{"id":193610,"date":"2025-06-16T02:09:25","date_gmt":"2025-06-16T02:09:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/193610\/"},"modified":"2025-06-16T02:09:25","modified_gmt":"2025-06-16T02:09:25","slug":"champions-league-finale-im-handball-der-sc-magdeburg-besiegt-die-fuechse-berlin-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/193610\/","title":{"rendered":"Champions-League-Finale im Handball: Der SC Magdeburg besiegt die F\u00fcchse Berlin &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Lauter und lauter wurden die Magdeburger Fans, immer lauter. Sie br\u00fcllten bei jeder Aktion auf der Handballplatte, als k\u00f6nnten sie die gegnerischen Angriffsspieler allein mit ihrer Stimmkraft stoppen, und sie hatten allen Grund dazu. An diesem Festtag des deutschen Handballs, dem ersten rein deutschen Champions-League-Finale seit elf Jahren, besiegten die Spieler des SC Magdeburg den Bundesligakonkurrenten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/F%C3%BCchse_Berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">F\u00fcchse Berlin<\/a> 32:26 (16:12) und feierten den insgesamt f\u00fcnften Erfolg des Klubs in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Handball\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Handball<\/a>-K\u00f6nigsklasse.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">F\u00fcr die Magdeburger war es Revanche und Genugtuung zugleich. Vor einer Woche hatten die F\u00fcchse den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte errungen, mit nur einem P\u00fcnktchen Vorsprung auf den SCM. Jetzt zelebrierten die Magdeburger vor mehr als 20 000 Zuschauern in der K\u00f6lner Lanxess-Arena gen\u00fcsslich ihre kleine Rache. Nach einem Jahr Pause, der bislang letzte Titelgewinn in der Champions League war dem Klub 2o23 gelungen, eroberten sich die Magdeburger die Krone des europ\u00e4ischen Handballs zur\u00fcck. Und die in Gr\u00fcn und Wei\u00df gekleideten Fans h\u00f6rten mit dem Gebr\u00fcll gar nicht mehr auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/handball-belastung-verletzungen-olympia-interview-sportarzt-gidsel-uscins-li.3159032\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;man_fuehlt_sich_schon_mal_wie_nach_einem_verkehrsunfall&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;handball&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3159032&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;sport&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedesporthandball-belastung-verletzungen-olympia-interview-sportarzt-gidsel-uscins-li3159032\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/8682e0be-2f47-482a-b51e-bded5e9cb357.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Gesundheitsbelastung im Handball<\/p>\n<p>:\u201eMan f\u00fchlt sich schon mal wie nach einem Verkehrsunfall\u201c<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Wie wichtig ist Regeneration im Handball? Sportarzt Alexander-Stephan Henze erkl\u00e4rt, welchen Risiken sich die enorm belasteten Handballprofis aussetzen \u2013 und wie die Olympiateilnehmer f\u00fcr die Terminhatz mit Verletzungen bezahlen.<\/p>\n<p>SZ PlusInterview von Carsten Scheele und Ralf T\u00f6gel<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Es war zum Ende der Saison 2013\/14 gewesen, als sich die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel im letzten rein deutschen Duell gegen\u00fcbergestanden (Flensburg siegte 30:28). Diesmal hatten die F\u00fcchse Berlin im Halbfinale den franz\u00f6sischen Klub HBC Nantes locker 34:24 besiegt, und das weitgehend ohne Mathias Gidsel, den Welthandballer aus D\u00e4nemark, der fr\u00fch eine rote Karte gesehen hatte. Magdeburg dagegen hatte es spannend bis zur Schlusssekunde gemacht, als Tim Hornke zum 31:30 gegen den Titelverteidiger und Favoriten FC Barcelona traf.<\/p>\n<p>Magdeburgs Kristjansson w\u00fchlt im R\u00fcckraum, als versp\u00fcre er keinerlei Schmerz an der l\u00e4dierten Schulter<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Vom Anpfiff weg war dieses Finale am Sonntag extrem umk\u00e4mpft. Beide Mannschaften kennen sich aus der Bundesliga bestens, in der Hinrunde hatte es einen knappen Sieg f\u00fcr die F\u00fcchse gegeben, im R\u00fcckspiel ein Unentschieden. Es w\u00e4re vermutlich wenig ertragreich gewesen, h\u00e4tten Berlins Trainer Jaron Siewert oder Magdeburg-Coach Bennet Wiegert versucht, den Gegner mit einem taktischen Kniff zu \u00fcberraschen. In bew\u00e4hrter Art rannten die Magdeburger an, allen vorweg der Isl\u00e4nder Gisli Kristjansson, bei dem Wiegert unter der Woche nicht einmal wusste, ob er nach seiner in der Saisonschlussphase erlittenen Schulterblessur fit werden w\u00fcrde. Oder ob er das Final Four ohne seinen besten R\u00fcckraumw\u00fchler bestreiten muss.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Doch Kristjansson wuchtete sich in die Eins-gegen-eins-Situationen, als versp\u00fcre er nicht den Hauch eines Schmerzes. Die meisten Tore in der Anfangsphase gingen auf sein Konto, was die Magdeburger Fans mit lauten \u201eGisli, Gisli\u201c-Rufen begleiteten. Nach einer Viertelstunde f\u00fchrte Magdeburg knapp, 8:7.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Nicht sein Tag: Berlins Mathias Gidsel (Mitte) kam in diesem Finale nicht wie gewohnt zur Geltung.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/86543044-f4a0-48a4-b844-52054e6e794b.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Nicht sein Tag: Berlins Mathias Gidsel (Mitte) kam in diesem Finale nicht wie gewohnt zur Geltung. (Foto: Marius Becker\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Ein entscheidender Faktor war aber auch die Abwehr, denn Magdeburg schaffte es von Beginn an, die Kreise des Welthandballers Gidsel zu st\u00f6ren. Das klappte zun\u00e4chst gut, der D\u00e4ne fand nicht mit der \u00fcblichen Leichtigkeit in die Partie; trotz seiner unfreiwilligen Kurzarbeit tags zuvor, als er im Halbfinale gegen Nantes nach acht Minuten mit einer umstrittenen roten Karte bestraft wurde. Die TV-Bilder belegten, dass Gidsel auf dem rutschigen Boden weggeglitten und deshalb in den Beinen seines Gegenspielers gelandet war, doch die Referees z\u00fcckten Rot. So konnte Gidsel mit einem Frischevorteil ins gro\u00dfe Finale gehen, eigentlich.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Doch dieser kam nicht zum Tragen. Die Magdeburger rissen die Partie an sich, als w\u00e4ren all die Strapazen einer langen, aufreibenden Spielzeit inklusive einer Weltmeisterschaft im Winter, bei der praktisch alle wichtigen Spieler im Einsatz waren, nicht gewesen. Nach 23 Minuten warf Omar Ingi Magnusson per Siebenmeter die erste Drei-Tore-F\u00fchrung f\u00fcr den SCM heraus (13:10). Bis zur Halbzeit erh\u00f6hte Magdeburg gar auf vier Tore. So hatten sich die Berliner, die seit dem Gewinn des Meistertitels vor einer Woche auf einer Euphoriewelle schwebten, das Endspiel nicht vorgestellt.<\/p>\n<p>Der D\u00e4ne Saugstrup hat seinen Nationalmannschaftskollegen Gidsel gut im Griff<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die zweite Halbzeit begann denkbar schlecht f\u00fcr Magdeburg: mit einer roten Karte f\u00fcr Abwehrspezialist Antonio Serradilla Cuenca, der mit der Hand im Gesicht eines Berliners gelandet war. Und es h\u00e4tte wohl Spiele gegeben, in denen h\u00e4tte Gidsel fortan aufgedreht und den R\u00fcckstand h\u00f6chstpers\u00f6nlich binnen Minuten in eine F\u00fchrung verwandelt. Doch dieser Sonntag war nicht solch ein Tag. Gidsel m\u00fchte sich, landete aber regelm\u00e4\u00dfig in den Armen seines Kollegen in der d\u00e4nischen Nationalmannschaft, Magnus Saugstrup. Und immer, wenn die F\u00fcchse nachhaltig h\u00e4tten verk\u00fcrzen k\u00f6nnen, gelang Magdeburgs immens starkem Torsteher Sergey Hernandez eine wundersame Parade.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Somit feierten diesmal nicht die Berliner, nicht Mathias Gidsel, der sonst eigentlich immer gewinnt, wenn er zu gro\u00dfen Spielen antritt. F\u00fcr den Hauptstadtklub mag das f\u00fcr den Moment eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung sein, doch f\u00fcr den Handball ist es vielleicht eine gute Nachricht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lauter und lauter wurden die Magdeburger Fans, immer lauter. 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