{"id":198546,"date":"2025-06-17T23:03:11","date_gmt":"2025-06-17T23:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/198546\/"},"modified":"2025-06-17T23:03:11","modified_gmt":"2025-06-17T23:03:11","slug":"so-einfach-wie-bei-oel-und-kohle-wird-der-ausstieg-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/198546\/","title":{"rendered":"So einfach wie bei \u00d6l und Kohle wird der Ausstieg nicht"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBYlv tspBYlw\">Die Europ\u00e4ische Union erh\u00f6ht den Druck auf den Kreml. Nach dem Willen der EU-Kommission soll sp\u00e4testens Ende 2027 <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/kein-gas-aus-russland-eu-kommission-will-russische-gasimporte-komplett-verbieten-was-das-heisst-13866550.html?icid=in-text-link_13869262\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kein Gas mehr aus Russland<\/a> importiert werden. Am Dienstag wurden in Br\u00fcssel entsprechende Pl\u00e4ne vorgestellt. Doch weil die EU ein kompliziertes Geflecht von Staaten ist und nicht alle Mitglieder zu diesem Schritt bereit sind, ist die Umsetzung ein schwieriges Unterfangen. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Wegen des \u00dcberfalls Russlands auf das Nachbarland Ukraine hat die EU inzwischen <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/trotz-eu-sanktionen-russland-steigert-exporte-offenbar-um-fast-20-prozent-13850866.html?icid=in-text-link_13869262\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">17 Sanktionspakete<\/a> verabschiedet. Unter die Strafma\u00dfnahmen f\u00e4llt bereits ein Einfuhrverbot f\u00fcr \u00d6l und Kohle. <\/p>\n<p>19<\/p>\n<p><strong>Prozent<\/strong> der Gasimporte in die EU kamen im Jahr 2024 aus Russland.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Schwieriger ist das Vorgehen in Sachen Gas, da die Abh\u00e4ngigkeit einzelner EU-Mitglieder in diesem Fall wesentlich gr\u00f6\u00dfer ist. Als fl\u00fcssiges Erdgas (LNG) und \u00fcber die Pipeline Turkstream kommt auch heute noch Gas in die Staatengemeinschaft.\u00a02024 machten Gaslieferungen aus Russland Angaben der EU-Kommission zufolge knapp 19 Prozent aller Importe aus.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Auch aus diesem Grund sperren sich Moskau freundlich gesonnene Regierungen wie in Ungarn oder der Slowakei gegen Gas-Einfuhrverbote. Das Problem ist, dass EU-Sanktionen einstimmig verabschiedet werden m\u00fcssten. Selbst eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Energieversorgungssicherheit der EU-Staaten, die den Ausstieg aus russischer Energie beinhaltet, schlossen sich Ungarn und die Slowakei am Montag nicht an.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/eu-sondergipfel-in-brussel.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-13329259\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspBRle\"\/> EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj in Br\u00fcssel. Bei den Ma\u00dfnahmen soll es nicht nur um die Unterst\u00fctzung Kiews gehen. <\/p>\n<p class=\"tspA8ij\"> \u00a9 dpa\/Omar Havana <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Aus diesem Grund geht die Kommission einen anderen Weg, \u00fcber einen sogenannten \u201eLegislativvorschlag\u201c, in dessen Rahmen bestehende Gesetz ge\u00e4ndert werden sollen. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Wie die Kommission am Dienstag in Br\u00fcssel erkl\u00e4rte, plane sie \u201eeinen schrittweisen Ausstieg\u201c aus den Gaseinfuhren. Konkret hei\u00dft das: \u201eIm Rahmen des geplanten schrittweisen Importverbots werden russische Gasimporte im Rahmen neuer Vertr\u00e4ge ab dem 1. Januar 2026 verboten.\u201c <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Importe im Rahmen bestehender kurzfristiger Vertr\u00e4ge w\u00fcrden bis zum 17. Juni 2026 eingestellt, mit Ausnahme von Pipeline-Gaslieferungen an Binnenl\u00e4nder im Rahmen langfristiger Vertr\u00e4ge, die bis Ende 2027 erlaubt seien. Weiter hei\u00dft es: \u201eImporte im Rahmen langfristiger Vertr\u00e4ge werden ebenfalls bis Ende 2027 eingestellt.\u201c <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Dieses schrittweise Vorgehen soll nach Angaben der EU-Kommission dazu beitragen, \u201edie Einfuhr russischen Gases wirksam zu stoppen, gleichzeitig m\u00f6gliche Auswirkungen auf die Energiepreise in der Union zu begrenzen und jegliche Gef\u00e4hrdung der Versorgungssicherheit zu vermeiden\u201c.<\/p>\n<blockquote class=\"tspB4md\">\n<p>Russland hat wiederholt versucht, uns zu erpressen, indem es seine Energieversorgung als Waffe einsetzt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB4me\">EU-Kommissionpr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen <\/strong>zur Begr\u00fcndung des Importverbots f\u00fcr russisches Gas<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">EU-Kommissionpr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen betonte am Dienstag, dass es bei diesen Ma\u00dfnahmen nicht nur um die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine gehe, sondern die Union sich damit auch selbst sch\u00fctze: \u201eRussland hat wiederholt versucht, uns zu erpressen, indem es seine Energieversorgung als Waffe einsetzt.\u201c Das h\u00e4tte dann ein Ende. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Die Verbraucher in Europa brauchen sich nach Angaben der Kommission keine Sorgen zu machen. In einer Mitteilung hei\u00dft es: \u201eDie verbleibenden russischen Gasmengen k\u00f6nnen ohne nennenswerte wirtschaftliche Auswirkungen oder Risiken f\u00fcr die Versorgungssicherheit schrittweise abgebaut werden, da auf dem globalen Gasmarkt ausreichend alternative Lieferanten zur Verf\u00fcgung stehen, der Gasmarkt der Union gut vernetzt ist und in der EU eine ausreichende Importinfrastruktur vorhanden ist.\u201c <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Zudem werde daf\u00fcr gesorgt, dass die Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Stopp russischer Energieeinfuhren so umgesetzt w\u00fcrden, dass es nur minimale Auswirkungen auf die Preise gebe.<\/p>\n<blockquote class=\"tspB4md\">\n<p>Endlich kommt das klare Signal an den russischen Machthaber, die Kriegskasse nicht weiter mit europ\u00e4ischem Geld zu f\u00fcllen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB4me\"><strong>Michael Bloss<\/strong> (Gr\u00fcne) Mitglied des Energieausschusses im Europaparlament<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt die Kommission aus dem Europarlament. Michael Bloss, Gr\u00fcnen-Politiker und Mitglied des Energieausschusses, betont: \u201eEndlich kommt das klare Signal an den russischen Machthaber, die Kriegskasse nicht weiter mit europ\u00e4ischem Geld zu f\u00fcllen.\u201c <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Er warnt aber davor, \u201evon einer Abh\u00e4ngigkeit in die n\u00e4chste zu stolpern\u201c. Die Gas-Lieferungen aus den USA seinen angesichts des wetterwendischen Pr\u00e4sidenten Donald Trump keine wirkliche Alternative. Er ist der \u00dcberzeugung: \u201eNur der Ausbau der Erneuerbaren Energien sch\u00fctzt dauerhaft vor Abh\u00e4ngigkeit und sichert mittelfristig wettbewerbsf\u00e4hige Energiepreise.\u201c<\/p>\n<p> Mehr zum Thema bei Tagesspiegel Plus: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/der-boom-ist-vorbei-wie-es-wirklich-um-russlands-wirtschaft-steht-13777201.html?icid=topic-list_13869262___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCBm3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Boom ist vorbei Wie es wirklich um Russlands Wirtschaft steht <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nicht-wieder-die-alte-russland-connection-grune-wollen-nord-stream-pipelines-endgultig-stilllegen-13727425.html?icid=topic-list_13869262___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCBm3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eNicht wieder die alte Russland-Connection\u201c Gr\u00fcne wollen Nord-Stream-Pipelines endg\u00fcltig stilllegen <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/gaspreisschock-in-deutschland-13216438.html?icid=topic-list_13869262___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCBm3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gasversorgung in Deutschland Der Industrie droht der n\u00e4chste Preisschock <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">\u00c4hnlich argumentiert Jens Geier, energiepolitische Sprecher der SPD im Europaparlament. Der Sozialdemokrat begr\u00fc\u00dft den Plan der Kommission und betont: \u201eErg\u00e4nzend dazu m\u00fcssen wir aber auch weiterhin Energieimporte diversifizieren, und erneuerbare Energien sowie alternative W\u00e4rmequellen ausbauen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Union erh\u00f6ht den Druck auf den Kreml. 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