{"id":19657,"date":"2025-04-10T01:26:20","date_gmt":"2025-04-10T01:26:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/19657\/"},"modified":"2025-04-10T01:26:20","modified_gmt":"2025-04-10T01:26:20","slug":"bell-food-group-baut-gefluegelproduktion-in-deutschland-aus-fokus-auf-bio-fleisch-lebensmittelpraxis-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/19657\/","title":{"rendered":"Bell Food Group baut Gefl\u00fcgelproduktion in Deutschland aus \u2013 Fokus auf Bio-Fleisch \u2013 Lebensmittelpraxis.de"},"content":{"rendered":"<p>                Beitrag teilen<\/p>\n<p>Der Konzern Bell Food Group plant den Ausbau der Gefl\u00fcgelproduktion und die Erweiterung des deutschen Rohschinkensortiments, wie der CEO Marco Tschanz im LP-Interview sagt.<\/p>\n<p>\n                                            Mittwoch, 09. April 2025, 05:40 Uhr\n                                    <\/p>\n<p>\n                    Jens Hertling                <\/p>\n<p>                      Potenzial sieht Bell in Deutschland im Ausbau des Rohschinkenangebots.                    <\/p>\n<p>                      Bildquelle: Bell Food Group\n                            <\/p>\n<p>Der deutsche Markt ist von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr uns, erkl\u00e4rte Marco Tschanz, CEO der Bell Food Group mit Hauptsitz in Basel, im Gespr\u00e4ch mit der Lebensmittel Praxis. Rund 37 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet die Schweizer Gruppe au\u00dferhalb des Heimat\u00admarktes. Deutschland ist mit einem Nettoerl\u00f6s von \u00fcber 900 Millionen CHF (940 Millionen Euro) dabei der gr\u00f6\u00dfte Auslandsmarkt. Rund 100 Millionen CHF (104,4 Millionen Euro) davon setzt Bell Deutschland um.<\/p>\n<p>Die Strategie der Bell Food Group, deren Hauptaktivit\u00e4ten vor allem in der Schweiz in der Fleischverarbeitung und im Conveniencebereich liegen, ist einfach: \u201eWenn wir auf den Teller schauen und frische Lebensmittel sehen, sagen wir: ,Diese Produkte sollten von uns kommen.\u2018\u201c Und das funktioniert: Der Nettoumsatz der Gruppe stieg 2024 w\u00e4hrungs- und akquisitionsbereinigt um 5,7 Prozent auf 4,7 Milliarden Schweizer Franken (rund 4,92 Milliarden Euro). Damit konnte die Bell Food Group das Umsatzwachstum 2024 von 5,5 Prozent \u00fcbertreffen. Besonderes Potenzial sieht der CEO beim Gefl\u00fcgelabsatz in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz und beim Ausbau des Rohschinkenangebots sowie im Conveniencebereich.<\/p>\n<p>Gute Gesch\u00e4fte mit Rohschinken<\/p>\n<p>Zufrieden zeigte sich Marco Tschanz mit dem Rohschinkengesch\u00e4ft in Deutschland und Spanien: \u201eWir haben uns gut behauptet und konnten in einem schrumpfenden Markt Marktan\u00adtei\u00adle gewinnen.\u201c In Europa sei Bell der einzige Rohschinkenanbieter mit einem Vollsortiment aus eigener Produktion. Diese klare St\u00e4rke will Bell weiter ausbauen. \u201eWenn wir auf unsere Entwicklung zur\u00fcckblicken, vor allem auf die Zeit, als wir noch Br\u00fchwurst-Fabriken von Zimbo betrieben haben, sind wir heute klarer positioniert\u201c. In den Bereichen Rohschinken, W\u00fcrfelschinken und Thekenware sieht sich die Gruppe als sehr gut aufgestellt.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Bell ist die Marke Abraham Marktf\u00fchrer bei Rohschinken in Deutschland. Besonders erfreulich sei das Wachstum bei den spanischen Spezialit\u00e4ten. Da das Unternehmen diese selbst auf der iberischen Halbinsel produziert und anschlie\u00dfen im nieders\u00e4ch\u00adsi\u00adschen Harkebr\u00fcgge schneidet, ist es nicht nur kosteng\u00fcnstig, sondern kann seinen Kunden jederzeit die Qualit\u00e4t garantieren. Insofern sei es eine kluge Idee gewesen, bereits 2005 eine eigene Produktionsst\u00e4tte in Spanien in Betrieb genommen zu haben. Mittlerweile gibt es dort drei Werke f\u00fcr spanischen Schinken.<\/p>\n<p>In seinem Slicer-Werk in Harkebr\u00fcgge hat das Unternehmen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben vor allem in moderne Produktionsanlagen und damit in die Herstellung hauchd\u00fcnner Scheiben investiert. Verglichen mit den traditionellen Schinkenscheiben sind diese noch d\u00fcnner geschnitten. Ein weiterer, mengenm\u00e4\u00dfig noch kleiner, aber stetig wachsender Bereich ist der Bio-Anteil im Rohschinkensegment. \u201eWir haben neue Produkte entwickelt, die gut angenommen werden. Wir planen, auch unsere spanischen Spezialit\u00e4ten verst\u00e4rkt in Bio-Qualit\u00e4t anzubieten.\u201c<\/p>\n<p>Bio-Gefl\u00fcgelproduktion im Ausbau<\/p>\n<p>Gro\u00dfes Augenmerk legt Bell auf die Gefl\u00fcgelproduktion: \u201eWir sind der gr\u00f6\u00dfte Bio-Gefl\u00fcgelproduzent in Europa. Vor allem in Deutschland laufen unsere Gesch\u00e4fte in diesem Bereich sehr gut.\u201c Gefl\u00fcgel liege nach wie vor im Trend, was sich positiv auf das Gesch\u00e4ft auswirke. Hier sieht das Unternehmen noch viel Potenzial. \u201eEigent\u00adlich k\u00f6nnten wir derzeit mehr verkaufen, als wir produzieren.\u201c Bell b\u00fcndelt den Gesch\u00e4ftsbereich Gefl\u00fcgel unter Hubers\/S\u00fctag. Um mit der Mengenentwicklung Schritt halten zu k\u00f6nnen, werden Gespr\u00e4che \u00fcber einen Ausbau der Gefl\u00fcgelproduktion gef\u00fchrt. Damit verbunden ist die Gewinnung von weiteren M\u00e4stern in Deutschland.<\/p>\n<p>Der CEO spricht aber auch Probleme an, die aus seiner Sicht in Deutschland bestehen: \u201eDie politischen Unsicherheiten in Deutschland, zum Beispiel bei den Rahmenbedingungen f\u00fcr Haltungsformen, sind f\u00fcr die Wirtschaft nicht f\u00f6rderlich. Die Landwirtschaft braucht Sicherheit von Politik und Handel, damit sich die notwendigen Investitionen f\u00fcr den Neu- oder Umbau eines H\u00e4hnchenmastbetriebes lohnen.\u201c Eine echte Herausforderung seien die b\u00fcrokratischen Abl\u00e4ufe und die vielen Vorschriften in Deutschland. \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass die Rahmenbe\u00addin\u00adgungen verbessert werden und hoffe, dass die neue Regierung den Mittelstand st\u00e4rker unterst\u00fctzt.\u201c<\/p>\n<p>3 Fragen an<\/p>\n<p>Marco Tschanz, CEO der Bell Food Group<\/p>\n<p><strong>Sie sind an Mosa Meat beteiligt, das Rindfleisch direkt aus tierischen Zellen herstellt. Wann kommt der Mosa-Meat-Burger?<\/strong><br \/><strong>Marco Tschanz:<\/strong> Letztes Jahr haben wir die Zulassung f\u00fcr kultiviertes Rinderfett in Europa und in der Schweiz beantragt. Die Zulassung k\u00f6nnte etwa zwei Jahre dauern. Sie wird zun\u00e4chst nur f\u00fcr Hybridprodukte m\u00f6glich sein, also zum Beispiel 80 Prozent pflanzliches und 20 Prozent kultiviertes Rinderfett, um den Fleischgeschmack in Fleischalternativen zu intensivieren. Geht man von einer Zulassungszeit von zwei Jahren plus der Entwicklung der Fleischzellen aus, rechne ich damit, dass der Burger fr\u00fchestens 2030 massenmarktf\u00e4hig im Lebensmitteleinzelhandel sein wird.<\/p>\n<p><strong>Warum haben Sie in Mosa Meat investiert?<\/strong><br \/>F\u00fcr uns ist es wichtig, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten. In der Schweiz sind wir Marktf\u00fchrer im Fleischbereich. Als Verarbeiter sind wir auf Rohstoffe angewiesen, und wenn diese statt von der Weide pl\u00f6tzlich aus dem Bioreaktor kommen, m\u00fcssen wir fr\u00fchzeitig Bescheid wissen. Deshalb haben wir in diesen Bereich investiert.<\/p>\n<p><strong>Was bringt die Zukunft?<\/strong><br \/>Wir wollen weiterhin profitabel wachsen. Dabei steht nicht der Umsatz im Vordergrund, sondern die Profitabilit\u00e4t, insbesondere das EBITDA-Wachstum. Wir konzentrieren uns darauf, nur dort t\u00e4tig zu sein, wo wir einen echten Mehrwert bieten k\u00f6nnen, um Marktanteile zu gewinnen und organisch zu wachsen. Das ist unser Ziel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beitrag teilen Der Konzern Bell Food Group plant den Ausbau der Gefl\u00fcgelproduktion und die Erweiterung des deutschen Rohschinkensortiments,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19658,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,12361,3364,29,12363,30,13,14,3923,15,3921,12362,12],"class_list":{"0":"post-19657","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-bell-food","13":"tag-de","14":"tag-deutschland","15":"tag-gefluegel","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-nachrichten-aus-deutschland","20":"tag-news","21":"tag-news-aus-deutschland","22":"tag-rohschinken","23":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114311068576214854","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19657"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19657\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19658"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}