{"id":190668,"date":"2025-06-14T21:58:11","date_gmt":"2025-06-14T21:58:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/190668\/"},"modified":"2025-06-14T21:58:11","modified_gmt":"2025-06-14T21:58:11","slug":"mainz-erhaelt-wieder-rote-karte-im-bundesweiten-hitze-ranking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/190668\/","title":{"rendered":"Mainz erh\u00e4lt wieder Rote Karte im bundesweiten Hitze-Ranking"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als zw\u00f6lf Millionen Menschen in Deutschland sind an ihrem direkten Wohnort extremer Hitzebelastung ausgesetzt \u2013 auch in Mainz. Das geht aus dem aktuellen \u201eHitze-Check\u201c der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor, der am Donnerstag (12. Juni) ver\u00f6ffentlicht wurde und bei dem die Landeshauptstadt bundesweit auf Platz 8 landet, in Rheinland-Pfalz sogar auf Platz 3. Damit hat es Mainz wieder in die Top 10 der hitzebelasteten St\u00e4dte Deutschlands geschafft.<\/p>\n<p>F\u00fcr den \u201eHitze-Check 2.0\u201c wurde f\u00fcr alle 190 St\u00e4dte in Deutschland mit \u00fcber 50.000 Einwohnern ein sogenannter \u201eHitzebetroffenheitsindex\u201c (HBI) ermittelt. Dieser soll zeigen, wo die Menschen wie stark von Hitze betroffen sind. Dazu werden zu gleichen Teilen einbezogen: die durchschnittliche Oberfl\u00e4chentemperatur in den Sommermonaten Juni bis August, die Versiegelung von Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4chen, die Dichte an Gr\u00fcnfl\u00e4chen sowie die Bev\u00f6lkerungsdichte. <\/p>\n<p>So hei\u00df ist es in Mainz<\/p>\n<p>F\u00fcr Mainz ist demnach in den Sommermonaten die Oberfl\u00e4che im Durchschnitt rund 37 Grad hei\u00df. Rund 52 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4chen sind laut der Studie versiegelt, also mit undurchl\u00e4ssigen Materialien bedeckt, sodass etwa kein Regenwasser versickern kann. Das durchschnittliche Gr\u00fcnvolumen in Mainz entspricht pro Quadratmeter rund 2 Kubikmeter. Zum Vergleich: Wiesen erreichen laut der DUH bis zu einem Kubikmeter Gr\u00fcn pro Quadratmeter, bei W\u00e4ldern ist es in der Regel achtmal so viel. Stadtnahe W\u00e4lder und Gr\u00fcnfl\u00e4chen werden in das Gr\u00fcnvolumen nur mit einbezogen, wenn diese weniger als einen Kilometer von bewohnten Gebieten entfernt liegen.<\/p>\n<p>Au\u00dfer Mainz haben im Hitze-Check 2.0 bundesweit 30 weitere St\u00e4dte die Rote Karte erhalten. Diese Kommunen sollen besonders stark von Hitze betroffen sein und sich durch \u201ehohe Temperaturen, enorme Versiegelung und zu wenig k\u00fchlendes Gr\u00fcn\u201c auszeichnen, wie die DUH schreibt. Ihre HBI-Werte sind die h\u00f6chsten der Studie und liegen alle signifikant \u00fcber dem Mittelwert. <\/p>\n<p>\u201eBesonders von Hitze betroffen sind St\u00e4dte im S\u00fcden Deutschlands\u201c, schreibt die DUH. Dabei liegen die drei St\u00e4dte mit dem h\u00f6chsten HBI-Wert allesamt im Rhein-Neckar-Gebiet: Mannheim auf Platz 1, gefolgt von Ludwigshafen und Worms auf Platz 2 und 3. In den obersten zehn der von Hitze betroffenen St\u00e4dte sind auch f\u00fcnf Kommunen aus dem Rhein-Main-Gebiet zu finden, darunter Frankfurt und Mainz. In Mainz sollen dabei rund 68 Prozent der Menschen in stark hitzebelasteten Gebieten leben.<\/p>\n<p>Mainz wieder unter den Top 10<\/p>\n<p>Mainz teilt sich die Top-10-Liste wieder mit Ludwigshafen, Worms und Mannheim, die schon im Hitze-Check 2024 deutschlandweit zu den St\u00e4dten mit der st\u00e4rksten Hitzebelastung gez\u00e4hlt wurden. Die Landeshauptstadt fand sich im vergangenen Jahr auf Platz 5 des Rankings (<a href=\"https:\/\/merkurist.de\/mainz\/duh-ranking-hitze-check-deutscher-staedte-mainz-bekommt-rote-karte_DOBU\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wir berichteten<\/a>). 2024 wurde die Belastung allerdings nur anhand der Versiegelung und des Gr\u00fcnvolumens bewertet.<\/p>\n<p>Den Hitze-Check will die DUH als Alarmsignal und \u201eWeckruf\u201c f\u00fcr die Kommunal-, Landes- und Bundespolitik verstanden wissen. \u201eAb sofort muss die Begr\u00fcnung von St\u00e4dten und der Erhalt von B\u00e4umen genauso priorisiert werden wie Wohnungsbau und die jeder anderen Infrastruktur\u201c, sagt Barbara Metz, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der DUH. <\/p>\n<p>Die Studie w\u00fcrde aufzeigen, wo am dringlichsten Gr\u00fcnfl\u00e4chen geschaffen werden m\u00fcssten. \u201eVon den 34 Millionen Menschen in den untersuchten St\u00e4dten sind 32 Millionen von mittleren und extremen Hitzebelastungen betroffen. Rund 3000 Menschen sterben hierzulande jedes Jahr an den Folgen extremer Hitze\u201c, so Metz. Europa sei zudem der Kontinent, der sich am schnellsten erw\u00e4rme. St\u00e4dte in Deutschland w\u00fcrden sich immer weiter aufheizen, was Investitionen in mehr Gr\u00fcnfl\u00e4chen und in Begr\u00fcnung noch n\u00f6tiger mache, so die DUH.<\/p>\n<p>Hintergrund<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ermittlung der Werte wurden nur bewohnte Fl\u00e4chen betrachtet, die daf\u00fcr in Rasterzellen von 100 mal 100 Meter unterteilt wurden. F\u00fcr jede bewohnte Rasterzelle wurden die vier Indikatoren einzeln ermittelt. Dabei gilt: Je h\u00f6her der HBI-Wert an einem Ort ist, desto h\u00f6her sei dort die Hitzebelastung. Wenn sie h\u00f6her ist als der durchschnittliche HBI-Mittelwert, gilt das Gebiet als stark hitzebelastet. Wenn sie im Durchschnitt liegt, ist die Belastung \u201emittel\u201c. Dadurch konnte die Hitzebelastung laut der DUH dieses Mal einwohnerbezogen ermittelt werden. <\/p>\n<p>St\u00e4dte in Norddeutschland wie Kiel, Wilhelmshaven oder Flensburg sind dagegen auch 2025 eher im gr\u00fcnen Bereich. 131 der 190 Kommunen liegen im HBI-Durchschnitt.<\/p>\n<p>N\u00e4heres zum Hitze-Check erfahrt ihr <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/zweiter-hitze-check-der-deutschen-umwelthilfe-mehr-als-12-millionen-menschen-in-deutschen-staedten-v\/\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr als zw\u00f6lf Millionen Menschen in Deutschland sind an ihrem direkten Wohnort extremer Hitzebelastung ausgesetzt \u2013 auch in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":190669,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-190668","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114683963521084825","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/190668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=190668"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/190668\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/190669"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=190668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=190668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=190668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}