{"id":189497,"date":"2025-06-14T10:57:18","date_gmt":"2025-06-14T10:57:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/189497\/"},"modified":"2025-06-14T10:57:18","modified_gmt":"2025-06-14T10:57:18","slug":"so-widerlich-hat-der-boulevard-graz-ausgeschlachtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/189497\/","title":{"rendered":"So widerlich hat der Boulevard Graz ausgeschlachtet"},"content":{"rendered":"<p>Gastbeitrag von <a href=\"https:\/\/kobuk.at\/author\/andreagutschi\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Andera Gutschi<\/a>, <a href=\"https:\/\/kobuk.at\/2025\/06\/medienversagen-nach-der-tragoedie-von-graz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kobuk<\/a><\/p>\n<p>In den Stunden und Tagen nach dem Amoklauf in Graz zeigten einige Medien eine besonders unr\u00fchmliche Seite \u2013 gepr\u00e4gt von Spekulationen, verst\u00f6renden Bildern und unangebrachten Besuchen.<\/p>\n<p>Am Dienstag ersch\u00fctterte ein Amoklauf an einer Grazer Schule das ganze Land. W\u00e4hrend Einsatzkr\u00e4fte versuchten, die Lage unter Kontrolle zu bringen und Angeh\u00f6rige betreut wurden, \u00fcbertrafen sich viele Medien in medienethischen Verfehlungen: Sie spekulierten \u00fcber Motive, zeigten Aufnahmen der Opfer und ver\u00f6ffentlichten identifizierendes Material. Ein \u00dcberblick \u00fcber die schwerwiegendsten Verst\u00f6\u00dfe gegen journalistische Sorgfaltspflichten der letzten beiden Tage.<\/p>\n<p>Klicks \u00fcber alles \u2013 das Problem mit dem Opferschutz<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Kopie-von-FBLinkedInX-Querformat25.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Kopie-von-FBLinkedInX-Querformat25.png\" alt=\"Screenshots von Berichten, die mit Videos Clickbaits generieren wollen. Dazu geh\u00f6ren Kronen Zeitung, Auf1, Exxpress und Servus TV.\" class=\"wp-image-51297\"\/><\/a>Grafik von Kobuk<\/p>\n<p>Die Polizei hatte die Lage gerade erst gesichert. Polizeisprecher Sabri Yorgun gab der Presse die wenigen, aber gesicherten Informationen weiter: Ein Einzelt\u00e4ter t\u00f6tete gegen 10 Uhr vormittags mehrere Personen und verletzte weitere. In einem Sportstadion wurde eine Sammelstelle f\u00fcr die Eltern der Opfer und der \u00dcberlebenden eingerichtet.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt hatte der FP\u00d6-nahe Propagandasender Auf1 aber bereits eine \u201eInformantin\u201c kontaktiert \u2013 eine 16-j\u00e4hrige Sch\u00fclerin, die ihnen exklusiv Videos zuspielte und Informationen von Rettungssanit\u00e4tern vor Ort weitergab. Stolz schreibt der Verschw\u00f6rungssender: \u201eDie 16-J\u00e4hrige steht stark unter Schock und hat uns diese Informationen weinend \u00fcbermittelt.\u201c<\/p>\n<p>Die Videos sind verst\u00f6rend, unterlegt mit bedr\u00fcckender Musik. Sie zeigen, wie offensichtlich Schwerverletzte in einen Rettungshubschrauber transportiert werden oder tragen Titel wie \u201eSchrecklicher Anblick: Tote Sch\u00fcler auf Rettungstragen aufgereiht\u201c.\u00a0<a href=\"https:\/\/dietagespresse.com\/auf1-tv-das-geschaeft-mit-dem-amoklauf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Die Tagespresse<\/a>\u00a0hat einen \u00dcberblick der in diesen Stunden geposteten Videos ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Oe24 l\u00f6scht heimlich Videos und leugnet es anschlie\u00dfend<\/p>\n<p>Die Seite Oe24 verlinkt diese Videos zun\u00e4chst in einem Beitrag, l\u00f6scht ihn sp\u00e4ter jedoch wieder. Gegen\u00fcber dem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000273416\/medienethikerin-paganini-videos-in-medien-vom-amoklauf-in-graz-inakzeptabel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Standard<\/a>\u00a0bestreitet die Redaktion \u00fcberhaupt, das Material ver\u00f6ffentlicht zu haben.<\/p>\n<p>Es ist davon auszugehen, dass zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung dieser Videos viele Eltern noch auf dem Weg zur von der Polizei eingerichteten Sammelstelle waren. Dem Schutz der Angeh\u00f6rigen zum Trotz setzt Auf1 mit diesen \u201eexklusiven\u201c Aufnahmen auf Klicks. Sie sind damit nicht alleine. Auch Kronen Zeitung, Exxpress, ServusTV und die deutsche Bild verbreiteten Handyaufnahmen aus der Schule. Mit Titeln wie \u201eVideo zeigt Amok-Horror an Grazer Schule\u201c wurden Nutzer:innen auf die Seiten gezogen. Das Innenministerium fordert gleichzeitig dazu\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20250610_OTS0098\/polizeigrosseinsatz-in-grazer-schule\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf<\/a>, \u201ekeine Fotos oder Videos vom Einsatz in sozialen Netzwerken zu ver\u00f6ffentlichen, um die laufenden Ermittlungen, die Opfer und die Einsatzkr\u00e4fte zu sch\u00fctzen\u201c.<\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichische Presserat\u00a0<a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3396474\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">mahnt<\/a>\u00a0ebenfalls Zur\u00fcckhaltung ein, Bilder sind einpr\u00e4gsam und Videos k\u00f6nnen retraumatisierend wirken. Kinder und Jugendliche sind dabei besonders gesch\u00fctzt. \u201eDie Berichterstattung \u00fcber Ungl\u00fccksf\u00e4lle und Katastrophen findet ihre Grenze im Respekt vor dem Leid von Opfern und den Gef\u00fchlen von Angeh\u00f6rigen\u201c\u00a0<a href=\"https:\/\/www.presserat.de\/pressekodex.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">sagt<\/a>\u00a0dazu der deutsche Presserat.<\/p>\n<p>Dieser Opferschutz wird auch durch voyeuristische Schilderungen verletzt, wie sie in der Kronen Zeitung am Mittwoch auf Seite 4 zu lesen sind (\u201e(\u2026) brechen blut\u00fcberstr\u00f6mt zusammen (\u2026)\u201c).<\/p>\n<p>Graz: Wenn \u201eangeblich\u201c reicht \u2013 das Problem mit Spekulationen<\/p>\n<p>Gerade, weil die Informationslage zu Beginn noch d\u00fcnn und die Frage nach dem \u201eWarum\u201c gro\u00df ist, verfallen auch viele Medien wilden Spekulationen.<\/p>\n<p>Bereits kurz nach der Tat treffen zahlreiche \u00f6sterreichische und deutsche Medien ein. Sie berichten, was ihnen der Polizeisprecher mitteilt \u2013 und was sie dar\u00fcber hinaus an Spekulationen aufschnappen. Eine Reporterin der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rcXAgEDn_58\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">ntv Nachrichten<\/a>\u00a0berichtet, dass der T\u00e4ter \u201eungehemmt durch Klassenzimmert\u00fcren\u201c geschossen habe \u2013 \u201eangeblich\u201c. Wie genau die Tat passiert ist, ist bis heute unklar.<\/p>\n<p>\u201eAngeblich\u201c war der T\u00e4ter auch Sch\u00fcler des betroffenen Gymnasiums, erz\u00e4hlt sie \u2013 und so steht es auch bereits kurz nach der Tat in zahlreichen Medienberichten, ohne dass es daf\u00fcr eine Best\u00e4tigung durch Polizei oder Innenministerium gegeben h\u00e4tte. Sp\u00e4ter stellt sich heraus: Es handelte sich um einen ehemaligen Sch\u00fcler.<\/p>\n<p>Auch das Ger\u00fccht, der Ex-Sch\u00fcler sei ein Mobbingopfer gewesen, verbreitet sich schnell und hartn\u00e4ckig. Mit der Schlagzeile \u201eAbschiedsbrief gefunden \u2013 Amokl\u00e4ufer f\u00fchlte sich gemobbt\u201c verbreitet Oe24 \u00fcberhaupt gleich eine Falschinformation \u2013 denn aus dem Abschiedsbrief ist kein Motiv herauszulesen, wie Franz Ruf, Generaldirektor f\u00fcr \u00f6ffentliche Sicherheit, in der ZiB klarstellte. Auch Medien wie die rechte Seite Exxpress (\u201eSp\u00e4te Rache? Ex-Sch\u00fcler war der Sch\u00fctze \u2013 Mobbing als Tatmotiv\u201c) oder das Gratisblatt Heute (\u201eWas steckt hinter Amok? \u201aAus Kr\u00e4nkung, Wut wird Gewalt\u2018\u201c) beteiligen sich fr\u00fch an den Spekulationen.<\/p>\n<p>Spekulationen bleiben h\u00e4ngen<\/p>\n<p>Das Problem daran: Auch wenn sie sp\u00e4ter berichtigt oder n\u00e4her beschrieben werden, bleiben diese Spekulationen \u00fcber den Tathergang und die Motivlage in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung bestehen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie die Ermittlungsarbeiten, die zeitgleich beginnen, behindern. So wie Clickbaits dienen Spekulationen oft nicht der Information, sondern der Emotionalisierung und Reichweitensteigerung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/daheim-beim-amoklaeufer-er-war-total-in-sich-gekehrt\/403048987\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Reportage<\/a>\u00a0mit dem Titel \u201eDaheim beim Amokl\u00e4ufer\u201c suchten Journalist:innen des Profil noch am Tag des Attentats das Haus der Familie des T\u00e4ters auf und redeten mit Nachbar:innen und sogar bei der Mutter \u2013 die nicht \u00f6ffnete. Aus der Tatsache, dass der 21-J\u00e4hrige mit seinem 18-j\u00e4hrigen Nachbarn keinen Kontakt hatte, schlie\u00dft profil, dass der T\u00e4ter \u201esehr distanziert\u201c gewesen sein m\u00fcsse. Ein echter Erkenntnisgewinn ergibt sich daraus nicht. Das \u201ePortr\u00e4t\u201c wurde trotzdem gebracht \u2013 f\u00fcr Klicks.<strong><a href=\"https:\/\/kobuk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Kopie-von-FBLinkedInX-Querformat26.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/strong><\/p>\n<p>Gef\u00e4hrlicher Fokus auf den Graz-T\u00e4ter \u2013 das Problem der T\u00e4ter-Heroisierung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Kopie-von-FBLinkedInX-Querformat28.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Kopie-von-FBLinkedInX-Querformat28.png\" alt=\"Collage mit mehreren Schlagzeilen \u00f6sterreichischer Medien, die den T\u00e4ter eines Amoklaufs in Graz in den Mittelpunkt stellen. Zu sehen sind unter anderem \u00dcberschriften wie \u201ePsychiater: Amok-T\u00e4ter suchte Rache\u201c (Kronen Zeitung), \u201eArthur A.: Das ist der Amok-Sch\u00fctze von Graz\u201c (OE24), \u201eErste Fotos: Das ist der Amok-T\u00e4ter von Graz!\u201c (Kronen Zeitung) und \u201eAbschiedsbrief gefunden \u2013 Amokl\u00e4ufer f\u00fchlte sich gemobbt\u201c (OE24). Die Bildcollage tr\u00e4gt den Titel \u201eDer T\u00e4ter im Mittelpunkt\u201c und ist mit dem Logo von Kobuk! versehen.\" class=\"wp-image-51306\"\/><\/a>Grafik von Kobuk<\/p>\n<p>Auch die Gefahr der T\u00e4ter-Heroisierung wird oft \u00fcbersehen \u2013 der \u00f6sterreichische Presserat\u00a0<a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3396474\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">warnte<\/a>\u00a0bereits am Folgetag davor. Der T\u00e4ter wird etwa durch die Verbreitung von Fotos, biografischen Details oder einer \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Fokussierung auf seine Person glorifiziert.<\/p>\n<p>So ver\u00f6ffentlichte die Kronen Zeitung als erstes Medium online gro\u00dffl\u00e4chig zwei unverpixelte Fotos des Attent\u00e4ters, kurz danach macht das Oe24. Am Folgetag gestalten beide Medien sogar ihre Titelseiten damit. Ob die Ver\u00f6ffentlichung der Fotos so zul\u00e4ssig ist, muss im Einzelfall gepr\u00fcft werden. Problematisch ist sie jedenfalls.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kobuk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Kopie-von-FBLinkedInX-Querformat30.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Kopie-von-FBLinkedInX-Querformat30-1024x769.png\" alt=\"Screenshot der Titelseiten von Kronen Zeitung und Oe24 vom 12 Juni. Beide machen den Amokl\u00e4ufer zur Titelgeschichte, mit gro\u00dfem Portraitfoto und den Schlagzeilen &quot;Die dunkle Seite des Schul-Killers&quot; (Krone) bzw. &quot;Der Amok Killer von Graz&quot; (Oe24)\" class=\"wp-image-51354\"\/><\/a>Grafik von Kobuk<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/on.orf.at\/video\/14279373\/15896294\/psychiater-plener-schulischer-amoklauf-meist-laenger-geplant-zib-2-vom-10062025\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ZiB 2<\/a>\u00a0mahnte der Jugendpsychiater Paul Plener n\u00e4mlich, dass Medien \u201em\u00f6glichst wenig Identifikationspotenzial\u201c mit dem T\u00e4ter liefern und sich daher so wenig wie m\u00f6glich mit seiner Person besch\u00e4ftigen sollten. Das Nachahmungspotenzial sei zu gro\u00df. Tats\u00e4chlich berichtet Franz Ruf vom Innenministerium am n\u00e4chsten Tag im \u00d61\u00a0<a href=\"https:\/\/oe1.orf.at\/player\/20250611\/797580\/1749619071169\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Morgenjournal<\/a>\u00a0von ersten Nachahmungst\u00e4tern, die Drohungen gegen Schulen ausgesprochen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Bei Suiziden \u2013 und im aktuellen Fall handelt es sich um einen suizidalen Amoklauf \u2013 soll wegen der Gefahr der Nachahmung auf \u00fcberschie\u00dfende Berichterstattung verzichtet werden, sagt dazu auch der \u00f6sterreichische\u00a0<a href=\"https:\/\/www.presserat.at\/show_content.php?sid=3\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Presserat<\/a>.<\/p>\n<p>Boulevard st\u00fcrzt sich auf die Details \u00fcber den T\u00e4ter von Graz<\/p>\n<p>Dennoch st\u00fcrzt sich vor allem der Boulevard am Tag nach dem Attentat auf alle Details \u00fcber den T\u00e4ter. Spekulationen \u00fcber sein Motiv\u00a0 (\u201eDer Killer sah sich als Opfer\u201c, Krone) r\u00fccken seine Perspektive in den Mittelpunkt. Berichte \u00fcber sein \u201edunkles Seelenleben\u201c (Krone) oder \u201eneue Details \u00fcber Amok-Sch\u00fctzen\u201c (Oe24) verst\u00e4rken den T\u00e4ter-Kult. \u201eDie Fotos \u2013 so lebte der Grazer Attent\u00e4ter mit der Mama\u201c hei\u00dft ein anderer Bericht auf Heute. Dort findet sich eine Bildstrecke mit Fotos von Nachbarschaft, Wohnhaus und T\u00e4ter (mit Augenbalken).<\/p>\n<p>Die Aufnahmen des Wohnhauses sind auch aus einem anderen Grund problematisch \u2013 denn auch die Hinterbliebenen des T\u00e4ters haben Anspruch auf Pers\u00f6nlichkeitsschutz. Am Mittwoch zeigt die ZiB 13 im Beitrag \u201eAttent\u00e4ter in Heimatort kaum bekannt\u201c ebenfalls mehrere Aufnahmen des Geb\u00e4udes. Etwa zwei Stunden sp\u00e4ter wird der auf ORF On gespeicherte\u00a0<a href=\"https:\/\/on.orf.at\/video\/14279475\/15896675\/attentaeter-in-heimatort-kaum-bekannt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beitrag<\/a>\u00a0bearbeitet \u2013 und die Aufnahmen entfernt, \u201eaus rechtlichen Gr\u00fcnden\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kobuk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bildschirmfoto-2025-06-11-um-16.39.29.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bildschirmfoto-2025-06-11-um-16.39.29-1024x593.png\" alt=\"Screenshot aus der ZiB 13 vom 11. Juni. Gezeigt wird die ORF On-Maske, w\u00e4hrend der Beitrag \u201eAttent\u00e4ter in Heimatort kaum bekannt\u201c l\u00e4uft. Das Bild zeigt lediglich die Meldung \u201eAus rechtlichen Gr\u00fcnden kann dieser Teil der Sendung leider nicht gezeigt werden\u201c in wei\u00dfer Schrift auf dunkelblauem Hintergrund.\" class=\"wp-image-51305\"\/><\/a>Grafik von Kobuk<\/p>\n<p>Der 10. Juni war auch eine medienethische Bew\u00e4hrungsprobe. Viele Medienh\u00e4user scheiterten. Selbstverst\u00e4ndlich muss eine Tat dieses Ausma\u00dfes \u00f6ffentlich \u2013 und damit auch medial \u2013 aufgearbeitet werden. Doch wer schockierende Videos zeigt, den Pers\u00f6nlichkeitsschutz von Opfern und Angeh\u00f6rigen verletzt oder bereits wenige Stunden nach der Tat wilde Mutma\u00dfungen verbreitet, tr\u00e4gt dazu nichts bei. Im Gegenteil: Solches Verhalten untergr\u00e4bt Vertrauen, versch\u00e4rft Leid \u2013 und wirkt im schlimmsten Fall nach.<\/p>\n<p>Normalerweise verlinken wir alle Beitr\u00e4ge, die wir kritisieren, damit ihr euch selbst ein Bild machen k\u00f6nnt. In F\u00e4llen jedoch, in denen traumatisierende Inhalte gezeigt oder der Pers\u00f6nlichkeitsschutz verletzt wird, verzichten wir bewusst darauf.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag erschien <a href=\"https:\/\/kobuk.at\/2025\/06\/medienversagen-nach-der-tragoedie-von-graz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zuerst bei kobuk.at<\/a> und wurde von <a href=\"https:\/\/kobuk.at\/author\/andreagutschi\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Andrea Gutschi<\/a> verfasst. Artikelbild: canva.com\/Screenshots<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gastbeitrag von Andera Gutschi, Kobuk In den Stunden und Tagen nach dem Amoklauf in Graz zeigten einige Medien&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":189498,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-189497","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews","16":"tag-welt","17":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114681364323717593","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/189497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=189497"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/189497\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/189498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=189497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=189497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=189497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}