{"id":188710,"date":"2025-06-14T03:38:10","date_gmt":"2025-06-14T03:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/188710\/"},"modified":"2025-06-14T03:38:10","modified_gmt":"2025-06-14T03:38:10","slug":"er-schloss-die-letzte-zeche-rag-chef-geht-in-ruhestand-nrw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/188710\/","title":{"rendered":"Er schloss die letzte Zeche: RAG-Chef geht in Ruhestand | NRW"},"content":{"rendered":"<p>Der Steinkohlebergbau pr\u00e4gte das Leben von Peter Schrimpf (68). Der gewaltige Personalabbau der Branche besch\u00e4ftigte ihn durchg\u00e4ngig.<\/p>\n<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Ein Bergbau-Urgestein geht in den Ruhestand: Der Vorstandsvorsitzende der RAG, Peter Schrimpf (68), hat am 30. Juni seine letzte Schicht bei der einstigen Ruhrkohle AG.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">In seine Amtszeit fiel das Ende des deutschen Steinkohlebergbaus. Im Dezember 2018 hatte er zusammen mit Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier auf der Zeche Prosper Haniel in Bottrop symbolisch das letzte in Deutschland gef\u00f6rderte St\u00fcck Steinkohle in Empfang genommen.<\/p>\n<p>Schrimpf war seit 2018 RAG-Vorstandschef<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"em_text\">Der Bergbau pr\u00e4gte Schrimpfs Leben: Schon sein Vater war Bergmann in Hamm. Auf der dortigen Zeche Radbod begann Schrimpf als junger Bergbauingenieur 1984 seine Karriere. Damals waren noch rund 170.000 Menschen in der deutschen Steinkohleindustrie besch\u00e4ftigt. 2004 wurde er Vorstandsmitglied bei der Deutschen Steinkohle AG, 2018 dann Vorstandschef der inzwischen in RAG umbenannten DSK.<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSaVVwR0hxSThLTVMzbHdLVGlubWh0MkM5VTZWSWFSeVo4QmRCbG52cGhEN3dYQ1dmMDBUelU3R3ZFZjRiUEQyY3A2aHVHUmtiTVFMWTBxYUU0ZE84bEVHWTZaNWp1ZlNReGF4WmhkeFdORzM\/250614-0433-urn-newsml-dpa-com-20090101-250614-935-648832.jpg\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Schrimpf und Bundespr\u00e4sident Steinmeier hatten 2018 in Bottrop das letzte in Deutschland gef\u00f6rderte St\u00fcck Kohle in Empfang genommen. - \u00a9 Federico Gambarini\/dpa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/250614-0433-urn-newsml-dpa-com-20090101-250614-935-648832.jpg\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Schrimpf und Bundespr\u00e4sident Steinmeier hatten 2018 in Bottrop das letzte in Deutschland gef\u00f6rderte St\u00fcck Kohle in Empfang genommen. - \u00a9 Federico Gambarini\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Schrimpf und Bundespr\u00e4sident Steinmeier hatten 2018 in Bottrop das letzte in Deutschland gef\u00f6rderte St\u00fcck Kohle in Empfang genommen. &#8211; \u00a9 Federico Gambarini\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Der umfangreiche Personalabbau in der Steinkohleindustrie besch\u00e4ftigte Schrimpf viele Jahre, vor allem nach dem 2007 festgelegten Abbauende in Deutschland. \u00abDie gr\u00f6\u00dfte Herausforderung war sicherlich, den sozialvertr\u00e4glichen Auslauf bis 2018 zu gestalten. Wir wussten ja, dass wir gut 30.000 Mitarbeiter sozusagen abbauen mussten: Entweder in den Vorruhestand bringen oder eben auch nach au\u00dfen vermitteln.\u00bb 2018 habe es noch 2.000 Besch\u00e4ftigte gegeben, mittlerweile besch\u00e4ftige die RAG rund 600 Menschen.<\/p>\n<p>Klarheit, Kameradschaft und Solidarit\u00e4t im Bergbau<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Am Bergbau gesch\u00e4tzt habe er vor allem \u00abdie Klarheit, die Kameradschaft und die Solidarit\u00e4t. Das, was man so liest \u00fcber den Bergbau, habe ich auch erlebt\u00bb, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Die RAG AG geh\u00f6rt zu 100 Prozent der RAG-Stiftung, die f\u00fcr die Finanzierung der andauernden Folgekosten aus dem deutschen Steinkohlenbergbau zust\u00e4ndig ist. Eine Hauptaufgabe der RAG ist es, daf\u00fcr zu sorgen, dass der Grubenwasserstand bestimmte H\u00f6hen nicht \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Der Grund: Bei Grubenwasser handelt es sich um oft mit Salzen und Chemikalien belastetes Sickerwasser aus tiefen Gesteinsschichten. Es sammelt sich nach dem Ende des Steinkohlebergbaus in den nicht verf\u00fcllten Hohlr\u00e4umen der Bergwerke an. Damit es nicht in die N\u00e4he der Trinkwasserschichten gelangt, muss es dauerhaft abgepumpt werden.<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Wer Schrimpf nachfolgt, soll zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt ver\u00f6ffentlicht werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Steinkohlebergbau pr\u00e4gte das Leben von Peter Schrimpf (68). Der gewaltige Personalabbau der Branche besch\u00e4ftigte ihn durchg\u00e4ngig. 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