{"id":20036,"date":"2025-04-10T04:59:08","date_gmt":"2025-04-10T04:59:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/20036\/"},"modified":"2025-04-10T04:59:08","modified_gmt":"2025-04-10T04:59:08","slug":"anlaesslich-der-heute-in-kraft-getretenen-us-zoelle-in-hoehe-von-20-prozent-auf-europaeisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/20036\/","title":{"rendered":"Anl\u00e4sslich der heute in Kraft getretenen US-Z\u00f6lle in H\u00f6he von 20 Prozent auf europ\u00e4isch"},"content":{"rendered":"<p>Z\u00f6lle sind ein Irrweg: BPI warnt vor Folgen f\u00fcr die Gesundheitsversorgung. Handelshemmnisse wie Strafz\u00f6lle schaden allen Beteiligten &#8211; Unternehmen, Gesundheitssystemen und am Ende sind vor allem die Patientinnen und Patienten die Leidtragenden. Zwar sind Pharmazeutika (Fertigarzneimittel) aktuell noch von den Zollma\u00dfnahmen ausgenommen, allerdings scheint dies nur eine Frage der Zeit zu sein. Weitere Z\u00f6lle drohen und schon jetzt ist der Gesundheitsbereich in mehrfacher Hinsicht betroffen &#8211; direkt und indirekt&#8220;, betont Kirst.<\/p>\n<p><b>Medizinprodukte bereits betroffen<\/b><\/p>\n<p> &#8222;Medizinprodukte unterliegen bereits den aktuell eingef\u00fchrten US-Z\u00f6llen in H\u00f6he von 20 Prozent. Auch bei ihren oftmals verwendeten Komponenten, wie Stahl- und Aluminiumprodukten, wird ein Zollsatz von 25 Prozent erhoben&#8220;, erkl\u00e4rt Kirst. &#8222;Fraglich bleibt, ob die US-Z\u00f6lle sektoral und tempor\u00e4r weiter ausgeweitet werden. Inwieweit auch Kombinationen von Medizinprodukten und Arzneimitteln davon betroffen sein w\u00fcrden, l\u00e4sst sich derzeit nur schwer absch\u00e4tzen. Ebenso wie Arzneimittel m\u00fcssen auch Medizinprodukte von Handelskonflikten ausgenommen sein. Gleiches gilt f\u00fcr die Tiermedizin &#8211; f\u00fcr Tierarzneimittel und veterin\u00e4rmedizintechnische Produkte&#8220;, betont Kirst. <\/p>\n<p><b>Plasmaversorgung in kritischer Abh\u00e4ngigkeit<\/b><\/p>\n<p> Ein besonders sensibler Bereich ist die Versorgung mit Blutplasma. &#8222;Die USA sind weltweit f\u00fchrend bei Plasmaspenden. Auch im Sinne der Patientensicherheit sind sie f\u00fcr Deutschland ein unverzichtbarer Partner. Rund 20 Millionen Liter Plasma werden j\u00e4hrlich aus den USA nach Europa geliefert. Europa selbst produziert nur etwa 8,8 Millionen Liter j\u00e4hrlich &#8211; bei einem Bedarf von etwa zw\u00f6lf Millionen Litern. Der Rest muss folglich durch Importe aus den USA gedeckt werden&#8220;, erkl\u00e4rt Kirst. <\/p>\n<p> &#8222;W\u00e4hrend Europa zwar \u00fcber die n\u00f6tige Produktionskapazit\u00e4t zur Weiterverarbeitung des Rohplasmas in europ\u00e4ischen Fraktionieranlagen verf\u00fcgt, mangelt es hierzulande jedoch an ausreichend eigenen Plasmaspenden. Zudem ist die Herstellung von Blutplasmaprodukten hochkomplex und erfordert eine lange Produktionsvorlaufzeit. Versorgungsengp\u00e4sse werden erst nach etwa sieben bis zw\u00f6lf Monaten sichtbar. Seit vielen Jahren weisen wir als BPI darauf hin, dass die Versorgungslage angespannt ist. Wir pl\u00e4dieren f\u00fcr unterschiedliche politische Hebel, um die Patientenversorgung mit Blutplasmaprodukten langfristig zu stabilisieren (vgl. <a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.bpi.de\/index.php?eID=dumpFile&amp;t=f&amp;f=73100&amp;token=5116186512feea4920c551036d20fc59c2193baa\">BPI-Positionspapier: Liefersicherheit von lebenswichtigen Blutplasmaprodukten<\/a>)&#8220;, betont Kirst. &#8222;Z\u00f6lle auf Vorprodukte wie Rohplasma oder Teilfraktionen als Form einer m\u00f6glichen Gegenreaktion der EU w\u00fcrden die Situation zus\u00e4tzlich versch\u00e4rfen&#8220;, erg\u00e4nzt Kirst. <\/p>\n<p><b>USA: Bislang wichtigster Handelspartner f\u00fcr die deutsche Pharmaindustrie<\/b><\/p>\n<p> Die USA sind f\u00fcr Deutschland sowohl der wichtigste Export- als auch Importpartner im pharmazeutischen Bereich. Die <a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.bpi.de\/index.php?eID=dumpFile&amp;t=f&amp;f=81021&amp;token=c94916c479598c5343e03f0f9ab7cebb46f9d64a\">BPI-Pharma-Daten 2024<\/a> zeigen: <\/p>\n<p> Ein R\u00fcckgang dieser Handelsstr\u00f6me h\u00e4tte auch laut dem Ifo-Institut Konsequenzen: Allein im pharmazeutischen Bereich k\u00f6nnten deutsche Exporte in die USA um bis zu 35 Prozent einbrechen &#8211; mit potenziellen Folgen f\u00fcr Produktion, Besch\u00e4ftigung und Forschung in Deutschland. <\/p>\n<p> &#8222;Die Probleme sind vielschichtig: Z\u00f6lle verteuern nicht nur die Einfuhren und damit den Marktzugang in den USA, sondern belasten auch das US-Gesundheitssystem selbst. Sie treiben die Kosten hoch und wirken sich auf die Bezahlbarkeit von Therapien aus. Am Ende sind vor allem die Patientinnen und Patienten die Leidtragenden&#8220;, sagt Kirst. <\/p>\n<p><b>BPI ruft Politik auf: EU-Pharmastandort weiter st\u00e4rken<\/b><\/p>\n<p> &#8222;Wir verstehen die aktuellen Entwicklungen als Weckruf f\u00fcr die Politik, Abh\u00e4ngigkeiten erneut zu hinterfragen und den Pharmastandort Europa gezielt zu st\u00e4rken. Unsere Industrie ist auf stabile, globale Lieferketten angewiesen&#8220;, betont Kirst. &#8222;Entscheidend ist jetzt eine entschlossene Industrie- und Standortpolitik. Unsere Unternehmen brauchen Planungssicherheit. Zudem m\u00fcssen wir unsere strategische Autonomie in alle Richtungen st\u00e4rken &#8211; mit Blick auf Absatzm\u00e4rkte, Importquellen pharmazeutischer Erzeugnisse und Handelspartner. Gerade bei der Gesundheitsversorgung muss der Schutz des Menschen im Vordergrund stehen &#8211; nicht der Zolltarif&#8220;, betont Kirst. <\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Laura Perotti (Stellvertretende Pressesprecherin), Tel. 030 27909-131, <a href=\"https:\/\/www.ad-hoc-news.de\/politik\/berlin-anlaesslich-der-heute-in-kraft-getretenen-us-zoelle-in-hoehe-von\/mailto: lperotti@bpi.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> lperotti@bpi.de<\/a><\/p>\n<p class=\"origin\">Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>http:\/\/ots.de\/5bb3a3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Z\u00f6lle sind ein Irrweg: BPI warnt vor Folgen f\u00fcr die Gesundheitsversorgung. 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