{"id":195762,"date":"2025-06-16T21:53:15","date_gmt":"2025-06-16T21:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/195762\/"},"modified":"2025-06-16T21:53:15","modified_gmt":"2025-06-16T21:53:15","slug":"niedersachsen-bremen-zahl-judenfeindlicher-taten-enorm-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/195762\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: Zahl judenfeindlicher Taten enorm gestiegen"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                Zahl judenfeindlicher Taten enorm gestiegen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              16.06.2025, 18:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Herbst 2023 w\u00e4chst der Antisemitismus auch in Niedersachsen. J\u00fcdinnen und Juden sehen sich zunehmend Angriffen ausgesetzt. Steigt die Brutalit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<p>Hannover (dpa\/lni) &#8211; Die Zahl antisemitischer Vorf\u00e4lle in Niedersachsen hat sich fast verdoppelt und einen neuen H\u00f6chststand erreicht. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) z\u00e4hlte im Jahr 2024 insgesamt 650 Taten, darunter Angriffe, Bedrohungen und Sachbesch\u00e4digungen.\u00a0<\/p>\n<p>RIAS-Projektleiterin Katarzyna Miszkiel-Deppe nennt diese Entwicklung ein alarmierendes Signal: &#8222;Antisemitismus war 2024 f\u00fcr viele J\u00fcdinnen und Juden\u00a0<br \/>keine abstrakte Bedrohung, sondern brutale Realit\u00e4t: auf der Stra\u00dfe, in Schulen, online und selbst an Schutzorten wie Synagogen&#8220;, sagte sie. Diese Entwicklung d\u00fcrfe weder verharmlost noch als Randerscheinung abgetan werden.\u00a0<\/p>\n<p>Brandanschlag auf Synagoge als Fall extremer Gewalt<\/p>\n<p>Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr drei F\u00e4lle extremer Gewalt registriert, darunter ein Brandanschlag auf die Synagoge in Oldenburg. Ein psychisch kranker 28-J\u00e4hriger gestand die Tat &#8211; er soll sie im Zustand der Schuldunf\u00e4higkeit begangen haben. Dar\u00fcber hinaus wurden 16 k\u00f6rperliche Angriffe erfasst, von denen die H\u00e4lfte Bezug zu Israel hatten. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Zahl der judenfeindlichen Taten in Niedersachsen deutlich zugenommen.\u00a0<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr waren laut RIAS 215 Personen direkt betroffen, 2023 waren es 211. In 63 F\u00e4llen wurde israelbezogener Antisemitismus dokumentiert, gefolgt vom sogenannten Post-Schoa-Antisemitismus. Damit sind Taten gemeint, die die Erinnerung an den Holocaust, Verantwortung und Schuld abwehren. Im Nationalsozialismus (1933-1945) wurden laut wissenschaftlicher Erkenntnis rund sechs Millionen Juden get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Gemeindechef spricht von &#8222;alarmierender Eskalation&#8220;<\/p>\n<p>Die Recherchestelle ist in Tr\u00e4gerschaft der Amadeu Antonio Stiftung und wird vom Bund, Land und der Stadt Hannover gef\u00f6rdert. Sie erfasst auch Vorf\u00e4lle, die nicht als Straftaten eingestuft werden. RIAS geht von einer hohen Dunkelziffer aus, da viele J\u00fcdinnen und Juden Erlebnisse aus Angst oder mangelndem Vertrauen nicht anzeigten.\u00a0<\/p>\n<p>J\u00fcdische Gemeinden in Niedersachsen forderten mehr Anstrengungen gegen Judenfeindlichkeit. Die antisemitischen Straftaten w\u00fcrden deutlich brutaler und gef\u00e4hrlicher ver\u00fcbt, sagte die Vorsitzende der J\u00fcdischen Gemeinde in Oldenburg, Claire Schaub-Moore, Vorsitzende der J\u00fcdischen Gemeinde zu Oldenburg. Der Chef der Osnabr\u00fccker Gemeinde, Michael Gr\u00fcnberg sagte: &#8222;Wir m\u00fcssen uns ernsthaft fragen, ob der bisherige Umgang mit antisemitischen Straftaten noch angemessen ist \u2013 oder ob es nicht l\u00e4ngst an der Zeit ist, deutlich rigoroser dagegen vorzugehen.&#8220; Die Eskalation sei alarmierend.<\/p>\n<p>Im November wurde in Niedersachsen eine Kampagne gegen Antisemitismus gestartet. Gerhard Wegner, Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und f\u00fcr den Schutz j\u00fcdischen Lebens, stellte dennoch fest: &#8222;Der Antisemitismus w\u00e4chst und w\u00e4chst.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Wegner nannte mehrere konkrete Beispiele, unter anderem, dass &#8222;ein offen antisemitischer Rapper&#8220; zu einem gro\u00dfen, popul\u00e4ren Konzert eingeladen w\u00fcrde. Am geplanten Auftritt von Macklemore beim Festival Deichbrand im Juli gibt es massive Kritik. Der Zentralrat der Juden wirft dem US-Rapper &#8222;Propaganda&#8220; vor und hatte vor dem Besuch des Festivals im Landkreis Cuxhaven gewarnt.<\/p>\n<p>Wegner sagte, ihn erreichten zuletzt &#8222;fast t\u00e4glich Meldungen \u00fcber antisemitische Provokationen, Bel\u00e4stigungen vor allem durch Pal\u00e4stinenser und ihre Freunde in Niedersachsen&#8220;. Zudem gebe es &#8222;oft auch schlichte, plumpe Unbedachtsamkeiten im Kontakt mit J\u00fcdinnen und Juden&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen Zahl judenfeindlicher Taten enorm gestiegen 16.06.2025, 18:03 Uhr Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":195763,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30,1411,47452,16921],"class_list":{"0":"post-195762","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-niedersachsen","13":"tag-taten","14":"tag-zahl"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114695268223937340","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/195762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=195762"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/195762\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/195763"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=195762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=195762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=195762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}