{"id":192859,"date":"2025-06-15T19:01:22","date_gmt":"2025-06-15T19:01:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/192859\/"},"modified":"2025-06-15T19:01:22","modified_gmt":"2025-06-15T19:01:22","slug":"buergerinitiative-will-wissen-was-aus-der-bodenverseuchten-gesa-flaeche-wird-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/192859\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgerinitiative will wissen, was aus der bodenverseuchten GESA-Fl\u00e4che wird \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Im Januar hat der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplanes f\u00fcr das Jahrtausendfeld in Lindenau beschlossen. Der vor allem verhindern soll, dass die bis jetzt unbebaute Fl\u00e4che am Karl-Heine-Kanal fast v\u00f6llig bebaut wird. Wenigstens ein Teil soll zum Stadtteilpark werden. Aus Sicht der B\u00fcrgerinitiative \u201eJahrtausendfeld retten!\u201c ist das zu wenig. Sie k\u00e4mpft darum, dass die komplette Fl\u00e4che zum Stadtteilpark wird. Gerade auf dem Teil, den die Stadt zum Park machen m\u00f6chte, gibt es auch noch massive Probleme mit einer verseuchten Fl\u00e4che.<\/p>\n<p>Und noch einen weiteren Konflikt gibt es: Das Jahrtausendfeld wird <a href=\"http:\/\/www.leipzig.de\/umwelt-und-verkehr\/energie-und-klima\/stadtklima#c75003\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in der stadteigenen Klimaanalyse<\/a> als \u201ebesonders sch\u00fctzenswerte\u201c Gr\u00fcnfl\u00e4che gekennzeichnet, die m\u00f6glichst nicht bebaut werden sollte. Die Stadtbau AG hingegen plant auf dem Jahrtausendfeld ein sechsz\u00fcgiges Schulgeb\u00e4ude f\u00fcr die Leipzig International School (LIS) zu bauen.<\/p>\n<p>Das Jahrtausendfeld als Stadtteilpark<\/p>\n<p>Mit einer Petition und \u00f6ffentlichen Protestaktionen machte <a href=\"https:\/\/jahrtausendfeld.noblogs.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die B\u00fcrgerinitiative<\/a> gemeinsam mit dem \u00d6kol\u00f6wen deutlich, dass sie sich an dieser Stelle einen Stadtteilpark w\u00fcnscht.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/5ffe7bb2b8a64fb4861a13ae7dbf749f.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/06\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/06\/1\"\/><\/p>\n<p>Die Stadtbau AG versprach dann im Dezember 2024 in einer Absichtserkl\u00e4rung mit der Stadt Leipzig, dass eine angemessen gro\u00dfe \u00f6ffentliche und qualitativ hochwertige Gr\u00fcnfl\u00e4che auf dem Jahrtausendfeld entstehen k\u00f6nne. Diese sollte aus zwei Teilfl\u00e4chen bestehen: 3.000m\u00b2 w\u00fcrde die Stadtbau AG an die Kommune verkaufen, 2.500m\u00b2 geh\u00f6ren freilich der <a href=\"http:\/\/www.gesa-info.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesellschaft f\u00fcr Entsorgung und Sanierung von Altlasten (GESA)<\/a>. Bei der GESA-Fl\u00e4che handelt es sich um hochgradig verseuchten Boden. Hier stand fr\u00fcher eine Lackiererei, entsprechend verseucht ist der Boden.<\/p>\n<p>\u201eIn der Absichtserkl\u00e4rung rechnete man vor, dass mit dem asphaltierten Weg, der bereits der Stadt Leipzig geh\u00f6rt, und der gesch\u00fctzten und nicht nutzbaren Uferb\u00f6schung eine 8.800m\u00b2 Gr\u00fcnfl\u00e4che entst\u00fcnde\u201c, kritisiert die B\u00fcrgerinitiative die wolkigen Pl\u00e4ne von Stadt und Stadtbau AG.<\/p>\n<p>\u201eGemeinsam mit dem \u00d6kol\u00f6wen denunzierten wir diese Rechnung bereits als \u2018faulen Deal\u2019 und \u2018Alibi-Gr\u00fcnstreifen\u2019. Doch damit nicht genug. Denn die Altlasten auf der GESA-Fl\u00e4che sind nur mit einer Folie abgedeckt. \u00dcber der Folie befindet sich aufgesch\u00fcttete Erde, mit Gr\u00e4sern bewachsen. Ohne einen Austausch des belasteten Bodens k\u00f6nnen hier gar keine B\u00e4ume wachsen, denn die Wurzeln der B\u00e4ume w\u00fcrden die Folie zerst\u00f6ren: Altlasten k\u00f6nnten dadurch austreten.\u201c<\/p>\n<p>Keine Bodensanierung geplant<\/p>\n<p>Eine Sanierung des Bodens w\u00e4re extrem kostenintensiv. Weder die Stadtbau AG noch die Stadt Leipzig haben bislang vor, die Fl\u00e4che sanieren oder die Kosten daf\u00fcr \u00fcbernehmen zu wollen. Denn beiden geh\u00f6rt das verseuchte Grundst\u00fcck ja nicht. Eigent\u00fcmerin ist die GESA als K\u00f6rperschaft des Bundes. F\u00fcr die GESA aber gibt es keinen Anlass, die verseuchte Fl\u00e4che zu renaturieren. So dass sich f\u00fcr die Planung eines Parks ein un\u00fcbersehbares Problem ergibt: Ohne Altlastensanierung kann die GESA-Fl\u00e4che bauordnungsrechtlich gar kein Park werden.<\/p>\n<p>\u201eAuf telefonische Nachfrage bei der GESA erfuhren wir: Man empfiehlt hier eine Versiegelung. Tischtennisplatten oder Fahrradst\u00e4nder, das seien die Freizeitelemente, die man an dieser Stelle erwarten k\u00f6nne\u201c, stellt die B\u00fcrgerinitiative fest. \u201eEin Verkauf der GESA-Fl\u00e4che scheint bisher nicht geplant zu sein. Einen Preis f\u00fcr die Fl\u00e4che wollte man uns nicht nennen.\u201c<\/p>\n<p>Und auch in der durch die Stadtbau AG gestellten Bauvoranfrage wurde bislang keinerlei Aussage zu einer eventuellen \u00dcbertragung der 3.000m\u00b2 Fl\u00e4che an der Aurelienstra\u00dfe an die Kommune geschweige denn eine Aussage zu versprochener \u00f6ffentlicher Gr\u00fcnfl\u00e4che getroffen. So \u00e4u\u00dferte sich das Stadtplanungsamt auch entsprechend in seiner <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/05\/stadtratsanfrage-zum-jahrtausendfeld-kollidiert-bauvoranfrage-b-planvefahren-625597\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antwort auf Nachfrage von Linke-Stadtrat Dr. Volker K\u00fclow im Mai.<\/a><\/p>\n<p>Muss die LIS genau hier stehen?<\/p>\n<p>\u201eDie Kommune muss jetzt endlich handeln\u201c, fordert die B\u00fcrgerinitiative. \u201e<a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/01\/der-stadtrat-tagte-b-plan-jahrtausendfeld-video-615137\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Bebauungsplan<\/a> k\u00f6nnte sicherstellen, dass die zuk\u00fcnftige \u00f6ffentliche Gr\u00fcnfl\u00e4che angemessen gro\u00df ist. Weiterhin muss die Stadt Leipzig jetzt gezielt Fl\u00e4chen ankaufen, die entsiegelt werden k\u00f6nnen, anstatt Geld, das f\u00fcr den Klimaschutz bestimmt ist, in Konstruktionsprojekte zu stecken.\u201c<\/p>\n<p>So kritisiert die B\u00fcrgerinitiative, dass die Stadt in den Bau einer <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2024\/11\/der-stadtrat-tagte-klares-votum-fuer-die-photovoltaik-anlage-auf-dem-pr-platz-neue-messe-video-610020\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Photovoltaikanlage auf einem Parkplatz der Neuen Messe<\/a> investiert und eine halbe Million Euro aus einem kommunalen Topf, der eigentlich f\u00fcr Klimaprojekte gedacht ist, <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2024\/12\/der-stadtrat-tagte-der-leipziger-westen-bekommt-ein-parkhaus-in-holzbauweise-612991\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">f\u00fcr den privaten Bau eines Parkhauses in Holzbauweise<\/a> bereitstellt.<\/p>\n<p>\u201eDie Pr\u00e4missen der 1990er Jahre \u2013 privaten Investoren die Gestaltung der Stadt zu \u00fcberlassen \u2013 sind l\u00e4ngst \u00fcberholt. Es gilt, endlich nachhaltig zu denken und die Orte, an denen wir leben, f\u00fcr die Zukunft zu gestalten, die den zu erwartenden Ver\u00e4nderungen des Klimas Rechnung tr\u00e4gt \u2013 und sie abmildert\u201c, betont die B\u00fcrgerinitiative.<\/p>\n<p>\u201eWir appellieren hiermit eindringlich an Herrn Patrik Fahrenkamp, CEO der Stadtbau AG, sowie an die Leipziger International School, insbesondere an Herrn Barabas, ihr Bauprojekt an anderer Stelle fortzuf\u00fchren. Die Stadtbau AG verf\u00fcgt \u00fcber viele weitere attraktive Grundst\u00fccke. Schlussendlich w\u00e4re die Sanierung und Umnutzung bereits bestehender Geb\u00e4ude eine klimafreundliche Alternative zum Neubau.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Januar hat der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplanes f\u00fcr das Jahrtausendfeld in Lindenau beschlossen. Der vor allem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":192860,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,54692,9446,71,859],"class_list":{"0":"post-192859","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-jahrtausendfeld","12":"tag-klimakrise","13":"tag-leipzig","14":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114688929624993596","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192859","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=192859"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192859\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/192860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=192859"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=192859"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=192859"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}