{"id":199986,"date":"2025-06-18T12:27:10","date_gmt":"2025-06-18T12:27:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199986\/"},"modified":"2025-06-18T12:27:10","modified_gmt":"2025-06-18T12:27:10","slug":"martin-jaeger-wird-neuer-bnd-chef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/199986\/","title":{"rendered":"Martin J\u00e4ger wird neuer BND-Chef"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 18.06.2025 13:43 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Er gilt als erfahrener Krisendiplomat, war Botschafter in Afghanistan, im Irak und in der Ukraine. Nun wird Martin J\u00e4ger neuer Chef des Auslandsnachrichtendienstes BND.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer deutsche Botschafter in der Ukraine, Martin J\u00e4ger, wird neuer Pr\u00e4sident des Bundesnachrichtendienstes (BND). Das hat das Bundeskabinett entschieden. Wann J\u00e4ger genau sein neues Amt antritt, blieb zun\u00e4chst offen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer 60-J\u00e4hrige kann auf einen umfassenden Erfahrungsschatz zur\u00fcckgreifen &#8211; als Krisendiplomat, aber auch durch Stationen in Bundes- und Landespolitik. Er folgt auf Bruno Kahl, der den deutschen Auslandsnachrichtendienst seit 2016 gef\u00fchrt hatte und nun deutscher Botschafter beim Vatikan wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer geb\u00fcrtige Ulmer studierte V\u00f6lkerkunde und Politik in M\u00fcnchen. Seine Laufbahn begann J\u00e4ger anschlie\u00dfend im Ausw\u00e4rtigen Amt, danach wurde er Referent im Kanzleramt und 2002 Referent an der Botschaft in Prag.\u00a0Von 2004 bis 2005 war er f\u00fcr die Pressearbeit des\u00a0damaligen Chefs des Bundeskanzleramts\u00a0Frank-Walter Steinmeier\u00a0verantwortlich. F\u00fcr ihn arbeitete J\u00e4ger zudem als Sprecher, als Steinmeier Au\u00dfenminister war. Bereits in dieser Zeit musste J\u00e4ger beweisen, dass er Krisenkommunikation kann. Zum Beispiel, als 2006 deutsche Staatsb\u00fcrger im Irak entf\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n2008 kehrte J\u00e4ger der Politik vor\u00fcbergehend den R\u00fccken und \u00fcbernahm den Posten als Leiter des Bereichs Au\u00dfenbeziehungen der Daimler AG. J\u00e4ger wurde zu einer Art Au\u00dfenminister des Autobauers &#8211; mit einem gut gef\u00fcllten Telefonbuch voller Kontakte.<\/p>\n<p>    Erster Botschafterposten in Afghanistan<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm April 2013 folgte ein erneuter beruflicher Wechsel, bei dem J\u00e4ger seine erste Station als deutscher Botschafter im Ausland antrat &#8211; in Afghanistan. Es war die Zeit, in der die Bundeswehr ihren Kampfeinsatz beendet hatte und die Afghanen mehr und mehr Verantwortung \u00fcbernehmen sollten. J\u00e4ger musste sehen: Es war nicht der erhoffte Erfolg.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs war der damalige Finanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble, der J\u00e4ger nach Deutschland zur\u00fcckholte, als Sprecher seines Ministeriums. Auf dem Posten lernte J\u00e4ger zwischen 2014 und 2016 ganz andere Krisen kennen. Die des tief verschuldeten Griechenlands etwa.<\/p>\n<p>    Erst in den Irak, dann in die Ukraine<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch nach einigen Jahren zog er weiter in seine Heimat Baden-W\u00fcrttemberg. J\u00e4ger wurde Staatssekret\u00e4r im Innenministerium. Landes- statt Au\u00dfenpolitik. Und musste eine harte Migrationspolitik verk\u00fcnden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm September 2021 folgte der zweite Botschafterposten. Diesmal im Irak. Fast zwei Jahre sp\u00e4ter &#8211; im Juli 2023 wurde J\u00e4ger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKiew, Bagdad und Kabul &#8211; alles sicher keine Posten, die ganz oben auf der Wunschliste deutscher Diplomaten stehen. Doch J\u00e4ger wollte die Krise. Als BND-Chef ist er direkt dem Kanzleramt unterstellt. Der Nachrichtendienst stand in den vergangenen Jahren immer wieder in der Kritik. Ihm wurde vorgeworfen, nicht deutlich genug davor gewarnt zu haben, dass Russland die Ukraine \u00fcberfallen wird. Gerade dort kennt sich J\u00e4ger gut aus.<\/p>\n<p>    Kahl fast neun Jahre an der Spitze des BND<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJ\u00e4gers Vorg\u00e4nger, Kahl, hatte die Position an der Spitze des BND fast neun Jahre inne. Nun wird der 62-J\u00e4hrige der deutsche Vertreter beim Heiligen Stuhl in Rom. Kahl hatte sich den Wechsel in den Vatikan schon l\u00e4nger gew\u00fcnscht.\u00a0Er folgt damit auf den derzeitigen Vatikanbotschafter Bernhard Kotsch, der nach vier Jahren als Staatssekret\u00e4r ins Ausw\u00e4rtige Amt wechselt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Gabor Halasz, ARD-Hauptstadtstudio <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.06.2025 13:43 Uhr Er gilt als erfahrener Krisendiplomat, war Botschafter in Afghanistan, im Irak und in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":199987,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,27203,3364,29,30,13,65562,14,15,12],"class_list":{"0":"post-199986","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bnd","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-martin-jaeger","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199986","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=199986"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199986\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/199987"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=199986"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=199986"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=199986"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}