{"id":195808,"date":"2025-06-16T22:17:12","date_gmt":"2025-06-16T22:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/195808\/"},"modified":"2025-06-16T22:17:12","modified_gmt":"2025-06-16T22:17:12","slug":"berlin-edge-east-side-berlin-was-berlins-hoechstes-buerogebaeude-fuer-die-stadt-bedeutet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/195808\/","title":{"rendered":"Berlin: &#8222;Edge East Side Berlin&#8220;: Was Berlins h\u00f6chstes B\u00fcrogeb\u00e4ude f\u00fcr die Stadt bedeutet"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 16.06.2025 23:18 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Mitten im Berliner Osten ist ein neuer Gigant in die Skyline gewachsen: Der &#8222;Edge East Side Berlin&#8220; ist mit 140 Metern das h\u00f6chste B\u00fcrogeb\u00e4ude der Stadt und wird fast vollst\u00e4ndig vom US-Konzern Amazon genutzt. Nun wurde der Tower offiziell er\u00f6ffnet. Von S\u00f6ren Hinze<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDirekt gegen\u00fcber vom S-Bahnhof Warschauer Stra\u00dfe und in Sichtweite zum RAW-Gel\u00e4nde bezieht Amazon in diesen Tagen rund 20 Etagen f\u00fcr ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum. 700 Mitarbeitende sind in den Tower in Berlin-Friedrichshain bereits eingezogen, bald sollen es bis zu 2.500 sein. Auf den oberen Stockwerken arbeiten k\u00fcnftig Softwareentwickler, KI-Expertinnen, Designer und Projektmanager an Amazons weltweiten Diensten und Produkten \u2013 von Fire TV \u00fcber Alexa bis zur Optimierung der Suchfunktionen auf Amazon.de.<br \/>\u00a0<br \/>Auf der untersten Etage wurde am Montag bereits das &#8222;Kiezlab&#8220; er\u00f6ffnet: \u00dcber 1.400 Quadratmeter Fl\u00e4che k\u00f6nnen lokale Initiativen f\u00fcr ehrenamtliche Arbeit kostenlos nutzen, sagt Jonathan Weiss, Standortleiter von Amazon in Berlin. &#8222;B\u00fcrofl\u00e4chen, Trainingsr\u00e4ume, Workshopr\u00e4ume stellen wir zur Verf\u00fcgung. Internet oder Getr\u00e4nke, vom Kopierpapier bis zum Drucker &#8211; alles ist kostenlos.&#8220; Ein sogenannter Makerspace biete eine offene Werkstatt an, um 3D-Druck, programmieren und Robotik zu lernen.<\/p>\n<p>    Berlin ist Startup-Hauptstadt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPlatz g\u00e4be es f\u00fcr mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bisher sind es rund 2.500 &#8211; weitere 500 will der Konzern also einstellen. &#8222;Wir suchen Menschen, die Interesse haben, Produkte zu entwickeln, die das Leben der Menschen verbessern&#8220;, k\u00fcndigt Weiss an.<br \/>\u00a0<br \/>Doch was bedeutet diese Ansiedlung f\u00fcr die Berliner Tech-Branche?<br \/>\u00a0<br \/>Wegen Amazon kann bei einzelnen Startups die Mitarbeiterbindung kurzfristig unter Druck geraten, denkt Christoph Stresing, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vom Bundesverband Deutsche Startups: &#8222;Aber unterm Strich wird es positiv sein, weil das Startup-\u00d6kosystem auch profitiert, wenn wir insgesamt ein starker Tech-Standort sind.&#8220;<br \/>\u00a0<br \/>Auch beim deutschen Digitalverband Bitkom sieht man Potenzial: &#8222;Gro\u00dfe, weltweit t\u00e4tige Unternehmen bringen in der Regel Know-how, internationale Sichtbarkeit und hoch qualifizierte Jobs in die Stadt. Das kann ein Innovationsmotor f\u00fcr die Region sein&#8220;, so Daniel Breitinger. Langfristig k\u00f6nnten davon auch kleinere Unternehmen und Startups, Hochschulen und der gesamte Arbeitsmarkt profitieren \u2013 sofern sie klug eingebunden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/rbb-imago-images-0395752771-100.jpg\" alt=\"Edge East Side Berlin, auch Amazon Tower genannt, Hochhaus an der Warschauer Br\u00fccke am 10.01.2024. (Quelle: IMAGO\/David Weyand)\" title=\"imago images 0395752771 | IMAGO\/David Weyand\"\/><\/p>\n<p>Berlins h\u00f6chstes Haus &#8222;Edge East Side &#8220; ist \u00fcbergeben worden<\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2024\/01\/berlin-edge-tower-amazon-fertig-uebergabe.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p>    M\u00fcnchen sitzt Berlin im Nacken<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn trotz des internationalen Zuzugs steht Berlin unter Konkurrenzdruck. Zwar wurden hier 2023 die meisten Unternehmen pro 100.000 Einwohner gegr\u00fcndet. Doch auch in M\u00fcnchen sei in den letzten Jahren eine starke Dynamik zu beobachten, sagt Stresing vom Startup-Verband.<br \/>\u00a0<br \/>BMW, Siemens, Infineon und viele weitere haben ihre Firmenzentrale in M\u00fcnchen und sind m\u00f6gliche Industriekunden von Startups und Tech-Unternehmen. Berlin k\u00f6nne zwar durch seine starke IT- und Kommunikationswirtschaft punkten. Aber um international ganz vorne mitzuspielen, so Bitkom, m\u00fcsse Berlin die Potenziale noch st\u00e4rker nutzen \u2013 etwa durch eine engere Verzahnung zwischen Forschung, Industrie und Kapital. So sieht es auch Stresing. Er meint, Berlin m\u00fcsse eine Wachstumsperspektive vermitteln: &#8222;Um nicht den Anschluss zu verlieren.&#8220;<br \/>\u00a0<br \/>Allerdings bleibe Berlin f\u00fcr Unternehmen noch ein \u00e4u\u00dferst attraktiver Standort. 200.000 Studierende und viele Hochschulen seien ein wichtiger Anreiz f\u00fcr junge Unternehmen sich in Berlin niederzulassen. Ein weiterer Pluspunkt sei die hohe Internationalit\u00e4t der Stadt. &#8222;Wir brauchen aber auch eine funktionierende Stadt&#8220;, sagt Stresing, &#8222;eine Verwaltung, die digital arbeitet, eine belastbare Infrastruktur, genug Kitapl\u00e4tze und Wohnraum.&#8220; Fr\u00fcher waren niedrige Mieten ein Standortvorteil von Berlin. Das \u00e4ndert sich seit einigen Jahren erheblich.<\/p>\n<p>    &#8222;Berlin vs Amazon&#8220;: Konzern l\u00f6st weitere Verdr\u00e4ngung im Kiez aus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKritiker des Amazon-Towers, wie das B\u00fcndnis &#8222;Berlin vs Amazon&#8220;, werfen dem Konzern und seiner neuen Zentrale steigende Mieten und Verdr\u00e4ngung im Kiez vor. Auf einem Firmenblog weist Amazon die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck: F\u00fcr solche Herausforderungen sei nicht ein Unternehmen allein verantwortlich. Vielmehr sei der knappe Wohnraum eine Folge der wachsenden Attraktivit\u00e4t der Stadt. &#8222;Die Mieten sind auch ein Thema f\u00fcr unsere Mitarbeitenden. Ich glaube, da muss sich Deutschland, aber auch Berlin \u00fcberlegen, wie man besser bezahlbaren Wohnraum schaffen kann. Daran haben wir auch Interesse&#8220;, so Amazon-Standortleiter Jonathan Weiss.<br \/>\u00a0<br \/>In dieser Hinsicht steht das gr\u00f6\u00dfte B\u00fcrogeb\u00e4ude Berlin auch f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung der Stadt: Amazon kann nur gewinnen, wenn auch Startups, Studierende und Kreative eine Wohnung finden. Sonst stirbt das \u00d6kosystem, das Berlin attraktiv macht. Die Rechnung ist einfach, die L\u00f6sung schwer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSendung: Abendschau, 16.06.2025, 19:30 Uhr<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2025\/06\/amazon-tower-standort-berlin-neu-startups-techszene.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                                                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.tagesschau.de\/image\/898f19c3-6760-4be2-a33f-1fa765216ec2\/AAABlap_olM\/AAABkZLrr6A\/original\/lra-rbb-logo-100.svg\" alt=\"Rundfunk Berlin-Brandenburg\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.06.2025 23:18 Uhr Mitten im Berliner Osten ist ein neuer Gigant in die Skyline gewachsen: Der &#8222;Edge&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":195809,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,2239],"class_list":{"0":"post-195808","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-rbb"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114695362728017842","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/195808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=195808"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/195808\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/195809"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=195808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=195808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=195808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}