{"id":193841,"date":"2025-06-16T04:21:13","date_gmt":"2025-06-16T04:21:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/193841\/"},"modified":"2025-06-16T04:21:13","modified_gmt":"2025-06-16T04:21:13","slug":"bayern-toetung-von-pavianen-in-nuernberg-steht-weiter-im-raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/193841\/","title":{"rendered":"Bayern: T\u00f6tung von Pavianen in N\u00fcrnberg steht weiter im Raum"},"content":{"rendered":"<p>                    Bayern<br \/>\n                T\u00f6tung von Pavianen in N\u00fcrnberg steht weiter im Raum<\/p>\n<p>\t\t\t\t              16.06.2025, 04:33 Uhr<\/p>\n<p><strong>Der Platz f\u00fcr die Guinea-Paviane im Tiergarten N\u00fcrnberg ist zu knapp. Einzelne Tiere sollen deshalb woanders unterkommen &#8211; oder get\u00f6tet werden. Wie f\u00e4llt die Entscheidung aus?<\/strong><\/p>\n<p>N\u00fcrnberg (dpa\/lby) &#8211; Der N\u00fcrnberger Tiergarten plant weiterhin, einzelne Paviane einer zu gro\u00df gewordenen Gruppe zu t\u00f6ten. &#8222;Da sich derzeit kein Platz f\u00fcr Guinea-Paviane findet, steht die T\u00f6tung nach wie vor im Raum&#8220;, teilte der Tiergarten auf Anfrage mit. Es sei endg\u00fcltig beschlossen, dass die Gruppengr\u00f6\u00dfe aus Tierschutzgr\u00fcnden reduziert werden m\u00fcsse. Die Suche nach einer anderen Unterkunft f\u00fcr die Tiere blieb bislang ohne Erfolg.<\/p>\n<p>Es handle sich um ein faktisches Dilemma, teilte der Zoo mit. Aufgrund der unsicheren Rechtslage w\u00fcrden derzeit tierschutzrechtliche, tierschutzfachliche, naturschutzrechtliche und strafrechtliche Aspekte abgewogen. Zum Zeitplan f\u00fcr diese Abw\u00e4gung will der Zoo keine Angaben machen. Sollten T\u00f6tungen stattfinden, werde der Tiergarten dar\u00fcber berichten.<\/p>\n<p>Platzverh\u00e4ltnisse sorgen f\u00fcr Konflikte zwischen den Tieren<\/p>\n<p>Bereits Anfang 2024 hatte der Tiergarten angek\u00fcndigt, einzelne der etwa 45 Guinea-Paviane t\u00f6ten zu wollen, weil die Gruppe f\u00fcr das Gehege zu gro\u00df geworden sei. Zwischen den Affen komme es aufgrund der Platzverh\u00e4ltnisse verst\u00e4rkt zu Konflikten, bei denen sich die Tiere verletzten. Au\u00dferdem sei die soziale Struktur innerhalb der Gruppe ung\u00fcnstig, hie\u00df es zur Begr\u00fcndung.<\/p>\n<p>Der Tiergarten machte sich auf die Suche nach einer Unterbringung der Paviane in einem anderen Zoo oder einer vergleichbaren Einrichtung. Bislang wurde demnach aber kein geeigneter Platz f\u00fcr die Tiere gefunden.<\/p>\n<p>Abgabe von Tieren sei weiter m\u00f6glich<\/p>\n<p>Der Tiergarten betonte, es bestehe grunds\u00e4tzlich nach wie vor die M\u00f6glichkeit zur Abgabe von Tieren in eine geeignete Einrichtung. Die Tiere w\u00fcrden weiterhin \u00fcber ein internationales Netzwerk angeboten. &#8222;Aktuell liegt uns jedoch kein konkretes Angebot vor, dass auf ein ernstzunehmendes Interesse an der \u00dcbernahme schlie\u00dfen l\u00e4sst.&#8220; Auch zwei Tierschutzorganisationen beteiligten sich nach eigenen Angaben an der Suche, konnten dem Tiergarten demnach bislang aber kein konkretes Angebot machen.<\/p>\n<p>&#8222;Die letzte Entscheidung nach allen Abw\u00e4gungen trifft dann die Direktion des Tiergartens&#8220;, hei\u00dft es zur m\u00f6glichen T\u00f6tung von Pavianen. Bei der Auswahl, welche Tiere in diesem Fall get\u00f6tet werden, ber\u00fccksichtige der Tiergarten verschiedene Faktoren. Tr\u00e4chtige Weibchen k\u00e4men etwa nicht in Betracht. Die Anzahl der verbleibenden Weibchen habe letztlich Einfluss auf die Zahl der verbleibenden M\u00e4nnchen, da ein ausgewogenes Geschlechter-Verh\u00e4ltnis in den jeweiligen Alterskohorten wichtig sei.<\/p>\n<p>Tiersch\u00fctzer drohen mit Strafanzeige<\/p>\n<p>Tierrechtsorganisationen haben den N\u00fcrnberger Tiergarten wiederholt f\u00fcr seine Pl\u00e4ne, einzelne Paviane zu t\u00f6ten, kritisiert. Die Organisation Pro Wildlife etwa k\u00fcndigte an, in diesem Fall Strafanzeige stellen zu wollen. Nach Einsch\u00e4tzung der Tierrechtsorganisation verst\u00f6\u00dft die geplante T\u00f6tung der Tiere gegen das Tierschutzgesetz, das eine T\u00f6tung ohne vern\u00fcnftigen Grund als Straftat ahnde.<\/p>\n<p>&#8222;Die T\u00f6tung gesunder Tiere aufgrund selbstverschuldeter Haltungsm\u00e4ngel und Platzprobleme erf\u00fcllt diesen &#8222;vern\u00fcnftigen Grund&#8220; nicht&#8220;, teilte Laura Zodrow von Pro Wildlife mit. &#8222;Zoos werben gerne mit ihrem angeblichen Beitrag zum Artenschutz&#8220;, sagte sie. In Wahrheit zeige sich hier eine Entsorgungsmentalit\u00e4t: Was wirtschaftlich unbequem wird, werde einfach get\u00f6tet.<\/p>\n<p> Pavian-Population soll in Zoos \u00fcberleben<\/p>\n<p>Guinea-Paviane leben seit 1942 im N\u00fcrnberger Tiergarten. Sie sind Teil des europ\u00e4ischen Erhaltungszuchtprogramms. Die Primaten finden dem Tiergarten zufolge in der Natur kaum noch Lebensraum, ihr Bestand nimmt ab. Deshalb soll eine Population in Zoos \u00fcberleben, die in Zukunft ausgewildert werden k\u00f6nnte, wenn es gesch\u00fctzte Gebiete f\u00fcr sie g\u00e4be.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bayern T\u00f6tung von Pavianen in N\u00fcrnberg steht weiter im Raum 16.06.2025, 04:33 Uhr Der Platz f\u00fcr die Guinea-Paviane&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":193842,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[772,3364,29,30,3783,64011,1678,2866],"class_list":{"0":"post-193841","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-bayern","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-nuernberg","13":"tag-pavianen","14":"tag-raum","15":"tag-toetung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114691131533418021","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/193841","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=193841"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/193841\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/193842"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=193841"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=193841"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=193841"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}