{"id":190020,"date":"2025-06-14T15:46:10","date_gmt":"2025-06-14T15:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/190020\/"},"modified":"2025-06-14T15:46:10","modified_gmt":"2025-06-14T15:46:10","slug":"essen-und-gehirn-warum-das-handy-beim-essen-dick-machen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/190020\/","title":{"rendered":"Essen und Gehirn: Warum das Handy beim Essen dick machen kann"},"content":{"rendered":"<p>Handy-Scrollen beim Essen schafft unvollst\u00e4ndige Essenserinnerungen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Ged\u00e4chtnisbildung kann auch von au\u00dfen beeinflusst werden. Die Forschenden glauben, dass abgelenktes Essen, wie zum Beispiel das gedankenlose Naschen beim Fernsehen oder Scrollen auf dem Handy, die Erinnerungen an Mahlzeiten beeintr\u00e4chtigt und zu \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Konsum beitragen kann.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nWenn die Aufmerksamkeit einer Person auf etwas anderes gerichtet ist, k\u00f6nnten laut Studienautorin Lea Decarie-Spain entscheidende Kodierungsmomente beeintr\u00e4chtigt sein und Essens-Erfahrungen nicht richtig katalogisiert werden. Das f\u00fchrt zu schwachen oder unvollst\u00e4ndigen Essensengrammen im Gehirn. Und das kann wiederum dazu f\u00fchren, dass wir mehr essen, als wir sollten.\n<\/p>\n<p>Ger\u00fcche k\u00f6nnen M\u00e4use satt machen<\/p>\n<p class=\"text\">\nHungergef\u00fchl und Appetit sind komplexe Sinneserfahrungen, die durch viele Komponenten beeinflusst werden. Das Gleiche gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nWeil die Nervenzellen direkt mit dem Riechkolben verbunden sind, l\u00e4uft dieser Mechanismus innerhalb weniger Sekunden ab. Begannen die M\u00e4use anschlie\u00dfend zu fressen, wurden die Nervenzellen gehemmt. M\u00e4use, deren Nervenzellen kurz vor dem Fressen aktiviert waren, fra\u00dfen insgesamt weniger. Bei fettleibigen M\u00e4usen wurden dieselben Nervenzellen nicht aktiviert, wenn sie Futter riechen konnten. Diese Tiere f\u00fchlten sich nicht satter und fra\u00dfen nicht weniger.\n<\/p>\n<p>Gleiche Nervenzellen-Gruppe beim Menschen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas menschliche Gehirn enth\u00e4lt dieselbe Gruppe von Nervenzellen. Ob diese allerdings auch auf Lebensmittelger\u00fcche reagieren, ist bisher nicht bekannt.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nStudien anderer Forschungsgruppen haben gezeigt, dass das Riechen bestimmter Ger\u00fcche vor Mahlzeiten den Appetit von Menschen verringern kann. Das w\u00fcrde vielleicht auch erkl\u00e4ren, warum manche Menschen nach dem Kochen eines leckeren Abendessens \u00fcberhaupt keinen Appetit mehr haben, wenn sie permanent Essensd\u00fcften ausgesetzt waren. Andere Studien wiederum haben gezeigt, dass \u00fcbergewichtige Personen in derselben Situation deutlich mehr essen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n\u00c4hnlich wie die Forschenden der University of Southern California weist auch die Max-Planck-Forschungsgruppe darauf hin, dass der Geruchssinn bei der Steuerung des Essverhaltens eine wichtige Rolle spielen kann und deshalb im Kampf gegen Essst\u00f6rungen und Adipositas ber\u00fccksichtigt werden sollte.\n<\/p>\n<p>Nahrung als Belohnung<\/p>\n<p class=\"text\">\nNahrung ist nicht nur ein notwendiges Mittel, um Energie zur Verf\u00fcgung zu stellen. Sie ist weit mehr als das. Sie kann eine sinnliche Erfahrung sein und in unserem Gehirn wie eine Belohnung funktionieren. Und diese Belohnungen mag das Gehirn sehr gern \u2013 es lechzt f\u00f6rmlich danach. Grund genug, dass das Gehirn alles daf\u00fcr tut, um m\u00f6glichst einfach an die Belohnungen zu kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Handy-Scrollen beim Essen schafft unvollst\u00e4ndige Essenserinnerungen Die Ged\u00e4chtnisbildung kann auch von au\u00dfen beeinflusst werden. Die Forschenden glauben, dass&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":190021,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1834],"tags":[26851,20468,3364,1051,29,3688,63029,29732,1050,30,6759,29113,63028,33494,1209],"class_list":{"0":"post-190020","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-essen","8":"tag-geruch","9":"tag-adipositas","10":"tag-de","11":"tag-demenz","12":"tag-deutschland","13":"tag-essen","14":"tag-essverhalten","15":"tag-gedaechtnis","16":"tag-gehirn","17":"tag-germany","18":"tag-mdr-wissen","19":"tag-nahrung","20":"tag-nervenzellen","21":"tag-neuronen","22":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114682500532887988","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/190020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=190020"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/190020\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/190021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=190020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=190020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=190020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}