{"id":199885,"date":"2025-06-18T11:31:09","date_gmt":"2025-06-18T11:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199885\/"},"modified":"2025-06-18T11:31:09","modified_gmt":"2025-06-18T11:31:09","slug":"kommt-die-fentanyl-welle-nach-frankfurt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199885\/","title":{"rendered":"Kommt die Fentanyl-Welle nach Frankfurt?"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Schon winzige Mengen, so gro\u00df wie Salzk\u00f6rner, k\u00f6nnen t\u00f6dlich sein. Das synthetische Opioid <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Fentanyl\" data-rtr-id=\"00eb6296e977f4955c31cdef8886c1d74dcf7c0f\" data-rtr-score=\"644.6242774566474\" data-rtr-etype=\"product\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/fentanyl\" title=\"Fentanyl\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fentanyl<\/a> ist eine sehr viel st\u00e4rkere Droge als Heroin und etwa hundertmal potenter als Morphium. In den USA sind im vergangenen Jahr mehr als 48.000 Menschen an synthetischen Opioiden gestorben \u2013 \u00fcberwiegend an Fentanyl. Anfang des Jahres wurde Fentanyl in Frankfurter Stra\u00dfenheroin festgestellt. Ist die Droge auch im Bahnhofsviertel angekommen?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Vornehmlich werden dort Crack und \u2013 noch immer \u2013 Heroin konsumiert. Doch bei Tests Anfang des Jahres haben Mitarbeiter des Drogenkonsumraums der Integrativen Drogenhilfe (IDH) 48 Verpackungen von Heroin auf Spuren von Fentanyl getestet. Mehr als die H\u00e4lfte davon war positiv.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Bisher spielten in Frankfurt nur Fentanyl-Pflaster eine Rolle, erkl\u00e4rt Oliver M\u00fcller-Maar, stellvertretender Leiter des Frankfurter Drogenreferats. Die Pflaster, die bei starken Schmerzen verschrieben werden, werden von den Konsumenten ausgekocht, injiziert, gekaut oder auf die Haut geklebt. Reines Fentanyl-Pulver spiele bisher keine Rolle beim bewussten Konsum, so M\u00fcller-Maar. \u201eDer andere Fall ist, wenn Fentanyl-Pulver unbemerkt dem Stra\u00dfenheroin beigemischt ist.\u201c<\/p>\n<p>Beigemischtes Fentanyl ist eine gro\u00dfe Gefahr<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Das sei bedrohlich, sagt Gabi Becker, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der IDH. Denn so w\u00fcssten die Klienten nicht, wie hoch sie ihren Stoff dosieren m\u00fcssten, eine \u00dcberdosis werde wahrscheinlicher. \u201eFentanyl als Substanz ist sehr, sehr gef\u00e4hrlich\u201c, sagt Becker. Bei einer Opioid-\u00dcberdosis setzt die Drogenhilfe auf das Gegenmittel Naloxon. Eine \u00dcberdosis durch Fentanyl hat es nach Beckers Wissen noch in keiner ihrer Einrichtungen gegeben.<\/p>\n<p>KI-Artikelchat nutzen<\/p>\n<p>Mit der kostenlosen Registrierung nutzen Sie Vorteile wie den Merkzettel.&#13;<br \/>\n                Dies ist&#13;<br \/>\n                kein Abo und kein Zugang zu FAZ+&#13;<br \/>\n                Artikeln.<\/p>\n<p>Sie haben Zugriff mit Ihrem Digital-Abo.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Registrierung<\/p>\n<p>            <a data-registered-resend=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-loggedin-continue=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-login=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-register=\"\" adobe-track=\"true\"\/><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Wolfgang Barth, Leiter des Drogennotdienstes des Vereins Jugendberatung und Jugendhilfe, will nicht von einer <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Opioid-Krise\" data-rtr-id=\"8ad43b2d0542e73a48c248659bfc191635de8b37\" data-rtr-score=\"14.19994745139254\" data-rtr-etype=\"keyword\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/thema\/opioid-krise\" title=\"Opioid-Krise\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Opioid-Krise<\/a> wie in den USA sprechen. Fentanyl tauche auch in anderen Gro\u00dfst\u00e4dten eher vereinzelt auf, als Streckmittel f\u00fcr Heroin. Aber eine Gefahr sei die hochpotente Substanz dennoch. Um dar\u00fcber zu informieren, veranstaltet das Drogenreferat am Mittwoch einen internationalen Fachtag zum Thema synthetische Opioide.<\/p>\n<p>Konsum von Heroin in Frankfurt r\u00fcckl\u00e4ufig<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Auch die in Frankfurt vorgenommene und vom Drogenreferat gef\u00f6rderte Szenebefragung MoSyD (Monitoring-Systems Drogentrends), die jedes Jahr die aktuellen Entwicklungen auswertet, zeigt das. Der Anteil der Befragten, die Fentanyl konsumiert haben, ist deutlich zur\u00fcckgegangen. Allerdings nimmt die Zahl der Teilnehmer zu, die angeben, in den 24 Stunden vor der Befragung Drogen konsumiert zu haben. \u201eDas h\u00e4ngt aber mit der aktuellen Versorgungslage zusammen und nicht mit der Beliebtheit von Fentanyl\u201c, erkl\u00e4rt Bernd Werse, Leiter der Studie. Insgesamt zeige die Szenebefragung, dass Fentanyl eine geringere Bedeutung im Konsumverhalten der Drogens\u00fcchtigen habe, so Werse. Auch der Konsum von Heroin sei r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Er vermutet, dass Fentanyl eher in geringen Dosen Heroin beigemischt wird, um die schlechte Qualit\u00e4t des Stoffes zu \u201everbessern\u201c und ihn damit zu strecken. Denn es gibt erste Anzeichen f\u00fcr eine Verknappung des in Europa verf\u00fcgbaren Heroins. Die Experten vermuten, dass das mit der Macht\u00fcbernahme der Taliban zusammenh\u00e4ngt. Denn diese bek\u00e4mpfen den Anbau von und den Handel mit Schlafmohn, aus dem Heroin gewonnen wird. Als Folge dessen wird Heroin durch synthetische Opioide wie Fentanyl oder auch Nitazene gestreckt.<\/p>\n<p>Heroin mit Fentanyl oder Nitazenen gestreckt<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Nitazene sind laut Werse noch st\u00e4rker und gef\u00e4hrlicher als Fentanyl, da extrem schnell eine Toleranz entwickelt werde, was zu immer h\u00f6heren Dosen f\u00fchre. Ist nicht bekannt, wie viel genau im Stoff enthalten ist, kann das zu potentiell t\u00f6dlichen \u00dcberdosen f\u00fchren. Bisher spielen Nitazene nach Angaben der Experten keine wesentliche Rolle in Frankfurt. Allerdings mussten die Mitarbeiter von Becker vor einigen Wochen bei einer \u00dcberdosis durch Nitazene eingreifen. \u201eDa waren wir ganz erstaunt\u201c, sagt Becker. Eigentlich seien diese Stoffe eher in osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern und Irland verbreitet.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Um \u00dcberdosen durch unwissentlichen Konsum von Fentanyl oder anderen Opioiden zu vermeiden, fordern Experten und auch Frankfurts Sozialdezernentin \u00adElke Voitl (Die Gr\u00fcnen) schon seit Langem vom Land Hessen, den Einsatz von Drug-Checking zu erm\u00f6glichen. Eine Rechtsgrundlage daf\u00fcr gibt es bereits.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Hauptgrund f\u00fcr \u00dcberdosierungen ist laut Studie der Konsum mehrerer Substanzen. Das best\u00e4tigt M\u00fcller-Maar. Die Szene habe sich insofern ver\u00e4ndert, dass die Menschen zum Gro\u00dfteil und sehr intensiv Crack rauchten, \u201edaneben aber auch nahezu alles konsumieren, was gerade verf\u00fcgbar ist\u201c. Dieser polyvalente Konsum \u201ewar noch nie so ausgepr\u00e4gt wie aktuell\u201c.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Die Drogenexperten sind \u201e\u00fcberzeugt\u201c, dass das von Voitl geplante Suchthilfezen\u00adtrum ein wichtiger Faktor sein wird, um die Lage im Bahnhofsviertel zu verbessern. Denn es biete Mehrfachkonsumenten einen gesch\u00fctzten Rahmen, der verhindere, dass sich Fentanyl oder andere Opioide unkontrolliert ausbreiteten, so M\u00fcller-Maar. Auch die Chance, t\u00f6dliche \u00dcberdosierungen zu verhindern, sei im Suchthilfezentrum gr\u00f6\u00dfer, sagt Becker.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schon winzige Mengen, so gro\u00df wie Salzk\u00f6rner, k\u00f6nnen t\u00f6dlich sein. 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