{"id":198012,"date":"2025-06-17T18:15:11","date_gmt":"2025-06-17T18:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/198012\/"},"modified":"2025-06-17T18:15:11","modified_gmt":"2025-06-17T18:15:11","slug":"krieg-zwischen-israel-und-iran-zwei-berlinerinnen-zwischen-angst-warten-und-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/198012\/","title":{"rendered":"Krieg zwischen Israel und Iran: Zwei Berlinerinnen zwischen Angst, Warten und Hoffnung"},"content":{"rendered":"<p>\tKrieg zwischen Israel und Iran<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tZwei Berlinerinnen zwischen Angst, Warten und Hoffnung<\/p>\n<p>\n        Di. 17.06.25 | 16:25 Uhr  | Von Yasser Speck und Marie Steffens\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"#top-of-comments\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1750184110_862_size=708x398.jpg\" alt=\"Collage: (links) Rauchschwaden steigen in Teheran auf, nach dem Einschlag einer israelischen Rakete; Bergungsarbeiten in Bat Yam, in zentral Isreal, nach dem Einschlag einer iranischen Rakete. (Quelle: dpa\/Middle East Images\/Chen Junqing)\" title=\"Collage: (links) Rauchschwaden steigen in Teheran auf, nach dem Einschlag einer israelischen Rakete; Bergungsarbeiten in Bat Yam, in zentral Isreal, nach dem Einschlag einer iranischen Rakete. (Quelle: dpa\/Middle East Images\/Chen Junqing)\" id=\"1533744130\"\/><\/p>\n<p>dpa\/Middle East Images\/Chen Junqing<\/p>\n<p>Video: Brandenburg Aktuell | 17.06.2025 | Blumenthal\/Jaeger | Bild: dpa\/Middle East Images\/Chen Junqing <\/p>\n<p>Seit Freitag greift Israel den Iran aus der Luft an. Der Iran schie\u00dft mit Drohnen und Raketen zur\u00fcck. rbb|24 hat mit einer Berlinerin gesprochen, die in Tel Aviv festsitzt, und mit einer Exil-Iranerin, die verzweifelt versucht, ihren Bruder zu erreichen. <\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Der Konflikt zwischen Israel und Iran ist zu einem Krieg eskaliert. Seit Freitag attackiert die israelische Luftwaffe Ziele in Iran. Die Islamische Republik antwortet mit Drohnenattacken und feuert ballistische Raketen ab. Auf beiden Seiten gibt es zivile Opfer.<\/p>\n<p>Der Konflikt strahlt bis nach Berlin. Denn hier leben viele Israelis und auch Iranerinnen, die nun um Verwandte und Freunde bangen. Der Luftraum \u00fcber beiden L\u00e4ndern ist derzeit geschlossen, sodass viele Menschen im Kriegsgebiet gestrandet sind. <\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_415534010\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tZum Geburtstag nach Tel Aviv \u2013 dann fallen Bomben<\/p>\n<p>Eine von ihnen ist die Berlinerin Susanne Hanshold. Jedes Jahr f\u00e4hrt sie aus Berlin \u00fcber ihren Geburtstag nach Tel Aviv. &#8222;Das ist Tradition&#8220;, sagt sie. Am Freitagabend war sie in der israelischen Metropole am Strand unterwegs und genoss den Sonnenuntergang. Am Strand kam sie mit einer fremden Frau ins Gespr\u00e4ch. Ein ganz normaler Urlaubstag. Doch dann heulten pl\u00f6tzlich die Sirenen in Tel Aviv. Iranische Drohnen und Raketen waren im Anflug.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1567207566\"\/><\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"manualteasershortteaser\">Mit meinem Geburtstag fing der Krieg an und es kamen die Raketeneinschl\u00e4ge<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Susanne Hanshold, Berlinerin in Tel Aviv<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1167794919\"\/><\/p>\n<p>&#8222;Dann bin ich ins Hotel gelaufen und dann ging es in den Bunker. Das ist wirklich be\u00e4ngstigend.&#8220; Hanshold verbringt seitdem viel Zeit in dem Bunker. Es sei ein kleiner Raum unter dem Hotel. Es gebe kaum Sitzgelegenheiten und kein Internet.<\/p>\n<p>Am Samstag wurde Susanne Hanshold dann 71 Jahre alt. &#8222;Mit meinem Geburtstag fing der Krieg an und es kamen die Raketeneinschl\u00e4ge&#8220;, erz\u00e4ht sie.<\/p>\n<p>Eine Handy-App warnt die Menschen in Israel vor den anfliegenden Raketen. &#8222;Zehn Minuten vorher geht das Handy mit einem ganz schlimmen Ton an. Dann wei\u00df man, dass man aus dem Bett in den Bunker rennen muss&#8220;, erkl\u00e4rt die Berlinerin. Anschlie\u00dfend geht die Sirene in der Stadt an. <\/p>\n<p>Hanshold hat sich neben ihre Hotelt\u00fcr ein K\u00f6fferchen gestellt. &#8222;Da ist mein Telefon drin, eine Powerbank, mein Pass und mein Portemonnaie&#8220;, erz\u00e4hlt sie. Au\u00dferdem ziehe sie sich immer anst\u00e4ndige Schuhe an, bevor sie in den Bunker gehe. Falls ihr Zimmer von einer Rakete getroffen w\u00fcrde, h\u00e4tte sie festes Schuhwerk, um \u00fcber die Tr\u00fcmmer zu steigen, sagt sie.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1126860294\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tRaketeneinschlag ganz in der N\u00e4he<\/p>\n<p>Zu Beginn sei das Hotel und auch der Bunker noch recht leer gewesen, erinnert sich Hanshold. Doch dann schlug am Montag eine Rakete in der N\u00e4he des Hotels ein. &#8222;Da sieht es jetzt aus wie in der Ukraine. Das hat mir wirklich Angst gemacht.&#8220;<\/p>\n<p>Nun seien die Menschen, die ihre Wohnungen verloren haben, in den umliegenden Hotels untergebracht worden. Auch in Susanne Hansholds Hotel ist es nun voll. &#8222;Und jetzt stehen wir wie die Sardinen in dem Raum und die Leute nehmen sogar ihre Hunde mit in den Bunker.&#8220; Sie sei trotz der Enge beeindruckt von dem Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl, das sie im Bunker erlebe.<\/p>\n<p> Eigentlich sollte Hanshold am Mittwoch einen Flug zur\u00fcck nach Berlin nehmen. Doch der Luftraum \u00fcber Israel ist gesperrt. Das Ausw\u00e4rtige Amt habe ihr mitgeteilt, sie solle \u00fcber Kairo oder Amman in Jordanien ausreisen, sagt soe. Doch den Weg dahin m\u00fcsste sie allein bestreiten. Das sei ihr zu gef\u00e4hrlich. Die 71-j\u00e4hrige Susanne Hanshold sitzt im Kriegsgebiet fest.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1586290856\"\/><\/p>\n<ul>\n<li data-datetime=\"1750054200000\" class=\"count1 doctypesendeplatz first last layoutbeitrag_av layoutstandard manualteaser odd\">\n<a href=\"https:\/\/www.radioeins.de\/programm\/sendungen\/der_schoene_morgen\/kommentar\/friedrich-kueppersbusch-israel-iran.html\" class=\"sendeplatz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/size=320x180.png\" alt=\"Friedrich K\u00fcppersbusch \u00a9 IMAGO\/Horst Galuschka\" title=\"Friedrich K\u00fcppersbusch \u00a9 IMAGO\/Horst Galuschka\" id=\"articlesContList_teaserbox_1586290856_teaserList_manualteaser_796418061\"\/><\/a><\/p>\n<p>imago images\/Horst Galuschka<\/p>\n<p>So. 15.06.2025 | 08:10 | Der sch\u00f6ne Morgen<\/p>\n<p>\t\t<a href=\"https:\/\/www.radioeins.de\/programm\/sendungen\/der_schoene_morgen\/kommentar\/friedrich-kueppersbusch-israel-iran.html\" class=\"sendeplatz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kommentar von Friedrich K\u00fcppersbusch &#8211;<br \/>\n\t\t\tWar der Schlag Israels gegen den Iran zu diesem Zeitpunkt notwendig?<\/p>\n<p>\t\t<\/a><\/p>\n<p>Es ist die viel bef\u00fcrchtete Eskalation im Nahen Osten: Israel hat in einem selbst erkl\u00e4rten Pr\u00e4ventivschlag den Iran angegriffen. Der Iran ist die ultimative Bedrohung f\u00fcr den Staat Israel \u2013 davon ist die Mehrheit der Israelis \u00fcberzeugt. Arabische Staaten verurteilen den Angriff scharf. Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) befindet sich aktuell auf seiner Antrittsreise im Nahen Osten. Er hofft darauf, dass beide Parteien schnell wieder an den Verhandlungstisch finden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/rbbmediapmdp-a.akamaihd.net\/content\/6d\/8b\/6d8bcce4-92d9-49bd-b10a-d9d19fd7f02b\/74f513b8-6a9f-4343-84a8-34207bffcedf_bb7ad988-92b6-4eaf-8ef1-7b1a23e55d2f_256k.mp3\" class=\"ico ico_download\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Download (mp3, 8 MB)<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tAngst um den Bruder in Teheran<\/p>\n<p>Auch in Iran fallen Bomben. So zum Beispiel in Teheran. Dort lebt der Bruder von Mina Khani. Khani ist Exil-Iranerin und Aktivistin in der Freiheitsbewegung des Iran. Als sie vom Ausbruch des Krieges h\u00f6rte, versuchte sie Kontakt nach Teheran aufzunehmen. &#8222;Ich habe lange gebraucht, um meinen eigenen Bruder zu erreichen. Er wollte Teheran verlassen, aber es war fast unm\u00f6glich. Sie haben lange gebraucht, um die die Stadt zu verlassen&#8220;, erz\u00e4hlt sie.<\/p>\n<p>Die Mutter von Mina Khani lebte auch in Teheran. Auch sie schaffte es nach langer Zeit die Stadt zu verlassen und ist nun im Norden des Landes. <\/p>\n<p>In Teheran gibt es keine \u00f6ffentlichen Bunker wie in Israel. Deshalb versuchen die Menschen verzweifelt die Stadt zu verlassen und es bilden sich teils kilometerlange Staus.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1767502442\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tSchwierige Kommunikation nach Iran<\/p>\n<p>Khani versucht seit Freitag, so gut es geht mit ihrer Familie Kontakt zu halten. Doch das gelingt nicht immer. Sie k\u00f6nne nicht einfach im Iran anrufen, weil dann die Gefahr bestehe, dass das Regime mith\u00f6re, sagt sie. <\/p>\n<p>Also nutzt sie andere Kan\u00e4le wie Whatsapp. Doch daf\u00fcr braucht man Internet und Strom. Beides f\u00e4llt immer wieder aus.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_921390786\"\/><\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"manualteasershortteaser\">Dann vergehen die Stunden und man denkt nat\u00fcrlich erst mal das Schlimmste<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mina Khani dar\u00fcber, wenn sie auf Antworten von ihrem Bruder aus dem Iran wartet<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1901195021\"\/><\/p>\n<p>&#8222;Es ist schwierig, wenn die Zeit vergeht und du keine Ahnung hast, wo sie gerade sind und ob sie noch leben&#8220;, berichtet Khani \u00fcber die bangen Stunden ohne ein Lebenszeichen aus dem Iran. Sie habe zum Beispiel gewusst, dass die Eltern ihrer Schw\u00e4gerin in der N\u00e4he von einem Ort lebten, wo es eine gro\u00dfe Explosion gegeben habe. &#8222;Ich habe mir gro\u00dfe Sorgen gemacht, dass mein Bruder auch dort war. Dann vergehen die Stunden und man denkt nat\u00fcrlich erst mal das Schlimmste.&#8220;<\/p>\n<p> Mittlerweile wei\u00df sie: Ihre Familie ist vorl\u00e4ufig in Sicherheit.<\/p>\n<p>Ein Ende des Krieges zwischen Iran und Israel ist aktuell nicht abzusehen. Ob die Familie von Mina Khani an dem aktuellen Ort l\u00e4nger bleiben kann, ist ungewiss. Sie wird weiterhin versuchen, so gut es geht Kontakt zu halten.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1\"\/><\/p>\n<p>Sendung: Brandenburg Aktuell, 17.06.2025, 19:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Yasser Speck und Marie Steffens<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Krieg zwischen Israel und Iran &#8211; Zwei Berlinerinnen zwischen Angst, Warten und Hoffnung Di. 17.06.25 | 16:25 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":198013,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-198012","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114700073487341434","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/198012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=198012"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/198012\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/198013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=198012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=198012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=198012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}