{"id":199550,"date":"2025-06-18T08:27:12","date_gmt":"2025-06-18T08:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199550\/"},"modified":"2025-06-18T08:27:12","modified_gmt":"2025-06-18T08:27:12","slug":"g-7-gipfel-usa-verhindern-gemeinsame-ukraine-erklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199550\/","title":{"rendered":"G-7-Gipfel: USA verhindern gemeinsame Ukraine-Erkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p>Nach Angaben der kanadischen Gastgeber haben die US-Vertreter beim G-7-Gipfel eine gemeinsame Verurteilung des russischen Vorgehens in der Ukraine nicht unterst\u00fctzt. Moskau hatte zuletzt wieder massive Luftangriffe gegen das Nachbarland geflogen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Zum Abschluss des zweit\u00e4gigen G-7-Gipfels in Kanada ist noch einmal die Uneinigkeit der Industriel\u00e4nder gegen\u00fcber Russland zutage getreten. Die USA verhinderten nach kanadischen Angaben am Dienstag (Ortszeit) eine gemeinsame Abschlusserkl\u00e4rung, in der die sechs weiteren L\u00e4nder das russische Vorgehen in der Ukraine verurteilen wollten. \u00dcberschattet wurde der Gipfel von der milit\u00e4rischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump war bereits nach dem ersten Gipfeltag abgereist und hatte dies mit der Lage im Nahen Osten begr\u00fcndet. Nach kanadischen Angaben blockierte die US-Delegation in seiner Abwesenheit einen Text mit \u201estarker Sprache\u201c zu Russland, den Deutschland, Frankreich, Italien, Gro\u00dfbritannien, Japan und Kanada unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Als Gast nahm der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj an dem Gipfel teil. Die von Selenskyj erhoffte Abstimmung mit Trump vor dem Nato-Gipfel kommende Woche im niederl\u00e4ndischen Den Haag fiel wegen der vorzeitigen Abreise des US-Pr\u00e4sidenten allerdings aus. <\/p>\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) \u00e4u\u00dferte sich vor seiner R\u00fcckreise nach Berlin dennoch zufrieden mit dem Gipfel in Kanada. Es gebe \u201eeinen Konsens\u201c unter den Industriel\u00e4ndern, die Ukraine weiter milit\u00e4risch zu unterst\u00fctzen, sagte der Kanzler. Kanadas Premierminister Mark Carney sagte weitere Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr Kiew in Milliardenh\u00f6he zu.<\/p>\n<p>Die Forderung der Europ\u00e4er nach versch\u00e4rften Sanktionen gegen Russland hatte Trump bereits am ersten Gipfeltag an sich abprallen lassen. Merz sagte, er gehe dennoch \u201emit dem vorsichtigen Optimismus zur\u00fcck nach Deutschland, dass es auch in Amerika in den n\u00e4chsten Tagen Entscheidungen geben wird, weitere Sanktionen gegen Russland zu verh\u00e4ngen\u201c.<\/p>\n<p>Merz will Atomwaffen und Terrorunterst\u00fctzung im Iran verhindern<\/p>\n<p>Statt dem Text zur Ukraine ver\u00f6ffentlichten die G-7-L\u00e4nder sechs andere gemeinsame Erkl\u00e4rungen, etwa \u00fcber Migration, zu K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) und zu wichtigen Rohstoffen. Sie verst\u00e4ndigten sich unter anderem darauf, das Potenzial \u201esicherer\u201c und \u201evertrauensw\u00fcrdiger KI\u201c zu nutzen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.<\/p>\n<p>\u00dcberschattet wurde der Gipfel von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256258890\/krieg-in-nahost-iran-meldet-einsatz-von-hyperschallraketen-israel-greift-zentrifugen-fabrik-an-liveticker.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256258890\/krieg-in-nahost-iran-meldet-einsatz-von-hyperschallraketen-israel-greift-zentrifugen-fabrik-an-liveticker.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der milit\u00e4rischen Konfrontation zwischen Israel und dem Iran<\/a>. Der nach Washington zur\u00fcckgekehrte Trump versch\u00e4rfte den Ton gegen\u00fcber dem Iran deutlich und forderte von Teheran eine \u201eKapitulation\u201c. Er beriet sich zudem mit dem Nationalen Sicherheitskabinett. Beides n\u00e4hrte Spekulationen \u00fcber ein milit\u00e4risches Eingreifen der USA gegen den Iran.<\/p>\n<p>Merz \u00e4u\u00dferte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Angriffe Israels auf den Iran. Er sagte in einem ZDF-Interview, die Israelis machten \u201edie Drecksarbeit\u201c f\u00fcr die westlichen Verb\u00fcndeten. Im WELT-Interview sagte er: \u201eIsrael hat dieses Land, dieses Regime in eine Lage versetzt, in der man heute wohl schon sagen darf: Es gibt weder Atomwaffen im Iran, noch wird es aus diesem Land weiter in diesem Umfang die Finanzierung und die Unterst\u00fctzung des weltweiten Terrors geben.\u201c<\/p>\n<p>Am ersten Gipfeltag hatten die G-7-L\u00e4nder in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung zu Israel und dem Iran eine \u201eDeeskalation\u201c in dem Konflikt gefordert. Zugleich unterstrichen sie jedoch Israels Recht, sich zu verteidigen und betonten, der Iran d\u00fcrfe \u201eniemals eine Atomwaffe haben\u201c.<\/p>\n<p>Trumps vorzeitige Abreise durchkreuzte auch das Vorhaben von Kanzler Merz, den US-Pr\u00e4sidenten in Abstimmung mit Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und der italienischen Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni zu einem Einlenken im Zollstreit mit der EU zu bewegen. Trump sagte auf seinem R\u00fcckflug, die EU rede nur, habe ihm bislang aber \u201enoch keinen fairen Deal\u201c angeboten. Die von Trump gesetzte Frist zur Einigung l\u00e4uft am 9. Juli aus.<\/p>\n<p>AFP\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach Angaben der kanadischen Gastgeber haben die US-Vertreter beim G-7-Gipfel eine gemeinsame Verurteilung des russischen Vorgehens in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":199551,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,114,183,30,13,182,14,15,110,115,12,113],"class_list":{"0":"post-199550","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-donald-geb-1946","13":"tag-friedrich-cdu","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-merz","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-newsteam","20":"tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-trump"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114703423499188359","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199550","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=199550"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199550\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/199551"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=199550"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=199550"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=199550"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}