{"id":201396,"date":"2025-06-19T01:21:18","date_gmt":"2025-06-19T01:21:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/201396\/"},"modified":"2025-06-19T01:21:18","modified_gmt":"2025-06-19T01:21:18","slug":"krankenkassen-zahlen-lungenkrebs-frueherkennung-fuer-raucher-kommt-unter-bedingungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/201396\/","title":{"rendered":"Krankenkassen zahlen: Lungenkrebs-Fr\u00fcherkennung f\u00fcr Raucher kommt &#8211; unter Bedingungen"},"content":{"rendered":"<p>                    Krankenkassen zahlen<br \/>\n                Lungenkrebs-Fr\u00fcherkennung f\u00fcr Raucher kommt &#8211; unter Bedingungen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              18.06.2025, 16:18 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p>Langj\u00e4hrige, starke Raucherinnen und Raucher k\u00f6nnen bald einmal im Jahr eine kostenlose Untersuchung zur Fr\u00fcherkennung von Lungenkrebs in Anspruch nehmen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat beschlossen, dass die Untersuchung mittels einer Niedrigdosis-Computertomographie (CT) k\u00fcnftig von der Krankenkasse \u00fcbernommen wird, wie eine Sprecherin auf Anfrage best\u00e4tigte. Die Untersuchung kann alle zw\u00f6lf Monate wahrgenommen werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten. <\/p>\n<p><b>Wer kann die Lungenkrebs-Fr\u00fcherkennung nutzen? <\/b><\/p>\n<p>Das Angebot richtet sich an starke Raucherinnen und Rauchern im Alter von 50 bis 75 Jahren. Es geht nur um Zigaretten, nicht um andere Tabakprodukte. Die Personen m\u00fcssen mindestens 25 Jahre ohne lange Unterbrechung geraucht haben und mindestens 15 Packungsjahre haben. Die Packungsjahre errechnet man, indem man die Zahl der pro Tag gerauchten Zigarettenpackungen mit der Zahl der Raucherjahre multipliziert. <\/p>\n<p>&#8222;Auch Ex-Raucher k\u00f6nnen an den Untersuchen teilnehmen, sofern sie nicht l\u00e4nger als zehn Jahre abstinent waren&#8220;, erkl\u00e4rt Stefan Sauerland vom Institut f\u00fcr Qualit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Auf seiner Website gibt das IQWiG ausf\u00fchrliche Hinweise. <\/p>\n<p><b>Wie viele Menschen betrifft das? <\/b><\/p>\n<p>&#8222;Es gibt sch\u00e4tzungsweise zwei Millionen Menschen in Deutschland auf die diese Kriterien zutreffen&#8220;, sagt Sauerland. Bislang konnten Raucherinnen und Raucher nur eine CT machen, wenn sie Symptome hatten, zum Beispiel Bluthusten. <\/p>\n<p><b>Was sind die Vorteile?<\/b> <\/p>\n<p>Je fr\u00fcher Krebs entdeckt wird, desto h\u00f6her sind die Chancen auf Heilung und desto niedriger die Zahl der Todesf\u00e4lle. Durch die Niedrigdosis-CT kann Lungenkrebs nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) mit hoher Sicherheit erkannt werden, bevor Krankheitszeichen auftreten. &#8222;Wir wissen aus Studien, dass man durch die Fr\u00fcherkennung 20 Prozent der Krebstodesf\u00e4lle in dieser Zielgruppe vermeiden k\u00f6nnte&#8220;, sagt Sauerland. <\/p>\n<p>Wenn alle zur Fr\u00fcherkennung gehen w\u00fcrden, k\u00f6nnten dem Arzt zufolge in Deutschland bis zu 1000 Krebstodesf\u00e4lle pro Jahr verhindert werden. Ohne eine Fr\u00fcherkennung wird Lungenkrebs nach Angaben des Universit\u00e4tsprofessors in drei Vierteln der F\u00e4lle erst in einem fortgeschrittenem Stadium festgestellt. Die Prognose ist dann in der Regel schlecht. &#8222;In den folgenden f\u00fcnf Jahren sterben rund 80 Prozent dieser Menschen.&#8220;<\/p>\n<p><b>Gibt es Risiken?<\/b> <\/p>\n<p>Wie bei jeder R\u00f6ntgenuntersuchung gibt es bei der CT-Untersuchung eine Strahlenbelastung, die m\u00f6glicherweise selbst zur Entstehung von Krebs beitragen kann. Das Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz sch\u00e4tzt, dass bei weniger als 3 von 1000 Frauen und bei rund 1 von 1000 M\u00e4nnern innerhalb von 25 Jahren Krebs entsteht. Im Verh\u00e4ltnis zur normalen Krebsinzidenz sei das aber akzeptabel, sagt Sauerland. Au\u00dferdem sei m\u00f6glich, dass es falsch-positive Ergebnisse gebe und verd\u00e4chtige Ver\u00e4nderungen sich am Ende als gutartig herausstellen. <\/p>\n<p>Patienten m\u00fcssten sich dann m\u00f6glicherweise einer Untersuchung unterziehen, etwa einer Biopsie, obwohl das nicht n\u00f6tig gewesen w\u00e4re. Insgesamt \u00fcberwiegt f\u00fcr die Zielgruppe der Nutzen die Risiken, so die Einsch\u00e4tzung des Bundesamts f\u00fcr Strahlenschutz. Daf\u00fcr sei aber ein stringentes Qualit\u00e4tsmanagement f\u00fcr den gesamten Fr\u00fcherkennungsprozess und eine regelm\u00e4\u00dfige Evaluation der Ma\u00dfnahme &#8222;unabdingbar&#8220;.<\/p>\n<p><b>Ab wann kann das Angebot kostenlos genutzt werden?<\/b><\/p>\n<p>Das kann noch einige Monate dauern. Der GBA sch\u00e4tzt, dass es voraussichtlich im April 2026 so weit ist. Nach dem GBA-Beschluss muss zun\u00e4chst das Bundesgesundheitsministerium R\u00fcckmeldung geben. Bestehen keine Einw\u00e4nde, m\u00fcssen \u00c4rzte und Krankenkassen sich auf eine Verg\u00fctung einigen. Daf\u00fcr haben sie bis zu sechs Monate Zeit. Erst danach k\u00f6nnen niedergelassene \u00c4rztinnen und \u00c4rzte die neue Leistung mit gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. <\/p>\n<p>Theoretisch k\u00f6nnen Betroffene die CT-Untersuchung schon seit Juli 2024 in Anspruch nehmen &#8211; allerdings vorerst auf eigene Kosten. Damals trat die Verordnung des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz in Kraft, die Grundlage f\u00fcr den GBA-Beschluss ist. Der Gemeinsame Bundesausschuss ist das h\u00f6chste Beschlussgremium der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. Er bestimmt in Form von Richtlinien, welche medizinischen Leistungen die rund 74 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung beanspruchen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><b>Wie viele Menschen erkranken j\u00e4hrlich an Lungenkrebs?<\/b> <\/p>\n<p>Jedes Jahr erkranken nach Angaben des DKFZ rund 56.500 Menschen in Deutschland an Lungenkrebs. Bei M\u00e4nnern ist Lungenkrebs demzufolge mit rund 28.000 Verstorbenen pro Jahr die h\u00e4ufigste Krebs-Todesursache. Bei Frauen ist es mit 17.000 Todesf\u00e4llen die zweith\u00e4ufigste. In Deutschland seien bei M\u00e4nnern vermutlich neun von zehn, bei Frauen mindestens sechs von zehn Lungenkrebserkrankungen auf das aktive Rauchen zur\u00fcckzuf\u00fchren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Krankenkassen zahlen Lungenkrebs-Fr\u00fcherkennung f\u00fcr Raucher kommt &#8211; unter Bedingungen 18.06.2025, 16:18 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":201397,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,6860,30,141,13,984,53850,837,14,15,14343,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-201396","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-frueherkennung","10":"tag-germany","11":"tag-gesundheit","12":"tag-headlines","13":"tag-international","14":"tag-lungenkrebs","15":"tag-medizin","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-rauchen","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114707410667239543","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=201396"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201396\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/201397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=201396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=201396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=201396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}