{"id":197741,"date":"2025-06-17T15:53:11","date_gmt":"2025-06-17T15:53:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/197741\/"},"modified":"2025-06-17T15:53:11","modified_gmt":"2025-06-17T15:53:11","slug":"der-bange-ukrainische-blick-in-den-nahen-osten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/197741\/","title":{"rendered":"Der bange ukrainische Blick in den Nahen Osten"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 17.06.2025 16:29 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Eskalation in Nahost bestimmt die Schlagzeilen und dr\u00e4ngt andere Brennpunkte wie die Ukraine in den Hintergrund. Dort fragt man sich, wer davon auf l\u00e4ngere Sicht profitieren k\u00f6nnte &#8211; Kiew oder Moskau? <\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Florian Kellermann, ARD-Studio Kiew\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs flogen noch gar keine Raketen zwischen dem Iran und Israel, da war die Ukraine schon unmittelbar von dem Konflikt betroffen. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj erkl\u00e4rte vor mehr als einer Woche in einem Interview mit einem US-Fernsehsender: &#8222;Wir haben gro\u00dfe Probleme mit diesen Kamikaze-Drohnen aus Russland.&#8220; Bei der vorherigen US-Regierung habe man 20.000 Raketen mit einer speziellen Technologie geordert, die diese Drohnen abfangen k\u00f6nnen. &#8222;Darauf haben wir gez\u00e4hlt. Und gerade hat mir mein Verteidigungsminister gesagt, dass die USA diese 20.000 Raketen in den Nahen Osten geliefert haben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie meisten ukrainischen Beobachter gehen heute davon aus, dass die USA diese Raketen an Israel lieferten &#8211; wegen des bevorstehenden israelischen Angriffs. Die Ukraine ging leer aus.<\/p>\n<p>    Mehr Geld f\u00fcr Russlands Kriegskasse<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nK\u00fcnftig werde die Ukraine den Konflikt in Nahost aber noch st\u00e4rker zu sp\u00fcren bekommen, so der ehemalige Au\u00dfenminister Pawlo Klimkin im Internet-Radio NV: &#8222;Ich nehme an, dass es noch mehr R\u00fcstungsg\u00fcter gibt, die wir derzeit nicht bekommen. Kurzfristig wirkt sich der Kampf zwischen Israel und dem Iran negativ auf uns aus.&#8220; Die Aufmerksamkeit f\u00fcr die Ukraine werde abnehmen, und die finanziellen Ressourcen westlicher Staaten woanders hinflie\u00dfen, analysiert Klimkin.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin anderer &#8211; f\u00fcr die Ukraine negativer &#8211; Effekt des Konflikts: Der globale \u00d6lpreis ist wieder gestiegen. Russland erzielt h\u00f6here Exporterl\u00f6se und hat dadurch mehr Geld f\u00fcr den Krieg in der Ukraine.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nOleksandr Chartschenko von der ukrainischen Denkfabrik &#8222;Zentrum f\u00fcr Untersuchungen zum Energiemarkt&#8220; beschwichtigt allerdings &#8211; zumindest f\u00fcr den Moment: &#8222;Der Preisanstieg, den wir bisher gesehen haben, ist bisher nur auf die Erwartungen der M\u00e4rkte zur\u00fcckzuf\u00fchren.&#8220; Entscheidend werde sein, wie sich der Konflikt entwickelt und ob Israel wirklich die iranischen \u00d6lfelder massiv beschie\u00dft, sagt er.<\/p>\n<p>    Wendet sich Trump noch mehr Putin zu?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd dann ist da noch ein dritter Faktor, der die Ukraine beunruhigt: US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00f6nnte noch enger an Kremlchef Wladimir Putin heranr\u00fccken. Schlie\u00dflich seien beide aus verschiedenen Gr\u00fcnden an einem Frieden zwischen Israel und dem Iran interessiert, so Beobachter in Kiew.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Samstag hatten die beiden dazu bereits ein Telefongespr\u00e4ch. Kann Putin bei diesen Kontakten Trump auch in Sachen Ukraine weiter auf seine Seite ziehen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNicht, wenn der Konflikt im Nahen Osten l\u00e4nger andauere, meint Ex-Au\u00dfenminister Klimkin: &#8222;Dann ist es wahrscheinlich, dass Trump st\u00e4rker auf die europ\u00e4ischen Staaten zugehen muss. Im Sinne einer Arbeitsteilung: Die USA befassen sich mit dem Krieg im Nahen Osten, die Europ\u00e4er mit dem Krieg in der Ukraine &#8211; aber so, dass die USA sie dabei unterst\u00fctzen, etwa bei der Entsendung eines friedenssichernden milit\u00e4rischen Kontingents.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas sei aber Spekulation, das r\u00e4umt auch Klimkin ein. F\u00fcrs Erste d\u00fcrfte der Konflikt in Nahost die Position der Ukraine im Verteidigungskampf gegen Russland verschlechtern, meint er.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio-219226.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Florian Kellermann, ARD Kiew , tagesschau, 17.06.2025 14:53 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.06.2025 16:29 Uhr Die Eskalation in Nahost bestimmt die Schlagzeilen und dr\u00e4ngt andere Brennpunkte wie die Ukraine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":197742,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[13,345,411,14,6000,15,12,10,8,9,11,317],"class_list":{"0":"post-197741","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-headlines","9":"tag-iran","10":"tag-israel","11":"tag-nachrichten","12":"tag-nahost","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114699514876367070","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/197741","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=197741"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/197741\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/197742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=197741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=197741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=197741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}