{"id":200214,"date":"2025-06-18T14:30:11","date_gmt":"2025-06-18T14:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/200214\/"},"modified":"2025-06-18T14:30:11","modified_gmt":"2025-06-18T14:30:11","slug":"huegelkopf-wie-aus-der-hobbit-riesenechse-aus-der-kreidezeit-heisst-wie-goblinprinz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/200214\/","title":{"rendered":"&#8222;H\u00fcgelkopf&#8220; wie aus &#8222;Der Hobbit&#8220;: Riesenechse aus der Kreidezeit hei\u00dft wie Goblinprinz"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;H\u00fcgelkopf&#8220; wie aus &#8222;Der Hobbit&#8220;<br \/>\n                Riesenechse aus der Kreidezeit hei\u00dft wie Goblinprinz<\/p>\n<p>\t\t\t\t              18.06.2025, 15:55 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Fantasy-Fossilie: In den USA wird eine neue Echsenart aus der sp\u00e4ten Kreidezeit entdeckt. Das &#8222;kleine Monster&#8220;, wie die Forscher es nennen, hat einen Kopfpanzer und spitze Z\u00e4hne und erinnert sie an Goblins. Darum bekommt der R\u00e4uber einen Namen aus Tolkiens &#8222;Hobbit&#8220;.<\/strong><\/p>\n<p>Sie war etwa so gro\u00df wie ein Waschb\u00e4r, hatte einen gepanzerten Sch\u00e4del und tr\u00e4gt nun den Namen eines fiktiven Ork-H\u00e4uptlings, was das Herz aller Tolkien-Fans h\u00f6herschlagen lassen d\u00fcrfte: Die Riesenechse Bolg amondol lebte vor rund 75 Millionen Jahren und damit zur Zeit der Dinosaurier im S\u00fcden des heutigen US-Bundesstaats Utah. Hier erbeutete der von den US-Forschern liebevoll als &#8222;kleines Monster&#8220; bezeichnete R\u00e4uber vermutlich Eier und kleinere Tiere, so die im Fachblatt &#8222;Royal Society Open Science&#8220; <a href=\"https:\/\/www.eurekalert.org\/news-releases\/1087315\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">ver\u00f6ffentlichte Studie<\/a>.<\/p>\n<p>Der Name Bolg amondol ist eine Hommage an J.R.R. Tolkiens Fantasy-Universum. &#8222;Bolg ist ein gro\u00dfartig klingender Name. Er ist ein Goblinprinz aus &#8218;Der Hobbit&#8216; und ich denke bei diesen Echsen sofort an Goblins &#8211; besonders, wenn ich mir ihren Sch\u00e4del ansehe&#8220;, wird Studienleiter Hank Woolley vom Dinosaur Institute des Natural History Museum of Los Angeles County in einer Mitteilung zitiert.<\/p>\n<p>&#8222;H\u00fcgelkopf&#8220; auf Sindarin<\/p>\n<p>Die Artbezeichnung sei in der fiktiven Elbensprache Sindarin gehalten: &#8222;Amon&#8220; bedeute &#8222;H\u00fcgel&#8220;, &#8222;dol&#8220; &#8222;Kopf&#8220; &#8211; ein Verweis auf die h\u00fcgelartigen, den Sch\u00e4del bedeckenden Knochenplatten (Osteoderme) der Echse.<\/p>\n<p>Der Pal\u00e4ontologe stie\u00df bei der Untersuchung \u00e4lterer Sammlungsst\u00fccke auf die bislang \u00fcbersehene Art. &#8222;Ich \u00f6ffnete dieses Glas mit der Aufschrift &#8218;Echse&#8216; im Natural History Museum of Utah und dachte sofort: Oh wow, das ist ein fragmentarisches Skelett&#8220;, so Woolley. Bislang sei nur sehr wenig \u00fcber gro\u00dfw\u00fcchsige Echsen aus der Kaiparowits-Formation im Grand Staircase &#8211; Escalante National Monument in Utah bekannt: &#8222;Daher wusste ich sofort, dass dies bedeutend war.&#8220;<\/p>\n<p>Pal\u00e4ontologisches Knochen-Puzzle<\/p>\n<p>F\u00fcr die Forschungsgruppe f\u00fchrte die Entdeckung zu einer kleinteiligen Puzzle-Arbeit: Denn bei den fossilen \u00dcberresten handelte es sich lediglich um fragmentarische Knochen &#8211; winzige Teile des Sch\u00e4dels und Beckens, der Gliedma\u00dfen und kn\u00f6chernen Panzerung sowie Wirbel &#8211; aus denen die Wissenschaftler die neue Art identifizierten.<\/p>\n<p>&#8222;Das wirklich Interessante an diesem Holotypus-Exemplar von Bolg ist, dass es zwar fragmentarisch ist, wir aber eine umfassende Probe des Skeletts erhalten haben&#8220;, f\u00fchrt Woolley aus. &#8222;Es gibt keine \u00fcberlappenden Knochen &#8211; es gibt keine zwei linken H\u00fcftknochen oder \u00c4hnliches. Wir k\u00f6nnen also sicher sein, dass diese \u00dcberreste wahrscheinlich zu einem einzigen Individuum geh\u00f6rten.&#8220;<\/p>\n<p>Eben jenes Individuum war der Analyse zufolge ungef\u00e4hr so gro\u00df wie ein Waschb\u00e4r. &#8222;Nach heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben f\u00fcr Echsen also ein sehr gro\u00dfes Tier, \u00e4hnlich gro\u00df wie ein Steppenwaran; etwas, mit dem man sich besser nicht anlegen sollte&#8220;, beschreibt Woolley.<\/p>\n<p> Auf der Jagd nach Eiern und kleineren Tieren<\/p>\n<p>Bolg amondol sei mit der noch heute in den W\u00fcstengebieten Nordamerikas lebenden Gila-Krustenechse aus der Familie der Krustenechsen (Helodermatidae) verwandt &#8211; genauso wie andere in der Studie beschriebene Fossilien mit ebenfalls gepanzerten Sch\u00e4delknochen und scharfen, spitzen Z\u00e4hnen. <\/p>\n<p>Diese legten nahe, &#8222;dass die einstigen, saisonal tropischen W\u00e4lder des heutigen s\u00fcdlichen Utah in den USA mindestens drei verschiedene Arten gro\u00dfer r\u00e4uberischer Echsen beheimateten&#8220;, erl\u00e4utert Mitautor Joe Sertich vom Smithsonian Tropical Research Institute und der Colorado State University. Bolg amondol k\u00f6nnte zeigen, dass solche Echsen eine wichtige Rolle in Dinosaurier-\u00d6kosystemen spielten.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste bekannte Verwandte von Bolg stammt von der anderen Seite des Planeten, aus der W\u00fcste Gobi in Asien, hei\u00dft es in der Studie weiter. Das lasse vermuten, dass nicht nur Dinosaurier, sondern auch kleinere Tiere w\u00e4hrend der Kreidezeit zwischen den einst verbundenen Kontinenten wanderten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;H\u00fcgelkopf&#8220; wie aus &#8222;Der Hobbit&#8220; Riesenechse aus der Kreidezeit hei\u00dft wie Goblinprinz 18.06.2025, 15:55 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":200215,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1771],"tags":[752,1778,29,214,8100,65617,65618,30,95,1777,33707,1886,215],"class_list":{"0":"post-200214","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kino","8":"tag-bildung","9":"tag-cinema","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-fantasy","13":"tag-fossilien","14":"tag-fundsache","15":"tag-germany","16":"tag-kino","17":"tag-movie","18":"tag-reptilien","19":"tag-tiere","20":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114704851093166318","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=200214"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200214\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/200215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=200214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=200214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=200214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}