{"id":20159,"date":"2025-04-10T06:18:23","date_gmt":"2025-04-10T06:18:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/20159\/"},"modified":"2025-04-10T06:18:23","modified_gmt":"2025-04-10T06:18:23","slug":"bosch-gps-navigation-bald-ueberfluessig-wie-der-technologieriese-an-der-revolution-arbeitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/20159\/","title":{"rendered":"Bosch: GPS-Navigation bald \u00fcberfl\u00fcssig? Wie der Technologieriese an der Revolution arbeitet"},"content":{"rendered":"<p>Technologieriese Bosch entwickelt neue Sensoren, die Messungen in bisher nicht gekannter Pr\u00e4zision durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Schon bald sollen dadurch Navigation, Medizin und Bergbau grundlegend ver\u00e4ndert werden. Und das wahre Potenzial k\u00f6nnte sich erst noch zeigen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Technologiekonzern Bosch arbeitet an einer Revolution der Sensor-Technik, dabei spielen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article244466034\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article244466034&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quantentechnologie<\/a> und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/plus242838125\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/plus242838125&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diamanten<\/a> eine wesentliche Rolle. Die neuen Sensoren sollen das Potenzial haben, unterschiedlichste Bereiche grundlegend zu ver\u00e4ndern \u2013 von der Navigation von Flugzeugen \u00fcber die Medizintechnik bis zum Bergbau. <\/p>\n<p>Ab Anfang der 2030er-Jahre sollen die ersten Produkte f\u00fcr diese drei Branchen auf den Markt kommen. Das wird aber nur der Anfang sein. \u201eDieser Sensor kann Dinge, die bislang noch kein anderer Sensor konnte, sodass man auch gar nicht richtig vorhersehen kann, in welchen Bereichen noch Ver\u00e4nderungen m\u00f6glich sind\u201c, sagt Katrin Kobe, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Bosch Quantum Sensing, im Gespr\u00e4ch mit WELT. <\/p>\n<p>Die neuen Quantensensoren k\u00f6nnen Magnetfelder in einer bisher nicht gekannten Pr\u00e4zision messen. Grundlage daf\u00fcr sind Diamanten, die winzige Verunreinigungen durch Stickstoff-Atome aufweisen. Diese Diamanten erh\u00e4lt Bosch Quantum Sensing von Element Six, einem Hersteller k\u00fcnstlicher Diamanten, der zum Branchenriesen De Beers geh\u00f6rt. Element Six hat sich mit 25 Prozent an der Bosch-Tochter beteiligt. <\/p>\n<p>\u201eDie Technologie hat in Europa einen sehr hohen Stellenwert und die Forschung ist hier f\u00fchrend. Wir haben hier Zugriff auf ganz spezielle Fachkr\u00e4fte. Die Standortvoraussetzungen sind sehr gut\u201c, sagt Kobe. <\/p>\n<p>Die 2022 gegr\u00fcndete Sensor-Tochter von Bosch nutzt Wissen aus der Forschung des Konzerns, um konkrete Produkte daraus zu entwickeln. Ziel sei es, die Sensoren in entsprechenden Losgr\u00f6\u00dfen herstellen zu k\u00f6nnen, mit einer gro\u00dfen Zuverl\u00e4ssigkeit, sagt die Firmenchefin. <\/p>\n<p>In der Massenproduktion sollen die Quantensensoren noch deutlich kleiner werden <\/p>\n<p>\u201eEs handelt sich um ein hochkomplexes System, das es in der Miniaturisierung, wie wir sie haben, noch gar nicht gibt. Wenn Sie etwas miniaturisieren, das auf dem Labortisch sehr gut funktioniert, sto\u00dfen Sie an Herausforderungen, die Sie vorher gar nicht gesehen haben.\u201c Derzeit haben die Sensoren die Gr\u00f6\u00dfe eines Smartphones. Ziel ist, sie auf Computerchip-Gr\u00f6\u00dfe zu verkleinern. <\/p>\n<p>Funktioniert die Massenproduktion der Bauteile, dann k\u00f6nnten sie unter anderem die Satelliten-Navigation \u00fcber GPS erg\u00e4nzen oder in Teilen \u00fcberfl\u00fcssig machen. \u201eIn der Flugzeugnavigation kann man mit dem Sensor das Erdmagnetfeld messen und entlang dieses Magnetfelds navigieren. Man braucht dann kein <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article250874162\/Verteidigungsministerium-Russland-mit-hoher-Wahrscheinlichkeit-fuer-GPS-Stoerungen-verantwortlich.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/politik\/deutschland\/article250874162\/Verteidigungsministerium-Russland-mit-hoher-Wahrscheinlichkeit-fuer-GPS-Stoerungen-verantwortlich.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GPS-Signal<\/a>\u201c, erkl\u00e4rt Kobe. An den Polen der Erde gebe es beispielsweise keine gute Abdeckung von Satellitensignalen.<\/p>\n<p>Auch innerhalb des K\u00f6rpers k\u00f6nnen die Sensoren weit detailliertere Messergebnisse liefern als die bisherige Medizintechnik. Anders als ein EKG funktioniere ein Magnetkardiogramm (MKG) mit Quantensensor ber\u00fchrungsfrei. \u201eAu\u00dferdem bekommen wir eine zus\u00e4tzliche Information \u00fcber das Magnetfeld im Herzen, weil der Sensor die Richtung des Feldes messen kann\u201c, sagt Kobe.<\/p>\n<p>Als dritten Anwendungsfall plant Bosch, die Sensoren bei der Suche nach Bodensch\u00e4tzen einzusetzen. Viele Rohstoffvorkommen unter der Erde h\u00e4tten \u201emagnetische Signaturen\u201c, die man mit den neuartigen Sensoren sehr empfindlich messen k\u00f6nne, sagt Kobe. Das teste man gerade. <\/p>\n<p>Den gro\u00dfen Technologiesprung sagt die Physikerin noch nicht f\u00fcr den Anfang des kommenden Jahrzehnts, sondern erst f\u00fcr sp\u00e4ter voraus. Das h\u00e4nge vor allem mit der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung zusammen: \u201eDie Aufmerksamkeit f\u00fcr diese Technologie wird in der n\u00e4chsten Dekade drastisch wachsen. Je mehr Anwendungen wir finden, desto mehr wird es das Leben der Menschen ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<p>Bosch ist nicht das einzige Unternehmen, das an der Kommerzialisierung von Quantensensoren arbeitet. Auch US-Konzerne wie Honeywell und die R\u00fcstungsunternehmen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/lockheed-martin\/\" title=\"Aktuelle News, Hintergr\u00fcnde &amp; B\u00f6rsencharts zum Unternehmen Lockheed Martin Corp. | US5398301094 finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/lockheed-martin\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Aktuelle News, Hintergr\u00fcnde &amp; B\u00f6rsencharts zum Unternehmen Lockheed Martin Corp. | US5398301094 finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Aktuelle News, Hintergr\u00fcnde &amp; B\u00f6rsencharts zum Unternehmen Lockheed Martin Corp. | US5398301094 finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lockheed Martin<\/a> und Northrop Grumman arbeiten in diesem Bereich. <\/p>\n<p>Daneben gibt es eine Menge Start-ups, die sich mit Quantentechnologie befassen. In Deutschland z\u00e4hlt dazu beispielsweise Q.ant, eine Tochter des Maschinenbauers Trumpf. Kobe lobt Deutschland, es sei f\u00fcr Quantensensorik ein sehr guter Standort. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/daniel-zwick\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/autor\/daniel-zwick\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Daniel Zwick<\/b><\/a><b> ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Technologieriese Bosch entwickelt neue Sensoren, die Messungen in bisher nicht gekannter Pr\u00e4zision durchf\u00fchren k\u00f6nnen. 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