{"id":200283,"date":"2025-06-18T15:06:21","date_gmt":"2025-06-18T15:06:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/200283\/"},"modified":"2025-06-18T15:06:21","modified_gmt":"2025-06-18T15:06:21","slug":"tierwohl-wie-die-eu-welpen-und-kaetzchen-schuetzt-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/200283\/","title":{"rendered":"Tierwohl: Wie die EU Welpen und K\u00e4tzchen sch\u00fctzt &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Ist das wirklich n\u00f6tig? Hat Europa keine anderen Sorgen als das Wohlergehen von Haustieren? Man muss dem Europaabgeordneten Peter Liese von der CDU solche Frage gar nicht erst stellen \u2013 er beantwortet sie gleich vorauseilend.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Ja, sagt Liese, der russische Angriff auf die Ukraine, der Krieg im Nahen Osten, der Wirbelsturm namens Donald Trump, die Wirtschaftskrise, der Klimaschutz, das alles sei wichtiger als das Gesetz zum Schutz von Hunden und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Katzen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Katzen<\/a>, welches die Institutionen der Europ\u00e4ischen Union gerade besch\u00e4ftigt. Und trotzdem, sagt der Experte f\u00fcr Klima und Gesundheit, bestehe Handlungsbedarf. Das Thema <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Tiere\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tiere<\/a> ber\u00fchre sehr, sehr viele Menschen, und zu denen z\u00e4hlt sich Liese auch selbst: Sofie hei\u00dft der Mischlingshund, den er gemeinsam mit seiner Frau vor einer griechischen T\u00f6tungsstation gerettet und mit nach Hause ins Sauerland gebracht hat. Sofie geh\u00f6rt jetzt zur Familie.<\/p>\n<p>70 Millionen Hunde, mehr als 80 Millionen Katzen werden in der EU als Haustiere gehalten<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">In einem Brief an Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen forderte der Abgeordnete Liese vor zwei Jahren ein Gesetz zum Schutz von Hunden und Katzen, die Kommission erkannte ebenfalls Handlungsbedarf. Mehr als 70 Millionen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Hunde\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hunde<\/a> und mehr als 80 Millionen Katzen werden ihren Zahlen zufolge als Haustiere in der EU gehalten. In Umfragen \u00e4u\u00dfern laut der Kommission mehr als drei Viertel der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in der EU den Wunsch, dass der Handel besser reguliert wird: zum Schutz der Tiere, aber auch zum Schutz der K\u00e4ufer.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Seit der Corona-Pandemie ist der Markt f\u00fcr die Haustiere in Europa explodiert. Auf 1,3 Milliarden Euro j\u00e4hrlich wird das Gesch\u00e4ftsvolumen gesch\u00e4tzt. 60 Prozent der Verk\u00e4ufe werden mittlerweile \u00fcber das Internet abgewickelt. In manchen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern \u2013 genannt werden immer wieder Rum\u00e4nien und Bulgarien \u2013 haben sich mafi\u00f6se Strukturen gebildet, die mit Hunden und Katzen viel Geld verdienen. Von \u201eWelpenfabriken\u201c ist die Rede.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Hunde in einer Tagesst\u00e4tte. Mehr als 70 Millionen Hunde werden in der EU gehalten.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/13c60950-7f6c-4a9c-a65b-f77afd9c6b36.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Hunde in einer Tagesst\u00e4tte. Mehr als 70 Millionen Hunde werden in der EU gehalten. (Foto: Daniel Bockwoldt\/Daniel Bockwoldt\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Deutschland gilt als das wichtigste Abnahmeland f\u00fcr Katzen und Hunde. Und die Tiere, die hier ankommen, sind h\u00e4ufig in einem erb\u00e4rmlichen Zustand \u2013 zu fr\u00fch vom Muttertier getrennt, ver\u00e4ngstigt, dehydriert, nicht tiermedizinisch untersucht, nicht geimpft und damit auch eine Gefahr f\u00fcr die Gesundheit der Menschen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Deshalb sollen alle verkauften oder verschenkten Hunde und Katzen in der EU in Zukunft, im Prinzip, mit einem Mikrochip versehen und in einer europaweit harmonisierten Datenbank registriert werden. Diese Pflicht zur Registrierung soll, im Prinzip, f\u00fcr alle gelten, die ein Tier verkaufen oder verschenken\u00a0\u2013 auch f\u00fcr Z\u00fcchter aus Drittstaaten, die in der EU Katzen und Hunde auf den Markt bringen. Dadurch soll die Herkunft der Tiere m\u00f6glichst l\u00fcckenlos nachverfolgbar werden, auch f\u00fcr staatliche Aufsichtsbeh\u00f6rden. Die K\u00e4ufer sollen die Sicherheit haben, dass die Tiere ordentlich behandelt wurden. Und nebenbei erhofft man sich auch eine Entlastung der Tierheime, denn entlaufene oder ausgesetzte Katzen und Hunde lassen sich dank des Chips identifizieren. \u00a0Das ist der Kern des Gesetzes, \u00fcber das die Europaabgeordneten an diesem Donnerstag im Stra\u00dfburger Plenum abstimmen werden.<\/p>\n<p>Wie streng sollen die Regeln f\u00fcr Z\u00fcchter sein? Dar\u00fcber wird noch debattiert<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Wie weit diese Pflichten gehen sollen und f\u00fcr wen genau sie gelten, dar\u00fcber gibt es im Parlament aber noch einigen Dissens. Er schl\u00e4gt sich in vielen \u00c4nderungsantr\u00e4gen nieder, \u00fcber die an diesem Donnerstag mit abgestimmt wird.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Peter Liese stellte die Eckpunkte des Gesetzes am Mittwoch gemeinsam mit der Fraktionskollegin Manuela Ripa vor, die sich im Umweltausschuss federf\u00fchrend damit befasste. Dort, im Umweltausschuss, ist die Hausmacht der Tierfreunde besonders gro\u00df. Im Agrarausschuss dagegen versuchte man, die Regeln zu entsch\u00e4rfen. Begr\u00fcndung: Der Schutz von Landwirten und generell \u201eEntb\u00fcrokratisierung\u201c \u2013\u00a0 das ist derzeit das gro\u00dfe Modewort im Br\u00fcsseler Politikbetrieb.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Katzen, die auf Bauernh\u00f6fen leben, sollen deshalb nach dem Willen der Agrarexperten im Parlament von der Chip-Pflicht ausgenommen werden. Die Pflicht zur Registrierung soll zudem nicht f\u00fcr kleine Z\u00fcchter gelten. Als \u201eklein\u201c definiert werden k\u00f6nnte ein Z\u00fcchter, wenn er weniger als f\u00fcnf Hunden und vier Katzen hat. Tierschutzverb\u00e4nde warnen, damit w\u00fcrden allzu gro\u00dfe Schlupfl\u00f6cher geschaffen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Streit gibt es auch dar\u00fcber, ob sich nur professionelle Z\u00fcchter an die Regeln f\u00fcr Unterbringung, Pflege und den Umgang mit den Tieren halten m\u00fcssen, die in dem Gesetz festgeschrieben werden sollen. Welpen und K\u00e4tzchen sollen demnach erst vom Muttertier getrennt werden, wenn sie mindestens acht Wochen alt sind.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Unabh\u00e4ngig davon, welche Mehrheiten sich im Europaparlament bilden: Fertig wird das Gesetz damit ohnehin nicht sein. Denn danach beginnen die finalen Verhandlungen zwischen Parlament, Kommission und den 27 EU-Regierungen. \u201eTrilog\u201c nennt man das im Br\u00fcsseler Gesetzgebungsverfahren. Er bleibt auch Hunden und Katzen nicht erspart.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ist das wirklich n\u00f6tig? Hat Europa keine anderen Sorgen als das Wohlergehen von Haustieren? 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