen an. Der israelische Angriff sei mit vollem Wissen und Unterst\u00fctzung der &#8222;niedertr\u00e4chtigen Herrscher im Wei\u00dfen Haus und des terroristischen US-Regimes&#8220; erfolgt. Die erkl\u00e4rten Feinde Irans sollten mit einer entschlossenen Vergeltung rechnen. Die US-Regierung betonte dagegen in einer ersten Stellungnahme, die Vereinigten Staaten seien nicht an den Angriffen beteiligt gewesen. US-Pr\u00e4sident Trump bekr\u00e4ftigte gegen\u00fcber dem Fernsehsender Fox News jedoch auch, dass der Iran keine Atombomben besitzen d\u00fcrfe und jetzt vielleicht an den Verhandlungstisch zur\u00fcckkehren werde.<\/p>\n<p>                +++ Netanjahu spricht von &#8222;Er\u00f6ffnungsschlag&#8220; +++<\/p>\n<p>Israels Ministerpr\u00e4sident Netanjahu hat die Angriffe seines Landes auf den Iran als einen &#8222;Er\u00f6ffnungsschlag&#8220; bezeichnet. Das Herz des iranischen Atom- und Raketenprogramms sei getroffen worden, sagte er in einer Videoansprache. Netanjahu k\u00fcndigte an, der israelische Milit\u00e4reinsatz werde solange dauern wie n\u00f6tig. Sein Land begr\u00fcndet den Gro\u00dfangriff damit, dass sich die Islamische Republik bei ihrem Atomprogramm einem unumkehrbaren Punkt gen\u00e4hert habe.<\/p>\n<p>                +++ Israel hat den Iran angegriffen +++<\/p>\n<p>Iranische Medien berichteten von Explosionen in der Hauptstadt Teheran und anderen St\u00e4dten. Unter anderem sei das Hauptquartier der Revolutionsgarde angegriffen und deren Chef Salami get\u00f6tet worden. Au\u00dferdem seien mehrere Nuklear-Forscher ums Leben gekommen.<\/p>\n<p>Diese Nachricht wurde am 13.06.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bild vom Angriff der vergangenen Nacht &#8211; zu den neuesten Attacken liegt noch kein Bildmaterial vor. 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