{"id":191618,"date":"2025-06-15T07:25:10","date_gmt":"2025-06-15T07:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/191618\/"},"modified":"2025-06-15T07:25:10","modified_gmt":"2025-06-15T07:25:10","slug":"wie-der-journalist-peter-scholl-latour-einst-dem-bnd-half","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/191618\/","title":{"rendered":"Wie der Journalist Peter Scholl-Latour einst dem BND half"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>exklusiv<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 15.06.2025 08:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour war eine &#8222;Gelegenheitsquelle&#8220; des Bundesnachrichtendienstes (BND). Das zeigen Akten des Geheimdienstes, die der WDR erstmals auswerten konnte.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/flade-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Florian Flade, WDR\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/flade-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEr galt als einer der letzten &#8222;Welterkl\u00e4rer&#8220;, der im August 2014 verstorbene Journalist, Publizist und Nahost-Experte Peter Scholl-Latour. Fast alle L\u00e4nder der Welt hatte er bereist. Er berichtete aus Kriegs- und Krisengebieten, schrieb zahlreiche B\u00fccher, darunter den Bestseller &#8222;Der Tod im Reisfeld&#8220; \u00fcber den Vietnamkrieg, eines der erfolgreichsten Sachb\u00fccher in Deutschland.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nScholl-Latour konnte eine beachtliche journalistische Karriere vorweisen: Er war Korrespondent in Afrika, baute f\u00fcr die ARD das Studio in Paris auf, war Fernsehdirektor des WDR, arbeitete sp\u00e4ter f\u00fcr das ZDF, wurde Chefredakteur und Herausgeber des Magazins Stern. Bis ins hohe Alter war er ein gefragter Interviewpartner und Gast in Talkshows.<\/p>\n<p>    Im Auftrag des BND?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNun zeigen WDR-Recherchen: Der Bundesnachrichtendienst (BND) f\u00fchrte ihn offenbar jahrelang auch als sogenannte Gelegenheitsquelle. Das geht aus historischen Akten des deutschen Auslandsnachrichtendienstes vor, die dem WDR vorliegen und erstmals ausgewertet werden konnten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine BND-Sprecherin des BND erkl\u00e4rte, Scholl-Latour sei nie als &#8222;regul\u00e4re Quelle&#8220; des Dienstes angeworben worden, habe keinen &#8222;stetigen Auftrag zur Infomationsbeschaffung&#8220; erhalten und sei auch nicht bezahlt worden. Der Begriff NDV (Nachrichtendienstliche Verbindung) sei f\u00fcr Scholl-Latour in den Akten nur &#8222;f\u00e4lschlicherweise&#8220; verwendet worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTats\u00e4chlich aber geht aus den BND-Akten hervor, dass der Geheimdienst den Journalisten sehr wohl als einen Zutr\u00e4ger nutzte, von dem Informationen abgesch\u00f6pft wurden und der auch Auftr\u00e4ge erledigt haben soll. An mehreren Stellen \u00fcber verschiedene Jahre wird dies immer wieder durch Begriffe wie &#8222;Gelegenheitsquelle&#8220; oder &#8222;gef\u00fchrt&#8220; deutlich. Zudem werden mehrere Auftr\u00e4ge beschrieben.<\/p>\n<p>    Berichte, Bilder, Treffen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nScholl-Latour, so ist in den rund 70 Seiten aus dem BND-Archiv ersichtlich, soll dem Dienst in den 1980er-Jahren immer wieder \u00fcber seine Reisen und Gespr\u00e4chspartner berichtet haben. Au\u00dferdem soll er dem BND Film- und Fotomaterial aus Kriegsgebieten zug\u00e4nglich gemacht haben, noch bevor dieses ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch von Auftr\u00e4gen f\u00fcr den BND ist in den historischen Unterlagen die Rede: So hei\u00dft es etwa, Scholl-Latour solle im Libanon eine Quelle des BND treffen. An anderer Stelle ist vermerkt, dass Scholl-Latour behilflich sein wolle, eine Person aus der DDR, die beim Internationalen Roten Kreuz in Afrika t\u00e4tig sei, zu identifizieren.<\/p>\n<p>    Fr\u00fches Interesse<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie besagten Akten hat der BND auf Antrag des WDR freigegeben, sie enthalten an mehreren Stellen umfangreiche Schw\u00e4rzungen, unter anderem in den &#8222;Kontakt-Treffberichten&#8220; &#8211; so werden die Vermerke genannt, die im Dienst nach den Treffen mit Peter Scholl-Latour angefertigt worden waren. Der BND verweigerte zudem die Herausgabe von rund 25 Seiten aus dem Archiv, begr\u00fcndet damit, dass die Dokumente noch Schutzfristen unterl\u00e4gen, oder dass der &#8222;nachrichtendienstliche Methodenschutz&#8220; oder das &#8222;Wohl der Bundesrepublik Deutschland&#8220; durch eine Freigabe gef\u00e4hrdet seien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen historischen BND-Akten zufolge interessierte sich der Geheimdienst schon Anfang der 1960er-Jahre f\u00fcr Peter Scholl-Latour, der damals als Korrespondent der Saarbr\u00fccker Zeitung in Leopoldville, in der heutigen Demokratischen Republik Kongo, t\u00e4tig war. Viel wusste der BND zu diesem Zeitpunkt \u00fcber Scholl-Latour offenbar nicht: In den Akten hei\u00dft es, das Geburtsdatum sei &#8222;etwa 1925&#8220;, der Journalist sei &#8222;ca. 170cm gross, br\u00fcnett&#8220;, vermerkt wurde auch ein angeblich &#8222;j\u00fcdisches Aussehen&#8220;, er sei &#8222;geb\u00fcrtiger Saarl\u00e4nder\u201c und solle f\u00fcr Frankreich im Untergrund gek\u00e4mpft haben.<\/p>\n<p>    Mit franz\u00f6sischem Pass<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nScholl-Latour wurde im M\u00e4rz 1924 in Bochum geboren, seine Eltern stammten aus dem damaligen Elsa\u00df-Lothringen. Zun\u00e4chst besuchte er ein Internat in Fribourg in der Schweiz, dann ein Gymnasium in Kassel. Scholl-Latours Mutter war J\u00fcdin, er selbst versuchte noch 1944 \u00fcber den Balkan aus Deutschland zu fliehen, wurde allerdings gefasst und kam in Gestapo-Haft. Nach dem Krieg schloss sich Scholl-Latour dem franz\u00f6sischen Milit\u00e4r an und diente in Indochina.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim BND herrschte anfangs noch einige Zur\u00fcckhaltung im Bezug auf den Journalisten, denn es gab wohl das Ger\u00fccht, dass Scholl-Latour, der neben der deutschen auch die franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrgerschaft besa\u00df, m\u00f6glicherweise f\u00fcr den franz\u00f6sischen Geheimdienst arbeitete. Der BND versuchte herauszufinden, woher dieses Ger\u00fccht stammte.<\/p>\n<p>    Anwerbepl\u00e4ne<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm April 1962, so geht es weiter aus den BND-Dokumenten hervor, hatte der Geheimdienst dann wohl entschieden, den Journalisten anzuwerben. Peter Scholl-Latour werde, so hei\u00dft es &#8222;im April zu einem Urlaub in die BRD kommen und soll evtl. dann geworben werden&#8220;. Soweit kam es dann aber wohl zun\u00e4chst nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie das Verh\u00e4ltnis des BND zu Peter Scholl-Latour in den Folgejahren war, dar\u00fcber liefern die Akten keine Aufschl\u00fcsse. Es wurden keine historischen Dokumente aus den 1970er-Jahren herausgegeben. Es gibt allerdings Hinweise, wonach der BND ab dem Jahr 1980 Informationen von Scholl-Latour erhalten hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einem Vermerk vom 04. M\u00e4rz 1980 wird eine anstehende Reise Scholl-Latours nach Kambodscha und ein geplantes Interview mit damaligen Staatspr\u00e4sidenten Khieu Samphan erw\u00e4hnt. F\u00fcr Scholl-Latour wird in den BND-Unterlagen zun\u00e4chst der Deckname &#8222;Frank&#8220; verwendet, da dieser allerdings schon vergeben sei, so hei\u00dft es, solle stattdessen &#8222;Pedro&#8220; genutzt werden, um Verwechslungen auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>    Sallinger und Tebs<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan im Dezember 1979 reiste Peter Scholl-Latour mit einem ZDF-Fernsehteam \u00fcber das benachbarte Pakistan in das Kriegsgebiet ein. Diese Reise, bei der Scholl-Latour mit den afghanischen Mudschaheddin unterwegs war, sorgte offenbar daf\u00fcr, dass der BND seinen Kontakt zu ihm intensivierte. Scholl-Latour bekam nun den neuen Decknamen &#8222;Scholar&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die Verbindung kam nach einer Afghanistan-Reise SCHOLARS im Sommer 1981 zustande&#8220;, so steht es in den BND-Akten. &#8222;Seither wird SCHOLAR (\u2026) als Gelegenheitsquelle genutzt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Kontaktpersonen Scholl-Latours beim BND waren zwei Mitarbeiter mit den fiktiven Arbeitsnamen &#8222;Sallinger und Tebs&#8220;. Dabei handelte es sich um den damaligen Sachgebietsleiter und den F\u00fchrungsstellenleiter des Dienstes f\u00fcr die Region Naher und Mittlerer Osten, zust\u00e4ndig unter anderem f\u00fcr Operationen in Afghanistan. Beide M\u00e4nner sind mittlerweile verstorben. &#8222;Sallinger&#8220; war laut Akten der Verbindungsf\u00fchrer von Scholl-Latour. Mehrfach traf er den Journalisten, unter anderem in dessen Wohnung in Rh\u00f6ndorf, s\u00fcdlich von Bonn.<\/p>\n<p>    Treffen mit BND-Pr\u00e4sidenten gew\u00fcnscht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach der Afghanistan-Reise soll Scholl-Latour dem BND angeboten haben, die geplante Dokumentation vorab zu zeigen. Das zumindest geht aus einem Vermerk des BND-Mannes &#8222;Sallinger&#8220; aus dem Juli 1981 hervor: &#8222;Dr. SCHOLL-L. sagte eine Vorf\u00fchrung vor dem f\u00fcr September 1981 geplanten Sendetermin zu. Er bat ferner darum, diesen Kontakt zu ihm fortzusetzen. Au\u00dferdem \u00e4u\u00dferte Dr. SCHOLL-L. den Wunsch, den Pr\u00e4sidenten des BND (\u2026) zu treffen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAn anderer Stelle hei\u00dft es in den Unterlagen im Bezug zur Afghanistan-Doku des ZDF, Scholl-Latour habe bei einem Gespr\u00e4ch erneut betont, dass er &#8222;einem unserer Vertreter gestatte, bei der ersten Visionage anwesend zu sein (\u2026) Dazu sei erforderlich, da\u00df unser Mann entweder ins Studio BONN oder PARIS kommt. WIESBADEN scheide aus, da es dort zuviele &#8218;Neugierige&#8216; g\u00e4be. (\u2026) Weiterhin sagte Dr. Sch.-L. zu, da\u00df er bereit w\u00e4re, Kopien des Filmmaterials zur Verf\u00fcgung zu stellen, die Kosten m\u00fc\u00dften allerdings von uns getragen werden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach seiner Afghanistan-Reise soll Scholl-Latour gegen\u00fcber dem BND auch einen niederl\u00e4ndischen Dokumentarfilmer und Fotojournalisten erw\u00e4hnt haben, der vor Ort mit einer islamistischen Rebellengruppe unterwegs gewesen sein soll. In Pullach kannte man den besagten Niederl\u00e4nder bereits. &#8222;Wir warnen dringend vor jeglicher Kontaktaufnahme&#8220;, notierte BND-Mitarbeiter &#8222;Sallinger&#8220; intern. &#8222;Wir haben ihn 1980 wegen Nachrichtenschwindels und versuchten Betruges abgeschaltet. Ich halte ihn f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Spinner der Region.&#8220;<\/p>\n<p>    Gefallen f\u00fcr den BND<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben Informationen zu seinen Reisen und sogenannten &#8222;Personenhinweisen&#8220; soll Scholl-Latour dem BND auch schon mal\u00a0einen Gefallen getan haben: So hei\u00dft es in den Akten beispielsweise, dass er in den 1980er-Jahren darauf vorbereitet worden sei, bei einer anstehenden Reise nach Beirut eine Quelle des BND zu treffen, die der Dienst damals offenbar aufgrund der B\u00fcrgerkriegssituation nicht treffen konnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Juli 1986 bekam Peter Scholl-Latour, damals Herausgeber des Stern, wohl in seinem Hamburger B\u00fcro Besuch von einem BND-Mitarbeiter aus dem Bereich der DDR-Aufkl\u00e4rung. Anschlie\u00dfend fertigte der Geheimdienstler einen Vermerk an. Darin hei\u00dft es, Scholl-Latour sei weiter im Vorstand es Deutschen Roten Kreuzes (DRK) t\u00e4tig und sei dar\u00fcber informiert worden, dass der DDR angeboten worden sei, eine wichtige Position f\u00fcr das Internationale Rote Kreuz (ICRC) in Ostafrika zu besetzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Er wird sich \u00fcber seine Verbindungen (\u2026) bem\u00fchen festzustellen, ob das RK der DDR den Posten besetzte und wer dort t\u00e4tig ist&#8220;, notierte der BND-Mitarbeiter im Nachgang. &#8222;Er rechnet damit, da\u00df er den Auftrag in sechs bis acht Wochen erf\u00fcllt hat, da er die Ermittlungen pers\u00f6nlich f\u00fchren will und dazu nach GENF reisen mu\u00df.&#8220;<\/p>\n<p>    Pressekodex: Informantenschutz wahren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Witwe von Peter Scholl-Latour wollte sich auf Anfrage nicht \u00e4u\u00dfern. Eine Sprecherin des ZDF erkl\u00e4rte auf Anfrage: .&#8220;Das ZDF hat keine Kenntnis \u00fcber die von Ihnen geschilderten angeblichen Vorg\u00e4nge aus den 80er-Jahren.&#8220; Der Sender orientiere sich in seiner Arbeit an den eigenen publizistischen Leitlinien sowie am Pressekodex des Deutschen Presserats und wahre den Informanten- und Quellenschutz. &#8222;Daher wird auch gegen\u00fcber Ermittlungsbeh\u00f6rden und Nachrichtendiensten grunds\u00e4tzlich keine Auskunft zu den im Rahmen einer Recherche\/einer Berichterstattung erlangten Informationen erteilt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach dem Pressekodex des Deutschen Presserates sind &#8222;nachrichtendienstliche T\u00e4tigkeiten von Journalisten und Verlegern mit den Pflichten aus dem Berufsgeheimnis und dem Ansehen der Presse nicht vereinbar&#8220;.<\/p>\n<p>    Autoren jahrelang \u00fcberwacht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass der BND Journalisten auch als Quellen und Zutr\u00e4ger eingesetzt und oftmals auch bezahlt hat, ist seit Jahren bekannt. Insbesondere im Kalten Krieg wurden solche &#8222;Pressesonderverbindungen&#8220; gef\u00fchrt. Anfang der 2000er-Jahre wurde dann bekannt, dass der BND sogar jahrelang Journalisten und Buchautoren in Deutschland \u00fcberwacht hatte, um deren Quellen ausfindig zu machen. Dies hatte eine parlamentarische Untersuchung zur Folge.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer ehemalige Bundesrichter Gerhard\u00a0Sch\u00e4fer \u00fcberpr\u00fcfte die Vorw\u00fcrfe gegen den Geheimdienst und legte im Fr\u00fchjahr 2006 schlie\u00dflich einen mehr als 170 Seiten umfassenden Bericht vor, in dem dargelegt wurde, dass im BND teilweise entgegen geltender Dienstvorschriften journalistische Quellen gef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Sprecherin des BND teilte auf Nachfrage mit, im Nachgang des sogenannten &#8222;Sch\u00e4fer-Berichts&#8220; seien innerhalb der Beh\u00f6rde &#8222;die Vorgaben der nachrichtendienstlichen Nutzung von Journalisten&#8220; geregelt worden. &#8222;Diese Vorgaben regeln, unter welchen Voraussetzungen der BND mit Journalisten zusammenarbeiten darf und welche Stelle im BND \u00fcber die Zusammenarbeit mit Journalistinnen entscheidet.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehr zum Thema sehen Sie heute in der Sendung ttt um 23.05 Uhr im Ersten und in der ARD-Mediathek. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"exklusiv Stand: 15.06.2025 08:00 Uhr Der Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour war eine &#8222;Gelegenheitsquelle&#8220; des Bundesnachrichtendienstes (BND). 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