{"id":197661,"date":"2025-06-17T15:10:17","date_gmt":"2025-06-17T15:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/197661\/"},"modified":"2025-06-17T15:10:17","modified_gmt":"2025-06-17T15:10:17","slug":"regen-allein-reicht-nicht-landesbauernverband-fordert-aenderung-der-duengeverordnung-ernteschaetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/197661\/","title":{"rendered":"Regen allein reicht nicht \u2013 Landesbauernverband fordert \u00c4nderung der D\u00fcngeverordnung \u2013 Erntesch\u00e4tzung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die diesj\u00e4hrige Presse-Erntefahrt des Landvolk Niedersachsen zeigt ein durchwachsenes Bild: Die Getreidebest\u00e4nde haben sich vielerorts noch gut entwickelt \u2013 dort, wo der Regen zur rechten Zeit kam. Doch neben dem Wetter sorgt ein weiteres Thema f\u00fcr gro\u00dfe Unruhe bei Niedersachsens Landwirten: Die Qualit\u00e4t des Getreides. Denn trotz guter B\u00f6den und angepasster Sorten, wie beim Grannenweizen von Wilken Hunze aus dem Landkreis Hildesheim, fehlt es den Pflanzen schlicht an N\u00e4hrstoffen \u2013 und das aus politischen Gr\u00fcnden. \u201eOhne eine \u00c4nderung der D\u00fcngeverordnung werden wir k\u00fcnftig nur noch Futterweizen ernten, obwohl wir die guten B\u00f6den haben, auf denen wir Qualit\u00e4ts-Backweizen zur Herstellung von Lebensmitteln anbauen und den M\u00fchlen liefern k\u00f6nnen\u201c, warnt Landvolkpr\u00e4sident Holger Hennies.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/celler-presse.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Getreidequalitaet-bereitet-Landvolk-Sorgen-Regen-allein-reicht-nicht.jpg\" data-lightbox=\"cp-lightbox\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Getreidequalitaet-bereitet-Landvolk-Sorgen-Regen-allein-reicht-nicht-1200x800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2395670\"  \/><\/a>Dr. Holger Hennies und Conrad Westphale fordern entschlossen: Die D\u00fcngeverordnung muss dringend \u00fcberarbeitet werden \u2013 im Sinne von Qualit\u00e4t, Ern\u00e4hrungssicherheit und fairen wirtschaftlichen Bedingungen f\u00fcr die Landwirtschaft<\/p>\n<p>Was sich dramatisch anh\u00f6rt, ist f\u00fcr viele Landwirte l\u00e4ngst Realit\u00e4t. Die politisch verordnete Reduktion der Stickstoffd\u00fcngung, insbesondere in den sogenannten Roten Gebieten, l\u00e4sst den Proteinwert des Weizens unter die von den M\u00fchlen geforderte Marke von 12 Prozent sinken. \u201eDieser Weizen wird kein Brotweizen\u201c, bringt es Hunze auf den Punkt. Er muss 20 Prozent weniger Stickstoff ausbringen als die Pflanzen ben\u00f6tigen. \u201eKein Boden kann das aufholen. Es wird zu qualitativen und quantitativen Ernteeinbu\u00dfen kommen. Erst zur Ernte werden wir wissen, ob die K\u00f6rner ausgef\u00fcllt sind oder nicht\u201c, ist sich der 33-j\u00e4hrige Landwirt aus Banteln sicher.<\/p>\n<p>Die Folge: Statt hochwertigem Qualit\u00e4tsweizen ernten viele Landwirte lediglich Futterweizen. Ein Minusgesch\u00e4ft, denn die Preisdifferenz kann bis zu 50 Euro pro Tonne betragen. Hennies kritisiert die Grundlage der Einschr\u00e4nkungen scharf: \u201eEinzelne Messstellen mit fragw\u00fcrdiger Aussagekraft f\u00fchren dazu, dass ganze Regionen chronisch unterversorgt werden. Das f\u00fchrt dazu, dass der durchschnittliche Proteinwert des in Niedersachsen geernteten Weizens seit Jahren unterhalb der f\u00fcr Backqualit\u00e4t geforderten Schwelle liegt.\u201c Besonders betroffen: die Hildesheimer B\u00f6rde \u2013 Deutschlands Kerngebiet f\u00fcr Weizenanbau. \u201eDas k\u00f6nnen wir uns nicht erlauben\u201c, kritisiert Hennies und fordert Bund und EU zum Handeln auf. \u201eAuch Niedersachsens Politik ist aufgefordert, die \u00c4nderung der D\u00fcngeverordnung unterst\u00fctzend voranzutreiben\u201c, f\u00fcgt Hennies an.<\/p>\n<p>R\u00fcckendeckung bekommt der Landesbauernverband von der weiterverarbeitenden Branche. Auch die M\u00fchlen und der Landhandel schlagen Alarm. Peter Blumenberg von der M\u00fchle R\u00fcningen best\u00e4tigt: \u201eDie Qualit\u00e4t sinkt seit Jahren.\u201c Seine M\u00fchle bezieht mittlerweile zus\u00e4tzlich Weizen aus Sachsen-Anhalt \u2013 doch auch dort nimmt der Anteil an Brotgetreide ab. Stefan Weiterer vom gleichnamigen Landhandel verdeutlicht die Lage: \u201eDie Landwirte arbeiten unter immer schwierigeren Bedingungen. Doch von der Politik fehlt jede Unterst\u00fctzung.\u201c Ein Beispiel sei der trockenste M\u00e4rz seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 \u2013 ein zus\u00e4tzlicher Stressfaktor f\u00fcr die Pflanzen, der nicht durch reduzierte D\u00fcngung ausgeglichen werden kann.<\/p>\n<p>Die Erntesch\u00e4tzung des Landvolks Niedersachsen zeigt dennoch ein differenziertes Bild: Beim Winterweizen wird mit einer durchschnittlichen Ernte gerechnet, da die Best\u00e4nde ordentlich aussehen und nur wenige Trockensch\u00e4den zu erwarten sind. Bei der Wintergerste zeigt sich ein anderes Bild: Auf schwachen Standorten gibt es deutliche Trockensch\u00e4den, was zu einer fr\u00fchen Abreife und unterdurchschnittlichen Ertr\u00e4gen f\u00fchren d\u00fcrfte. Auf besseren B\u00f6den hingegen wird eine durchschnittliche Ernte erwartet.<\/p>\n<p>Triticale und Roggen haben die Trockenheit gut \u00fcberstanden \u2013 hier rechnet das Landvolk sogar mit leicht \u00fcberdurchschnittlichen Ertr\u00e4gen, nicht zuletzt wegen des geringen Krankheitsdrucks. Der Raps zeigt gro\u00dfe regionale Unterschiede: Von schwacher Schotenausbildung und Trockensch\u00e4den bis hin zu gut entwickelten Best\u00e4nden ist alles dabei. Insgesamt wird eine durchschnittliche Rapsernte erwartet.<\/p>\n<p>Konrad Westphale, stellvertretender Vorsitzender des Pflanzenausschusses, bringt es abschlie\u00dfend auf den Punkt: \u201eEntscheidend war in diesem Jahr das Wasser. Aber es ist nicht nur der Regen, der fehlt \u2013 auch der N\u00e4hrstoffmangel wird uns noch lange zu schaffen machen.\u201c Das Landvolk fordert daher entschlossen: Die D\u00fcngeverordnung muss dringend \u00fcberarbeitet werden \u2013 im Sinne von Qualit\u00e4t, Ern\u00e4hrungssicherheit und fairen wirtschaftlichen Bedingungen f\u00fcr die Landwirtschaft.<\/p>\n<p>LPD<br \/>Foto: Landvolk<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/celler-presse.de\/informationen\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Hinweis zu der Meldung<\/a><br \/>\n<br \/>\nDiese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.<br \/>\n<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/celler-presse-qr-code-whatsapp.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px\"\/><br \/>\n<b>WhatsApp-Kanal<\/b><br \/>\nImmer bestens informiert! 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