{"id":199247,"date":"2025-06-18T05:45:18","date_gmt":"2025-06-18T05:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199247\/"},"modified":"2025-06-18T05:45:18","modified_gmt":"2025-06-18T05:45:18","slug":"viel-geld-wenig-wirkung-eu-bericht-ruegt-waldbrandpraevention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199247\/","title":{"rendered":"Viel Geld, wenig Wirkung: EU-Bericht r\u00fcgt Waldbrandpr\u00e4vention"},"content":{"rendered":"<p>\n      Waldbr\u00e4nde nehmen auch in Deutschland zu \u2013 doch EU-Hilfen greifen oft ins Leere. Viel Geld, wenig Wirkung? Der EU-Rechnungshof kritisiert M\u00e4ngel bei Pr\u00e4vention und Umsetzung. Was das f\u00fcr den Waldschutz hierzulande bedeutet.\n  <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union stellt immer mehr Mittel zur Verf\u00fcgung, um W\u00e4lder vor Br\u00e4nden zu sch\u00fctzen \u2013 auch mit Blick auf den Klimawandel. Doch ein aktueller Bericht des Europ\u00e4ischen Rechnungshofs zeigt: Die Gelder werden oft nicht dort eingesetzt, wo die Risiken am h\u00f6chsten sind. Auch langfristige Wirkung bleibt h\u00e4ufig aus.<\/p>\n<p>\n      F\u00f6rdermittel am Bedarf vorbei\n  <\/p>\n<p>    <a data-fancybox=\"\" class=\"image-zoom\" href=\"https:\/\/www.forstpraxis.de\/sites\/forstpraxis.de\/files\/styles\/lightbox\/public\/2025-06\/700_9f2d038a-52d5-42a9-8aa3-0a336b21f360.jpg?itok=dO2eLUCG\" title=\"In den letzten 20 Jahren hat die Waldbrandfl\u00e4che (in ha) innerhalb der EU um das Dreifache zugenommen. \/\/  \u00a9 \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  Image<\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1050\" height=\"766\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/700_9f2d038a-52d5-42a9-8aa3-0a336b21f360.jpg\" alt=\"In den letzten 20 Jahren hat die Waldbrandfl\u00e4che (in ha) innerhalb der EU um das Dreifache zugenommen.\" title=\"In den letzten 20 Jahren hat die Waldbrandfl\u00e4che (in ha) innerhalb der EU um das Dreifache zugenommen.\"\/><\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p>\n           | <\/p>\n<p>      Europ\u00e4ische Union, Europ\u00e4ischer Rechnungshof, 2025\/ Bildsymbole:Flaticon.com<\/p>\n<p>\n      In den letzten 20 Jahren hat die Waldbrandfl\u00e4che (in ha) innerhalb der EU um das Dreifache zugenommen.\n  <\/p>\n<p>Die Pr\u00fcfer bem\u00e4ngeln, dass viele gef\u00f6rderte Ma\u00dfnahmen nicht auf aktualisierten Risikodaten basieren. In Griechenland etwa beruhen Gefahrenkarten auf \u00fcber 45 Jahre alten Daten. In Portugal floss Geld in ein mittlerweile \u00fcberflutetes Gebiet \u2013 weil veraltete Karten es noch als waldbrandgef\u00e4hrdet einstuften. Auch in Spanien wurden Mittel gleichm\u00e4\u00dfig auf alle Regionen verteilt \u2013 unabh\u00e4ngig vom tats\u00e4chlichen Risiko. Solche Planungsfehler f\u00fchren dazu, dass die Wirkung vieler Ma\u00dfnahmen verpufft. Besonders kritisch sehen die Pr\u00fcfer dies bei kurzfristig verf\u00fcgbaren Mitteln aus dem Corona-Aufbaufonds. Zwar wurden in Portugal 390 Millionen Euro und in Griechenland 470 Millionen Euro in die Pr\u00e4vention gesteckt \u2013 ob die Ma\u00dfnahmen langfristig tragen, ist aber ungewiss.<\/p>\n<p>\n      Deutschland ist keine Ausnahme\n  <\/p>\n<p>Auch in Deutschland nimmt die Waldbrandgefahr zu. Trockenjahre, D\u00fcrrestress und klimabedingte Sch\u00e4den erh\u00f6hen das Risiko, vor allem in Kiefern- und Fichtenbest\u00e4nden. Brandenburg, Sachsen und Hessen verzeichnen bereits regelm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfere Waldbr\u00e4nde. F\u00f6rdermittel der EU k\u00f6nnen hier gezielt unterst\u00fctzen \u2013 etwa f\u00fcr Brandschutzkonzepte, Technik, Risikokarten oder Landschaftspflege. Doch der Bericht macht deutlich: Ohne valide Daten und konkrete Bedarfsanalysen drohen auch in Deutschland Fehlinvestitionen.<\/p>\n<p>\n      Was sich \u00e4ndern muss\n  <\/p>\n<p>Die Pr\u00fcfer fordern unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>Mittel gezielt in Hochrisikogebiete lenken<\/li>\n<li>Risikoanalysen regelm\u00e4\u00dfig aktualisieren<\/li>\n<li>Nachhaltigkeit von Projekten sicherstellen<\/li>\n<li>Wirkungskontrolle verbessern<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr Forstbetriebe, Waldbesitzende und Beh\u00f6rden in Deutschland bedeutet das: F\u00f6rderprogramme m\u00fcssen klarer auf Risiko und Wirkung ausgerichtet werden \u2013 statt nach dem Gie\u00dfkannenprinzip zu arbeiten.<\/p>\n<p>\n      Waldumbau bleibt entscheidend\n  <\/p>\n<p>Neben technischer Pr\u00e4vention wie Brandschneisen oder L\u00f6schtechnik bleibt der Waldumbau zentral. Mischw\u00e4lder, klimaangepasste Baumarten und strukturreiche Best\u00e4nde erh\u00f6hen die Resilienz gegen Feuer. Hier kann EU-F\u00f6rderung sinnvoll ansetzen \u2013 wenn sie strategisch geplant und langfristig gesichert ist.<\/p>\n<p>\n      Hintergrund:\n  <\/p>\n<p>Waldbr\u00e4nde nehmen europaweit zu \u2013 sowohl in H\u00e4ufigkeit als auch in Ausma\u00df. Die EU beziffert den j\u00e4hrlichen wirtschaftlichen Schaden auf rund 2 Milliarden Euro. Auch die biologische Vielfalt und die Holzversorgung sind betroffen. Pr\u00e4vention wird daher immer wichtiger \u2013 gerade in Zeiten des Klimawandels.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong> Die wichtigsten Fakten und Festellungen sind <a href=\"https:\/\/www.eca.europa.eu\/ECAFactsAndFindings\/SR-2025-16\/FactsAndFindings-SR-2025-16_DE.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hier<\/a> festgehalten.<\/p>\n<p>Der gesamte Sonderbericht 16\/2025 kann <a href=\"https:\/\/www.eca.europa.eu\/de\/publications\/SR-2025-16\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hier<\/a> abgerufen werden.<\/p>\n<p>\n      Mit Material des Europ\u00e4ischen Rechnungshof\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Waldbr\u00e4nde nehmen auch in Deutschland zu \u2013 doch EU-Hilfen greifen oft ins Leere. Viel Geld, wenig Wirkung? 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