{"id":189322,"date":"2025-06-14T09:20:18","date_gmt":"2025-06-14T09:20:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/189322\/"},"modified":"2025-06-14T09:20:18","modified_gmt":"2025-06-14T09:20:18","slug":"fruehstueck-ist-das-lieblingsfach-an-einer-reinickendorfer-grundschule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/189322\/","title":{"rendered":"Fr\u00fchst\u00fcck ist das Lieblingsfach an einer Reinickendorfer Grundschule"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\"> Mit einer Spende von Berliner helfen e.V. und ehrenamtlichem Engagement wird Freitags an der Schule in den Rollbergen gemeinsam gefr\u00fchst\u00fcckt.<\/p>\n<p>Immer Freitags, jeweils um 8 und um 10 Uhr steht an der Reinickendorfer Grundschule in den Rollbergen <strong>ein ganz besonderes Projekt<\/strong> auf dem Plan: das gemeinsame Fr\u00fchst\u00fcck. Aufgeregt aber ordentlich aufgereiht wartet an diesem Morgen die zweite \u201eSchicht\u201c die Erst- bis Drittkl\u00e4ssler von Manuela Wree, bis die Lehrerin das Zeichen zum Eintritt gibt. Dann geht es hinein in den Raum im ersten Stock der Schule, und jeder sucht sich einen Platz an den einladend in gr\u00fcn und wei\u00df gedeckten Tischen.<\/p>\n<p>  Ehrenamtliche bereiten das Fr\u00fchst\u00fcck vor  <\/p>\n<p> \u201eWer Kakao m\u00f6chte dreht die Tasse um!\u201c, ruft Lothar Moors und fast alle wei\u00dfen Tassen werden umgedreht. Lothar Moors geh\u00f6rt zum Team der Ehrenamtlichen, die sich Freitags an der Grundschule in der Waldshuter Zeile in Waidmannslust fr\u00fchmorgens treffen, um das Fr\u00fchst\u00fcck vorzubereiten. \u201eWir verabreden uns \u00fcber Whatsapp auf dem Handy, wer kommen kann\u201c, sagt Lothar Moors. Er ist von Anfang an als Ehrenamtlicher mit dabei, als das Fr\u00fchst\u00fccksprojekt vor zehn Jahren gestartet wurde. Ins Leben gerufen hatte es Gertrud Meyer, eine engagierten ehemalige Lehrerin, als sie sah, wie viele Kinder ohne ein ordentliches Fr\u00fchst\u00fcck in die Schule geschickt wurden. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/409245971_1749741461_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"Berliner helfen: Schulfr\u00fchst\u00fcck-Projekt\" title=\"Lehrerin Manuela Wree f\u00fchrt das von Gertrud Meyer ins Leben gerufene Fr\u00fchst\u00fccksprojekt an der Grundschule in den Rollbergen weiter. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Lehrerin Manuela Wree f\u00fchrt das von Gertrud Meyer ins Leben gerufene Fr\u00fchst\u00fccksprojekt an der Grundschule in den Rollbergen weiter.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini\n    <\/p>\n<p>    Kinder lernen Tischmanieren und Regeln  <\/p>\n<p>Ihr Anliegen war nicht nur, den Kindern ein gesundes und appetitliches Essen zu geben, zu dem bis heute auch Obst und klein geschnittenes Gem\u00fcse geh\u00f6ren, sondern auch das Vermitteln von Tischmanieren und das gute Gef\u00fchl einer gemeinsamen Mahlzeit. Nachdem Gertrud Meyer aus Altersgr\u00fcnden das Projekt, das in der Coronazeit ohnehin pausieren musste, nicht mehr weiterf\u00fchren konnte, hat Lehrerin Manuela Wree die Organisation \u00fcbernommen. <\/p>\n<p>    Auch interessant<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/408311122_1739548143_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[1\/1] \" alt=\"Berliner helfen: Vorlese-Initiative Abraxas\" title=\"Das Team von der Leseinitiative \u201eAbraxas\u201c: Martina Schneider, Klaus K\u00f6pke, Thomas Bunar, Beate Kasokat-Bunar, Ilona Siebarth und Andreas Goerdeler (v.l.n.r.) vor dem Caf\u00e9 Zeitgenuss in Hermsdorf im Norden von Reinickendorf. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\u201eDie Kinder freuen sich schon immer darauf und fragen, wann sie wieder dran sind\u201c, erz\u00e4hlt die Lehrerin. Denn die neun Klassen der Stufen 1 bis 3 der Grundschule mit 380 Kindern kommen im Wechsel in den Genuss des Fr\u00fchst\u00fccks am Freitag. Finanziert wird das Fr\u00fchst\u00fccksprojekt fast von Anfang an  mit Spenden von Berliner helfen e.V.  \u201eIm vergangenen Jahr ist noch eine Spende vom  \u00f6rtlichen Toyota Autohaus dazugekommen, damit k\u00f6nnen wir weitermachen\u201c, sagt Manuela Wree.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/409246003_1749741461_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"Berliner helfen: Schulfr\u00fchst\u00fcck-Projekt\" title=\"Am Buffet d\u00fcrfen die Kinder sich aussuchen, was sie essen m\u00f6chten - und auch gern ein zweites oder drittes Mal wiederkommen. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Am Buffet d\u00fcrfen die Kinder sich aussuchen, was sie essen m\u00f6chten &#8211; und auch gern ein zweites oder drittes Mal wiederkommen.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini\n    <\/p>\n<p>Genau so wichtig wie die Spenden sind die Ehrenamtlichen, ohne die das Fr\u00fchst\u00fcck nicht m\u00f6glich w\u00e4re. An diesem Freitag haben Janina, Ljubov, Alison und Lothar seit dem fr\u00fchen Morgen Obst und Gem\u00fcse geputzt, geschnippelt und auf gro\u00dfen Tellern angerichtet, genau wie die B\u00e4rchenwurst und die Salami \u2013 ohne Schweinefleisch, die von Lothar besorgten Br\u00f6tchen aufgeschnitten, Kakao gekocht und die Tische gedeckt. \u201eUnd zwar sehr ordentlich, mit dem Besteck und dem Geschirr im korrekten Abstand zur Tischkante, da haben wir alle noch die Regeln von Frau Meyer verinnerlicht\u201c, sagt Manuela Wree lachend, w\u00e4hrend sie ein Messer mit der Schneidfl\u00e4che zum Teller dreht.<\/p>\n<p>   \u201eWann sind wir wieder mit dem Fr\u00fchst\u00fcck dran?\u201c  <\/p>\n<p>Nachdem die Kinder Platz genommen und ihre Tassen umgedreht haben, werden sie Tischweise zum Buffet gerufen, d\u00fcrfe sich aussuchen, ob sie ein helles oder dunkles Br\u00f6tchen oder Brot mit oder ohne Butter m\u00f6chten, den Belag w\u00e4hlen, Erdbeeren oder Paprikaschnitze dazu. \u201eNicht mehr, als Du auch essen m\u00f6chtest. Kannst jederzeit wiederkommen\u201c, sagt Lothar Moors zu einem Jungen, der ordentlich zugreift.<\/p>\n<p> \u201eEs macht einfach Spa\u00df zu sehen, wie es den Kindern schmeckt\u201c, meint Ljubov, die Kakao, Wasser und Saft ausschenkt. \u201eIch achte aber sehr auch sehr darauf, dass die Kinder sagen: Ich m\u00f6chte bitte oder geben Sie mir bitte\u201c, sagt die Mutter einer Tochter an der Grundschule in den Rollbergen, die sich seit einigen Jahren ehrenamtlich f\u00fcr das Fr\u00fchst\u00fccksprojekt engagiert. \u201eIch habe dadurch eine andere Beziehung zu den Kindern. Sie respektieren mich auch au\u00dferhalb des Fr\u00fchst\u00fccks, wenn ich ihnen etwas sage\u201c, hat sie festgestellt.\u201c <\/p>\n<p>  Gemeinsame Mahlzeiten sind selten geworden  <\/p>\n<p>Auch die Lehrerin der Klasse a 4, Simone Focken, sieht die positiven erzieherischen Aspekte des Fr\u00fchst\u00fccksprojektes: \u201eViele Kinder kennen Zuhause gar kein gemeinsames Essen mehr. Dass sich alle f\u00fcr eine Mahlzeit an einen Tisch setzen, man gegenseitig R\u00fccksicht nehmen und anderen etwas reicht, auch das lernen sie hier\u201c, meint sie. \u201eUnd auch, dass man nicht so laut reden darf\u201c, erg\u00e4nzt sie. <\/p>\n<p>Mutter Ljubov freut sich, dass ihre eigene Tochter beim Fr\u00fchst\u00fccksprojekt Sachen kostet, die sie Zuhause ablehnt. \u201eIch achte auch darauf, dass die Kinder gerade sitzen und nicht mit den Armen halb unter dem Tisch h\u00e4ngen\u201c, sagt sie. Am Nebentisch genie\u00dft der siebenj\u00e4hrige Dwight sein Br\u00f6tchen mit Lachs, dazu Erdbeeren und Weintrauben. Die sechsj\u00e4hrige Antonia greift lieber zu Cornflakes mit Milch. Anna und Edda, acht und neun Jahre alt, essen am liebsten Br\u00f6tchen mit Honig und Physalis. \u201eEs macht so viel Spa\u00df zu sehen, wie es allen schmeckt. Die Kinder sind total dankbar daf\u00fcr\u201c, sagt Alison W\u00f6lffer, Mutter einer Tochter an der Schule. Sie freut sich, wenn sie von den Kindern auch au\u00dferhalb der Schule angesprochen wird: \u201eDu bist doch die Mama vom Fr\u00fchst\u00fccksprojekt. Wann sind wir wieder dran?\u201c <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/409246031_1749741462_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"Berliner helfen: Schulfr\u00fchst\u00fcck-Projekt\" title=\"Ohne die ehrenamtlichen Helfer w\u00e4re das Fr\u00fchst\u00fccksprojekt nicht m\u00f6glich: Ljubov, Alison, Lothar und Janina haben das buffet vorbereitet.  \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Ohne die ehrenamtlichen Helfer w\u00e4re das Fr\u00fchst\u00fccksprojekt nicht m\u00f6glich: Ljubov, Alison, Lothar und Janina haben das buffet vorbereitet.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini\n    <\/p>\n<p>Sie w\u00fcrde gern noch mehr Ehrenamtliche und Eltern f\u00fcr den Fr\u00fchst\u00fcckseinsatz gewinnen. An diesem Morgen ist zum ersten Mal Janina dabei, deren Kinder sind ehemalige Sch\u00fcler und schon fast erwachsen. Auch ihr macht das Fr\u00fchst\u00fcck Spa\u00df. Sie freut sich auf das n\u00e4chste Mal, genau wie die Kinder an diesem Morgen, die sich im Chor von den flei\u00dfigen Helfern bedanken und verabschieden.<\/p>\n<p>   Kontakt zum Fr\u00fchst\u00fccksprojekt in Reinickendorf  <\/p>\n<p> Wer sich f\u00fcr das Fr\u00fchst\u00fccksprojekt in der Grundschule in den Rollbergen engagieren m\u00f6chte, kann sich unter der Tel. 030-402 30 59 melden oder an Berliner helfen e.V. wenden, per E-Mail an kontakt@berliner-helfen.de oder Tel. 030 8872 77843<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit einer Spende von Berliner helfen e.V. und ehrenamtlichem Engagement wird Freitags an der Schule in den Rollbergen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":189323,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-189322","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114680982733495410","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/189322","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=189322"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/189322\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/189323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=189322"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=189322"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=189322"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}