{"id":190083,"date":"2025-06-14T16:19:12","date_gmt":"2025-06-14T16:19:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/190083\/"},"modified":"2025-06-14T16:19:12","modified_gmt":"2025-06-14T16:19:12","slug":"ezb-experten-warnen-wie-die-gold-rally-die-finanzstabilitaet-gefaehrden-koennte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/190083\/","title":{"rendered":"EZB-Experten warnen: Wie die Gold-Rally die Finanzstabilit\u00e4t gef\u00e4hrden k\u00f6nnte"},"content":{"rendered":"<p>                    EZB-Experten warnen<br \/>\n                Wie die Gold-Rally die Finanzstabilit\u00e4t gef\u00e4hrden k\u00f6nnte<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Max Borowski<br \/>\n\t\t\t\t              14.06.2025, 15:17 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Der Goldmarkt ist zwar kleiner als der Aktien- oder Anleihemarkt. Im Zuge des Booms der vergangenen Jahre haben sich aber Risiken angesammelt. Die seien eine Gefahr f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t im Euroraum insgesamt, hei\u00dft es in einer Analyse der EZB.   <\/strong><\/p>\n<p>Die Rally am Goldmarkt hat historische Ausma\u00dfe angenommen. Seit rund eineinhalb Jahren klettert das Edelmetall von einem Rekordhoch zum n\u00e4chsten. Innerhalb der vergangenen f\u00fcnf Jahren hat sich der Preis f\u00fcr eine Feinunze etwa verdoppelt. Aus Sicht der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) ist das nachvollziehbar. In unsicheren Zeiten nutzten Anleger Gold als sicheren Hafen f\u00fcr ihr Geld, auch Notenbanken kauften Gold f\u00fcr ihre Reserven, hei\u00dft es in einer Analyse von EZB-\u00d6konomen. Doch die Experten warnen: Die j\u00fcngste Entwicklung des Goldmarktes k\u00f6nnte die Finanzstabilit\u00e4t bedrohen. <\/p>\n<p>   <a title=\"Gold Spot USD\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/boersenkurse\/devisen\/gold usd-2323869\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1749917952_649_chartNG.gfn\" alt=\"Gold, Feinunze\" class=\"lazyload\"\/>   <strong>Gold, Feinunze<\/strong>  3.432,55  <\/a>  <\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten, so hei\u00dft es in der Analyse, die im Rahmen des Finanzstabilit\u00e4tsberichts der EZB ver\u00f6ffentlicht wurde, sei das Volumen von Gold-Derivaten im Euro-Raum auf eine Billion Euro gestiegen. Unter Derivaten werden alle m\u00f6glichen Finanzpapiere verstanden, die sich auf handelbare Werte beziehen. <\/p>\n<p>Im Fall des Goldes stellen die EZB-Experten aktuell eine &#8222;bemerkenswerte Pr\u00e4ferenz f\u00fcr physisch abzuwickelnde Gold-Futures-Kontrakte&#8220; fest. Das hei\u00dft, Marktteilnehmer spekulieren auf den k\u00fcnftigen Goldpreis und verpflichten sich dabei, die entsprechende Menge Gold am vereinbarten Ort und Zeitpunkt bereitzustellen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil viele Terminkontrakte an den B\u00f6rsen reine Finanzwetten sind, bei denen nur Geld, aber kein physisches Gut bewegt wird. Zudem sind laut EZB-Analyse viele dieser Goldwetten gehebelt. Das bedeutet, sie sind schuldenfinanziert. Das erm\u00f6glicht den Investoren, mit relativ wenig Einsatz von Eigenkapital gro\u00dfe Gewinne zu erzielen &#8211; bei ebenfalls gro\u00dfem Verlustrisiko. <\/p>\n<p>Zudem beobachten die Experten, dass ein Gro\u00dfteil dieser Goldderivate nicht an B\u00f6rsen gehandelt wird, sondern &#8222;over the counter&#8220; (OTC), also meist direkt zwischen den beteiligten Finanzinstituten. Daher sind das genau Ausma\u00df und die sich daraus ergebenen Risiko f\u00fcr die EZB als Bankenaufsicht nicht transparent. <\/p>\n<p>Gefahr eines &#8222;Squeeze out&#8220;<\/p>\n<p>Aus diesen Besonderheiten des Gold-Booms ergeben sich der Analyse zufolge mehrere Gefahren, die im Fall von &#8222;extremen Ereignissen&#8220; die nicht nur beteiligten Institutionen, sondern den Finanzsektor insgesamt gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. So k\u00f6nnte es zu Engp\u00e4ssen bei den physischen Lieferkapazit\u00e4ten kommen. Aufgrund der Intransparenz der OTC-Gesch\u00e4fte ist nicht klar, wann welche Verk\u00e4ufer an welchen Orten wie viel Gold brauchen. Bei Abschluss der Termin-Kontrakte besitzen die Verk\u00e4ufer das Gold in der Regel nicht, sondern spekulieren darauf, dass sie es sp\u00e4ter g\u00fcnstig kaufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Zudem wird ein Gro\u00dfteil der Terminkontrakte nicht dort abgewickelt, wo das Gold lagert. Teilweise muss es \u00fcber den Atlantik von London nach New York geflogen werden. Einem Bericht des &#8222;Handelsblatts&#8220; zufolge, kam es dabei in den vergangenen Monaten schon zu kurzzeitigen Engp\u00e4ssen. Solche Engp\u00e4sse k\u00f6nnen zu einem &#8222;Squeeze out&#8220; f\u00fchren, warnen die EZB-Experten. Das ist ein extremer Preisanstieg in k\u00fcrzester Zeit, der eintritt, wenn Verk\u00e4ufer sich etwa bei Terminkontrakten verpflichten, haben zu einem bestimmten Zeitpunkt zu liefern, das zu liefernde Gold am entsprechenden Ort aber gar nicht in ausreichender Menge vorhanden ist. <\/p>\n<p>Bei einem solchen &#8222;Squeeze out&#8220; drohen den beteiligten Finanzinstitutionen, oft Investmentbanken, unvorhersehbare Verluste. Wenn der entsprechende Terminkontrakt gehebelt ist, kommt zudem das Risiko von Sicherheitsnachforderungen der geldgebenden Banken hinzu. Als dies k\u00f6nnte, wie es in dem EZB-Papier hei\u00dft &#8222;zu Liquidit\u00e4tsengp\u00e4ssen bei Marktteilnehmern f\u00fchren und den Schock potenziell auf das breitere Finanzsystem \u00fcbertragen&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"EZB-Experten warnen Wie die Gold-Rally die Finanzstabilit\u00e4t gef\u00e4hrden k\u00f6nnte Von Max Borowski 14.06.2025, 15:17 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":190084,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[304,175,170,169,63040,29,875,30,668,3550,171,174,63041,173,172,55],"class_list":{"0":"post-190083","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-banken","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-derivate-handel","13":"tag-deutschland","14":"tag-ezb","15":"tag-germany","16":"tag-gold","17":"tag-goldpreis","18":"tag-markets","19":"tag-maerkte","20":"tag-termingeschaefte","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte","23":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114682630309608739","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/190083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=190083"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/190083\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/190084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=190083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=190083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=190083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}