{"id":201336,"date":"2025-06-19T00:49:11","date_gmt":"2025-06-19T00:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/201336\/"},"modified":"2025-06-19T00:49:11","modified_gmt":"2025-06-19T00:49:11","slug":"trotz-mietpreisbremse-mieten-in-grossstaedten-steigen-um-50-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/201336\/","title":{"rendered":"Trotz Mietpreisbremse: Mieten in Gro\u00dfst\u00e4dten steigen um 50 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>Berlin, <a name=\"Leipzig\">Leipzig<\/a> und Bremen mit gr\u00f6\u00dften Plus<\/p>\n<p class=\"text\">\nAm teuersten ist das Mieten der Auswertung zufolge weiterhin in M\u00fcnchen mit Quadratmeterpreisen von fast 22 Euro. Es folgen Berlin mit fast 18 Euro und Frankfurt am Main mit rund 16 Euro pro Quadratmeter. Die gr\u00f6\u00dften Mietsteigerungen gab es nach Berlin (plus 107 Prozent) <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/leipzig\/leipzig-leipzig-land\/leipzig-mieten-wucher-app-onlineformular-100.html\" title=\"Kampf gegen Mietwucher: Leipzig richtet Plattform f\u00fcr \u00fcberh\u00f6hte Mieten ein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Leipzig<\/a> (plus 67,7 Prozent) und in Bremen (plus 57 Prozent). <a name=\"Dresden\">Das<\/a> geringste Mieten-Plus nach einem Umzug wird mit 28,4 Prozent f\u00fcr Dresden ausgewiesen.\u00a0\n<\/p>\n<p>\nDie Mietpreisbremse<br \/>\nDie Mietpreisbremse begrenzt in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt die Mietpreise in neuen Vertr\u00e4gen. Wo sie greift, d\u00fcrfen Mieten bei Abschluss eines neuen Vertrags im Grundsatz nicht mehr als zehn Prozent \u00fcber der orts\u00fcblichen Vergleichsmiete liegen. Es gibt allerdings Ausnahmen wie etwa M\u00f6blierungszuschl\u00e4ge. Ausgeschlossen sind zudem Neubauten, die nach 2014 erstmals vermietet wurden und umfassend modernisierte Wohnungen. Eine \u00f6ffentliche Preiskontrolle gibt es nicht: Wenn Mieter einen Versto\u00df bef\u00fcrchten, m\u00fcssen sie selbst gegen ihre Vermieter vorgehen.\n<\/p>\n<p>Linken-Abgeordnete: <a name=\"Mietpreisbremse\">Mietpreisbremse<\/a> hat zu viele L\u00f6cher<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Linken-Abgeordnete Caren Lay, die die Zahlen bei der Bundesregierung erfragt hat, beklagte: &#8222;Durch die Mietpreisexplosion wird insbesondere den st\u00e4dtischen Mieterinnen und Mietern das Geld aus der Tasche gezogen, Umz\u00fcge werden unm\u00f6glich und das alles tr\u00e4gt zur weiteren sozialen Spaltung unserer Gesellschaft bei.&#8220; Die Mietpreisbremse sei so l\u00f6chrig, dass sie keinen wirksamen Schutz biete. Lay kritisierte, die schwarz-rote Bundesregierung wolle die Regelung ohne eine weitere Versch\u00e4rfung nun einfach verl\u00e4ngern.\n<\/p>\n<p><a name=\"Verband\">Verband<\/a> der Wohnungsgenossenschaften in Sachsen lehnt Mietpreisbremse ab<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Wir sehen keinen Bedarf f\u00fcr eine Mietpreisbremse in Sachsen&#8220;, erkl\u00e4rte dagegen die Vorsitzende des Verbands S\u00e4chsischer Wohnungsgenossenschaften, Mirjam Philipp auf Anfrage von MDR AKTUELL. Da die Wohnungsgenossenschaften und kommunalen Wohnungsgesellschaften in Summe \u00fcber rund 40 Prozent des Bestandes in Sachsen verf\u00fcgten, sei ausreichend bezahlbarer Wohnraum vorhanden. Die Durchschnittsmiete f\u00fcr eine genossenschaftliche Wohnung im Freistaat liege bei 5,62 Euro pro Quadratmeter, bei Neuvermietungen im Mittel einen Euro h\u00f6her.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nUm bezahlbares Wohnen auch in den Ballungszentren Leipzig oder Dresden langfristig zu sichern, sei ein Umfeld wichtig, das Modernisierungen und Neubau erm\u00f6glicht und f\u00f6rdert. &#8222;Dazu geh\u00f6rt der Umgang mit Bauantr\u00e4gen, Freiheiten f\u00fcr Eigent\u00fcmer bei der Modernisierung, ohne dass die St\u00e4dte im Detail jede Fensterfarbe mitentscheiden wollen und entsprechende Fl\u00e4chen und Bebauungspl\u00e4ne f\u00fcr den Neubau&#8220;, sagte Philipp.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Die Kosten f\u00fcr energetische Ma\u00dfnahmen, Barriere-Reduzierung, Aufz\u00fcge oder Grundriss\u00e4nderungen sind inzwischen so hoch, dass zur Refinanzierung eine deutliche Mieterh\u00f6hung notwendig ist.<\/p>\n<p>Mirjam Philipp<br \/>\nVerband S\u00e4chsischer Wohnungsgenossenschaften<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nDie Verbandsvorsitzende kritisierte, dass die Kosten f\u00fcr energetische Ma\u00dfnahmen, Barriere-Reduzierung, Aufz\u00fcge oder Grundriss\u00e4nderungen inzwischen so hoch seien, dass zur Refinanzierung eine deutliche Mieterh\u00f6hung notwendig sei. Die Unternehmen m\u00fcssten genau rechnen. &#8222;Durch Begrenzung der Modernisierungsumlage und Mietpreisbremsen wird die Refinanzierungsm\u00f6glichkeit oft beschnitten oder ganz verhindert. Insofern kann festgehalten werden, dass die Investitionst\u00e4tigkeit durch die Regulierung auf jeden Fall nicht steigt.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Bauturbo\">&#8222;Bau-Turbo&#8220; <\/a>soll helfen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Bundeskabinett hat am Mittwoch den sogenannten &#8222;Bau-Turbo&#8220; von Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) auf den Weg gebracht. Hubertz erkl\u00e4rte, f\u00fcr den Wohnungsbau n\u00f6tige Verfahren massiv zu beschleunigen. &#8222;Wir haben in Deutschland ein Problem: Wir sind viel zu langsam, wir sind viel zu kompliziert&#8220;, sagte sie. Tempo sei das Gebot der Stunde. In Zukunft sollen Gemeinden, St\u00e4dte und Kommunen nur noch zwei Monate Zeit haben, um Bauvorhaben anzusto\u00dfen. In Gro\u00dfst\u00e4dten k\u00f6nne ein Bebauungsplan derzeit f\u00fcnf Jahre in Anspruch nehmen. &#8222;Wir wollen nat\u00fcrlich nicht alle Regeln \u00fcber die Wupper werfen. Wir wollen sie aber pragmatisch und schneller angehen.&#8220; Das reiche von der Pr\u00fcfung der Umweltvertr\u00e4glichkeit bis zum Thema L\u00e4rmschutz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin, Leipzig und Bremen mit gr\u00f6\u00dften Plus Am teuersten ist das Mieten der Auswertung zufolge weiterhin in M\u00fcnchen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":201337,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,2386,30,71,81,15684,30746,14,859,860,861,103],"class_list":{"0":"post-201336","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-dresden","11":"tag-germany","12":"tag-leipzig","13":"tag-mdr","14":"tag-mietpreisbremse","15":"tag-mietpreise","16":"tag-nachrichten","17":"tag-sachsen","18":"tag-sachsen-anhalt","19":"tag-thueringen","20":"tag-welt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114707284916988804","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201336","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=201336"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201336\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/201337"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=201336"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=201336"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=201336"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}