{"id":196409,"date":"2025-06-17T03:48:15","date_gmt":"2025-06-17T03:48:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/196409\/"},"modified":"2025-06-17T03:48:15","modified_gmt":"2025-06-17T03:48:15","slug":"warum-astronomen-in-der-lausitz-ueber-aliens-pulsare-und-schwarze-loecher-reden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/196409\/","title":{"rendered":"Warum Astronomen in der Lausitz \u00fcber Aliens, Pulsare und Schwarze L\u00f6cher reden"},"content":{"rendered":"<p>Supercomputer der TU Dresden wird f\u00fcr SKA-Daten gebraucht<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Das Square Kilometre Array wird pro Nacht ein Exabyte an Daten erzeugen&#8220;, sagt Hasinger und erkl\u00e4rt: &#8222;Ein Exabyte, das sind tausend Petabyte und ein Petabyte sind tausend Terrabyte und ein bis zwei Terrabyte sind typischerweise das Speichervolumen eines Laptops.&#8220; Man br\u00e4uchte also eine Million Laptops, um alle Informationen aus einer einzigen Beobachtungsnacht zu speichern. Ohne k\u00fcnstliche Intelligenz werde es nicht m\u00f6glich sein, zu filtern, welche Daten wertvoll sind und welche nicht, sagt der Astrophysiker. Die Rechenpower, die f\u00fcr diese Aufgaben ben\u00f6tigt werden, sollen der neue Supercomputer <a href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/tu-dresden\/newsportal\/news\/milestone-for-energy-efficient-ai-systems-tud-launches-spinncloud-supercomputer\" title=\"Supercomputer TU Dresden\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;796d66d7-390f-4907-aaa8-ca3c0087ae97&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;blank&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Supercomputer TU Dresden&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Spinncloud&#8220;<\/a> an der TU Dresden und sp\u00e4ter auch ein neues Rechenzentrum am DZA in G\u00f6rlitz liefern.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSchon jetzt laufen die ersten Versuche, sagt Hasinger: &#8222;Wir haben Zugang zu zwei Radioantennen in S\u00fcdafrika. Deren Daten k\u00f6nnen wir direkt an unseren Supercomputer nach Dresden holen und dort unsere Digitalisierungsprojekte beginnen.&#8220;\n<\/p>\n<p>Forscher suchen nach Funkl\u00f6chern in der Lausitz<\/p>\n<p class=\"text\">\nEin weiteres radioastronomisches Projekt sind der Bau und der Test von neuen Radioantennen, an denen sich das Deutsche Zentrum f\u00fcr Astrophysik beteiligt hat. Sie geh\u00f6ren zum Deep Synoptic Array (DSA 2000), einem US-Projekt, bei dem \u00fcber 2000 dicht beieinanderstehende Radioantennen so zusammengeschaltet werden sollen, dass praktisch eine Beobachtung des Kosmos in Echtzeit m\u00f6glich wird, bei der das Array den gesamten sichtbaren Himmel mehrfach vollst\u00e4ndig abbildet und dabei mehr Milliarde Radioquellen analysiert.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nGebaut werden k\u00f6nnten diese speziellen Antennen durch die Firma Mtex, die auch einen Standort in Schkeuditz nahe dem Leipziger Flughafen betreibt. Zuvor aber m\u00fcssen Prototypen getestet werden. Daf\u00fcr suchen die G\u00f6rlitzer Forscher gerade nach Orten in der Lausitz, an denen es m\u00f6glichst keine menschliche Funkstrahlung gibt, also weder Handy, noch Radio oder Fernsehempfang. Dies wird als Hochfrequenzst\u00f6rung (RFI) bezeichnet und ist f\u00fcr Radioastronomen das, was <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/astronomie-raumfahrt\/extremely-large-telescope-eso-konflikt-mit-geplanter-wasserstoff-fabrik-102.html\" title=\"Streit um die W\u00fcste: Wie ein Industrieprojekt die Astronomie gef\u00e4hrdet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lichtverschmutzung f\u00fcr die Kollegen an den optischen Teleskopen<\/a> ist.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nWirklich funkstille Orte sind aber rar. Der h\u00e4ufig eingeschr\u00e4nkte Internetempfang am Handy reicht nicht aus, auch wenn \u00fcber die Funkl\u00f6cher oft geschimpft wird. Hasinger lacht und erz\u00e4hlt: &#8222;Wir hatten zum Beispiel einen Kollegen, der herumgefahren ist und Messungen gemacht hat. Da hat ihn ein Mann gefragt: Was machen Sie denn hier? Der Kollege antwortet: Ich messe St\u00f6rstrahlung, ich suche nach Funkl\u00f6chern. Sagt der Mann: Ach, kommen Sie doch mal zu mir im Garten. Bei mir ist kein Handyempfang.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Supercomputer der TU Dresden wird f\u00fcr SKA-Daten gebraucht &#8222;Das Square Kilometre Array wird pro Nacht ein Exabyte an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":196410,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[64641,64633,39972,64643,29,64636,64639,597,64640,30,14373,61875,64645,6904,6759,64637,64634,64644,64642,64638,190,189,64635,60390,194,191,594,193,192],"class_list":{"0":"post-196409","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-antennen","9":"tag-astrophysik","10":"tag-datenanalyse","11":"tag-deepsynopticarray","12":"tag-deutschland","13":"tag-dza","14":"tag-exabyte","15":"tag-forschung","16":"tag-funkstille","17":"tag-germany","18":"tag-goerlitz","19":"tag-kosmos","20":"tag-kuenstlicheintelligenz","21":"tag-lausitz","22":"tag-mdr-wissen","23":"tag-pulsare","24":"tag-radioteleskop","25":"tag-radiowellen","26":"tag-relativitaetstheorie","27":"tag-schwarzeloecher","28":"tag-science","29":"tag-science-technology","30":"tag-skao","31":"tag-supercomputer","32":"tag-technik","33":"tag-technology","34":"tag-universum","35":"tag-wissenschaft","36":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114696664309038080","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/196409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=196409"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/196409\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/196410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=196409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=196409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=196409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}