{"id":192137,"date":"2025-06-15T12:27:22","date_gmt":"2025-06-15T12:27:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/192137\/"},"modified":"2025-06-15T12:27:22","modified_gmt":"2025-06-15T12:27:22","slug":"ausstellungen-in-muenchen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/192137\/","title":{"rendered":"Ausstellungen in M\u00fcnchen &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Um es mal mit Goethes \u201eFaust\u201c zu sagen: \u201eZwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.\u201c N\u00e4mlich dann, wenn es um Fortbewegung geht. Einerseits versuche ich, im Sinne des Umweltschutzes jede \u00fcberfl\u00fcssige motorisierte Fortbewegung zu vermeiden, gehe zu Fu\u00df oder steige aufs Rad. Andererseits kenne ich das unbeschreiblich sch\u00f6ne Gef\u00fchl, bei herrlichem Wetter mit offenem Cabrio eine K\u00fcstenstra\u00dfe entlangzubrausen. Muss ja nicht unbedingt die Amalfik\u00fcste sein, auch wenn diese zum heutigen Thema passen w\u00fcrde. Das mit dem K\u00fcstenstra\u00dfenentlangbrausen erledigt sich jedoch mangels Cabrio von selbst. Gut f\u00fcr die Umwelt und eine meiner Seelen \u2013 auch wenn die andere dabei leidet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Eine M\u00f6glichkeit, derartige Sehns\u00fcchte wenigstens bedingt zu stillen, ist der blo\u00dfe Anblick sch\u00f6ner Fahrzeuge. Und da bietet sich ein Besuch der neuen Sonderausstellung <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-bmw-museum-ausstellung-belle-macchine-li.3265763\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>\u201eBelle Macchine\u201c im BMW-Museum M\u00fcnchen<\/strong><\/a> an. Dort geht es nicht um die PS unter der Haube, sondern um die Haube selbst, mehr noch die ganze Karosse, kurzum ums Design. Und zwar um italienisches Automobildesign. Was dann zu den Amalfi-Assoziationen doch hervorragend passt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\u201eWhat I want\u201c: Das Art Car #15 von Jenny Holzer war ein Statement der weiblichen Selbstbehauptung.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/b54e6421-8a2f-4ff6-b90b-145ca6836dfd.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>\u201eWhat I want\u201c: Das Art Car #15 von Jenny Holzer war ein Statement der weiblichen Selbstbehauptung. (Foto: Enes Kucevic \/ BMW)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u201eIch fand es gut, dass eine Frau teilhaben kann, ohne in einem Bikini herumzustehen.\u201c Das sagte die amerikanische, f\u00fcr ihre Schriftwerke bekannte Konzeptk\u00fcnstlerin\u00a0Jenny Holzer 1999 dazu, warum sie die Einladung des Autoherstellers aus M\u00fcnchen angenommen hatte, ein sogenanntes \u201eArt Car\u201c zu gestalten. Der Seitenhieb war damals ebenso aktuell, wie er es heute noch w\u00e4re. Noch immer r\u00e4keln sich leicht bekleidete Frauen f\u00fcr Fotoshootings auf Motorhauben oder stehen dekorativ um die Boliden herum.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Doch zur\u00fcck zu den Art Cars. Deren Geschichte begann 1975 mit dem Exemplar #1, dessen Bemalung Alexander Calder entworfen hatte. Tats\u00e4chlich waren die Fahrzeuge mehr Kunstwerke als Kurvensprinter. Auch wenn die ersten allesamt Rennautos waren und tats\u00e4chlich am ber\u00fchmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilnahmen.\u00a0 Selbst das ber\u00fchmteste von allen, die #4 von Andy Warhol, auf das dieser eigenh\u00e4ndig und in nur 28 Minuten sechs Kilo Farbe aufgetragen hatte, ging einmal, 1979, in Le Mans auf die Rennstrecke, bevor es ins Museum wanderte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Inzwischen ist eine ganz beachtliche Flotte entstanden. Einzelne Exemplare wurden immer mal wieder weltweit gezeigt. Zum 50. Geburtstag in diesem Jahr ganz besonders viele. Und von diesem Montag an sind die Art Cars #15 von Jenny Holzer und #20 von Julie Mehretu in der BMW Welt in M\u00fcnchen zu sehen (bis 31. August).\u00a0 Parallel dazu zeigt das BMW Museum die Exemplare mit der #7 von Michael Jagamara Nelson, #8 von Ken Done und #13 von Sandro Chia (bis 1. Januar 2026).<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Eine sehr sachte Beschleunigung und vor allem eine \u00dcbung in Achtsamkeit ist das Projekt <strong><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-pinakothek-der-moderne-rotunde-begegnungsmusik-rubert-huber-li.3254103\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bewegungsmusik von Rupert Huber in der Pinakothek der Moderne<\/a><\/strong> (bis 9. November). Huber, ein in Wien lebender Musiker, Komponist und Klangk\u00fcnstler, experimentiert dabei mit einem Synthesizer namens \u201eThe Irvine\u201c, der 2017\u00a0von Andy Cavatorta, Tom Huber und der AVL Cultural Foundation entwickelt\u00a0wurde. Die Kl\u00e4nge dieses einzigartigen Dings werden mithilfe von Galliumphosphat-Kristallen erzeugt. Gesteuert aber werden sie durch die Besucherinnen und Besucher der Pinakothek der Moderne, wenn diese sich durch die Rotunde bewegen. Also sollte man die n\u00e4chsten Monate nicht nur die Augen, sondern auch die Ohren spitzen, wenn man das Museum betritt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Iba One ist einer der popul\u00e4rsten Rapper Malis. Nat\u00fcrlich ziert sein Konterfei auch einen der Kleinbusse auf Bamakos Stra\u00dfen.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/38a4e84b-5f12-4921-944b-0d6f7f020db5.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Iba One ist einer der popul\u00e4rsten Rapper Malis. Nat\u00fcrlich ziert sein Konterfei auch einen der Kleinbusse auf Bamakos Stra\u00dfen. (Foto: Seydou Camara)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Vom Museum noch einmal zur\u00fcck auf die Stra\u00dfe: Ins quirlige und bunte Leben von Malis Hauptstadt Bamako f\u00fchrt die <a href=\"https:\/\/www.museum-fuenf-kontinente.de\/ausstellungen\/merci-maman-strassenfotografie-mali\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><strong>Ausstellung Merci Maman im Museum F\u00fcnf Kontinente<\/strong><\/a>.\u00a0Sie zeigt eine ganz besondere Art der Street Photography. Im Mittelpunkt stehen die Sotramas, Kleinbusse, die zwar privat organisiert sind, aber den gesamten \u00f6ffentlichen Transport von Mensch und nicht selten Tier organisieren. Das Besondere an diesen Sotramas: Sie alle sind aufwendig bemalt mit Bildern bekannter Musiker, Sportler, Politiker oder anderer Prominenter. Sie sind rollende Kunstausstellungen und Stra\u00dfentheater zugleich und fungieren \u00fcberdies als Barometer f\u00fcr die gesellschaftliche Stimmung vor Ort. Wer also wissen will, wor\u00fcber man sich in Mali gerade so unterh\u00e4lt, bekommt bei \u201eMerci Maman\u201c im Museum F\u00fcnf Kontinente sehr unterhaltsam Auskunft (bis 16. November).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Um es mal mit Goethes \u201eFaust\u201c zu sagen: \u201eZwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.\u201c N\u00e4mlich dann, wenn&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":192138,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[2396,772,374,29,30,2392,1268,63511,2394,149],"class_list":{"0":"post-192137","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-ausstellung-muenchen","9":"tag-bayern","10":"tag-bmw","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-kultur-in-muenchen","14":"tag-muenchen","15":"tag-museum-fuenf-kontinente","16":"tag-pinakothek-der-moderne","17":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114687380886103514","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192137","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=192137"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192137\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/192138"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=192137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=192137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=192137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}