{"id":188198,"date":"2025-06-13T22:41:13","date_gmt":"2025-06-13T22:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/188198\/"},"modified":"2025-06-13T22:41:13","modified_gmt":"2025-06-13T22:41:13","slug":"media-broadcast-uebernimmt-dab-plattformbetrieb-in-nrw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/188198\/","title":{"rendered":"Media Broadcast \u00fcbernimmt DAB+ Plattformbetrieb in NRW"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein bedeutender Schritt in Richtung digitaler Zukunft des H\u00f6rfunks in Nordrhein-Westfalen ist getan: Die Landesanstalt f\u00fcr Medien NRW hat am Freitag (13.6.) der Media Broadcast GmbH offiziell die Zuweisung als Plattformbetreiberin f\u00fcr die regionalisierte Verbreitung von DAB+ Radio in f\u00fcnf Regionen des Bundeslandes erteilt. Nach einem intensiven Verst\u00e4ndigungsverfahren steht nun fest: Die Media Broadcast wird k\u00fcnftig das R\u00fcckgrat f\u00fcr die digitale terrestrische Verbreitung privater Radioprogramme im bev\u00f6lkerungsreichsten Bundesland bilden.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/karte-dab-plus-regio-nrw_2025-fb.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-203542\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/karte-dab-plus-regio-nrw_2025-fb-750x394.png\" alt=\"Karte DAB+ Regio NRW\" width=\"750\" height=\"394\" title=\"Media Broadcast \u00fcbernimmt DAB+ Plattformbetrieb in NRW\"  \/><\/a>Karte DAB+ Regio NRW<br \/>\nRegionalisierung schafft neue Perspektiven f\u00fcr NRW-Lokalradios<\/p>\n<p>Mit der Entscheidung setzt die Medienkommission ein klares Signal zugunsten regionaler Vielfalt im digitalen \u00c4ther. Insgesamt 80 Programmpl\u00e4tze \u2013 jeweils 16 pro Region \u2013 stehen f\u00fcr private Anbieter zur Verf\u00fcgung. Besonders f\u00fcr die Lokalradios im Land, die bislang auf UKW beschr\u00e4nkt waren, er\u00f6ffnet sich damit erstmals die Chance, auch \u00fcber DAB+ ihre H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer zu erreichen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Werner-Schwaderlapp-2019-q.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-203562\" title=\"Werner Schwaderlapp (Bild: \u00a9 Landesanstalt f\u00fcr Medien NRW)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Werner-Schwaderlapp-2019-q-250x250.jpg\" alt=\"Werner Schwaderlapp (Bild: \u00a9 Landesanstalt f\u00fcr Medien NRW)\" width=\"200\" height=\"200\"  \/><\/a><\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>\u201eDie Vergabe der DAB+ Kapazit\u00e4ten ist ein entscheidender Schritt f\u00fcr die Digitalisierung im Audiomarkt in Nordrhein-Westfalen\u201c,<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>betonte <strong>Prof. Dr. Werner Schwaderlapp<\/strong>, Vorsitzender der Medienkommission.<\/p>\n<p>Beteiligungsverfahren als Vorbild f\u00fcr kooperatives Regulierungshandeln<\/p>\n<p>Dem Zuschlag f\u00fcr Media Broadcast war ein umfassendes, von der Landesanstalt moderiertes Verst\u00e4ndigungsverfahren vorausgegangen. Da sich mehr Interessenten gemeldet hatten, als \u00dcbertragungskapazit\u00e4ten zur Verf\u00fcgung stehen, einigten sich Radioveranstalter und Plattformbetreiber gemeinsam auf einen wirtschaftlich tragf\u00e4higen Weg.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-173249\" title=\"Dr. Tobias Schmid (Pressefoto)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Dr-Tobias-Schmid-Pressefoto-800rund-260x260.jpg\" alt=\"Dr. Tobias Schmid (Pressefoto)\" width=\"200\" height=\"200\"  \/><\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>Dr. Tobias Schmid<\/strong>, Direktor der LfM NRW, ein Paradebeispiel funktionierender Medienregulierung:<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>\u201eWenn alle Parteien bereit sind, Kompromisse einzugehen, gelingt es uns, hochwertigen Audiojournalismus in die Fl\u00e4che zu bringen.\u201c<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Technische Versorgung auf Spitzenniveau<\/p>\n<p>Media Broadcast, ein Tochterunternehmen der freenet Group und seit Jahren ein etablierter Akteur im Bereich Rundfunk-Infrastruktur, soll nun z\u00fcgig mit dem Aufbau der Sendeanlagen beginnen. Die f\u00fcnf versorgten Regionen \u2013 K\u00f6ln\/Bonn\/Aachen, S\u00fcdwestfalen\/Dortmund, Ostwestfalen\/Lippe, Niederrhein\/Duisburg\/Essen sowie Wuppertal\/D\u00fcsseldorf\/M\u00f6nchengladbach \u2013 werden nach Unternehmensangaben bis Jahresende 2025 vollst\u00e4ndig angebunden sein. Bereits heute sind mehr als 90 % der Bev\u00f6lkerung in diesen Regionen zu Hause versorgt, der mobile Empfang auf den Autobahnen liegt laut Planungen bei nahezu 99 %.<\/p>\n<p>F\u00f6rderung f\u00fcr Vielfalt<\/p>\n<p>Ein weiterer Anreiz f\u00fcr Radiobetreiber: Die LfM NRW stellt bis zu 3,4 Millionen Euro F\u00f6rdermittel bereit, um die anf\u00e4nglichen Verbreitungskosten abzufedern. F\u00f6rderf\u00e4hig sind insbesondere Programme mit regionalem und lokalem Bezug, die journalistische Inhalte bieten \u2013 ein wichtiges Signal f\u00fcr kleinere Veranstalter und neue Anbieter mit innovativen Formaten.<\/p>\n<p>Blick nach vorn: M\u00fcnsterland folgt<\/p>\n<p>W\u00e4hrend f\u00fcr f\u00fcnf Regionen nun Klarheit herrscht, steht eine Entscheidung f\u00fcr das M\u00fcnsterland noch aus. Da dort bislang keine geeigneten Frequenzen zur Verf\u00fcgung standen, soll die Ausschreibung im Laufe des Jahres nachgeholt werden. Noch in diesem Monat wird die Zuordnung eines freien Kanals an die Medienanstalt NRW bestandskr\u00e4ftig, wenn Deutschlandradio und der WDR den gefundenen Kanal nicht f\u00fcr sich beanspruchen. Auch hier wird mit einer Zuweisung in absehbarer Zeit gerechnet.<\/p>\n<p>R\u00fcckblick: Ein vielstimmiger Wettbewerb um knappe Ressourcen<\/p>\n<p>Die nun getroffene Entscheidung kr\u00f6nt einen intensiven Ausschreibungsprozess, der bereits im Fr\u00fchjahr 2023 seinen Anfang nahm. Mit der Ver\u00f6ffentlichung der Ausschreibung f\u00fcr regionale DAB+ Kapazit\u00e4ten im September 2023 stie\u00df die LfM NRW auf reges Interesse: <a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/188681\/dab-regio-nrw-bewerber.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">53 Bewerbungen gingen ein<\/a> \u2013 darunter vier von etablierten Netzbetreibern f\u00fcr den Plattformbetrieb. Alle NRW-Lokalradios aus den f\u00fcnf Regionen bewarben sich um einen Platz im DAB+ Multiplex. Um einen Platz in allen f\u00fcnf Regionen bewarben sich METROPOL FM, The Wolf und Radio Volare aus der Schweiz. Radio Volare und Radio MusicStar haben ihren Bewerbung zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>Letztlich \u00fcberzeugte die Media Broadcast durch ihre bestehende Infrastruktur, Erfahrung als nationaler Netzbetreiber und ihre Rolle als neutraler Plattformanbieter. Dass sich die Bewerber im <a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/191763\/dab-nrw-verstaendigungsverfahren.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verst\u00e4ndigungsverfahren<\/a> schlie\u00dflich auf dieses Modell einigten, zeigt, dass die Branche \u2013 trotz Konkurrenz \u2013 bereit ist, gemeinsame Wege zu gehen.<\/p>\n<p>Mit dem <a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/158510\/digitalradio-dab-multiplex-nrw.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Start des DAB+ Regiobetriebs<\/a> bis Ende 2025 wird Nordrhein-Westfalen somit endg\u00fcltig Teil eines bundesweiten Trends: der regionalisierten, digital-terrestrischen H\u00f6rfunkverbreitung. Die <a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/135202\/dab-nrw-start-verschoben.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">langj\u00e4hrige Wartedauer<\/a> auf freie Frequenzen f\u00fcr die sechs Regionen sollte ein Ansporn sein nun auch den siebten DAB+ Layer zu koordinieren, denn NRW steht noch eine weitere DAB+ Bedeckung zu. Die Chancen sind gering Frequenzen f\u00fcr das ganze Bundesland zu finden, f\u00fcr einige Gro\u00dfst\u00e4dte sollten freie Frequenzen gefunden werden k\u00f6nnen. Wartet das Land zu lange mit der Beauftragung der Bundesnetzagentur mit der Suche, k\u00f6nnte es zu sp\u00e4t sein.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/dab\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">DAB+<\/a><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/digitalradio\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Digitalradio<\/a><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/lfm-nrw\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">LfM NRW<\/a><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/nrw\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">NRW<\/a><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/regionalisierung\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Regionalisierung<\/a><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/tobias-schmid\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tobias Schmid<\/a><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/werner-schwaderlapp\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werner Schwaderlapp<\/a>\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein bedeutender Schritt in Richtung digitaler Zukunft des H\u00f6rfunks in Nordrhein-Westfalen ist getan: Die Landesanstalt f\u00fcr Medien NRW&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":188199,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-188198","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114678470097911147","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=188198"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188198\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/188199"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=188198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=188198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=188198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}