{"id":192765,"date":"2025-06-15T18:10:16","date_gmt":"2025-06-15T18:10:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/192765\/"},"modified":"2025-06-15T18:10:16","modified_gmt":"2025-06-15T18:10:16","slug":"trumps-wirtschaftspolitik-bedroht-die-weltmaerkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/192765\/","title":{"rendered":"Trumps Wirtschaftspolitik bedroht die Weltm\u00e4rkte"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-18 leading-17\">So wird aus der Schuldenfrage auch ein politischer Machtkampf. Doch w\u00e4hrend sich <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/washington\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Washington<\/a> streitet, w\u00e4chst am Anleihenmarkt die Nervosit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Schuldenkrise der USA ist nicht nur ein fiskalisches Problem \u2013 sie wird zum Katalysator f\u00fcr eine gef\u00e4hrliche Gemengelage aus wirtschaftlichem Stillstand, wachsender Inflation und politischer Instabilit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dabei sind die offiziellen Inflationszahlen aktuell noch moderat. Im Fr\u00fchjahr lag die Teuerungsrate bei 2,3 Prozent. Doch \u00d6konomen rechnen mit einem Anstieg. Der Grund: Trumps neue Z\u00f6lle. Sie verteuern Importe, heizen die Inflation an \u2013 und treffen vor allem den Mittelstand. Laut einer <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/umfragen\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Umfrage<\/a> der Universit\u00e4t <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/michigan\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Michigan<\/a> erwarten US-Haushalte in den kommenden zw\u00f6lf Monaten eine <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/inflationsrate\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Inflationsrate<\/a> von 6,5 Prozent. Das ist fast dreimal so hoch wie der derzeitige Wert.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in die geldpolitische Steuerung. Pr\u00e4sident Trump hat in der Vergangenheit offen damit gedroht, <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/jerome-powell\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jerome Powell<\/a>, den Chef der US-Notenbank, zu entlassen. Zuletzt forderte er am Mittwoch dieser Woche, nach Bekanntgabe der im Vergleich zum Vorjahresmonat April moderat gestiegenen Verbraucherpreise, die Fed auf, den Leitzins um einen ganzen Punkt zu senken. &#8222;Dann m\u00fcssten wir viel weniger Zinsen auf f\u00e4llige Schulden zahlen. So wichtig!!&#8220;, schrieb Trump in Gro\u00dfbuchstaben auf seinem Kurznachrichtendienst <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/truth-social\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Truth Social<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-5\" class=\"transition-colors duration-200 focus-within:text-magenta block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img   loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/jerome-powell-bei-einer-veranstaltung-archivbild.jpg\" alt=\"Jerome Powell bei einer Veranstaltung (Archivbild).\" title=\"Jerome Powell bei einer Veranstaltung (Archivbild).\" width=\"1024\" height=\"576\" class=\"w-full h-full max-w-full rounded-8\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/>Jerome Powell bei einer Veranstaltung (Archivbild): Die Amtszeit des Fed-Chefs endet offiziell im Mai 2026. (Quelle: IMAGO\/KENT NISHIMURA)<\/a><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Trotz der wiederholten Rufe aus dem Wei\u00dfen Haus nach einer Zinssenkung hielt die unabh\u00e4ngige US-Zentralbank zuletzt die F\u00fc\u00dfe erneut still und belie\u00df den Leitzins im Bereich von 4,25 bis 4,50 Prozent. Powells Amtszeit endet 2026.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Als m\u00f6glicher Nachfolger gilt Kevin Warsh \u2013 ein ehemaliges Fed-Mitglied und Favorit Trumps. Warsh vertritt eine harte Linie: &#8222;Wenn die Fed von Inflation spricht, meint sie in Wahrheit h\u00f6here Arbeitslosigkeit \u2013 und das ist Unsinn&#8220;, sagte er k\u00fcrzlich in einem Interview mit CNN. Seine Kritik: Die Notenbank sei zu z\u00f6gerlich, zu dogmatisch, zu wenig mutig.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dass Trump jemanden wie Warsh an die Spitze der Federal Reserve bringen will, verunsichert die M\u00e4rkte zus\u00e4tzlich. Denn es n\u00e4hrt die Sorge, dass die Fed k\u00fcnftig nicht mehr unabh\u00e4ngig agieren k\u00f6nnte, sondern politisch gelenkt wird \u2013 mit unkalkulierbaren Folgen f\u00fcr Inflation und die Kapitalm\u00e4rkte.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Schuldenberg ist gewaltig \u2013 und die USA sind laut Dalio auf dem Weg in die Krise bereits weit fortgeschritten. Aber sie ist nicht unausweichlich. Es gibt Wege, den Absturz zu verhindern. Aber sie erfordern Mut, Weitsicht und politischen Willen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der wichtigste Hebel ist nachhaltiges Wachstum. Wenn das Bruttoinlandsprodukt schneller w\u00e4chst als die Schulden, sinkt die Schuldenquote ganz von allein. Dazu m\u00fcsse der Staat klug investieren \u2013 in Bildung, Infrastruktur, Digitalisierung. Laut Dimon sollte der Schwerpunkt auf der F\u00f6rderung von Unternehmen, B\u00fcrokratieabbau und angemessener Deregulierung liegen. Eine produktivere Wirtschaft bringe h\u00f6here Einnahmen und neue Perspektiven.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Doch Wachstum allein gen\u00fcge nicht. Auch Ausgabendisziplin sei notwendig. Die ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve und sp\u00e4tere Finanzministerin Janet Yellen sagte dazu: &#8222;Wenn ich einen Zauberstab h\u00e4tte, w\u00fcrde ich die <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Steuern<\/a> erh\u00f6hen und die Ausgaben f\u00fcr den Ruhestand k\u00fcrzen.&#8220; Das klinge unpopul\u00e4r \u2013 aber langfristig f\u00fchre kein Weg an Reformen vorbei, so Yellen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Gleichzeitig braucht es mehr Einnahmen. Eine gerechtere Steuerpolitik, der Abbau von Subventionen und ein effizienteres Verwaltungssystem k\u00f6nnten helfen, das Defizit zu verringern. Auch die Bek\u00e4mpfung von Steuerflucht ist entscheidend.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Brian Riedl vom konservativen Thinktank <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/manhattan\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Manhattan<\/a> Institute warnt: &#8222;Wenn wir eine Schuldenkrise vermeiden wollen, m\u00fcssen bedeutende Reformen in den n\u00e4chsten Jahren schrittweise eingef\u00fchrt werden, sonst wird die Schuldenlast zu gro\u00df, zu viele Babyboomer sind im Ruhestand, um Reformen aufzunehmen, die Klippe wird zu hoch.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Schulden sind nicht per se schlecht. Entscheidend ist, wie ein Staat damit umgeht. Wer klug investiert, umsichtig wirtschaftet und offen kommuniziert, kann auch mit hohen Schulden Stabilit\u00e4t schaffen \u2013 und das Vertrauen von B\u00fcrgern und Investoren dauerhaft sichern.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die USA stehen an einem Wendepunkt. Noch funktionieren die M\u00e4rkte. Noch kaufen Investoren amerikanische Staatsanleihen. Noch glauben viele an die Stabilit\u00e4t der gr\u00f6\u00dften <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/volkswirtschaft\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Volkswirtschaft<\/a> der Welt. Aber dieses Vertrauen ist nicht unersch\u00f6pflich.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Gefahr ist real. Schon einmal stand das globale Finanzsystem auf der Kippe: 2008, als die Welt in eine Finanzkrise st\u00fcrzte. Oder 2012, als Investoren Europas Schuldenstaaten mieden wie toxische Papiere, sagt \u00d6konom Martin L\u00fcck. &#8222;In so einer Situation wollen auf einen Schlag alle ihre Staatsanleihen verkaufen, finden aber keine Abnehmer, und der Preis kracht ins Bodenlose.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"So wird aus der Schuldenfrage auch ein politischer Machtkampf. 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