{"id":189982,"date":"2025-06-14T15:26:34","date_gmt":"2025-06-14T15:26:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/189982\/"},"modified":"2025-06-14T15:26:34","modified_gmt":"2025-06-14T15:26:34","slug":"eu-uk-gipfel-in-london-fuenf-jahre-nach-brexit-neuer-deal-zwischen-eu-und-london-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/189982\/","title":{"rendered":"EU-UK-Gipfel in London: F\u00fcnf Jahre nach Brexit: Neuer Deal zwischen EU und London"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcnf Jahre nach dem <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/brexit\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Brexit<\/a> n\u00e4hern sich Gro\u00dfbritannien und die EU wieder an. Bei dem ersten Gipfeltreffen seit dem Ausscheiden Gro\u00dfbritanniens aus der Europ\u00e4ischen Union vereinbarten beide Seiten eine engere Zusammenarbeit bei Themen wie Verteidigung und Sicherheit, Lebensmittelstandards, Fischerei und Energie sowie irregul\u00e4re Migration. Zudem soll das Reisen und Leben im Ausland f\u00fcr Menschen auf beiden Seiten des \u00c4rmelkanals einfacher werden.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-05\/eu-grossbritannien-gipfel-brexit-ergebnis-keir-starmer\" data-ct-label=\"EU-Gro\u00dfbritannien-Gipfel: Kein Treffen f\u00fcr die Geschichtsb\u00fccher\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        EU-Gro\u00dfbritannien-Gipfel:<br \/>\n                        Kein Treffen f\u00fcr die Geschichtsb\u00fccher<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-05\/grossbritannien-eu-brexit-gipfel-treffen\" data-ct-label=\"Nach dem Brexit: EU und Gro\u00dfbritannien stimmen Verteidigung, Fischfang und Visa ab\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Nach dem Brexit:<br \/>\n                        EU und Gro\u00dfbritannien stimmen Verteidigung, Fischfang und Visa ab<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2025-05\/grossbritannien-religionsvertreter-migration-keir-starmer-rhetorik\" data-ct-label=\"Gro\u00dfbritannien: Britische Religionsvertreter fordern milderen Ton in Migrationsdebatte\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Gro\u00dfbritannien:<br \/>\n                        Britische Religionsvertreter fordern milderen Ton in Migrationsdebatte<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Beide Seiten h\u00e4tten sich auf einen \u00abhistorischen\u00bb Deal geeinigt, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen bei einer Pressekonferenz mit EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa und Gro\u00dfbritanniens Premier Keir Starmer in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/london\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">London<\/a>. In vielen Bereichen bleibt das Abkommen aber noch vage und d\u00fcrfte nur Ausgangspunkt f\u00fcr weitere Gespr\u00e4che sein.\n<\/p>\n<p>        \u00abBeginn einer neuen \u00c4ra\u00bb        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Gipfel in London war das erste Treffen dieser Art seit dem Brexit im Jahr 2020 und soll in diesem Format k\u00fcnftig einmal j\u00e4hrlich stattfinden. Starmer sprach vom \u00abBeginn einer neuen \u00c4ra in unseren Beziehungen\u00bb. Gro\u00dfbritannien erhalte dadurch besseren Zugang zum EU-Markt als alle anderen L\u00e4nder au\u00dferhalb des Staatenverbunds, so der Labour-Politiker.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine und die Zollpolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump demonstrierten beide Seiten Einigkeit mit Bekenntnissen zur Unterst\u00fctzung Kiews und zum freien Handel.\n<\/p>\n<p>        Geopolitische Lage sorgt f\u00fcr Zusammenr\u00fccken        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Gro\u00dfbritannien war Anfang 2020 aus der EU ausgetreten und ist seit 2021 auch nicht mehr Mitglied der EU-Zollunion und des Binnenmarkts. In einem Referendum hatte sich eine sehr knappe Mehrheit der Briten f\u00fcr den Austritt ausgesprochen und beendete so 47 Jahre EU-Mitgliedschaft.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zwar bef\u00fcrwortet laut Umfragen inzwischen eine Mehrheit der Briten eine R\u00fcckkehr in die EU, doch das ist weder in London noch in Br\u00fcssel ein Thema. Costa betonte: \u00abDies ist keine Kehrtwende, sondern ein neues Kapitel.\u00bb\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch eine R\u00fcckkehr in EU-Binnenmarkt und Zollunion ist weiterhin tabu, wie Starmer klarstellte. In Sachen Lebensmittelhygiene will sich London aber wieder an EU-Standards orientieren, was den Handel vereinfachen und Preise in britischen Superm\u00e4rkten dr\u00fccken soll.\n<\/p>\n<p>                        Fisch ist ein Politikum        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Beide Seiten wollen sich zudem f\u00fcr einen Zeitraum von zw\u00f6lf Jahren vollen gegenseitigen Zugang zu Fischereigr\u00fcnden gew\u00e4hren &#8211; ein Punkt, der in Gro\u00dfbritannien ein Politikum ist. Die Kontrolle \u00fcber die eigenen Gew\u00e4sser wiederzuerlangen, war eines der wichtigsten Argumente der Brexit-Bef\u00fcrworter.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die konservative Oppositionschefin Kemi Badenoch sprach von einem \u00abAusverkauf\u00bb. Rechtspopulist und Brexit-Vork\u00e4mpfer Farage warnte gar vom \u00abEnde der Fischindustrie\u00bb in Gro\u00dfbritannien.\n<\/p>\n<p>        R\u00fcckschlag f\u00fcr Berlin        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vorerst keine konkrete Einigung gibt es bei einem Vorschlag der EU-Kommission f\u00fcr ein sogenanntes Youth Mobility Scheme. Vom Tisch ist das Thema aber nicht. Die beiden Seiten einigten sich darauf, weiter daran zu arbeiten. Vor allem Berlin hatte darauf gepocht, dass junge Menschen aus der EU wieder einfacher f\u00fcr begrenzte Zeit im Vereinigten K\u00f6nigreich leben und arbeiten k\u00f6nnen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Aus Londoner Sicht ist aber auch dieses Thema heikel, weil es Wasser auf die M\u00fchlen Farages sein k\u00f6nnte, dessen Partei Reform UK in Umfragen derzeit vor den Volksparteien Labour und den Konservativen liegt. Dennoch zeigte sich beide Seiten zuversichtlich, dass es zu einer Einigung kommen k\u00f6nnte. \u00abWir sind nicht weit entfernt\u00bb, sagte Costa. Starmer deutete an, dass ein solches Programm zeitlich und im Umfang deutlich limitiert sein d\u00fcrfte.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr britische Reisende soll die Einreise in EU-L\u00e4nder einfacher werden. Statt bei der Passkontrolle in der Schlange mit Reisenden aus aller Welt zu warten, sollen sie k\u00fcnftig auch durch E-Gates gehen k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p>        Zugang zu EU-Verteidigungsmilliarden        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr Gro\u00dfbritannien ist zentral, dass britische Unternehmen sich an von der EU unterst\u00fctzen Beschaffungsprojekten f\u00fcr R\u00fcstungsg\u00fcter beteiligen k\u00f6nnen. Dabei geht es unter anderem um ein Finanzinstrument mit dem Namen Safe, \u00fcber das Darlehen in H\u00f6he von insgesamt 150 Milliarden Euro zur Verf\u00fcgung gestellt werden sollen &#8211; zum Beispiel f\u00fcr Luftverteidigungssysteme und Artillerie.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zwar ist das Vorhaben auf EU-Ebene noch nicht komplett in trockenen T\u00fcchern, die Verhandlungen dazu sind nach Angaben aus Diplomatenkreisen aber nahezu abgeschlossen. Mit der nun beschlossenen Sicherheitspartnerschaft wird f\u00fcr Gro\u00dfbritannien nun die Grundlage geschaffen, dass britische Unternehmen beteiligt werden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ebenfalls eine engere Zusammenarbeit vereinbarten beide Seiten beim Schutz kritischer Infrastruktur. J\u00fcngst kam es etwa immer wieder zu Sch\u00e4den an Unterseekabeln. Dar\u00fcber hinaus ist mehr Kooperation mit Blick auf Sicherheit im Weltall geplant und es sollen k\u00fcnftig mehr Daten \u00fcber irregul\u00e4re Migration ausgetauscht werden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250519-930-562497\/3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcnf Jahre nach dem Brexit n\u00e4hern sich Gro\u00dfbritannien und die EU wieder an. 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