{"id":200042,"date":"2025-06-18T12:58:15","date_gmt":"2025-06-18T12:58:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/200042\/"},"modified":"2025-06-18T12:58:15","modified_gmt":"2025-06-18T12:58:15","slug":"hamburg-schleswig-holstein-hamburger-verbrauchen-wieder-mehr-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/200042\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Hamburger verbrauchen wieder mehr Wasser"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Hamburger verbrauchen wieder mehr Wasser<\/p>\n<p>\t\t\t\t              18.06.2025, 14:24 Uhr<\/p>\n<p><strong>Nach einem mehrj\u00e4hrigen R\u00fcckgang hat Hamburgs st\u00e4dtischer Wasserversorger wieder mehr Wasser verkauft. Der Konzernumsatz stieg auf fast 674 Millionen Euro. Der Gewinn sank dagegen.<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Hamburgs B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger haben im vergangenen Jahr nach einem mehrj\u00e4hrigen R\u00fcckgang wieder mehr Wasser verbraucht. Insgesamt seien 115,7 Millionen Kubikmeter abgesetzt worden, sagte der kaufm\u00e4nnische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des st\u00e4dtischen Unternehmens Hamburg Wasser, Frank Herzog. Das seien 1,6 Prozent mehr als 2023. &#8222;Wir gehen davon aus, dass sich der Anstieg der Bev\u00f6lkerung hier bemerkbar macht.&#8220; Den Angaben zufolge stieg die Zahl der Einwohner im Versorgungsgebiet im vergangenen Jahr um rund 100.000.<\/p>\n<p>Abwassermenge um acht Prozent gestiegen<\/p>\n<p>Am Wetter, das sonst oft auf die Absatzzahlen Einfluss nehme, liege es diesmal nicht, sagte Herzog. Denn 2024 sei ein besonders nasses Jahr gewesen &#8222;und da ein guter Teil des Hamburger Regens auch bei unserer Kl\u00e4ranlage ankommt, haben wir dort einen starken Anstieg von acht Prozent verzeichnet&#8220;. Insgesamt seien 183,4 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt worden.<\/p>\n<p>Entsprechend sei auch der Konzernumsatz um 43,8 Millionen Euro auf 673,5 Millionen Euro gestiegen. Beim Ertrag musste Hamburg Wasser jedoch leichte Einbu\u00dfen hinnehmen. Dieser sei aufgrund deutlicher Sondereffekte im Jahr 2023 im vergangenen Jahr um etwa 3,3 Prozent auf 106,2 Millionen Euro gesunken. Davon stammten 37,5 Millionen Euro von den Wasserwerken, die s\u00e4mtlich an den Haushalt der Stadt geflossen seien. 67,7 Millionen Euro aus dem Abwasserbereich wiederum gingen in die R\u00fccklagen, sagte Herzog.\u00a0<\/p>\n<p>Mehr als eine Milliarde Euro an Investitionen geplant<\/p>\n<p>Insgesamt plant Hamburg Wasser, von 2024 bis 2028 rund 1,14 Milliarden Euro in die Hand zu nehmen und dabei 616 Millionen Euro in die Wasser- und Abwassernetze sowie 522 Millionen Euro in die Anlagen zu stecken. Darunter ist auch in die neue Kl\u00e4rschlamm-Verbrennungsanlage Vera II &#8211; ein Projekt, das in der Vergangenheit so schiefgegangen ist, dass die F\u00fchrungsspitze von Hamburg Wasser unter anderem deshalb gehen musste und am 1. April die Versorgungsspezialisten Herzog sowie Michael Beckereit geholt wurden. Beide haben bereits f\u00fcr Hamburg Wasser gearbeitet und sollen nun bis Mitte 2026 interimsm\u00e4\u00dfig die Gesch\u00e4fte f\u00fchren.<\/p>\n<p>Kl\u00e4rschlamm darf von 2029 an nicht mehr von der Landwirtschaft genutzt werden, muss stattdessen verbrannt werden. Da in den norddeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern derzeit noch etwa 45 Prozent des Kl\u00e4rschlamms auf den Feldern landet, wurde in Hamburg die Verbrennungsanlage Vera II ersonnen, die zusammen mit Vera I einmal pro Jahr rund 97.000 Tonnen Kl\u00e4rschlamm verarbeiten soll. Das Problem: Die urspr\u00fcnglich geplanten Kosten in H\u00f6he von 196 Millionen Euro sind inzwischen auf 297,2 Millionen Euro in die H\u00f6he geschossen.<\/p>\n<p>Fegebank: Wasserversorgung Frage des Vertrauens<\/p>\n<p>Beckereit, technischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, sagte, inzwischen seien das Nachtragsmanagement komplett neu organisiert, der Lenkungskreis neu aufgestellt und monatliche Gespr\u00e4che mit den Auftragnehmern verabredet worden. Zudem sei der Austausch mit dem Aufsichtsrat deutlich intensiviert worden, um mehr Transparenz zu schaffen. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Gr\u00fcne) nannte die Wasserversorgung eine Frage des Vertrauens, der Glaubw\u00fcrdigkeit und der Zuverl\u00e4ssigkeit. Auch deshalb sei sie pers\u00f6nlich zur Pr\u00e4sentation des Jahresberichts erschienen.<\/p>\n<p>Die Trinkwasserversorgung Hamburgs sei f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte gesichert, betonte Beckereit. Denn Hamburg Wasser entnehme das Wasser aus einer Tiefe von 90 bis 450 Metern, also deutlich unterhalb der oberen Grundwasserschichten. Damit sei man unabh\u00e4ngig von m\u00f6glichen D\u00fcrreperioden oder Starkregenereignissen. Derzeit k\u00f6nne Hamburg Wasser in Spitzenzeiten mindestens f\u00fcnf Tage hintereinander pro Tag 470.000 Kubikmeter liefern &#8211; ein Wert, der bis 2030 auf 500.000 Kubikmeter erh\u00f6ht werden soll, wie Beckereit sagte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Hamburger verbrauchen wieder mehr Wasser 18.06.2025, 14:24 Uhr Nach einem mehrj\u00e4hrigen R\u00fcckgang hat Hamburgs st\u00e4dtischer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":200043,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692,7984,1971,4106],"class_list":{"0":"post-200042","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg","11":"tag-hamburger","12":"tag-schleswig-holstein","13":"tag-wasser"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114704489152920215","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200042","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=200042"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200042\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/200043"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=200042"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=200042"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=200042"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}