{"id":193400,"date":"2025-06-16T00:04:10","date_gmt":"2025-06-16T00:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/193400\/"},"modified":"2025-06-16T00:04:10","modified_gmt":"2025-06-16T00:04:10","slug":"usa-hunderttausende-menschen-protestieren-gegen-trump-eskalation-in-los-angeles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/193400\/","title":{"rendered":"USA: Hunderttausende Menschen protestieren gegen Trump \u2013 Eskalation in Los Angeles"},"content":{"rendered":"<p>Die USA erleben die bisher gr\u00f6\u00dften Proteste gegen die Politik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump. Die Veranstalter sprachen von \u00fcber f\u00fcnf Millionen Teilnehmern in rund 2100 St\u00e4dten. In Salt Lake City kam ein Demonstrant bei einem Schusswechsel ums Leben, in Los Angeles kam es zu Steinw\u00fcrfen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bei der bisher gr\u00f6\u00dften Protestwelle gegen die Politik von Pr\u00e4sident Donald Trump sind Menschen quer durch die USA auf die Stra\u00dfe gegangen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete, Hunderttausende Menschen beteiligten sich landesweit an den Demonstrationen. Die Veranstalter sprachen von mehr als f\u00fcnf Millionen Teilnehmern in \u00fcber 2100 St\u00e4dten am Tag von Trumps Milit\u00e4rparade in Washington. <\/p>\n<p>Die Demonstrationen liefen am Samstag unter dem Motto \u201eNo Kings\u201c (Keine K\u00f6nige). Die Teilnehmer warfen Trump autorit\u00e4res Auftreten vor und kritisierten seine Migrationspolitik mit den gro\u00df angelegten Abschiebeaktionen.<\/p>\n<p>Die Proteste blieben \u2013 bis auf einzelne Ereignisse \u2013 weitgehend friedlich. In Salt Lake City im Bundesstaat Utah allerdings, wo auch ein Protest stattfand, wurde ein Demonstrant erschossen, als ein Mann, der vermutlich zum Sicherheitsteam der Veranstaltung geh\u00f6rte, auf einen anderen Mann schoss, der offenbar mit einer Schusswaffe auf Demonstranten gezielt hatte, teilten die Beh\u00f6rden mit. Die Polizei nahm den mutma\u00dflichen Sch\u00fctzen, Arturo Gamboa (24), am Samstagabend wegen Mordes fest. Der getroffene Demonstrant, Arthur Folasa Ah Loo (39), starb im Krankenhaus.<\/p>\n<p>Die Ermittler wissen noch nicht, warum Gamboa eine Waffe zog, aber sie werfen ihm vor, die t\u00f6dliche Situation herbeigef\u00fchrt zu haben, die zu Ah Loos Tod f\u00fchrte. <\/p>\n<p>Der Polizeichef Brian Redd von Salt Lake City erkl\u00e4rte, ein Sicherheitsmann habe offenbar mit einer Pistole drei Sch\u00fcsse auf den Angreifer Gamboa abgefeuert und ihm dabei eine relativ leichte Verletzung zugef\u00fcgt. Der Demonstrant jedoch wurde dabei t\u00f6dlich getroffen.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcsse lie\u00dfen Hunderte Demonstranten davonlaufen. Einige versteckten sich hinter Absperrungen und fl\u00fcchteten in Parkh\u00e4user und nahegelegene Gesch\u00e4fte, erkl\u00e4rte die Polizei. \u201eDas ist eine Waffe. Kommt schon, kommt schon, raus!\u201c, ist jemand in einem in den sozialen Medien ver\u00f6ffentlichten Video zu h\u00f6ren, das die Ereignisse offenbar zeigt.<\/p>\n<p>Auch in der Innenstadt von Los Angeles heizte sich die Lage zum Nachmittag weiter auf. An einem Beh\u00f6rdengeb\u00e4ude wurde Tr\u00e4nengas eingesetzt, um Demonstranten zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Nach Angaben der Polizei wurden aus der Menge Steine und Flaschen geworfen. <\/p>\n<p>In New York wurden mehrere Protestierende festgenommen, wie der Sender CNN berichtete. Im Bundesstaat Minnesota wurde der Protest nach <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256254590\/melissa-hortman-ex-praesidentin-des-parlaments-von-minnesota-erschossen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256254590\/melissa-hortman-ex-praesidentin-des-parlaments-von-minnesota-erschossen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Attentaten auf zwei Politiker der Demokratischen Partei<\/a> abgesagt.<\/p>\n<p>Demonstranten fordern Absetzung Trumps<\/p>\n<p>Bei den Anti-Trump-Protesten trotzten in New York Tausende Demonstranten dem Regen. Laut ersten Sch\u00e4tzungen der Organisatoren gingen dort 200.000 Menschen auf die Stra\u00dfen. Immer wieder skandierten sie: \u201eSo sieht Demokratie aus\u201c und forderten die Absetzung Trumps, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa berichtete. Auf vielen Schildern wurde die Arbeit der Einwanderungspolizei ICE kritisiert, manche trugen Aufschriften wie: \u201eWenn ich einen Diktator will, dann frag&#8216; ich meine Katze.\u201c<\/p>\n<p>Auch in St\u00e4dten wie Atlanta, Philadelphia und Los Angeles waren auf TV-Bildern gro\u00dfe Menschenmengen zu sehen. In der K\u00fcstenstadt Santa Monica, die direkt an Los Angeles grenzt, beobachtete ein dpa-Reporter mehrere Tausend Demonstranten. Immer wieder war der Ruf \u201eHey hey, ho ho, Donald Trump has got to go\u201c zu h\u00f6ren (etwa: Donald Trump muss weg). Seltener waren auch Parolen wie \u201eFuck ICE\u201c zu h\u00f6ren. Die Beh\u00f6rde ICE war wegen ihrer Razzien und Festnahmen in die Kritik geraten.<\/p>\n<p>In der Westk\u00fcstenmetropole San Francisco und in der Nachbarstadt Oakland gingen Tausende Menschen bei Protestz\u00fcgen unter blauem Himmel auf die Stra\u00dfe. Am Ocean Beach, einem st\u00e4dtischen Strand von San Francisco, hatten sich Hunderte Demonstranten so aufgestellt, dass sie in \u00fcberdimensionalen Gro\u00dfbuchstaben die Worte \u201eNO KING!\u201c im Sand bildeten. <\/p>\n<p>Prominente beteiligen sich an Demonstrationen<\/p>\n<p>Auch Prominente marschierten mit. Der unter anderem als Hulk-Darsteller in \u201eMarvel\u201c-Filmen bekannte Schauspieler Mark Ruffalo war in New York dabei. Die Schauspielerinnen Glenn Close, Anna Kendrick und Tessa Thompson ver\u00f6ffentlichten auf ihren Instagram-Accounts Videos von den Protesten. Der TV-Moderator Jimmy Kimmel demonstrierte mit seinen Eltern in San Francisco in einem T-Shirt mit dem Aufruf \u201eMake Amerika Good Again\u201c (Macht Amerika wieder gut) \u2013 in Anlehnung an den MAGA-Slogan der Trump-Unterst\u00fctzer.<\/p>\n<p>In Florida wurden Demonstranten auf dem Weg zu Trumps Wohnsitz Mar-a-Lago von der Polizei gestoppt. In der Hauptstadt Washington waren keine \u201eNo-Kings\u201c-Veranstaltungen geplant, aber die Koalition \u201eRefuse Fascism\u201c (Lehnt den Faschismus ab) organisierte eine kleinere Demonstration. In Miami gab es unterdessen eine Gegen-Demo, bei der die Teilnehmer Trump zum Geburtstag begl\u00fcckw\u00fcnschten, wie der Sender NBC berichtete.<\/p>\n<p>In Los Angeles betonten Angeh\u00f6rige der von Trump eingesetzten Nationalgarde: \u201eWir sind hier, um Geb\u00e4ude und Beamte zu besch\u00fctzen \u2013 und das Recht nach dem ersten Verfassungszusatz, sich zu versammeln.\u201c Sie zeigten Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass Bewohner der Stadt \u00fcber ihre Anwesenheit ver\u00e4rgert sind.<\/p>\n<p>dpa\/ll<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USA erleben die bisher gr\u00f6\u00dften Proteste gegen die Politik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump. 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