{"id":199693,"date":"2025-06-18T09:47:10","date_gmt":"2025-06-18T09:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199693\/"},"modified":"2025-06-18T09:47:10","modified_gmt":"2025-06-18T09:47:10","slug":"grossstadt-mieten-seit-2015-um-50-prozent-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199693\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfstadt-Mieten seit 2015 um 50 Prozent gestiegen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 18.06.2025 10:36 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Mieten in den gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten sind seit 2015 drastisch gestiegen &#8211; trotz der Mietpreisbremse. Helfen soll nun der neue &#8222;Bau-Turbo&#8220; der Bundesregierung. Im seit langem kriselnden Wohnungsbau zeigt der Trend nach oben.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZur Miete Wohnen wird in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten trotz Mietpreisbremse immer teurer. Einer Auswertung des Bauministeriums zufolge stiegen die Angebotsmieten in den 14 gr\u00f6\u00dften kreisfreien St\u00e4dten seit 2015 durchschnittlich um fast 50 Prozent. Am st\u00e4rksten betroffen ist danach Berlin, wo die Neumieten mehr als verdoppelt wurden.<\/p>\n<p>    Berlin, Leipzig und Bremen mit gr\u00f6\u00dften Plus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Zahlen stammen vom Bundesinstitut f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Sie spiegeln das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende treffen, wenn sie im Internet nach einer Mietwohnung mit einer Wohnfl\u00e4che von 40 bis 100 Quadratmetern suchen. Nicht ber\u00fccksichtigt sind Aush\u00e4nge, Wartelisten und die direkte Maklervermittlung. Das k\u00f6nne die Daten verzerren, warnte das Ministerium.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm teuersten ist das Mieten der Auswertung zufolge weiterhin in M\u00fcnchen mit Quadratmeterpreisen von fast 22 Euro. Es folgen Berlin mit fast 18 Euro und Frankfurt am Main mit rund 16 Euro pro Quadratmeter. Die gr\u00f6\u00dften Mietsteigerungen gab es nach Berlin (plus 107 Prozent) in Leipzig (plus 67,7 Prozent) und in Bremen (plus 57 Prozent). Das geringste Mieten-Plus nach einem Umzug wird mit 28,4 Prozent f\u00fcr Dresden ausgewiesen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00c4hnliche Zahlen zeigt das Mietpreis-Ranking des Forschungsinstituts empirica. Demzufolge war M\u00fcnchen im ersten Quartal mit einer Angebotsmiete von 22,64 Euro pro Quadratmeter die teuerste Stadt in Deutschland. Auf den Pl\u00e4tzen zwei und drei folgen Frankfurt am Main mit 19,62 Euro und Berlin mit 18,29 Euro pro Quadratmeter. Die Angaben beziehen sich auf Wohnungen mit 60 bis 80 Quadratmetern, die in den vergangenen zehn Jahren errichtet wurden.<\/p>\n<p>    Abgeordnete: Mietpreisbremse hat zu viele L\u00f6cher<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Linken-Abgeordnete Caren Lay, die die Zahlen bei der Bundesregierung erfragt hat, beklagte: &#8222;Durch die Mietpreisexplosion wird insbesondere den st\u00e4dtischen Mieterinnen und Mietern das Geld aus der Tasche gezogen, Umz\u00fcge werden unm\u00f6glich, und das alles tr\u00e4gt zur weiteren sozialen Spaltung unserer Gesellschaft bei.&#8220; Die Mietpreisbremse sei so l\u00f6chrig, dass sie keinen wirksamen Schutz biete. Lay kritisierte, die schwarz-rote Bundesregierung wolle die Regelung ohne eine weitere Versch\u00e4rfung nun einfach verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Mietpreisbremse begrenzt in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt die Mietpreise in neuen Vertr\u00e4gen. Wo sie greift, d\u00fcrfen Mieten bei Abschluss eines neuen Vertrags im Grundsatz nicht mehr als zehn Prozent \u00fcber der orts\u00fcblichen Vergleichsmiete liegen. Es gibt allerdings Ausnahmen wie M\u00f6blierungszuschl\u00e4ge. Ausgeschlossen sind zudem Neubauten, die nach 2014 erstmals vermietet wurden und umfassend modernisierte Wohnungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAu\u00dferdem erm\u00f6glicht eine Indexmiete Steigerungen oberhalb der orts\u00fcblichen Vergleichsmiete. Indexmieten sind an die Inflation gekoppelt. Betr\u00e4gt die allgemeine Preissteigerung zum Beispiel f\u00fcnf Prozent, darf auch die Miete um diesen Wert erh\u00f6ht werden. Eine \u00f6ffentliche Preiskontrolle gibt es \u00fcbrigens nicht: Wenn Mieter einen Versto\u00df gegen die Mietpreisbremse bef\u00fcrchten, m\u00fcssen sie selbst gegen ihre Vermieter vorgehen.<\/p>\n<p>    Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus soll helfen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEiner der Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr, dass die Mieten in viele St\u00e4dten stark steigen, ist der Mangel an Wohnraum. So zeigen <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2025\/05\/PD25_183_31121.html\" title=\"Destatis zum Wohnungsbau 2024\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Zahlen des Statistischen Bundesamts<\/a>, dass die Zahl der neu gebauten Wohnungen in Deutschland zuletzt zur\u00fcckging. Bundesweit wurden laut der Beh\u00f6rde im vergangenen Jahr rund 251.900 Wohnungen errichtet &#8211; und damit 14,4\u00a0Prozent oder 42.500 Wohnungen weniger als im Vorjahr. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/wohnungsbau-zahl-sinkt-100.html\" title=\"Zahl neu gebauter Wohnungen leicht gesunken\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schon 2023 war die Zahl der neugebauten Wohnungen im Jahresvergleich gesunken<\/a>, allerdings nur minimal um 0,3 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil setzt hohe Erwartungen in das Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus, das heute im Bundeskabinett gebilligt werden soll. &#8222;Damit sorgen wir daf\u00fcr, dass mehr und schneller gebaut werden kann. Das hilft gegen den Mangel von bezahlbarem Wohnraum&#8220;, sagte der SPD-Chef <a href=\"https:\/\/www.swp.de\/politik\/bauturbo-klingbeil-will-fuer-billigere-mieten-wohnungsbau-ankurbeln-78128778.html\" title=\"Klingbeil will f\u00fcr billigere Mieten Wohnungsbau ankurbeln\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft<\/a>. Wohnen sei eine der gro\u00dfen sozialen Fragen unserer Zeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie SPD-gef\u00fchrte Vorg\u00e4ngerregierung hatte 400.000 neue Wohnungen in Deutschland pro Jahr versprochen, das Ziel aber klar verfehlt. So steckt der Wohnungsbau in Deutschland unter anderem angesichts hoher Baukosten und gestiegener Zinsen in der Krise. Zugleich fehlen Fachkr\u00e4fte im Baugewerbe. Die neue Regierung aus CDU, CSU und SPD hat sich beim Wohnungsbau keine konkrete Zielmarke gesetzt.<\/p>\n<p>    Mehr neue Wohnungen &#8211; Aufw\u00e4rtstrend geht weiter<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDamit mehr und schneller gebaut wird, m\u00fcssten einige Vorschriften weg, so Klingbeil. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/hubertz-wohnpolitik-100.html\" title=\"Ministerin Hubertz will Baukosten halbieren und Klimaziele einhalten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bauministerin Verena Hubertz<\/a> habe dazu ein gutes Gesetzespaket vorgelegt. Mit dem sogenannten &#8222;Bau-Turbo&#8220; sollen die Kommunen die M\u00f6glichkeit erhalten, Genehmigungsverfahren zu straffen, indem sie von Bebauungspl\u00e4nen abweichen k\u00f6nnen. &#8222;So kann schneller gebaut, nachverdichtet oder aufgestockt werden&#8220;, erl\u00e4utert das Bauministerium. Mietwohnungen sollen zudem weiter unter einen Schutz vor Umwandlung in Eigentum fallen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDerweil h\u00e4lt ein leichter Aufw\u00e4rtstrend im Wohnungsbau an: Im April genehmigten die Beh\u00f6rden in Deutschland den Neubau und Umbau von insgesamt 18.500 Wohnungen. Das waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 4,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 15.000 dieser Wohnungen sollen in neuen Geb\u00e4uden entstehen &#8211; ein Plus von 5,1 Prozent zum April 2024, wie die Wiesbadener Statistiker mitteilten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die bisherige Jahresbilanz f\u00e4llt positiv aus: Von Januar bis einschlie\u00dflich April 2025 summierte sich die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau auf 73.900. Das waren den Berechnungen zufolge 3,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings verzeichnen die Statistiker bei Mehrfamilienh\u00e4usern eine Stagnation, w\u00e4hrend mehr Einfamilienh\u00e4user errichtet werden. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Genehmigungen um knapp 17 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.06.2025 10:36 Uhr Die Mieten in den gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten sind seit 2015 drastisch gestiegen &#8211; trotz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":199694,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[32246,331,332,65498,3364,29,30,38222,13,7134,15684,14,15,12],"class_list":{"0":"post-199693","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-wohnraum","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-baugenehmigungen","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-grossstaedte","16":"tag-headlines","17":"tag-mieten","18":"tag-mietpreisbremse","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114703738210577994","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199693","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=199693"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199693\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/199694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=199693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=199693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=199693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}