{"id":193466,"date":"2025-06-16T00:42:12","date_gmt":"2025-06-16T00:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/193466\/"},"modified":"2025-06-16T00:42:12","modified_gmt":"2025-06-16T00:42:12","slug":"berlin-brandenburg-vermummte-greifen-fest-fuer-vielfalt-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/193466\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Vermummte greifen Fest f\u00fcr Vielfalt an"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Vermummte greifen Fest f\u00fcr Vielfalt an<\/p>\n<p>\t\t\t\t              15.06.2025, 19:06 Uhr<\/p>\n<p><strong>Es ist ein brutaler Angriff: Vermummte st\u00fcrmen eine Veranstaltung gegen rechts in Bad Freienwalde und greifen Menschen an. Bei dem Fest sind auch Kinder. Die Veranstalter haben eine klare Botschaft.<\/strong><\/p>\n<p>Bad Freienwalde (dpa\/bb) &#8211; Es sollte ein buntes Fest werden, ein Zeichen f\u00fcr Vielfalt und Toleranz und gegen Hass und Hetze. Doch kurz vor Beginn der Veranstaltung &#8222;Bad Freienwalde ist Bunt&#8220; greift eine Gruppe von zum Teil Vermummten Menschen an. Die Polizei spricht von 10 bis 15 Angreifern, die Schlagwerkzeuge oder Holzst\u00f6cke dabeihatten. Am fr\u00fchen Sonntagabend waren die T\u00e4ter noch nicht gefasst.<\/p>\n<p>Mindestens zwei Menschen wurden bei der Attacke am Mittag auf dem Marktplatz von Bad Freienwalde leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Einige Teilnehmer der Veranstaltung geh\u00f6rten zur queeren Community, wie es hie\u00df.\u00a0<\/p>\n<p>Polizei stand an falscher Stelle<\/p>\n<p>Einsatzkr\u00e4fte waren nach Angaben der Polizei zwar vor Ort, jedoch an der falschen Stelle &#8211; deshalb h\u00e4tten sie den Angriff nicht verhindern und die T\u00e4ter entkommen kommen, sagte ein Sprecher. Die Angreifer fl\u00fcchteten noch vor dem Eintreffen der Polizei. Die Verletzten mussten nicht von Rettungskr\u00e4ften behandelt werden.\u00a0<\/p>\n<p>Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, wird der f\u00fcr politisch motivierte Straftaten zust\u00e4ndige Staatsschutz die Ermittlungen \u00fcbernehmen, sagte ein Polizeisprecher. Die Beh\u00f6rde hatte demnach vor Beginn der Veranstaltung Kontakt mit den Veranstaltern.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Es ist relativ schwierig, die Situation zu ertragen&#8220;<\/p>\n<p>Die Sprecherin des B\u00fcndnisses, Jule Grienitz, war bei dem Angriff dabei. &#8222;Wir waren beim Aufbau und zehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung kamen ungef\u00e4hr zw\u00f6lf junge M\u00e4nner vermummt mit Quarzsandhandschuhen und Schlagst\u00f6cken auf uns zu gerannt, haben um sich geschlagen, haben drei Leute verletzt&#8220;, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Die Angreifer seien von der vom B\u00fcndnis bereitgestellten Security-Gruppe abgedr\u00e4ngt worden.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Es ist relativ schwierig, die Situation zu ertragen.&#8220; Es seien Kinder vor Ort gewesen, die alles mitbekommen h\u00e4tten. Ihren Angaben zufolge wurden drei Menschen verletzt. &#8222;Einer hatte ein richtig gro\u00dfes blaues Veilchen, einer eine blutende Verletzung am Mund und einer eine Prellung im Gesicht.&#8220;<\/p>\n<p>Veranstalter lassen sich nicht einsch\u00fcchtern<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis wollte mit einer Sommerkundgebung &#8222;gegen Rechtsruck, gegen Hass und Hetze&#8220; demonstrieren. Auf dem Programm standen unter anderem ein Kinderprogramm, Livemusik und ein Graffitiworkshop.\u00a0<\/p>\n<p>Die Veranstaltung wurde nach dem Angriff fortgesetzt und von der Polizei gesch\u00fctzt. &#8222;Was der Angriff der Nazis nicht geschafft hat, ist, uns hier die Veranstaltung zu verderben&#8220;, sagte Grienitz.\u00a0<\/p>\n<p>Es seien viele Leute da gewesen, die Stimmung sei gut gewesen. &#8222;Die Einsch\u00fcchterungsmasche der Neonazis oder der organisierten Faschisten, zieht nat\u00fcrlich, aber uns als B\u00fcndnis schwei\u00dft sie eher enger zusammen.&#8220;<\/p>\n<p>Innenminister Ren\u00e9 Wilke vor Ort<\/p>\n<p>Brandenburgs Innenminister Ren\u00e9 Wilke machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. &#8222;P\u00f6beleien gab es in der Vergangenheit immer wieder mal bei solchen Veranstaltungen, aber so etwas war g\u00e4nzlich neu&#8220;, sagte der parteilose Politiker. &#8222;Das ist etwas, was wir in dieser Gesellschaft nicht dulden d\u00fcrfen.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Dass es Menschen in Deutschland gebe, die das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit nicht tolerierten, sondern aktiv dagegen vorgingen, d\u00fcrfe von niemandem toleriert werden. Wilke ermutigte die Veranstalter dazu, weiterzumachen und sich nicht einsch\u00fcchtern zu lassen.\u00a0<\/p>\n<p>Plakate wurden abgerissen<\/p>\n<p>Die Veranstaltung fand ihren Angaben zufolge zum f\u00fcnften Mal statt. Das B\u00fcndnis habe im Vorfeld in etwa 50 Plakate aufgeh\u00e4ngt, von denen etwa die H\u00e4lfte abgerissen worden sei. &#8222;Wir haben aber nicht damit gerechnet, dass wir so organisiert angegriffen werden.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Die Polizei ermittelt wegen gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung und bittet Zeugen um Hinweise. Am fr\u00fchen Sonntagabend waren die T\u00e4ter nach Angaben eines Polizeisprechers noch nicht gefasst.\u00a0<\/p>\n<p>Verfassungsschutzbericht: Treffpunkt der rechten Szene<\/p>\n<p>Bad Freienwalde hat rund 12.000 Einwohner. Die Stadt befindet sich im Osten von Brandenburg, kurz vor der polnischen Grenze, und liegt nach Angaben der Stadtverwaltung 56 Kilometer von Berlin-Mitte entfernt. Der Verfassungsschutzbericht 2023 nennt den Ort auch als einen Treffpunkt der rechten Szene.<\/p>\n<p>Die Amadeu Antonio Stiftung teilte auf der Plattform X mit, der bewaffnete rechtsextreme Angriff am helllichten Tag auf ein Fest zeige, wie selbstbewusst und selbsterm\u00e4chtigt die Szene inzwischen sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Vermummte greifen Fest f\u00fcr Vielfalt an 15.06.2025, 19:06 Uhr Es ist ein brutaler Angriff: Vermummte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":193467,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,296,1956,1890,29,17445,30,63954,61],"class_list":{"0":"post-193466","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-und-brandenburg","14":"tag-brandenburg","15":"tag-deutschland","16":"tag-fest","17":"tag-germany","18":"tag-vermummte","19":"tag-vielfalt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114690270470186888","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/193466","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=193466"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/193466\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/193467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=193466"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=193466"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=193466"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}