{"id":196102,"date":"2025-06-17T01:00:12","date_gmt":"2025-06-17T01:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/196102\/"},"modified":"2025-06-17T01:00:12","modified_gmt":"2025-06-17T01:00:12","slug":"philosopph-liessmann-man-soll-die-kinder-nicht-dort-abholen-wo-sie-sind-sondern-zeigen-wo-sie-hinkommen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/196102\/","title":{"rendered":"Philosopph Liessmann: \u201eMan soll die Kinder nicht dort abholen, wo sie sind, sondern zeigen, wo sie hinkommen k\u00f6nnen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Konrad Paul Liessmann ist Autor einer \u201eTheorie der Unbildung\u201c, sieht \u201eBildung als Provokation\u201c und bem\u00e4ngelt, dass im Unterricht nur noch \u201eKompetenz\u201c vermittelt werden soll. Beim gemeinsamen Schallplattenh\u00f6ren kritisiert der Philosoph auch die moderne Universit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Betritt man die Wiener Wohnung von Konrad Paul Liessmann, er\u00f6ffnet sich eine Welt der Dinge. \u201eDas Universum der Dinge\u201c hat der Philosoph eines seiner vielen B\u00fccher genannt, und hier sieht man es. Beim Anblick des Arbeitszimmers mit dem Schreibtisch inmitten riesiger B\u00fccherregale f\u00e4llt einem das Gem\u00e4lde \u201eDer B\u00fccherwurm\u201c von Carl Spitzweg ein: Sogar eine Leiter steht bereit, um nach den B\u00e4nden zu greifen, die sich knapp unter der Decke befinden. Durch die Fl\u00fcgelt\u00fcr geht man ein Zimmer weiter, wo \u2013 alles so wohlgeordnet wie in einem Roman von Adalbert Stifter \u2013 Schallplatten und CDs stehen.<\/p>\n<p>Man sagt den Philosophen nach, dass sie sich vor der Welt des Dinglichen in die \u00e4therischen Gebilde des Geistigen fl\u00fcchten. Nicht Liessmann. \u201eMich interessiert das Lebendige der toten Dinge\u201c, sagt der 72-J\u00e4hrige. \u201eDinge haben ihre Geschichte, allein \u00fcber die Gebrauchsspuren.\u201c Die Dinge, die ihn seit Kindheitstagen begleiten, sind B\u00fccher und Platten. In einem \u00e4rmlichen Nachkriegshaushalt aufgewachsen, brachte ihm seine Mutter, ausgebildete Bibliothekarin, die Welt der B\u00fccher n\u00e4her, die er beim Lesen lieben lernte. Die Fantasiewelten von Karl May faszinierten ihn ebenso wie die Geschichte vom selbst gew\u00e4hlten Tod des Sokrates in einer popul\u00e4ren Einf\u00fchrung in die Philosophie. <\/p>\n<p>Dann kam etwas Neues in die elterliche Wohnung: ein Plattenspieler. Ein st\u00e4ndiges Objekt der Begierde f\u00fcr das Kind, wie er erz\u00e4hlt, und noch f\u00fcr den Erwachsenen. Gerade hat Liessmann beim Residenz-Verlag in der Reihe \u201eDinge des Lebens\u201c mit \u201eDer Plattenspieler\u201c ein B\u00fcchlein ver\u00f6ffentlicht, das von der eigenen Liebe zum Vinyl erz\u00e4hlt, aber auch eine kleine Philosophie des Plattenspielers ist. Ein Ger\u00e4t, das die Welt ver\u00e4nderte? Sogar der mit Superlativen zur\u00fcckhaltende Theodor W. Adorno sprach 1969 in \u201eOper und Langspielplatte\u201c von einer \u201eRevolution\u201c, wie Liessmann schreibt, und Friedrich Kittlers geniale Technikphilosophie \u201eGrammophon Film Typewriter\u201c ist weltber\u00fchmt.<\/p>\n<p class=\"c-inline-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<ul class=\"c-inline-teaser-list__content\">\n<li class=\"c-inline-teaser-list__element\">\n<p>Weltplus ArtikelFortschrittswahn und Aktivismus<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als er in Wien Philosophie studierte, kaufte sich Konrad Paul Liessmann den ersten eigenen Plattenspieler und machte sich auf Entdeckungsreisen durch die Plattenl\u00e4den. Er zieht ein paar Platten aus dem Regal, die ihm besonders wichtig sind. Zu jeder gibt es eine Geschichte, wann und wo er sie erworben hat. Manchmal war es nur das Cover, das ihn zum Kauf verf\u00fchrte. Da steht \u201eDer Freisch\u00fctz\u201c neben Velvet Underground mit der ber\u00fchmten Banane von Andy Warhol oder die von Adorno hochgelobten Beethoven-Symphonien von Ren\u00e9 Leibowitz, die damals nur in einem franz\u00f6sischen Antiquariat aufzutreiben waren, neben \u201eArs Longa Vita Brevis\u201c von der Prog-Rock-Band The Nice.<\/p>\n<p>Aus dem Regal zieht Liessmann eine Platte. Sein \u201egr\u00f6\u00dfter Schatz\u201c, sagt er, ein Direktschnitt von Wagners \u201eDer Ritt der Walk\u00fcren\u201c, seit \u00fcber 50 Jahren in seinem Besitz. Eine Seltenheit f\u00fcr Liebhaber, die er nun aus der H\u00fclle zieht und behutsam auf den Plattenspieler legt. Die Platte wird nass abgespielt. Eine Aufmerksamkeit gegen\u00fcber den Dingen, die im Zeitalter des Streamings per Klick oder Wisch antiquiert oder unzeitgem\u00e4\u00df wirkt. Von Liessmann auf das rote Ledersofa dirigiert, auf dem er selbst immer zum Musikh\u00f6ren sitzt, erklingen die wuchtigen Blechbl\u00e4ser, als ob man mitten im Orchester s\u00e4\u00dfe und nicht in einer ruhigen Altbauwohnung in Wiens 6. Bezirk. Auf einem der Boxent\u00fcrme steht eine Wagner-B\u00fcste, und fast scheint es, als w\u00fcrde sie l\u00e4cheln, w\u00e4hrend die Walk\u00fcren \u00fcber einen hinwegdonnern.<\/p>\n<p>Einen Plattenspieler besitzt Liessmann, trotz der neuen akustischen Konsumkultur der Streamingdienste, nicht nur aus Nostalgie, sondern auch aus philosophischen Gr\u00fcnden. \u201eReproduktionstechnologien, das habe ich bei Walter Benjamin und G\u00fcnther Anders gelernt, formieren unsere Wahrnehmungen und damit auch unsere Empfindungen\u201c, schreibt er in seinem Buch. Es geht nicht nur um den magischen Moment, wenn sich die Nadel in die Rillen des Vinyls herabsenkt, sondern um das Verh\u00e4ltnis zur Welt. Das Digitale ist eine Welt der Zahlen, nicht der Dinge. Oder anders gesagt: \u201eWer digitalisierte Musik h\u00f6rt, rechnet, wer sich eine Schallplatte auflegt, philosophiert\u201c, so Liessmann.<\/p>\n<p>\u201eIch bin kein Kulturpessimist, aber mich besch\u00e4ftigt, dass sich die Dingwelt, die mich ein Leben lang begleitet hat, im Zeitalter der Digitalisierung verfl\u00fcchtigt\u201c, sagt Liessmann. Er sitzt im dunklen Anzug auf dem roten Sofa, dar\u00fcber h\u00e4ngen Gem\u00e4lde, die er sich \u201eerschrieben\u201c hat, als Geschenk f\u00fcr einen Katalogtext oder eine Rede bei einer Ausstellungser\u00f6ffnung. Immer mit einer Geschichte dazu, auch hier. \u201eEin E-Book kann nicht abgegriffen sein wie ein Buch. Doch die Spuren dr\u00fccken eine Beziehung zwischen mir und dem Ding aus\u201c, sagt Liessmann weiter. \u201eDer digitale Code hinterl\u00e4sst keine Spur mehr bei uns, aber wir hinterlassen Spuren im Digitalen. Eine Datenspur des Konsums, unserer Kreditkarte, unserer Aufrufe und Vorlieben.\u201c So werden wir im Digitalen, trotz oder wegen der Allverf\u00fcgbarkeit, immer beziehungsloser.<\/p>\n<p>Verschwindet das Dinghafte an den Dingen? \u201eMan kann das Digitale wie die platonische Ideenwelt begreifen, ohne Beiwerk und H\u00fclle, ohne Schein und T\u00e4uschung, ohne sinnliche Attraktivit\u00e4t\u201c, sagt Liessmann. \u201eOder als s\u00e4kularisierte protestantische Kirche, in der nichts \u00dcppiges, Gl\u00e4nzendes, Verf\u00fchrerisches mehr sein darf, sondern nur noch die reine Botschaft. Doch als Sinnenwesen lebt der Mensch nicht nur von der Botschaft.\u201c Es geht Liessmann um das, was \u2013 von den Theoretikern der Verdinglichung notorisch untersch\u00e4tzt \u2013 die Botschaft transportiert, umh\u00fcllt oder vergegenst\u00e4ndlicht. So haben sich die Zeichen der Zeit ge\u00e4ndert: Was im 20. Jahrhundert die Kritik der Verdinglichung war, k\u00f6nnte im 21. Jahrhundert die Kritik der Entdinglichung werden.<\/p>\n<p>Liessmanns philosophischer Weg zu den Dingen f\u00fchrte von den schon zu Schulzeiten entdeckten Marx und Hegel, den Denkern einer unheimlichen Verselbstst\u00e4ndigung der Dingwelt, \u00fcber Adorno, Benjamin und Nietzsche zu G\u00fcnther Anders, dem gro\u00dfen Vergessenen der deutschen Philosophiegeschichte, der mit Hannah Arendt verheiratet war, bevor sie weltber\u00fchmt wurde. Aus der Schule der Ph\u00e4nomenologie nach Husserl sei Anders derjenige gewesen, der sich am radikalsten der modernen Dingwelt zuwandte, sagt Liessmann, mit bis heute un\u00fcbertroffenen Texten zum Fernsehapparat oder zur Atombombe. Als er Anfang der 1980er-Jahre Anders kennenlernte, galt dessen Hauptwerk \u201eDie Antiquiertheit des Menschen\u201c als Geheimtipp, das es auch heute noch ist. Anders lebte damals in Wien, bis zu seinem Tod 1992 stand Liessmann im engen Kontakt mit ihm und rehabilitierte den Philosophen in der akademischen Welt: mit einer allerersten Tagung zu dessen Werk und der Gr\u00fcndung einer Anders-Gesellschaft.<\/p>\n<p>In seiner Schulzeit hatte er zwei pr\u00e4gende Lehrer<\/p>\n<p>Die Philosophie hat zwei Wurzeln\u201c, erkl\u00e4rt Liessmann, der als Kolumnist und Talkshow-Gast auch eine \u00d6ffentlichkeit abseits des Elfenbeinturms gesucht und gefunden hat: \u201eDen Marktplatz, auf dem Sokrates unterwegs war, und die Akademie, die Platon gegr\u00fcndet hat\u201c, sagt Liessmann. Ohne au\u00dferakademische Philosophen wie Kierkegaard, Nietzsche, Schopenhauer und Marx w\u00fcrde es auch in der Akademie \u00f6de zugehen, ganz ohne Existenzialismus, Lebensphilosophie, Pessimismus oder dialektischen Materialismus. <\/p>\n<p>So hat Liessmann w\u00e4hrend der Jahre, die er als Philosophieprofessor an der Wiener Uni lehrte, immer auch Zweifel auf dem modernen Marktplatz der Meinungen gestreut. Oft hat er sich in seinen Beitr\u00e4gen \u2013 im Sinne von Nietzsches \u201eUnzeitgem\u00e4\u00dfen Betrachtungen\u201c \u2013 gegen den Zeitgeist gestellt, wie er schon als Student in einer linken 68er-Zeitung mit Adornos Autonomie\u00e4sthetik f\u00fcr Aufruhr sorgte. Die galt n\u00e4mlich als reaktion\u00e4r; Parteilichkeit und Engagement waren angesagt. Auch heute werde wieder h\u00e4ufiger so argumentiert, sagt Liessmann.<\/p>\n<p>Er zeigt zwei weitere B\u00fccher, mit denen er als streitfreudiger Denker zu einem seiner Lebensthemen bekannt wurde: \u201eTheorie der Unbildung\u201c und \u201eBildung als Provokation\u201c. Immer wieder klagt Liessmann lautstark die Irrwege einer Bildungspolitik mit ihrer verh\u00e4ngnisvollen Kompetenzorientierung, der Entwertung des Wissens und der durch den Pisa-Test vorgegebenen Reduktion auf Grundoperationen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften an. \u201eMan soll die Kinder nicht dort abholen, wo sie sind, sondern zeigen, wo sie hinkommen k\u00f6nnen\u201c, sagt Liessmann. Auch in der Universit\u00e4t, wo seit der Bologna-Reform die Verschulung und Verplanung immer gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe annehmen. Das sei die Zerst\u00f6rung einer akademischen Welt gewesen, zu deren Ideal einmal die Freiheit von Forschung und Lehre geh\u00f6rten.<\/p>\n<p class=\"c-inline-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<ul class=\"c-inline-teaser-list__content\">\n<li class=\"c-inline-teaser-list__element\">\n<p>Weltplus ArtikelDer gr\u00f6\u00dfte Philosoph aller Zeiten<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>In seiner eigenen Schulzeit habe er zwei pr\u00e4gende Lehrer gehabt, erz\u00e4hlt Liessmann, einen fortschrittlichen Deutsch- und einen konservativen Religionslehrer. Beide forderten ihn heraus, nickten nicht fr\u00f6hlich alles ab. Ohne Anstrengung gibt es kein Gl\u00fcck. Es braucht \u2013 wie bei den Dingen \u2013 Reibung, damit Spuren bleiben. Liessmanns philosophisches Programm ist eines, das Einspruch erhebt gegen eine Gegenwart des Reibungslosen und des Glatten, wie sie sich im von Algorithmen gesteuerten Digitalen ank\u00fcndigt. In seinem Denken knistert es noch, wie bei einer alten Lieblingsplatte.<\/p>\n<p>Konrad Paul Liessmann, 1953 in Villach geboren, war bis 2021 Professor f\u00fcr Philosophie an der Universit\u00e4t Wien. Seit 1997 ist er in der Leitung des \u201ePhilosophicum Lech\u201c, das jedes Jahr ein viel beachtetes interdisziplin\u00e4res Symposium veranstaltet. Zuletzt sind von ihm die B\u00fccher \u201eAlle Lust will Ewigkeit\u201c (2021), \u201eLauter L\u00fcgen\u201c (2023) und \u201eDer Plattenspieler\u201c (2025) erschienen. Im Herbst erscheint \u201eWas nun? Eine Philosophie der Krise\u201c. F\u00fcr seine Ver\u00f6ffentlichungen hat er zahlreiche Preise erhalten. Wenn Liessmann nicht Musik h\u00f6rt oder B\u00fccher liest und schreibt, macht er ausgiebige Touren mit seinem Rennrad, dem er in seinem Buch \u201eDas Universum der Dinge\u201c ein eigenes Kapitel gewidmet hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Konrad Paul Liessmann ist Autor einer \u201eTheorie der Unbildung\u201c, sieht \u201eBildung als Provokation\u201c und bem\u00e4ngelt, dass im Unterricht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":196103,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[752,1784,1785,29,214,27577,30,64571,64573,64572,2908,64575,57724,215,64574],"class_list":{"0":"post-196102","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-bildung","9":"tag-books","10":"tag-buecher","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-friedrich","14":"tag-germany","15":"tag-geschichte-der-popmusik-ks","16":"tag-konrad-paul","17":"tag-liessmann","18":"tag-msn-feed-plus","19":"tag-nietzsche","20":"tag-philosophie","21":"tag-unterhaltung","22":"tag-vinyl-schallplatten-ks"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114696003581501194","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/196102","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=196102"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/196102\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/196103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=196102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=196102"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=196102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}